Paprika schrieb:
QUOTE:
Wenn eine Viruserkrankung ohne Behandlung so verläuft dass sich in der Regel eine erhöhte Körpertemperatur einstellt - welche Viren würden da wohl herausselektiert und sich mit höherer Wahrscheinlichkeit replizieren?
Diejenigen die genau bei den Temperaturen kaputtgehen die sie selbst erzeugen, oder diejenigen die besonders gut damit klarkommen?
Glaubst du dass sich in den Abermillionen von Virusgenerationen ausgerechnet die Selbstmörder durchgesetzt haben und die gut angepassten verdrängen konnten?
Nun drehen wir den Spieß mal um:
1.) Viren können sich nicht vermehren - wir selbst brüten sie in unseren eigenen Zellen aus.
2.) Nicht die Viren fangen an zu heizen - unser Körper macht das Fieber.
3.) Warum sollte unser Körper Fieber machen, wenn es ihm schaden würde? Auch unser Körper ist kein Selbstmörder.
Ansonsten zitiere ich mal
Wikipedia:
QUOTE:
Fieber ist wahrscheinlich eine Abwehrreaktion des Organismus durch eine zwangsweise Temperaturerhöhung infolge schädigender Stoffe wie Endotoxin. Fieber kommt als Temperaturerhöhung auch bei vielen Tier- und sogar Pflanzenarten vor. Es beschleunigt in jedem Fall die Stoffwechselvorgänge und hemmt vermutlich die Vermehrung von Bakterien und Viren. Als solches wird künstlich erzeugtes Fieber in der therapeutischen Hyperthermie eingesetzt. Versuche an Tieren (Mäusen, Kaninchen, Ratten, Reptilien) haben gezeigt, dass - nach einer Infektion - mehr Tiere verstarben, wenn das Fieber z. B. durch ASS gesenkt wurde, als wenn man die Temperaturerhöhung zuließ. (Shann, Lancet 1995) Insgesamt bleibt die Frage des Nutzens vom Fieber bzw. seiner Behandlung kontrovers.
Also: Auch Tiere und sogar Pflanzen bekommen Fieber - bisschen unwahrscheinlich, dass Fieber mehr schaden als nutzen soll. Und: Fiebersenker haben im Tierversuch mehr Schaden als Nutzen bewirkt. Das alles wirft kein gutes Licht auf Fiebersenker und Leute, die sie befürworten.
MfG
Jim