Algen:
Der Gebrauch von Algen ist schon seit über 2600 Jahren bekannt. Damals
wurden Algen besonders hochstehenden Persönlichkeiten und Gästen
angeboten.
Algen sind keine Pflanzen, sondern sie gehören in die Gruppe der
Protoczoen. Man teilt sie in vier Hauptgruppen ein:
- Grünalgen
- Braunalgen
- Rotalgen
- Blau-Grüne Algen(wenn man genau ist, gehört diese Gruppe
eigentlich zu den Bakterien. Bekannt sind Spirulina und Chlorella)
In Asienläden trifft man oft auf Hijki, Kombu, Wakame und Arame, die
alle zu den Braunalgen zählen. Zu den roten Algen gehören Nori, Agar
und Dulse. Sushi zum Bespiel wird in Nori-Algen eingewickelt.
In der Volksheilkunde wurden Algen schon immer bei Fieber, Ekzemen,
Wunden, Gallensteinen, Leberbeschwerden, Gicht,
Menstruationsproblemen, Nierenerkrankungen und Krebs eingesetzt. Zur
Prävention und Behandlung des Kropfes werden Algen wegen ihres hohen
Jodgehaltes auf der ganzen Welt eingesetzt. Rotalgen sind besonders
beliebt bei der Behandlung von Würmern.
Die Algen enthalten sehr interessante Stoffe, die für die Zukunft
von grosser Bedeutung sein werden:
Alginate:
Es handelt sich um Polysaccharide, die aus braunenalgen oder Kelp
gewonnen werden. In der Medizin verwendet man sie in einigen
Antacida zur Behandlung von Sodbrennen. Auch bei der Behandlung von
Wundheilungsstörungen wurden Alginate erfolfgreich eingesetzt.
Alginate können Schwermetalle, wie Barium, Strontium, Cadmium und
Radium an sich binden und sie dann aus dem Körper auszuscheiden
Carragene:
Diese kommen in roten Algen vor und sind in der Lage Herpes simplex
Viren vom Typ 1 und 2 im Labor zu hemmen. Auch andere Viren können
durch Carragene gehemmt werden.
Fucoidin:
Bei Fucoidin handelt es sich auch um ein Polysaccharid. Man fand in
Versuchen raus, dass es Krebszellenwachstum verlangsamen oder gar
stoppen konnte. Auf diesem Gebiet sind aber sicher noch weitere
Versuche notwendig.
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