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Alkaloide

Alkaloide sind  Wirkstoffe, die basisch reagieren und stickstoffhaltig sind.Bekannte Alkaloide sind Atropin, Coffein, Morphin und Colchicin. Alkaloide kommen in Nachtschattengewächsen, Mohngewächsen und Rauhblattgewächsen.

Sie wirken meist  auf das Zentralnervensystem und werden in der Regel als isolierte Reinstoffe eingesetzt und rezeptpflichtig. Manche Pflanzen enhalten Pyrilizidin-Alkaloide, die leberzellschädigend sind.

Alkoholkrankheit

Es handelt sich um eine körperliche, psychische oder soziale Schädigung durch Alkohol. Es besteht ein psychische Abhängigkeit.
In Deutschland sind 3 % der Bevölkerung alkoholkrank. Oft spielen psychische und soziale Faktoren eine wesentliche Rolle bei der Entstehung der Alkoholkrankheit.

Der Alkohol kann zu einer Reihe von Schädigungen führen:

  • Fettleber
  • Alkoholhepatitis
  • Leberzirrhose
  • Pankreatitis
  • Ösophagitis
  • Gastritis
  • Kardiomyopathie
  • Kleinhirnrindenatrophie
  • Wernicke-Enzephalopathie
  • hirnorganische Krampfanfälle
     

Einteilung der Alkoholkrankheit nach Jellinek:

  1. Alpha Trinker: Alkoholkonsum ohne Kontrollverlust, meist als Problembewältigung
  2. Beta Trinker: Hier kommt es schon zu einer Gewöhnung
  3. Gamma Trinker: Alkoholkonsum mit Kontrollverlust, Abhängigkeit und körperlichen, sozialen Probleme
  4. Delta Trinker: Alkoholkrankheit mit Abhängigkeit und Abstinenzunfähigkeit
  5. Epsilon Krankheit: Exzessiver Alkholkonsum
     
Therapie: Die Therapie kann nur ganzheitlich erfolgen. Neben Entzug und Entwöhnung ist eine psychische Betreuung unbedingt notwendig.
Allergie

Als eine Allergie wird eine überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet, die sich in typischen, durch entzündliche Prozesse ausgelösten Symptomen äußert.

Man unterscheidet grundsätzlich vier verschieden Typen:

Typ I:Soforttyp:Unter Vermittlung von IgE Antikörpern kommt es innerhalb von Sekunden oder Minuten(eventuell nach 4-6 Stunden Zweitreaktion) zu allergischem Asthma, allerg. Konjunktivitis, Rhinitis, Urtikaria, Angioödem oder anaphylaktischem Schock

Typ II: Zytotoxischer Typ:Es kommt zur Bildung von Immunkomplexen mit IgG oder IgM Antikörpern mit Zytolyse eigener Körperzellen durchaktiviertes Komplement, die innerhalb von 6-12 Stunden zu allerg. bedingte hämolytischer Anämie, Thrombopenien oder Agranulozytose führen können. Typisch hierfür sind Transfusionszwischenfälle

Typ III: Immunkomplextyp: Es kommt zur Bildung von Immunkomplexen mit IgM und IgG und Antigenen, die über die Aktivierung des Komplementsystems zur Phagozytose der Immunkomplexe durch Granulozyten unter Freisetzung gewebsschädigender Enzyme führt. Die Reaktion, die nach 6-12 Stunden erfolgt äussert sich z.B. als Serumkrankheit, allergische Vaskulitis oder als exogen-allergische Alveolitis

TypIV: Spättyp: Durch Freisetzung von Lymphokinen aus sensibilisierten T-Lymphozyten kommt es zur Aktivierung von Makrophagen und mononukleären Zellen, die dann zum Ort der Antigenbelastung hinwandern. Nach 12-72 Stunden kommt es dann z.B. zum allerg. Kontaktekzem, ArzneimittelexanthemTransplantationsabstossung.



Allergien können sich auf oder in fast jedem Körperteil zutragen(weshalb eine Diagnose auch oft sehr schwierig ist). Durch Allergietest lassen sich die auslösenden Stoffe(Allergene) identifizieren. Man muss sich jedoch im klaren sein, dass sich die Allergene im Laufe der Jahre verändern können und man plötzlich auf andere Stoffe reagiert.



Alpha-Fetoprotein
Das Glykoprotein Alpha-Fetoprotein wird im Dottersack, in der Leber und im Verdauungstrakt gebildet. Durch den fetalen Urin gelangt es ins Fruchtwasser. Im mütterlichen Serum findet sich ein Anstieg bis zur 32. Woche. Eine Untersuchung des mütterlichen Serums auf AFP sollte bei Verdacht auf eine Fehlbildung in der 16. - 18. SSW erfolgen.
Erhöhte AFP- Werte finden sich bei Neuralrohrdefekten, Omphalozele, Meningomyelozele, Anenzephalus, aber auch bei Mehrlingsgravidität oder falscher Tragzeitberechnung. Sie bedürfen immer einer weiteren Abklärung.
Aluminiumhydroxid

Aluminiumhydroxid wird als Hilfsstoff bei Toxoid-Impfstoffen zur Wirkungsverstärkung angewendet. Auch bei Dialysepatienten wird als Phosphatbinder eingesetzt. Dabei zeigte sich bei längerem Einsatz eine cerebrale Toxizität (Demenz), ebenso eine Knochentoxizität, weshalb ein Einsatz von höchstens vier Wochen empfohlen wird.

Aluminiumverbindungen in Impfstoffen können zur sogenannten makrophagischen Myofaszitis führen, einer Muskelerkrankung. Hierbei kommt es zu Entzündungen des Muskels an der Einstichstelle.

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