| Nierensteine betreffen rund 5% der Bevölkerung, wobei Männer
doppelt so häufig betroffen sind. Durch eiweissreiche
Kost(Wohlstandsernährung) steigt die Harnsäure, Oxalat und
Kalziumazusscheidung im Urin und damit auch die die Häufigkeit
der Erkrankung. Auch eine geringe Flüssigkeitszufuhr und grosse
Hitze fördern die Bildung. Man unterscheidet mehrere
Steinarten:
1. Kalziumoxalat -Steine
2. Kalziumphosphat -Steine
3. Urat-Steine
4. Magnesium-Ammonium-Phosphat-Steine
Symptome:
- Harnleiterkolik bei Lösung eines Steines aus dem
Nierenbecken. Es kommt zu heftigsten Schmerzen im Rücken,
Flanken, Bauch mit Ausstrahlung bis in die Hoden,
Schamlippen, je nach Lokalisation der Steineinklemmung.
Hinzu treten oft Übelkeit, Erbrechen und ein reflektorischer
Subileus(Darmperistaltik wird reflektorisch gestoppt)
- Hämaturie(Mikrohämaturie kommt eigentlich immer vor,
Makrohämaturie in etwa 30% der Fälle)
Die Hämaturie muss immer gegen ein Nieren oder Blasenkarzinom
abgegrenzt werden! Häufig ist eine Nierenkolik schwer zu
diagnostizieren, da andere Erkrankungen ähnliche Symptome
bereiten, z.B. Appendizitis, stielgedrehte Ovarialzyste,
Eileiterschwangerschaft, Ileus, Pankreatitis, Gallenkolik,
Divertikulitis, LWS-Syndrom
Die Diagnose kann aber sicher durch Sonographie, Urographie
gestellt werden.
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