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Barbarakraut


 

Lateinisch Barbarea vulgaris
Familie Cruziferae/Kreuzblütler
Wirkstoffgruppe Sonstige
Vorkommen Europa
Indikation Nierenbeckenentzündung
Wirkung harntreibend
  appetitanregend
  wundheilend
Inhaltsstoffe Vitamin C
Kontraindikation keine bekannt

 Das Barbarakraut wächst vor allen an Kies- und Sandbäncken von Flüssen und anderen feuchten und nährstoffreichen Plätzen. Die Blätter enthalten sehr viel Vitamin C und können frisch als Salat verzehrt werden.

 Die Samen können zerstossen werden  und dienen in Wein angesetzt als harntreibendes Mittel.

Beifuss gemeiner

Familie: Compositae(Korbblütler)
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl(Cineol), Gerbstoffe, Inulin, Schleim
Medizine Eigenschaften: fiebersenkend, krampflösend, menstruationsregulierend, wurmtreibend


Der Beifuss ist in Mitteleuropa ein weit verbreitete Pflanze. Man findet ihn überall an Wegen , Flussufern und Bahndämmen. Er ist mit dem Wermut verwandt.
Die Heilpflanze wird schon seit dem Altertum verwendet. Damals glaubte man, die Pflanze würde vor Müdigkeit schützen, wenn man sie um den Fuss tragen würde. Im Mittelalter galt er als probates Mittel bei Hysterie und Krampfleiden und wurde deshalb bei Frauenkrankheiten gerne eingesetzt.

Dem Cineol wird eine wurmtreibende Wirkung zugesprochen.

Beinwell

 

Lateinische Droge Symphytum officinalis
Familie Boraginaceae/Boretschgewächse
Wirkstoffgruppe Alkaloid Droge
Vorkommen Europa, Asien, Amerika
Indikation Prellung, Zerrung, Verstauchung
  Scuppenflechte
  schlecht heilende Wunden an Beinen
  Unterschenkelgeschwüre
Wirkung Wundsekrete auflösend
  heilfördernd
  reizmildernd
  antiphlogistisch
  adstringierend
Inhaltsstoffe Schleimstoffe, Gerbstoffe, Allantoin, Alkaloide
Kontraindikation Schwangerschaft

 

Beinwell ist ein bis zu 80 cm hohes, sehr buschiges Gewächs mit weissen oder roten Blüten. Der wirksame Teil der Pflanze ist die Wurzel, die auch heute noch sehr gerne bei Knochenbrüchen und anderen Verletzungen der Knochen eingesetzt wird.Schon die Römer verwendeten Symphitum, indem sie es auf Knochenbrüche auflegten und damit die Heilung beschleunigten. Der altdeutsche Name Beinwell verrät schon die gute Wirkung  dieser Heilpflanze.

Neben Frischpflanzensalben und Tinkturen wird Symphitum auch in der Homöopathie mit der gleichen Indikation gerne verwendet.

 

Benediktenkraut

 

Lateinisch Benedicti  herba, Cnicus benedictus
Familie Compositae/ Korbblütler
Wirkstoffgruppe Bitterstoff-Droge
Vorkommen Mittelmeerraum
Indikation Magen-Darmerkrankungen
  Appetitlosigkeit
Wirkung harntreibend
  antiseptisch
  fiebersenkend
Inhaltsstoffe Bitterstoffe, ätherisches Öl, Schleim, Gerbstoffe
Kontraindikation vorgegebene Dosierung nicht überschreiten

Das Benediktenkraut hat seinen Namen von den Benediktinernmönchen, das diese im Mittelalter oft bei der Pest einsetzten. daneben wurde es aber gegen eine ganze Reihe anderer Erkrankungen erfolgreich eingesetzt. Aufgrund seiner bitteren Wirkung galt es als bekanntes Mittel bei Magen-Darm-Erkrankungen.

Berberitze

 

Lateinisch Berberis fructum, Berberis vulgaris
Familie Berberidaceae/Sauerdorngewächse
Wirkstoffgruppe Alkaloid-Droge
Vorkommen Europa
Indikation Nierenfunktionsschwäche
  Hypertonie
  Fieber
  Ikterus
Wirkung harntreibend
  fiebersenkend
  adstringierend
  cholagog
Inhaltsstoffe Alkaloide, Bitterstoffe
Kontraindikation    keine bekannt

Anmerkung:
häufiger als die Früchte verwendet man die Rinde der Berberitze, Berberidis cortex, die gallenflussanregend, entzündungshemmend und stoffwechselanregend wirkt

Die Berberitze findet man heute überall in Europa. Es handelt sich um einen Busch mit kleinen roten Früchten, welche ein leicht säuerlichen Geschmack haben. Die Früchte sind essbar und können als Marmelade oder Gelee verarbeitet werden.
Der Name Berberis kommt ursprünglich aus Arabien und bedeutet soviel wie Muschelschale. Dies beruht wahrscheinlich darauf, weil die Fruchtschale innen wie eine Muschelschale schillert. Aus der Berberitze kann man ein bitteres Magentonikum gewinnen, das sich gut bei Leberfunktionsstörungen eignet und die Verdauungskräfte stärkt. Auch zur Behandlung von Gelbsucht und Gallenbeschwerden wird es mit Erfolg verwendet. Traditionell wurde die Berberitze auch wegen seiner antientzündlichen und antimikrobiellen Wirkungen eingesetzt. Vor allem bei Fieber, arthritischen Beschwerden und Rheuma zeigt es eine gute Wirkung.
Diese Fähigkeiten der Berberitze weisen darauf hin, daß die Pflanze vermutlich starke COX-2 Hemmer enthält. Berberin, der Hauptbestandteil der Berberitze wurde in mehreren Studien untersucht und man konnte tatsächlich eine COX-2 Hemmung nachweisen. Berberin zeigte sich besonders bei der Bekämpfung von Krebszellen erfolgreich. Es induzierte den vorzeitigen Zelltod(Apoptose) von Leukämiezellen und konnte die Bildung von Hauttumoren hemmen. Neben Berberin kommen in der Berberitze auch andere Stoffe vor( wie z.B. Oxyacanthine, Berbamine), die alle antientzündliche Wirkungen aufweisen. Bulgarische Wissenschaftler konnten nachweisen, daß die Wirkungen aller Inhaltstoffe zusammen jedoch stärker sind, als die einzelnen Komponenten alleine.
Aber nicht nur die Berberitze enthält den Stoff Berberin. Man kennt heute mehr als zwanzig Pflanzenarten, die alle Berberin enthalten. In China kennt man zum Beispiel Huang Lian, die chinesische Perlenschnur. Sie weißt auch einen sehr hohen Gehalt auf.

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