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Arzneitelegramm fordert mehr Transparenz bei STIKO 

Die unabhängige Zeitschrift Arzneitelegramm fordert aufgrund der zunehemenden Impfempfehlungen eine Offenlegung der Interessenkonflikte der STIKO.  Als Beispiele führt das AZ in Ihrer aktuellen Ausgabe 4/2007 an:

Beispiele für mögliche Befangenheit aufgrund persönlicher
Interessen gibt es durchaus:
- Die vom STIKO-Vorsitzenden H.-J. SCHMITT und dem
Kommissionsmitglied F. ZEPP im Internet angebotene Elterninformation
zum Thema Impfen (Internetseite „Gesundes
Kind”3) wird vom Impfstoffhersteller GlaxoSmithKline finanziert.
- STIKO-Mitglied U. HEININGER hat von allen großen
Impfstoffherstellern Vortragshonorare erhalten, Einladungen
zum Besuch wissenschaftlicher Treffen angenommen sowie
für die Firmen als Berater fungiert.4 Nach der Geschäftsordnung
der STIKO dürfte er eigentlich an keiner ihrer Beratungen
teilnehmen.
- Verquickungen mit der Industrie lassen sich bei fast allen
Kommissionsmitgliedern feststellen: Sie sitzen im Fachbeirat
des von fünf Impfstoffherstellern finanzierten „Forum Impfen”
(z.B. Vorsitz: STIKO-Mitglied F. VON SONNENBURG)
5 oder in den wissenschaftlichen Beiräten der Arbeitsgemeinschaft
Meningokokken (S. BIGL, J. LEIDEL)6 und
der Arbeitsgemeinschaft Masern und Varizellen (R. VON
KRIES, K. WAHLE),7 die von den jeweiligen Firmen unterstützt
werden.

Das AZ schreibt weiter: Die (medizinische)
Öffentlichkeit hat daher ein Recht darauf, über potenzielle
Loyalitätskonflikte informiert zu werden, um dies beispielsweise
bei der Interpretation der Bewertung eines Impfstoffs
zu berücksichtigen. Die anstehende Neubesetzung der
STIKO sollte als Chance begriffen werden, künftig für Transparenz
zu sorgen – sowohl bei der Offenlegung von Interessenkonflikten
als auch hinsichtlich des Verlaufs der Beratungen
selbst. 

 
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