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Aw: Tetanusimpfung (1 Leser) (1) Gäste
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THEMA: Aw: Tetanusimpfung
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Gaston (Benutzer)
Fleissiges Mitglied
Beiträge: 107
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Aw: Tetanusimpfung vor 3 Monaten, 2 Wochen
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Karma: 7
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stud.rer.nat schrieb:
QUOTE: Hallo Stefan,
auf jeden Fall handelt es sich bei Tetanus im eine wichtige Impfung für Ihr Kind.
Der Tetanus-Erreger (Clostridium tetani) ist ein ubiquitär (überall) vorkommendes Bakterium, d.h. bei Verletzungen (z.B. Tritt auf rostigen Nagel - mir selbst passiert...) besteht die Möglichkeit einer Infektion. Natürlich besteht die Möglichkeit einer nachträglichen Therapie mit Antikörpern, aber Vorsorge ist bekanntlich besser...
Dazu ein par Infos beruhend auf Daten (1998-2000) aus den USA [1]:
- Sterblichkeit: 19%
- Nur 6% der Tetanusfälle betraf Personen mit aktuellem Impfschutz(IS); keiner der Fälle war tödlich!
- Höchste Krankheitsrate bei älteren (>60 J.). Wieso? -> verringerte Immunreaktion und 69% der über 70-jährigen haben keinen ausreichenden IS. Dagegen haben nur 9% der Kinder mangelnden IS.
- 55% der Patienten wurden künstlich beatmet; davon starben 31%
Fazit: Natürlich muss auf Indikationen geachtet werden, welche im Einzelfall gegen eine Impfung sprechen. Aber ich würde meinem Kind das Risiko einer Infektion mit den dazugehörigen Schmerzen , im Einzelfall bis hin zum Tod, nicht zumuten wollen.
Viele Grüße!
[1] Pascual FB, McGinley EL, Zanardi LR, Cortese MM, Murphy TV.
Tetanus surveillance--United States, 1998--2000.
MMWR Surveill Summ. 2003 Jun 20;52(3):1-8.
Kinder aus der entwickelten Welt kriegen kein Tetanus, im Gegensatz zu den unterernährten und anämischen Kindern aus Afrika und Asien. Ich will nicht wissen, wie viel Tetanusfälle unter Kindern dort auf Tretminen-verletzungen zurückzuführen sind. Das Impfschaden-Risiko ist hier viel höher als der Nutzen! Im übrigen verleiht eine durchgemachte Tetanus-erkrankung keine Immunität, wie soll es dann bitte schön eine Impfung schaffen?
Es ist bekannt daß ein verringerter ATP-Spiegel Apoptose und Nekrose auslösen kann, und Nekrosen wiederum sind Tetanus-ursache. Und wie verringert sich der ATP-Spiegel? Z.B. durch schlechte Sauerstoffversorgung, wie es bei anämischen Kindern in der dritten Welt der Fall ist, Folge: erhöhte Tetanus-Gefahr bei Verletzungen! Da hilft auch keine Impfung.
ATP= mitochondriales Energieträgermolekül, Grundlage alles Medizin-biologischen Theorien.
In den Mitochondrien wird mit Hilfe von Sauerstoff unsere Zellenergie (ATP) gebildet bzw. moduliert. 90% des Sauerstoff, den wir einatmen, wird in den Mitochondrien zu dieser Energiegewinnung bzw. Modulation benötigt.
Das Dumme ist nur:
In den Universitäten wird das total vernachlässigt (kein Wunder gibts keine Fortschritte bei Krebs=ATP-Fehlmodulation!), dort spricht man sogar nur von 3-5 Mitochondrien pro Zelle (statt in Wirklichkeit ca. 1500/Zelle, mal mehr, mal etwas weniger, je nach Organ).
Lernt man sowas überhaupt als stud.rer.nat?
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Letzte Änderung: 09.05.2008 22:40 von Gaston.
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Liesa (Benutzer)
Extrem fleissiges Mitglied
Beiträge: 808
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Aw: Tetanusimpfung vor 3 Monaten, 2 Wochen
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Karma: -3
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Mein Kind hat sage und schreibe 9 Jahre, viele Arztbesuche, viele Medikamente, viele Besuche beim Physiotherapeuten gebraucht, um sich von seiner Tetanus-Impfung zu erholen.
Was sein muss, muss sein!
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stud.rer.nat (Benutzer)
...be reasonable, stick to data and facts
Sehr fleissiges Mitglied
Beiträge: 283
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Aw: Tetanusimpfung vor 3 Monaten, 2 Wochen
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Karma: -109
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Neue Daten für Deutschland sind wegen fehlender Meldepflicht leider schlecht zu bekommen, aber ich denke die Daten meines ersten Posts zeigen, dass Tetanus keinesfalls nur in der 3. Welt vorkommt. Wie gesagt, Cl. tetani kommt ubiquitär vor. Dazu möchte ich einen Fallbericht des RKI zitieren:
| Code: |
Eine 83-jährige Frau, die bisher nie ernstlich krank gewesen
war, stolperte am Abend des 21.6.03 bei der Arbeit in
ihrem Hausgarten und stürzte in die mit kleinen Eisenstangen
befestigten Hortensien. Die großflächige Schürfwunde
am linken Unterschenkel wurde von der Tochter sofort
versorgt und verbunden. Eine Vorstellung in der Ambulanz
des Krankenhauses lehnte die Betroffene wegen
„Geringfügigkeit“ der Wunde ab. Nach 14 Tagen traten
Halsschmerzen und Schluckbeschwerden auf. Wegen des
Verdachts auf eine Erkältung verordnete der Hausarzt Penicillin.
