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THEMA: Impfungen für Epileptiker?
#4456
philadelphia (Benutzer)
Mitglied
Beiträge: 26
graphgraph
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Aw: Impfungen für Epileptiker? vor 3 Monaten, 4 Wochen Karma: 3  
Nachdem ich heute ohnehin einen Termin beim Augenarzt hatte, habe ich die Gelegenheit genützt und diesen bezüglich der bekannten Nebenwirkungen befragt: 5 % Augenentzündungen nach Grippeimpfungen (so steht es in einer Fernsehzeitung) und im Buch von Hirte ist zu lesen, dass durch Entzündung des Sehnervs Sehstörungen und durch Augenmuskellähmungen Schielen oder Doppelbilder auftreten können.

Und das Ergebnis war, dass dieser seit xxxJahren tätige Augenarzt davon keine Ahnung und Erfahrung hatte. Dies sei, wenn überhaupt möglich, sooooo selten, er hat noch nie diesbezüglich jemanden behandelt.

Ich konnte ihm dazu nur sagen, wenn keiner bei für o.g. Erkrankungen typischen Beschwerden an Impfungen und diese UAW denkt, wie sollten sie dann erkannt, registriert und gezählt werden. Meine Mutter hatte letztes Jahr nach ca. 6 Wochen Grippeimpfung plötzlich wegen "Grauschleier" Probleme. Zum Neurologen wurde sie geschickt, nicht zum Augenarzt - Ergebnis: Nichts.

Und so wird auch beim PEI kaum eine Nebenwirkung erfasst werden.
 
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#4457
Gaston (Benutzer)
Sehr fleissiges Mitglied
Beiträge: 150
graphgraph
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Aw: Impfungen für Epileptiker? vor 3 Monaten, 4 Wochen Karma: 19  
presonic schrieb:
QUOTE:
danke, gaston, an deinen wieder mal genialen kommentar. (was treibst du eigentlich, dass du um 3 in der früh so frisch bist? ;-))

so kann man auch die vielen toten unter den tisch kehren, die jährlich an krankenhauskeimen sterben. wie praktisch.

hier ein schöner blog dazu übrigens: http://www.scienceblogs.de/medlog/2008/05/die-dreckigsten-krankenhauser.php

schönen tag noch,
presonic


Na da hatte ich grad Urlaub, daher die späte Stunde.

Ich weiss nicht ob das jeder verstanden hat, aber MRSA-Keime können Lungenentzündungen (Pneumonien) auslösen. Nur so als Info noch. Und wenn man dann so genau nachfragt, im Bekannten/Verwandtenkreis oder sonstwo, hört man relativ oft "Lungenentzünung" als letztendliche Todesursache. Da bekommt das Wort Prophylaxe gleich ne andere Bedeutung, wenn man sich vorstellt, dass durch bessere Hygene dieser oder jener Todesfall vermeidbar gewesen wäre. Aber statt den hiesigen Ärzten bei der Beerdigung dann an die Kehle zu springen, bedankt man sich noch bei denen für die Mühe usw, wie bei uns letztes Jahr, als eine leukämie-erkrankte junge Frau aufgrund einer Lungenentzündung letztendlich verstarb. (Goethe/Faust:"...muss erleben, daß man die frechen Mörder lobt..."
Aber wozu sich um so was ärgerliches wie diese Keime kümmern, Hauptsache wir haben die Impfungen, das ist genug "Prophylaxe" fürs Volk.
 
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Letzte Änderung: 05.08.2008 22:03 von Gaston.
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#4651
mick_2x (Benutzer)
Mitglied
Beiträge: 21
graphgraph
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Aw: Impfungen für Epileptiker? vor 2 Monaten, 3 Wochen Karma: 0  
philadelphia schrieb:
QUOTE:
Vielleicht ist aber diese Epilepsie vor ca. 35 Jahren durch eine durchgeführte Impfung ausgelöst worden? Bis etwa zu ihrem 15. Lebensjahr hatte meine Schwester keine Epilepsie. Sie ist aufgrund einer Gehirnhautentzündung kurz nach ihrer Geburt behindert und soweit ich mich zurückerinnern kann, kamen ab etwa dem 15. Lebensjahr diese epileptischen Anfälle. Impfungen waren seinerzeit Pflicht soweit ich weiß. Vor den Impfungen hatte meine Mutter immer "Respekt", wenn eines von uns Kindern geimpft wurde. Fieber gehörte dazu und baden war einige Tage nicht erlaubt. Genauso wie heute wurden bestimmt kaum neue Beschwerden auf evtl. durchgeführte Impfungen zurückgeführt (es erfolgen doch auch heutzutage kaum Meldungen von UAW trotz inzwischen vorgeschriebener Meldepflicht, sondern solche werden einfach ausgeschlossen bzw. überhaupt nicht in Betracht gezogen) und so wurde evtl. damals auch nicht an Impfnebenwirkungen gedacht - schon gar nicht, wenn ohnehin schon eine Behinderung gegeben war. Ich habe mich erst jetzt, nachdem ich als Betreuer Entscheidungen zu treffen habe und man immer mehr von Impf- oder Arzneimittelnebenwirkungen liest mit Impfungen und deren möglichen Nebenwirkungen befasst. Und als Betreuer möchte ich natürlich für meine Schwester die bestmögliche Entscheidung treffen.
Bestimmt würde mir der Arzt, wenn er schon meine Ablehnung in den Akten vermerkt, umgekehrt nicht versichern können, dass keine evtl. sogar schwere Nebenwirkungen auftreten können.

Ich bin/war selbst Epileptiker, hatte mit ca. 15 Jahren zwei Krampfanfälle. Davor über Jahre keine Impfung, die das auslösen hätte können. Diese Art der Epilesie wurde mir als "Pupertätsepilespie" erklärt, die eben im Zuge der Pubertät auftreten kann. Ich wurde sehr rasch gut eingestellt, hatte dann keine Anfälle mehr (aufgrund der guten Einstellung, im EEG war immer die Anfallsbereitschaft erkennbar), nach einigen Jahren klang dies ab, inzwischen gelte ich als geheilt. Abgeklungen wohl, weil ich die Pubertät hinter mir gelassen habe (soweit ein Mann das kann ). Während der Zeit der Epilepsie habe ich einige Impfungen erhalten - FMSE, Auffrischung Tetanus, Auffrischung Polio(? ich kann das in meinem Impfpass nicht mehr wirklich lesen) und hatte damit keine Probleme.

Wie gesagt, ich war sicher ein leichter Fall - bei einem gut eingestelltem Epileptiker (lässt sich mittels EEG leicht prüfen) würde ich aus meiner Erfahrung die Impfung befürworten.
 
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