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Glossar Neuen Begriff hinzufügen C- Chronische Niereninsuffizienz
Niereninsuffizienz, chronische: Bei der chronischen Niereninsuffizienz handelt es sich um eine irreversible Abnahme des Glomerulofiltrates. D.h. die Niere ist nicht mehr in der Lage, Harn zu konzentrieren und auszuscheiden. Ursachen: - chronische Glomerulonephritis - diabetische Nephropathie - interstitielle Nephritis - chron. Pyelonephritis - Analgetikamissbrauch - Nierenschäden durch Bluthochdruck Durch das Versagen der Nierenfunktion kommt es zu Störungen im Wasser,-Elektrolyt und Säurebasenhaushalt, da der Körper harnpflichtige Substanzen nicht mehr ausscheiden kann. Später kommt es zu einer inkretorischen Funktionsstörung und zu toxischen Organschäden durch die retinierten Substanzen. Symptome: - Schwäche
- Juckreiz
- urämischer Fötor(Geruch nach Urin)
- Café au lait Farbe der Haut
- Konzentrationsschwäche, Somnolenz bis Koma
- Lungenödem
- Hypertonie mit Linksherzbeteiligung
- Perikarditis
- Urämische Gastroenteritis
- Renale Anämie
- Thrombozytopenie
- Chronische Pankreatitis
Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung tritt meist durch chronischen Alkohoabsusus auf. In 20 % der fälle iist die Ursache jedoch völlig unbekannt. Gallenwegserkrankungen scheinen keinen Einfluss zu haben, im Gegensatz zur akuten Pankreatitis. Symptome: - wiederkehrende Schmerzen, die gürtelförmig ausstrahlen. Die Schmerzen sind nicht kolikartig und dauern oft mehrere Tage
- Unverträglichkeit von Fett, was zu Übelkeit, Erbrechen führt
- durch den Mangel an Enzymen kommt es zu Maldigestion mit Gewichtsabnahme, Fettstühle, Auftreibung, Durchfall
- die insulinproduzierenen Zellen im Pankreas sind auch oft betroffen und es kommt somit zu einem leichten Diabetes mellitus
Therapie: Alkoholabstinenz, manchmal Substitution der Bauchspeicheldrüsenenzyme. Eine homöopathische Behandlung ist unbedingt anzuraten. - Colitis ulcerosa
Es handelt sich um eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, die den Dickdarm betrifft. Die Ursache ist unbekannt, man diskutiert entweder Autoimmunkrankheiten und eine Störung der Immunregulation. Die Colitis wird ferner zu den psychosomatischen Krankheiten gerechnet, Krankheiten also, bei denen sich seelische Belastungen auf den Körper übertragen.. Die Krankheit beginnt mesitens im Rektum und breitet sich dann nach oben hin aus. Hierbei kommt es zu Ulzerationen der oberflächlichen Schleimhautschichten. Symptome: - Es kommt zu blutig-schleimigen Durchfällen
- Krampfartige Abdominalschmerzen
- subfebrile Temperaturen
Die Krankheit verläuft, wie der Morbus Crohn in den meisten Fällen in Schüben. Durch psychische oder körperliche Belastung kommt es zu Ausbruch der Krankheit. Viele Patienten bleiben dann jahrelang beschwerdefrei! Es kann aber auch zu einem chronischen Verlauf ohne Remissionen kommen. Komplikationen sind: Wachstumsstörungen bei Kindern, massive Blutungen, Karzinom- Coma diabeticum
Ein durch Insulinmangel verursachtes Coma. Ursachen: - fehlende oder unzureichende Insulinzufuhr bei Diabetes
- erhöhter Insulinbedarf
Bei Diabetes Typ I kommt es zum sogenannten ketoazidotischen Koma, beim Typ II zum Hyperosmolaren Koma. Pathogenese des diabetischen Komas: 1.Insulinmangel>Hyperglycämie>Hyperosmolarität>Intrazellulare Dehydration> Bewusstseinsstörung 2.Insulinmangel>Hyperglycämie>Hyperosmolarität>Elektolythverlust>extrazelluläre Dehydration> Hypovolämie>Schock>Nierenversagen 3.Insulinmangel>Lipolyse>Ketose(Erbrechen und Azetongeruch)>metabolischeAzidose>kussmaulscheAtmung>extrazelluläreDehydration>Hypovolämie>Schock>Nierenversagen Symptome im Präkoma: - Somnolenz>Sopor>Koma
- Appetitlosigkeit
- Erbrechen
- Durst, Polydipsie
- Polyurie
- Schwäche
- Tachypnoe
- Exsikkose
- Pseudoperitonitis(beim ketoazidotischen Koma)
- Azidotische Atmung(beim ketoazidotischen Koma)
Häufig ist ein diabetisches Koma von hypoglykämischen Schock schwierig zu unterscheiden: | | Coma diabeticum | Hypoglycämischer Schock | | Entwicklung | Langsam über Tage | schnell in wenigen Minuten | | Muskulatur | Hypoton, keine Krämpfe | Hyperton, Tremor, Krampfneigung | | Durst | stark | nein | | Haut | trocken | feucht, schwitzig | | Atmung | tiefe Atmung und Azetongeruch | normal | | Augenbulbi | weich | normal | | Sonstige | Fieber, Bauchschmerz | neurologische Symptome im Vorstadium |
- Conn-Syndrom
Das Conn-Syndrom ist ein Hyperaldostonerismus, d.h. es wird zu viel Aldosteron in der Nebennierenrinde produziert. Aldosteron bewirkt in der Niere eine Natrium-Rückresorption und nachfolgend eine Wasserretention im Körper. Ursache ist in 80% der Fälle ein Adenom der Nebennierenrinde, das vermehrt Aldosteron produziert. 20% der Fälle sind durch eine Hyperplasie der Zellen in der Zona glomerulosa bedingt. Symptome: - Bluthochdruck
- Muskelschwäche
- Obstipation
- Polyurie
- Polydipsie
- verstärkte Kaliumexkretion
- Metabolische Alkalose
- Hypernatriämie
- Hypokaliämie
- Aldosteron erhöht
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