philadelphia schrieb:
QUOTE:
Vielleicht ist aber diese Epilepsie vor ca. 35 Jahren durch eine durchgeführte Impfung ausgelöst worden? Bis etwa zu ihrem 15. Lebensjahr hatte meine Schwester keine Epilepsie. Sie ist aufgrund einer Gehirnhautentzündung kurz nach ihrer Geburt behindert und soweit ich mich zurückerinnern kann, kamen ab etwa dem 15. Lebensjahr diese epileptischen Anfälle. Impfungen waren seinerzeit Pflicht soweit ich weiß. Vor den Impfungen hatte meine Mutter immer "Respekt", wenn eines von uns Kindern geimpft wurde. Fieber gehörte dazu und baden war einige Tage nicht erlaubt. Genauso wie heute wurden bestimmt kaum neue Beschwerden auf evtl. durchgeführte Impfungen zurückgeführt (es erfolgen doch auch heutzutage kaum Meldungen von UAW trotz inzwischen vorgeschriebener Meldepflicht, sondern solche werden einfach ausgeschlossen bzw. überhaupt nicht in Betracht gezogen) und so wurde evtl. damals auch nicht an Impfnebenwirkungen gedacht - schon gar nicht, wenn ohnehin schon eine Behinderung gegeben war. Ich habe mich erst jetzt, nachdem ich als Betreuer Entscheidungen zu treffen habe und man immer mehr von Impf- oder Arzneimittelnebenwirkungen liest mit Impfungen und deren möglichen Nebenwirkungen befasst. Und als Betreuer möchte ich natürlich für meine Schwester die bestmögliche Entscheidung treffen.
Bestimmt würde mir der Arzt, wenn er schon meine Ablehnung in den Akten vermerkt, umgekehrt nicht versichern können, dass keine evtl. sogar schwere Nebenwirkungen auftreten können.
Ich bin/war selbst Epileptiker, hatte mit ca. 15 Jahren zwei Krampfanfälle. Davor über Jahre keine Impfung, die das auslösen hätte können. Diese Art der Epilesie wurde mir als "Pupertätsepilespie" erklärt, die eben im Zuge der Pubertät auftreten kann. Ich wurde sehr rasch gut eingestellt, hatte dann keine Anfälle mehr (aufgrund der guten Einstellung, im
EEG war immer die Anfallsbereitschaft erkennbar), nach einigen Jahren klang dies ab, inzwischen gelte ich als geheilt. Abgeklungen wohl, weil ich die Pubertät hinter mir gelassen habe (soweit ein Mann das kann

). Während der Zeit der
Epilepsie habe ich einige Impfungen erhalten - FMSE, Auffrischung Tetanus, Auffrischung Polio(? ich kann das in meinem Impfpass nicht mehr wirklich lesen) und hatte damit keine Probleme.
Wie gesagt, ich war sicher ein leichter Fall - bei einem gut eingestelltem Epileptiker (lässt sich mittels
EEG leicht prüfen) würde ich aus meiner Erfahrung die Impfung befürworten.