In diesem Forum scheinen auch
ganz normaleEltern zu Wort zu kommen, ohne dass gleich der Holzhammer - egal, ob von Impfgegnern oder Befürwortern - gegeneinander geschwungen wird. Das tut gut, denn ich denke einfach, dass es auch beim Thema Impfen
"Zwischentöne" gibt.
Ich habe in meiner Kindheit immer wieder gehört, dass die Pockenimpfung (damals noch Pflicht)
wirksam, aber ziemlich gefährlich wäre. Natürlich bleibt nichts so, wie es ist, gegen Pocken wird nicht mehr geimpft, die Wissenschaft (und auch die Impfkritik) hat Riesenschritte getan usw., dennoch kann ich weder glauben, dass Impfungen
unwirksam sind, noch, dass sie
ungefährlich sind. Und so ist es für mich ein mächtiger Unterschied, ob man angesichts der Polio-Dramen in den 50er und 60er Jahren sogar "massenimpft" - oder ob man die Impfung gegen
Windpocken in den offiziell empfohlenen
STIKO-Kalender setzt. Außerdem weiß ich, dass die Wirksamkeit und Wirksamkeitsdauer jeder einzelnen Impfung unterschiedlich ist bzw. noch gar nicht ganz klar. Es gibt noch einige andere Beobachtungen und Erfahrungen, die mir gezeigt haben, dass man auf gar keinen Fall
alles gut oder eben
alles schlecht beurteilen darf, was das Thema Impfen betrifft.
In anderen Bereichen wird ja übrigens auch beraten - wenn ich ein Auto kaufen will oder eine Kamera oder eine Wohnzimmereinrichtung -, und so wundert es mich sehr, dass es eine entsprechende ärztliche Impfberatung so selten gibt.
Einen Teil meiner Kinder habe ich wenig impfen lassen, einen Teil gar nicht. Grund dafür, erst einmal beobachtend abzuwarten, war ein Zwischenfall am Tag nach einer Impfung, von dem sich das betreffende Kind bis heute nicht völlig erholt hat. Ich habe es damals nicht übers Herz bringen können, das kranke Kind irgendwelchen Behörden vorzustellen, ich habe es nur ärztlich versorgen lassen (+ bekam übrigens gleich die Information: Das ist ein Impfschaden, den man eigentlich melden müsste). Aber, wie gesagt, das Kind wäre nicht fähig gewesen, von A nach B transportiert zu werden. Als die Auffälligkeiten geringer wurden (gewisse Probleme aber blieben), war mir klar, dass ich - angesichts des ohnehin schon schwierigen Standes eines Impfgeschädigten - nichts mehr beweisen könnte; die Mutmaßung, diese merkwürdige Störung sei ja wohl schon da gewesen oder eben zufällig mit der Impfung sichtbar geworden, klang deutlich in meinem inneren Ohr.
Ein anderes Kind von mir hat die selbe Impfung - andere Charge - in der selben Praxis bestens vertragen. Was natürlich nichts über die Wirksamkeit aussagt, aber doch darüber, dass man die Gefährlichkeit einer Impfung einfach nicht einschätzen kann. Und eben auch nicht unter den Tisch kehren darf.