Es handelt sich um eine chronisch-entzündliche
Systemerkrankung, die durch Entzündung der Synovia zu einer
Arthritis, Bursitis und Tendovaginitis führt.. Die Krankheit
verläuft meist schubweise und kann in späten Stadien zu
Gelenksdestruktionen führen.
Meist sind von der chronischen Polyarthritis, wie sie auch
genannt wird, Frauen betroffen und sie tritt meist im 4.
Lebensjahrzehnt auf.Ursache der Erkrankung liegt in einer
Autoimmunreaktion, bei der es zur Bildung von Autoantikörpern
gegen die Synovia kommt. Ferner werden T-Helferlymphozyten.
B-Lymphozyten und Plasmazellen gebildet, die alle zur
Freisetzung von Entzündungsmediatoren und aggressiven Enzymen
gegen die Synovia und Gelenkknorpel führen.
Symptome:
- zu Beginn: Müdigkeit, Schweissneigung der
handinnenflächen, ev. subfebrile Temperaturen, brüchige
Nägel, Pigmentverschiebung im Bereich des Handrückens
- Synovialitis an kleinen Gelenken, meist symetrisch, die
zentripetal fortschreitet. Bewegungsschmerz und Schwellung
der Fingergrund und proximalen Interphalangealgelenke(nicht
die distalen Gelenke!). Händedruck ist
schmerzhaft(Gaensslen-Zeichen)
- Morgentliche Steifigkeit, Durchblutungsstörungen an den
Fingern
- Karpaltunnelsyndrom (Entzündung der Sehnenscheide unter
Lig. carpi trans.) mit Parästhesien des Daumens ,Zeige- und
Mittelfinger, Arophie des Daumenballens und nächliche
Schmerzen
- Baker Zyste (Hernie der Kniegelenkskapsel)
- Rheumaknoten an Sehnen und subkutan an den
Streckseiten der Gelenke
- extraartikuläre Manifestation (selten) an Herz, Lunge,
Augen und Gefässe
Durch die Entzündung in den Fingern kann es zur ulnaren
Deviation oder Schwanenhalsdeformität kommen
Sonderform der rheumatoiden Arthritis ist das sekundäre
Sjögren Syndrom mit zusätzlicher Keratokonjunktivitis,
Versiegen
der Speichel- und Schweissektetion
Differentialdiagnose: Die beschrieben Symptome können auch
bei einer Reihe anderer Erkrankungen vorkommen:
Kollagenosen
Vasculitis
M. Bechterew
Rheumatisches Fieber
Borreliose
Bei 80% der Patienten sind die Autoantikörper(Rheumafaktoren)
nachweisbar. Der Rheumafaktor kann aber auch bei Gesunden
positiv sein!
Da die RA im Frühstadium oft schwierig zu diagnostizieren
ist, hat das American College of Rheumatology diagnostische
Kriterien aufgestellt:
1. Morgensteifigkeit
2. Arthritis an mind. 3 Gelenken
3. Arthritis an Hand oder Fingergelenken
4.Symetrische Arthritis
5.Rheumaknoten
6.Rheumafaktoren im Serum
7.Röntgenveränderungen der Hände(gelenksnahe Osteoporose)
Gute Therapiemöglichkeiten sind Hydro-, Bewegungs-, Thermo-
und Massagetherapie. Als besonders wirkungsvoll hat sich die
klassische Homöopathie erwiesen. |