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Masernepidemie in der Schweiz (1 Leser) (1) Gäste
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THEMA: Masernepidemie in der Schweiz
#164
Liesa (Benutzer)
Extrem fleissiges Mitglied
Beiträge: 747
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Re:Masernepidemie in der Schweiz vor 8 Monaten, 3 Wochen Karma: -2  
Masernepidemie in der Schweiz:

Behrmann spricht von 3 Hirnentzündungen - ist das so?
Kennt man den Impfstatus dieser Enzephalitis-Kranken, kennt man den Impfstatus der "normal" an Masern Erkrankten? Weiß man, unter was für (Therapie-)Umständen die Komplikationen entstanden sind?

Und dann hätte ich noch eine allgemeine Frage: Der allererste Masern-Impfstoff (bezogen auf D jedenfalls) galt als ausgesprochen unzuverlässig, was z. T. auch von Impfbefürwortern zugegeben wird. Damals wurde m. W. auch nur 1x geimpft (kann aber sein, dass ich mich täusche). Gelten die Personen, die zu jener Zeit geimpft wurden, eigentlich als geimpft? Wird denen im Nachhinein noch eine Zweit- oder Drittimpfung empfohlen? Oder haben sie womöglich fast alle die Masern hinter sich?
 
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#166
Snorre (Benutzer)
Neues Mitglied
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Re:Masernepidemie in der Schweiz vor 8 Monaten, 3 Wochen Karma: 0  
Guten Tag Dr. X,

ich wurde als Kind ordnungsgemäß geimpft und bei mir wurden von meiner Kinderärztin insgesamt mind. 3x(!!!) die Masern diagnostiziert. Bei meinem Sohn wurden vor einem Monat trotz Impfung die Röteln diagnostiziert. Da frage ich mich dann, ob die Impfung nicht wirkt oder die Ärzte aufgrund der sowieso umlaufenden Epidemie einfach mal schneller die Masern diagnostizieren als sonst.
Ganz abgesehen davon halte ich eine Masernepidemie nicht für ein Schlamassel. Das ist es nur dadurch geworden, daß heute kaum noch ein Elternteil Zeit hat, ein krankes Kind angemessen auch mal über mehrere Wochen zu pflegen.
Mein Sohn war bisher nur sehr selten krank, doch fast jedesmal bekam ich von unterschiedlichen Ärzten die Aussage: "Ab 39° können Sie dem Kind ruhig mal einen Fiebersenker geben!" Haben die alle beim Studium nicht mehr aufgepaßt oder habe ich was falsch verstanden? Mir hat bereits vor 20 ein Onkel (Dipl. Biologe) erklärt, daß Fieber keine Krankheit, sondern ein Schutzmechanismus des Körpers gegen Viren und Bakterien ist. Soll ich also den Viren Tür und Tor öffnen, damit sie sich auf Ohren, Herz und sonst. Organe setzen können, nur damit ich nachts gut schlafen kann, obwohl mein Kind krank ist? So scheint mir die klassische Medizin heute zu arbeiten und dann schreien wieder alle, wie gefährlich die Kinderkrankheiten sind.
Natürlich will ich auch nicht, daß mein Kind unnötig leidet, doch mit dem Immunsystem ist es wohl auch nicht anders, als in der Erziehung: Wenn ich will, daß es etwas lernt, muß ich es seine eigenen Erfahrungen machen lassen, auch wenn die manchmal etwas schmerzlich sein können. Ich kann nur versuchen, es dabei so gut wie möglich zu begleiten und schlimme Schäden von ihm fern zu halten.
Gruß

Snorre
 
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#167
Snorre (Benutzer)
Neues Mitglied
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Re:Masernepidemie in der Schweiz vor 8 Monaten, 3 Wochen Karma: 0  
Guten Tag Dr. X,

