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Gelbwurz (Curcuma)

Die Gelbwurz kennen wir alle als Hauptbestandteil eines weltberühmten Gewürzes: dem Curry. Seine wunderschöne gelbe Farbe erhält dieser erst durch den Gelbwurz.
Curcuma wird in in der Ayurvedischen Medizin schon seit Jahrtausenden als wirkungsvolles Mittel bei Lebererkrankungen, wie zum Beispiel Gelbsucht eingesetzt. Es stimuliert die Leberaktivität und hemmt Entzündungen.

Die Pflanze gehört wie der Ingwer zur Gattung der Zingiberaceae und gleicht dem Ingwer auch in seinem Aussehen. Curcuma weist starke antioxidative und antiinflammatorische Eigenschaften auf und reiht sich damit ohne Probleme in die COX-2 Hemmer ein. Hauptwirkstoffe des Gelbwurzes sind die Curcumine. Es handelt sich dabei um Stoffe, die alle eine ähnliche molekulare Struktur aufweisen und deren Wirkung damit auch ähnlich ist.

Curcumine zeigten in vielen verschiedenen Untersuchungen eine starke Wirkung bei der Hemmung von präcanzerösen Krebszellen des Darmes, Krebszellen der Brust und verschiedene andere Krebszellen. Bei äußerliche Anwendungen des Curcumins zeigten sich Wachstums-Hemmungen von Hautkrebszellen. Vielleicht ein vielversprechender Ansatz in der Behandlung von Hauttumoren. Curcumin ist, wie man erwarten darf ein direkter Hemmer der COX-2 Aktivität. Neben der direkten Hemmung ist es auch in der Lage, die Neubildung von Blutgefässen zu stoppen, die ja ein Cofaktor beim Wachstum schon bestehender Tumore darstellt. Die Curcumine sind aber nicht die einzigen wirksamen Inhaltsstoffe der Gelbwurzel.

Wie Ingwer enthält auch Curcuma Hunderte von Stoffen, die erst alle zusammen im Konzert ihre Wirkungen entfalten. Zusammen wirken sie um ein vieles stärker als nur ein einzelner isolierter Stoff. Viele dieser Stoffe sind bis heute noch gar nicht ganz untersucht worden. Die heilende und regenerative Wirkung des Curcuma bei Hautkrankheiten, wie z.B. Windpocken macht man sich in Indien zu Nutze, indem man die Gelbwurz direkt auf kranke Hautstellen aufträgt. Dabei wird meist der frisch zerhackte Gelbwurz verwendet. Einziger Nachteil ist die gelbe Farbe, die sehr hartnäckig zu entfernen  ist .

Gerbstoffe

Gerbstoffe kommen in höheren Konzentrationen vor allem in Holzgewächsen, wie der Eiche und in Rosengewächsen wie Brombeeren, Gänsefingerkraut, Tormentill vor. In kleineren Mengen kommen sie in sehr vielen Pflanzen vor. typische Gerbstoffe sind Proanthozyanide und Phenolcarbonsäuren, wie z.B. die Rosmarinsäure.
Gerbstoffe sind in der Lage Eiweisse irreversibel miteinander zu vernetzen und wirken deshalb auf haut und Schleimhaut adstringierend, entzündungshemmend, blutstillend und hemmen eine starke Schleimhautproduktion.
Sie werden bei unspezifischen Durchfallerkrankungen und Entzündungen im Mund und Rachenraum eingesetzt.

Ginkgo (Ginkgo biloba)

 
Lateinisch Ginkgo folium
Familie Ginkgoceae/Gingkogewächse
Wirkstoffgruppe Flavonglycosid-Droge
Vorkommen Japan
Indikation Gefässleiden und Gefässspasmen
  DurchblutungsstörungenZirkulationsstörungen in der Peripherie
  Schwindel, Gedächtnisschwäche
  Müdigkeitbei alten Leuten
  Rhythmusstörungen
Wirkung zerebral durchblutungssteigernd der mittleren und kleinen Arterein
Inhaltsstoffe Flavonglycoside: Quercetin, Bioflavone: Gingetin, Laktone: Sitosterin und Anthocyan
Kontraindikation Vorsicht bei Antikoagulantientherapie

 

Der Name Gingko kommt aus dem Japanischen von Gin-Kyo und bedeutet so viel wie Silberaprikose, denn die Früchte des Gingko-Baumes ähneln der einer Aprikose. Der Gingkobaum ist wohl einer der ältesten Bäume der Erde. Er kam schon vor 200 Mio. Jahren vor. Der Ginkgo-Baum ist sehr widerstandsstark, er überlebte als einzige Pflanze den Atombombenabwurf von Hiroshima. Die Bäume trieben ein Jahr später an der Abwurfstelle wieder aus.

Geschichte: In Asien wird Ginkgo schon immer als Tempelbaum gepflanzt und wurde dort auch bei Husten und Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Bei uns war die medizinische Bedeutung des Ginkgo bis in heutige Zeit unbekannt

Wirkung und Anwendung: Heute wird Ginkgo hauptsächlich bei Durchblutungsstörungen des Gehirnes eingesetzt. Es erweitert die Blutgefässe und erhöht dadurch den Sauerstofftransport in den Gefäßen.

Glycoside

Glycoside sind im Pflanzenreich weit verbreitet. Allen gemeinsam ist, dass sie aus einem Zuckeranteil und einem Nichtzuckeranteil bestehen. der Nichtzuckeranteil bestimmt die pharmakologische Wirkung. Beispiele von Glycosiden sind Herzglycoside, Flavonglycoside oder Anthranoide.

Goldrute (Solidago virgaurea)

Goldrute

Lateinisch Solidaginis herba
Familie Asteraceae/Korbblütler
Wirkstoffgruppe Glycosid-Droge
Vorkommen Europa
Indikation Albuminurie
  Blasen und Nierenentzündung
  Nierensteine und-griess
  Gicht und Rheuma
Wirkung diuretisch
  antiphlogistisch
Inhaltsstoffe Glycoside, Flavonoide, ätherische Öle, Gerbstoffe
Kontraindikation bei Obstructionen im den Harnwegen

Solidago kommt aus dem Lateinischen und bedeutet festmachen, ein Hinweis auf die Fähigkeit der Pflanze, Wunden zu heilen.. Die Goldrute ist in Europa und Asien heimisch, andere Goldrutenarten wie Solidago canadensis und Solidago gigantea kommen in Nordamerika vor und wurden erst später in Europa eingebürgert.

Geschichte: Die harntreibende Wirkung der Goldrute war schon im Mittelalter bekannt. Auch bei frischen Wunden wurde sie gerne eingesetzt, indem das Pulver auf die Wunde gestreut wurde.

Wirkung und Anwendung: Solidago verbessert die Nierenfunktion und erhöht die Harnmenge. Deshalb wird sie gerne bei Balsen und Nierenentzündungen eingesetzt. Durch die Erhöhung der Harnmenge werden auch Ödeme und schwere Beine besser

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