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Sennes (Cassia senna)
Lateinisch Droge Sennae folium
Familie Caesalpinaceae
Wirkstoffgruppe Anthraglycosid Droge
Vorkommen Vorderindien, Africa
Indikation Verstopfung
Wirkung fördert die Peristaltik
  verhindert die Wasserresorption
Inhaltsstoffe Sennoside, Harz, Schleim
Kontraindikation Ileus, Schwangerschaft, Stillzeit

 

Sennes wurde bereits im alten Ägypten als Abführmittel benutzt und gehört heute zu den häufig gebrauchten pflanzlichen Abführmitteln.

Botanische Beschreibung: Cassia senna ist in Nord- und Nordostafrika heimisch, die Cassia angustifolia ist hingegen in Arabien beheimatet. Es handelt sich um einen 1,5 m hohen Strauch welcher paarig gefiederte Blätter und zahlreiche gelbe etwa 3 cm große, traubenförmige Blütenstände besitzt.

Wirkung und Anwendung: Die Anthrachinoide und Schleime bewirken, daß der Darminhalt weich wird, der Füllungsdruck im Darm verstärkt wird und somit der Darminhalt schneller vorwärts bewegt wird. Somit ist es ein wirksames Mittel bei Verstopfung.

Shiitake

Shiitake, auch Kastanienpilz genannt, stammt ursprünglich aus Japan und wird dort und in anderen asiatischen Ländern schon seit über 2000 Jahren als Speisepilz kultiviert. Seit der Zeit der Ming-Dynastie gilt er in China als wahres Lebenselexier und ist heute aus der täglichen Nahrung nicht mehr wegzudenken.

In der traditionellen chinesische Volksmedizin galt und gilt Shiitake vor allem als Stärkungsmittel nach überstandenen Krankheiten und wird dort auch zur Stärkung des Abwehrsystems eingesetzt. Gerade durch Viren verursachte Krankheiten, wie z.B. Grippe oder Herpes simplex werden hier erfolgreich behandelt.

Seit einiger Zeit werden nun in der Krebsforschung Untersuchungen durchgeführt, da sich gezeigt hat, daß bestimmte Inhaltsstoffe des Shiitake-Pilzes, allen voran das sogenannte Lentinan, stark krebshemmende Eigenschaften besitzt. Das Tumorwachstum wird zum einen direkt gehemmt, zum anderen kommt es zu einer starken Stimulierung des Immunsystems und zur Bildung von Interferon. So zeigte sich, daß Lentinan das Eindringen von Metastasen in die Lunge verhindern konnte, eine Tatsache, die besondere Beachtung verdient, da die Metastasierung eine wirksame Therapie häufig unmöglich macht.

Die durch konventionelle Therapie mit Chemotherapeutika zerstörte Immunsystems kann mit Hilfe von Shiitake wieder auf ihr ursprüngliches Aktivitätsniveau gehoben werden und auch in höheren Dosierungen ist Shiitake, im Gegensatz zur Chemotherapie, ungiftig.

Slippery Elm (Ulmus rubra)

Ulmus rubra ist ein aus Nordamerika stammender Baum. Es wurde von den Indianern schon seit Jahrtausenden als Naturheilmittel eingesetzt. Die Inhaltsstoffe der Rinde sind schleimlösend und man verwendete es bei Halsschmerzen. Auch bei Hautkrankheiten wurde es mit Erfolg wegen seiner beruhigenden Wirkung dort eingesetzt.

Sojabohne (Glycine max)


Die Sojabohne kennt man schon mindestens 5000 Jahre. Die ersten Aufzeichnungen findet man in China, wo die Sojabohne(lateinisch Glycine max) in ihrer wilden Form kultiviert wurde. Die Sojabohnen wurden in der chinesischen Kultur so wichtig, daß ein chinesischer Herrscher Namens Sheng-Nung, die Sojabohne mit zu den heiligen Getreiden zählte. Zusammen mit Reis, Gerste, Weizen und Hirse zählte sie zu den Grundnahrungsmitteln der chinesischen Bevölkerung. Vor 2300 Jahren wurde die Sojabohne zum zweitwichtigsten Anbaugut der Chinesen.