ich wurde als Kind ordnungsgemäß geimpft und bei mir wurden von meiner Kinderärztin insgesamt mind. 3x(!!!) die Masern diagnostiziert. Bei meinem Sohn wurden vor einem Monat trotz Impfung die Röteln diagnostiziert. Da frage ich mich dann, ob die Impfung nicht wirkt oder die Ärzte aufgrund der sowieso umlaufenden Epidemie einfach mal schneller die Masern diagnostizieren als sonst.
Ganz abgesehen davon halte ich eine Masernepidemie nicht für ein Schlamassel. Das ist es nur dadurch geworden, daß heute kaum noch ein Elternteil Zeit hat, ein krankes Kind angemessen auch mal über mehrere Wochen zu pflegen.
Mein Sohn war bisher nur sehr selten krank, doch fast jedesmal bekam ich von unterschiedlichen Ärzten die Aussage: "Ab 39° können Sie dem Kind ruhig mal einen Fiebersenker geben!" Haben die alle beim Studium nicht mehr aufgepaßt oder habe ich was falsch verstanden? Mir hat bereits vor 20 ein Onkel (Dipl. Biologe) erklärt, daß Fieber keine Krankheit, sondern ein Schutzmechanismus des Körpers gegen Viren und Bakterien ist. Soll ich also den Viren Tür und Tor öffnen, damit sie sich auf Ohren, Herz und sonst. Organe setzen können, nur damit ich nachts gut schlafen kann, obwohl mein Kind krank ist? So scheint mir die klassische Medizin heute zu arbeiten und dann schreien wieder alle, wie gefährlich die Kinderkrankheiten sind.
Natürlich will ich auch nicht, daß mein Kind unnötig leidet, doch mit dem Immunsystem ist es wohl auch nicht anders, als in der Erziehung: Wenn ich will, daß es etwas lernt, muß ich es seine eigenen Erfahrungen machen lassen, auch wenn die manchmal etwas schmerzlich sein können. Ich kann nur versuchen, es dabei so gut wie möglich zu begleiten und schlimme Schäden von ihm fern zu halten.
Gruß

Snorre
 
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#175
Tuberkulinum (Benutzer)
Fleissiges Mitglied
Beiträge: 99
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Re:Masernepidemie in der Schweiz vor 8 Monaten, 3 Wochen Karma: 10  
QUOTE:
Kennt man den Impfstatus dieser Enzephalitis-Kranken, kennt man den Impfstatus der "normal" an Masern Erkrankten? Weiß man, unter was für (Therapie-)Umständen die Komplikationen entstanden sind?


Diese Informationen sind meistens nicht verfügbar, in einem Bericht vom BAG (http://www.BAG.admin.ch/dokumentation/medieninformationen/01217/index.html?lang=de&msg-id=4067) heisst es lapidar: Die Mehrheit der Betroffenen hatte keine Schutzimpfung gegen Masern.
Wieviel (waren es 51% oder 90%) und wer die Komplikationen bekam kommt meist nicht raus.

Das errinnert mich an den Fall vor einem oder zwei Jahren, als die "Epidemie" in Deutschland war, als ein 14 jähriges gesundes Mädchen an Masern starb. (Wir hatten das hier diskutiert) Das Kind litt unter Trisomie (Kinder mit Trisomie haben häufig eine Immunschwäche) und die Hausärztin gab dem Kind wegen der "Flecken" Antibiotika. Es wurde nicht besser, das Kind wurde immer apathischer und starb schlussendlich. Der Notarzt erkannte die Masern auch nicht, erst anscheinend ein Polizist bemerkte in der Mundschleimschaut des Kindes kopliksche Flecken und daruafhin suchte man nach den Masern.
Solche Fälle finde ich tragisch, aber so etwas wird dann extrem hochgepielt, wie gefährlich Masern sind.

Peter
 
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Letzte Änderung: 14.10.2007 11:32 von Tuberkulinum.
 
Peter
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#178
JimPansen (Benutzer)
Fleissiges Mitglied
Beiträge: 120
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Re:Masernepidemie in der Schweiz vor 8 Monaten, 3 Wochen Karma: 15  
Snorre schrieb:
QUOTE:
Mir hat bereits vor 20 ein Onkel (Dipl. Biologe) erklärt, daß Fieber keine Krankheit, sondern ein Schutzmechanismus des Körpers gegen Viren und Bakterien ist. Soll ich also den Viren Tür und Tor öffnen, damit sie sich auf Ohren, Herz und sonst. Organe setzen können, nur damit ich nachts gut schlafen kann, obwohl mein Kind krank ist? So scheint mir die klassische Medizin heute zu arbeiten und dann schreien wieder alle, wie gefährlich die Kinderkrankheiten sind.
Natürlich will ich auch nicht, daß mein Kind unnötig leidet, doch mit dem Immunsystem ist es wohl auch nicht anders, als in der Erziehung: Wenn ich will, daß es etwas lernt, muß ich es seine eigenen Erfahrungen machen lassen, auch wenn die manchmal etwas schmerzlich sein können. Ich kann nur versuchen, es dabei so gut wie möglich zu begleiten und schlimme Schäden von ihm fern zu halten.


Tja, das Problem ist, dass man Krankheiten als ausschließlich auf Umwelteinflüsse zurückzuführende, unglückliche Zufälle betrachtet. Die Erreger sind böse, und wenn du Pech hast kriegen sie dich.