Die Wunde wurde inspiziert, sie heilte.
Am nächsten Tag hatte sich der Allgemeinzustand verschlechtert.
Es war eine Gesichtslähmung aufgetreten und
die Patientin konnte den Mund nur noch schwer öffnen
(die Zahnprothese konnte kaum noch entfernt werden).
Ein HNO-Arzt, dem sie vorgestellt wurde, wies sie mit der
Verdachtsdiagnose Tetanus und wegen der akuten Verschlechterung
des Allgemeinzustandes in ein Krankenhaus
ein. In der Notaufnahme des Krankenhauses wurde
die Wunde sofort chirurgisch eröffnet (Débridement). Die
Patientin erhielt initial 6.000 IE Antitoxin. Da sich der Zustand
rasant verschlechterte, musste sie intensivmedizinisch
versorgt werden. Wegen eines drohenden Laryngospasmus
musste sie nasotracheal intubiert und beatmet
werden. Wegen der vollständigen Kiefersperre (Trismus)
und Schluckstörungen wurde eine PEG-Sonde gelegt. Die
Wunde wurde nochmals chirurgisch versorgt, um eine weitere
Toxinbildung zu verhindern. Die Patientin wurde mit
Penicillin und Metronidazol (noch vorhandene Tetanuserreger
sollten abgetötet werden) und Antitoxin (um noch freies
Toxin zu binden) therapiert. Sie erhielt insgesamt 15.000 IE Antitoxin.
Das generalisierte Schmerzsyndrom wurde mit
unterschiedlichen Schmerzmitteln behandelt. Da Patientin
immer bei Bewusstsein war, war eine massive Sedierung erforderlich.
Der klinische Verlauf war typisch. Der erhöhte Muskeltonus,
die Kiefersperre und der Laryngospasmus standen
im Vordergrund. Die Elektromyographie zeigte eine Tetanus-
typische Enthemmung der Alpha-Motoneurone. An
Komplikationen traten eine Aspirationspneumonie und
eine erosive hämorrhagische Duodenitis auf. Zusätzlich
wurde die Diagnose Critical-illness-Neuropathie gestellt.
Der kulturelle Erregernachweis und der Toxinnachweis
gelangen leider nicht. Die Diagnose kann aber aufgrund
der typischen klinischen Symptome und des Verlaufes
als gesichert gelten. Nach 5 Wochen Behandlung auf
der Intensivstation wurde die Patientin zur Weiterbehandlung
in eine nahegelegene neurologische Reha-Klinik verlegt.
Die Prognose wird als günstig eingeschätzt. – Ob die
Patientin jemals geimpft worden ist, konnte nicht ermittelt
werden. Ein Impfbuch liegt nicht vor.
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QUOTE: Im übrigen verleiht eine durchgemachte Tetanus-erkrankung keine Immunität, wie soll es dann bitte schön eine Impfung schaffen? Man kann den Antikörper- Titer ganz einfach im ELISA checken und falls man eine Tetanusintoxikation natürlicherweise übersteht sollte eine Immunität bestehen... Des Weiteren werden die Impfstoffchargen im Tierversuch auf ihre Wirksamkeit hin überprüft.
QUOTE: Es ist bekannt daß ein verringerter ATP-Spiegel Apoptose und Nekrose auslösen kann, und Nekrosen wiederum sind Tetanus-ursache. Und wie verringert sich der ATP-Spiegel? Z.B. durch schlechte Sauerstoffversorgung, wie es bei anämischen Kindern in der dritten Welt der Fall ist, Folge: erhöhte Tetanus-Gefahr bei Verletzungen! Da hilft auch keine Impfung.
ATP= mitochondriales Energieträgermolekül, Grundlage alles Medizin-biologischen Theorien.
In den Mitochondrien wird mit Hilfe von Sauerstoff unsere Zellenergie (ATP) gebildet bzw. moduliert. 90% des Sauerstoff, den wir einatmen, wird in den Mitochondrien zu dieser Energiegewinnung bzw. Modulation benötigt.
ATP ist einfach ein Molekül welches vielfältige Aufgaben übernimmt, als Nukleotid z.B. in der DNA-Replikation, in Rezeptor-Pathways und in vielen anderen Prozessen.
