Diabetes mellitus:
Diabetes ist eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels, die zu einem
erhöhten Glukosewert führt. Die Zahl der Diabeteskranken nimmt bei uns
immer mehr zu. In Deutschland ist die Zahl heute schon bei 4% der
Bevölkerung.
Da die Ursachen des Diabetes vielfältig sind , unterscheidet man auch
verschiedene Typen:
Primärer Diabetes:
Typ I: Insulinabhängiger, auch juveniler Diabetes
Typ II: Nicht-Insulinabhängiger, auch Erwachsenen Diabetes
MODY: Diabetes Typ II aber schon im Kindesalter manifest
Schwangerschaftsdiabetes
Sekundärer Diabetes:
Pankreaserkrankungen
Endokrine Erkrankungen mit Vermehrung der Gegenspieler des Insulins (M.
Cushing, Akromegalie,
Phäochromozythom
durch Medikamente
Malnutritionsbedingter Diabetes( in Ländern der 3. Welt)
Pathologische Glukosetoleranz
Bei Typ I Diabetes kommt es zu einer Zerstörung der Langerhanschen
Inseln im Pankreas durch eigene Autoimmunreaktion.. Die Zerstörung der Zellen ist meist
vollständig, was eine Insulinsubstitution notwendig macht. Impfungen
können hier der auslösende Faktor sein.
Im Gegensatz hierzu der Typ II Diabetes: Es handelt sich um eine
herabgesetzte Insulinresistenz der Zellen. Dadurch wird vermehrt Insulin
ausgeschüttet, das das Hungergefühl erhöht erhöht, zu Adipositas führt
und die Entwicklung der Arteriosklerose fördert. Der hohe Insulinspiegel
führt zu einer Verringerung der Insulinrezeptoren, das in Folge den
Insulinspiegel noch weiter steigern lässt. Typ II Diabetes tritt häufig
verbunden mit dem metabolischen Syndrom auf: Übergewicht,
Hyperlipoproteinämien, Hyperurikämie und
essentieller Hypertonie.
Während sich ein Diabetes Typ I relativ schnell entwickelt , kann ein
Typ II über vile Jahre hinweg unbemerkt verlaufen und wird häufig nur
per Zufall diagnostiziert.
Symptome:
- Müdigkeit, Leistungsminderung
- Hypoglykämie:Heisshunger, Schwitzen, Kopfschmerzen, Zittern,
- Hyperglycämie: Polyurie(durch den verstärkten harnfluss versucht
der Körper, überschüssigen Zucker auszuscheiden), Durst,
Gewichtsabnahme, Polydipsie
- durch Störungen im Wasser und Elektrolythaushaltes:
Wadenkrämpfe, Sehstörungen
- Hautjucken
- Furunkel und Candida albicans
- Potenzstörungen
Komplikationen:
Makroangiopathie mit frühzeitiger Arteriossklerose:
-Koronare herzkrankheit
-Periphere arterielle Verschlusskrankheit
-Arterielle Verschlusskrankheit der Hirnarterien und Ischämischer
Hirninfarkt
Mikroangiopathie
-Glomerulosklerose
-Retinopathie
-Neuropathien und neuropathischer diabetischer Fuss
Diabetische Glomerulosklerose
Diabetische Neuropathie
Diabetischer Fuss
Resistenzminderung
Hohe Triglyceridwerte
Fettleber
Coma diabeticum
Hypoglycämischer Schock
Diagnose:
- Blutzuckerbestimmung; Normalwert nüchtern 70-100mg/dl
- Glucose im Urin
- Oraler Glukosetoleranztest
Therapie: Die Behandlung des Diabetes setzt sich aus einer Diät,
körperlicher Aktivität und je nach Art des Diabetes medikamentöse
Behandlung zusammen. Typ II Diabetiker können bei guter Behandlung auf
Medikamente verzichten. Typ I benötigt tägliche Insulingaben.
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