Dass man selbst ein Wörtchen mitzureden hat vergessen die meisten (für sein Immunsystem ist jeder selbst verantwortlich, und auch auf seine Umwelt kann man einwirken). Aber heutzutage möchte doch niemand mehr Verantwortung übernehmen.
Deshalb möchte auch niemand hören, dass er einfach mal ein paar Tage Bettruhe braucht bzw. sich um einen kranken Angehörigen kümmern muss (das ist ja lästig!).
Es ist doch viel bequemer, sich irgendwelche Tabletten einzuwerfen - dann braucht man auch garnicht über sich selbst und seinen Lebenswandel nachdenken. Schuld an der Krankheit sind natürlich die bösen Erreger, ebenso wie die infizierten Kranken, die damit um sich werfen. Zum Beispiel die Impfkritiker (diese Terroristen!). Für die Genesung ist man auch nicht selbst verantwortlich (sondern der Arzt und die Pharmas).
Kann ja nicht angehen, dass einen so ein Terrorist ansteckt, man selbst Krankenversicherung bezahlt, und man dann trotzdem zwei Tage Fieber hat. Sauerei sowas.

Diese Sichtweise ist kennzeichnend für unsere marode Gesellschaft: Alle anderen (Viren, Infizierte, Ungeimpfte,...) sind Aggressoren, man selbst möchte keine Verantwortung (noch nicht mal für sich selbst) übernehmen, dass man selbst was falsch machen könnte ist selbstverständlich eine freche Unterstellung. Selber nachdenken ist sowieso zuviel verlangt.

Könnte ja auch sein, dass gerade diese asoziale Einstellung krank macht.
Wenn man hinter jedem Busch einen Masernkranken vermutet, in jedem Häufchen Dreck der sichere Tod lauert, für die eigene Gesundheit nur andere verantwortlich sind (Erreger, Tabletten, Mediziner), dann ist es doch kein Wunder, wenn man krank wird! Nichtmal die Schulmedizin betreitet heute mehr den Einfluss der Psyche auf die Gesundheit. Anscheinend ist ein Großteil der Bevölkerung psychisch nicht wirklich gesund. Aber halt, diese Beobachtung hat man ja schon vor bald 100 Jahren gemacht - und niedergeknüppelt...

Die Menschen haben kein Rückgrat mehr, dementsprechend auch keine eigene Meinung, keine Initiative. Alles was das kleinkarierte Weltbild (oder den routinemäßigen Tagesablauf) durcheinanderbringt ist Teufelswerk. Sie fühlen sich daher pausenlos von allem und jedem bedroht. Das macht Angst, und Angst macht die Menschen krank und manipulierbar. Der allgegenwärtige Egoismus, die Selbstsüchtigkeit und die Gefühlskälte - das ist die eigentliche Krankheit.
Aber dagegen gibts leider keine Tabletten oder Spritzen, und die wird es auch nie geben. Man muss einfach den Arsch hochkriegen und sein Leben selbst in die Hand nehmen!

Wer das nicht tut soll sich gefälligst auch nicht beschweren.

MfG
Jim
 
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#180
Gaston (Benutzer)
Fleissiges Mitglied
Beiträge: 90
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Re:Masernepidemie in der Schweiz vor 8 Monaten, 3 Wochen Karma: 6  
QUOTE:
Liesa schrieb:

Auf völlig anderem Gebiet, aber doch auf medizinischem (nur ohne jede Impfung oder Impffrage), habe ich schon den Begriff "Zufall" gehört und geglaubt. In einer Klinik, Fachabteilung. Dabei gab es eine sehr banale Ursache - die später ein anderer Arzt innerhalb von 5 Minuten herausfand. Spätestens seit diesem Zeitpunkt bin ich sehr skeptisch, wenn ich etwas von zufällig höre. Ist oft entweder gespickt mit Desinteresse oder aber fatalistisch gedacht. Beides kann ich nicht gutheißen.



Da stimme ich dir vollkommen zu. Ich bin 100% überzeugt davon, daß es bei Krankheitsgeschehen keine Zufälle gibt. Für Zufälle ist der menschliche Organismus (aber auch der tierische) viel zu sehr ein technisches Meisterwerk. Ein Beinbruch nach einem Unfall ist ein Zufall, aber nicht eine Krankheit. Technisch gesehen: Wenn ein Stück Eisen mit der Zeit rostig wird und irgendwann bricht, dann ist nicht mal das Zufall, sondern das Ergebnis der Korrosion. Zufall ist hier als Beispiel der Regen, der das Eisen in den Jahren rostig macht.
 
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Letzte Änderung: 14.10.2007 23:16 von Gaston.
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