Die Nekrose ist keinesfalls die Tetanus-Ursache und Apoptose und Nekrose ursächlich auf ATP-Mangel zurückzuführen ist doch zu sehr vereinfacht. Vielmehr bestimmt u.a. der ATP-Level ob Apoptose oder Nekrose stattfindet. Apoptose ist meist ein transkriptionsabhängiger Pathway der durch verschiedene Faktoren (z.B. Tumor suppressors) eingeleitet wird.
Nach Ihrer Logik müssten auch alle (ok, 90% der) Menschen mit Nierenleiden an Tetanus erkranken...
Tetanus- Toxin lagert sich einfach an die Neuronen-Membran an -> Endozytose -> Blockade der Freisetzung von Neurotransmitter. Dazu greift das Toxin ein Membranprotein der Synaptischen Vesikel der Nervenzellenenden an und inhibiert Acetylcholin wodurch die Spastiken ausgelöst werden. Nekrose, Fehlanzeige?
QUOTE: Das Dumme ist nur:
In den Universitäten wird das total vernachlässigt (kein Wunder gibts keine Fortschritte bei Krebs=ATP-Fehlmodulation!), dort spricht man sogar nur von 3-5 Mitochondrien pro Zelle (statt in Wirklichkeit ca. 1500/Zelle, mal mehr, mal etwas weniger, je nach Organ).
Mitochondrien lagern sich zu Aggregaten zusammen, deshalb die niedrige Nummer von 1-3-5. Wenn man die einzelnen Mitochondrien-Äquivalente bestimmt kommt man auf Zahlen von ca 100-1000 je Zelle.
QUOTE: Lernt man sowas überhaupt als stud.rer.nat?
Irgendwann Mitte des ersten Semesters... aber leider nicht in diesen Pauschalplätzen sondern dann doch etwas differenzierter...
btw: Letztendlich muss jeder selbst entscheiden ob er sein Kind impfen lassen möchte. Meine Posts sollen nur ein Gegengewicht zu den ganzen Impfgegner-Posts darstellen, um Besucher anzuregen sich selbst eine Meinung zu bilden und nicht irgend welcher Propaganda zu verfallen.
Wer am Ende ohne Impfung mit Tetanus im Krankenhaus landet sollte dann wenigstens den Differenzbetrag zwischen Impfdosis und Intensivbehandlung aus eigener Tasche bezahlen.
...n8
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Liesa (Benutzer)
Extrem fleissiges Mitglied
Beiträge: 808
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Aw: Tetanusimpfung vor 3 Monaten, 2 Wochen
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Karma: -3
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... dann wäre es aber angesagt, bei Impfschädigung nichts aus eigener Tasche zahlen zu müssen.
Wie das in der Praxis aussieht - nicht, kat? -: Ha, ha, ha
Wer den Schaden hat, darf auch noch blechen.
Selbst schuld, oder?
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mars08ch (Benutzer)
Mitglied
Beiträge: 35
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Aw: Tetanusimpfung vor 3 Monaten, 2 Wochen
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Karma: 1
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Was wäre wenn,
hat diese Dame alles gut überstanden?
Sofort nach dem Sturtz mit Homöopathie behandelt,was wäre dann gewesen??
Wir wissen es nicht.
Radikaler Impfgegner wird man als Geschädigter
Es wäre gut,wenn Geimpfte besser überprüft(Reaktionen festgehalten und mit den Impfherstellern Rücksprache gehalten würde).
Man könnte die allgemeine Situation entschärfen und wirklich gute,d.h. Nebenwirkungsfreie Impfstoffe herstellen.
Und genauso in der Medizin anders forschen-doch das Leid der Menschen scheint aufrecht stehen zu wollen...
LG
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tams (Benutzer)
Mitglied
Beiträge: 37
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Aw: Tetanusimpfung vor 3 Monaten, 2 Wochen
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Karma: 1
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stud.rer.nat schrieb:QUOTE: btw: Letztendlich muss jeder selbst entscheiden
ob er sein Kind impfen lassen möchte. Meine Posts sollen nur
ein Gegengewicht zu den ganzen Impfgegner-Posts darstellen,
um Besucher anzuregen sich selbst eine Meinung zu bilden und
nicht irgend welcher Propaganda zu verfallen.
Ich wüsste nicht, worin sich deine Posts von üblicher "Propaganda" unterscheiden
(siehe dein erster Post in diesem Thread). Außerdem bin ich persönlich der Meinung,
das die Pro-Impf-Propaganda allgemein noch weit überwiegt, du musst dir also
keine Sorgen um getreuen und kritiklosen, unmündigen 08/15-Patienten machen,
da gibt's schon noch genug und für Nachschub wird ja weiterhin gesorgt.
Aber ich bitte sehr darum, kritisches Denken und persönliche Erfahrung
nicht mit "Propaganda" gleichzusetzen! Ich finde das beleidigend.
Abgesehen davon sehe ich hier hauptsächlich Impf kritiker
(wenn denn schon in Schubladen gedacht werden soll). Und kritisches Denken
zähle ich zu den Tugenden.
"Amen"
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Letzte Änderung: 10.05.2008 11:35 von tams.
Grund: Scrollen nervt
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