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Glossar Neuen Begriff hinzufügen B- Blaubeeren
- Blaubeeren, auch Heidelbeeren, Bickbeeren, Schwarzbeeren, Wählen oder Besinge genannt, sind die Früchte eines Heidekrautgewächses. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht von Nordasien bis Nordamerika. Die blau-schwarzen kleinen Früchte sind süß mit etwas Säure und sehr aromatisch.
Ihr Gehalt an Vitamin A, B und C ist sehr hoch. Daneben enthalten sie sogenannte Anthozyane aus der Klasse der Flavonoide. Es handelt sich dabei um die blaufärbenden Pigmente der Heidelbeeren, die eine starke antioxidative Wirkung aufweisen. - Bockshornklee
 Bockshornklee, ein Schmetterlingsblütler, ist eine uralte Nahrungs- und Würzpflanze, die ursprünglich aus Griechenland kommt. Dort wurden in Gerstenöl geröstete Bockshornkleesamen von Sportlern und Philosophen geknabbert; daher auch der Spitzname "Philosophenklee". Vor etwa 1100 Jahren kam die Pflanze dann nach Deutschland. Heute findet man Bockshornklee in Mitteleuropa, im Mittelmeergebiet und in Asien. In der Medizin wird er bei Furunkeln und Nagelbettentzündungen angewandt. Die Samen haben einen hohen Gehalt an Schleimstoffen, Eiweiß und hochwertigen Fetten, ferner enthalten sie Enzyme, essentielle Aminosäuren (z.B. viel Lysin), Cholin, Vitamin E, beta-Carotin, Mineralstoffe wie Kupfer, Saponine, Flavonoide . - Brennnessel
 | Lateinisch | Urtica folium,Urtica dioica | | Familie | Urticaceae/ Brennnesselgewächse | | Wirkstoffgruppe | Diverse Wirkstoffe | | Vorkommen | Europa | | Indikation | Harnwegserkrankungen | | | Rheuma und Gicht | | | Furunkel | | Wirkung | diuretisch | | | stoffwechselfördernd | | | verbessert die Blutzusammensetzung | | Inhaltsstoffe | Vitamin C, Chlorophyll, Eisen, Histamin, Ameisensäure, Kieselsäure, Flavonoide | | Kontraindikation | nicht bei Ödemen infolge eingeschränkter Herz oder Nierenfunktion | Der Name Urtica kommt von urure = brennen, eine wohlbekannte Tatsache. Das Brennen auf der Haut wird durch sogenannte Brennhaare hervorgerufen, die Amine enthalten. Geschichte:Die Anwendung der Brennessel ist schon sehr alt. Schon 3000 v. Chr war sie als Heilmiitel bekannt. Dioskurides empfahl die Brennessel bei Geschwüren, Drüsenentzündungen und Bissen. Früher dachte man, die Pflanze würde böse Geister fernhalten. Wünschelrutengänger behaupten, daß die Pflanze oft an Kreuzungspunkten von Erdfeldern wächst. Inhaltsstoffe: Sie enthält reichlich Flavonoide, Kieselsäure, Kalzium und Kalium. Anwendung und Wirkung: Die Brennessel fördert die Durchspülung der Niere und der Blase und wird deshalb auch bei Entzündungen dort eingesetzt. Ferner ist es auch eine gute Heilpflanze bei Rheuma. Traditionell wird sie zur Blutreinigung , bei Gallenbeschwerden und zur Anregung der Bauchspeicheldrüse eingesetzt. Äußerlich wird die Brennessel bei Rheuma oder Hexenschuss auf die Haut "gepeitscht" - Bärentraube
 | Lateinisch | Uvae ursi folium | | Familie | Ericaceae/heidenkrautgewächse | | Wirkstoffgruppe | Phenolglycosid-Droge | | Vorkommen | Alpen, Heiden in Europa, Asien | | Indikation | Erkrankungen der Harnorgane und Harnwege | | | Blasen- und Nierenentzündungen | | | Harngriess | | Wirkung | antiseptisch | | | desinfizierend | | Inhaltsstoffe | Phenolglycoside: Arbutin, Methylarbutin, Gerbstoffe, Flavonglycosid, freies Hydrchinon | | Kontraindikation | nicht in der Schwangerschaft | Die in den Alpen heimische Pflanze ist ein kriechender Strauch mit roten Beeren. Sie wird schon seit langem als Heilpflanze bei Blasenbeschwerden, Nierenleiden und unfreiwilligem Wasserlassen eingesetzt. Traditionell setzt man den Tee ein, den man der besseren Wirkung wegen auch mit Hagebutten, Knöterich oder Taubnessel mischen kann. Die Heilwirkung ist jedoch nicht wie anzunehmen wäre, in den Früchten, sondern in den Blättern enthalten. Erst im alkalischen Harn über einem ph-Wer von 8 werden Arbutin und Methylarbutin in Zucker und Hydrochinon umgewandelt. Hydrochinon wiederum wirkt stark bakterizid. Der hohe Gerbstoffanteil der Droge kann Magenschmerzen hervorrufen, deshalb wird die Einnahme als Kaltmazerat empfohlen. - Bärlapp (Lycopodium clavatum)
Lycopodium ist eine sehr zierliche Pflanze, die man leicht übersieht. Sie gehört zu den Mossarten und wächst am Boden schattiger Bergwälder. Man kann kaum glauben, dass Lycopodium vor 300 Mio. Jahren noch ein riesiger Baum war. Traditionell wird die Pflanze gerne bei Krämpfen und Krampfadern eingesetzt, heute wird die Pflanze jedoch hauptsächlich in der Homöopathie angewendet, in der sie ein sehr wichtiges Mittel darstellt.
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