Hako schrieb:
QUOTE:
1. An der "harmlosen Kinderkrankheit" Masern sind früher in den USA jährlich
mehr als 10.000 Menschen gestorben (gemeldete Fälle!)
Seit 1950 ist die Krankheit aber offenbar wirklich harmlos. Und das Beste ist: Die Impfung hat nichts damit zu tun.
QUOTE:
2. Es gab ein Rückgang in der Anzahl der Masernfälle seit den 20er Jahren. Dies ist
auf die bessere medizinische Versorgung und vor allem den Einsatz von Antibiotika
zurückzuführen.
Meinst du einen Rückgang an Masern
todesfällen? Denn Antibiotika ändern rein gar nichts an den Masernfällen.
Tatsächlich wäre die Entwicklung der Masernfälle vor 1950 interessant - komischerweise fangen alle im Netz herumgeisternden Statistiken erst 1950 an.
QUOTE:
3. Diese Grafik sagt rein gar nichts über die Wirksamkeit von Impfungen aus. Eine Impfung
verhindert eine Infektion. Nichts weiter. Die entsprechende Grafik zeigt dass es 1960 immer
noch knapp 500.000 Krankheitsfälle gab, der einzige Unterschied: die Leute sind nicht mehr
so oft daran gestorben.
Wo gibts die "entsprechende Grafik"?
Natürlich sagt das nichts über die Wirksamkeit von Impfungen aus. Es sagt nur etwas über das tatsächliche Risiko von Folgeschäden einer Maserninfektion aus. Alleine an diesem Risiko hängt es aber, ob die Leute zur Masernimpfung gehen oder nicht. Mir ist es nämlich egal, ob ich eine Infektion bekomme oder nicht. Mich interessiert nur, ob ich sie unbeschadet und ohne übermäßige Schmerzen überstehe!
QUOTE:
4. Nochmal: eine Impfung verhindert nicht dass jemand der infiziert ist daran stirbt, das
machen AB und sonstige medizinische Maßnahmen. Die Impfung kann ausschließlich Infektionen
verhindern (was die obere Grafik eindrucksvoll zeigt), und damit Sterbefälle die medizinsch
nicht verhinderbar sind, z.B. SSPE (was man, wenn man ganz genau hinschaut selbst in der
anderen Grafik erkennt).
Interessant ist eigentlich nur, wie es den Leuten unter dem Strich geht. Wenn es ihnen mit Impfung besser geht (weniger Todesfälle z.B.) als ohne, dann ist die Impfung gerechtfertigt. Aber genau diese Argumentation ist anhand der Infektionszahlen nicht möglich. Da sind die Schwere der Erkrankung und etwaige Folgeschäden nämlich nicht enthalten. In die Statistik der Todesfälle ist die Schwere der Erkrankung zumindest ein wenig eingeflossen (je nachdem wie man "Schwere" definiert - wenn man daran stirbt würde ich es schon als schwere Erkrankung bezeichnen).
QUOTE:
5. Um die Wirksamkeit einer Impfung beurteilen zu können muss man sich also die Infektionen
ansehen. Die Todesfälle sind ohne jede Aussagekraft.
Blödsinn. Es kommt auf den Anspruch an, den man an eine Impfung hat. Du hast den Anspruch, dass sie dich vor der Infektion schützt.
Ich habe den Anspruch, dass sie mein Leben verbessert. Und ich behaupte, dass fast alle Leute das eher so sehen wie ich.
Auf etwas, das mein Leben nicht verbessert (oder es gar verschlechtert) kann ich nämlich sehr gut verzichten.
Und da wiegen Todesfälle eben eindeutig schwerer als Infektionen, besonders wenn letztere keine Folgeschäden nach sich ziehen. Zwei Wochen Ausschlag gehen nämlich vorbei.
QUOTE:
Sorry (!), aber wie oft wollt Ihr eigentlich noch mit diesen völlig dämlichen Tricks kommen?
Oder kapiert Ihr das wirklich nicht???
Kein Trick meinerseits. Ich habe nichts davon, Impfungen schlecht zu machen. Ich vermeide es, anderen (oder gar mir selbst) etwas vorzumachen. Was für einen Sinn hätte das?
Aber da (angeblich) mehr als 10% aller Leute im Gesundheitsbereich arbeiten, haben sehr viele Leute was davon Impfungen schönzureden. Von dieser Seite kommen dann auch die Tricks.
Hört sich da irgendwas so an, als würde ich etwas nicht kapieren?
MfG
Jim