In dieser Zeit entwickelte sich auch die Kunst der Tofuherstellung. Die Idee zur Tofuherstellung kam wahrscheinlich durch einen Zufall zustande. Man sagt, daß ein Koch einen Topf mit pürierten Sojabohnen mit Nigari (wird aus Meerwasser gewonnen) würzen wollte und es dadurch zur Ausflockung der Milch kam. Preßt man diese geronnenen Bestandteile , erhält man Tofu. Manche behaupten auch, die Tofuherstellung sei von buddhistischen Mönchen entwickelt worden. Wir werden es wahrscheinlich nicht mehr erfahren.

Mit der Zeit wurden dann immer mehr Sojazubereitungen entwickelt. In Asien gibt es neben den bekannten, wie Sojamilch, Sojasauce, Tempeh, Miso, hunderte von verschiedenen Rezepten aus der Sojabohne

Ein universelles Lebensmittel

In Asien breitete sich der Sojaanbau rasch aus und die Bohnen waren schon sehr bald auch in ganzen Ostasien zu finden. Aber erst im 17 Jahrhundert kam die Sojabohne(manche behaupten auch etwas früher) kam die Sojabohne über Vorderindien, Nordafrika nach Europa. Man nimmt an, christliche Missionare haben die Sojabohne auf ihren Reisen mitgebracht.

 

In die USA gelangte die Bohne erst 1829 mit chinesischen Immigranten. Sie war damals aber nur bei der chinesischen Bevölkerung bekannt und wurde erst durch Benjamin Franklin aus ihrem Schattendasein gehoben , der sie angeblich! aus Frankreich mitgebracht haben soll. Der Siegeszug der Sojabohne begann in der westlichen Welt sehr langsam. In Europa führte man im 19 Jahrhundert noch eine Reihe Anbauversuche durch, um den Ertrag zu steigern, aber große Mengen wurden nicht produziert. Erst im 20 Jahrhundert wurde die Sojabohne zu einem Welt Nahrungsmittel.

Während man Anfang des Jahrhunderts kaum 1 Million Hektar Anbau Fläche zählte, nahm diese 1950 auf 16 Millionen zu und 1993 zählte man schon 56 Millionen Hektar. Das entspricht der 1 ½ fachen Größe Deutschlands! Der größte Anbauer heute ist die USA. Sie produzieren mehr als 90% aller Sojabohnen.

Eine der interessantesten Inhaltsstoffe der Sojabohne sind wohl die Isoflavone. Es handelt sich hier um Pflanzenhormone(Phytoöstrogene), die wie menschliche Östrogene wirken. Auffalend ist, dass die asiatische Bevölkerung keine Wechseljahresbeschwerden kennt und bestimmte Krebsarten auch sehr viel geringer sind als in Europa. Man führt dies auf die Wirkung der Isoflavone zurück.

Sonnenhut (Echinacea Purpurea)

 

Lateinisch Echinaceae radix/herba
Familie Asteraceae/Korbblütler
Wirkstoffgruppe Flavonoid Droge/Polysaccharid Droge
Vorkommen Nordamerika
Indikation Erkältungskrankheiten
  Erkrankungen der Harnwege
  Grippe
  Furunkel
  Eiterungen
Wirkung Immunsystem stärkend
  antibiotische Eigenschaften
  verhindert Infektionen, entzündliche Prozesse der Haut
Inhaltsstoffe Polysaccharide, Echinacosid
Kontraindikation Leukosen, Kollagenosen, Tuberkulose, MS

 

Botanische Beschreibung: Es handelt sich um eine bis zu 2,5 m hohe Pflanze mit breit, eiförmigen Laubblättern und 10 bis 15 cm breiten Blütenköpfen von purpurner Farbe. Heimisch ist sie in den mittleren und östlichen Staaten der USA und wächst dort vor allem an Abhängen, in Dickichten und sommergrünen Laubwäldern.

Wirkung und Anwendung: Echinacea wird hauptsächlich zur Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte eingenommen, z.B. zur Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten und grippale Infekte. Äußerliche Anwendung findet es zudem bei Wunden und entzündlichen Hauterkrankungen.

Als Prophylaxe: tgl. morgens 50 Tropfen der Tinktur  für 3 Wochen, dann 2 Wochen Pause, da sonst Gewöhnung eintritt

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