|
|
|
Glossar Neuen Begriff hinzufügen L- Leukämie
Man unterscheidet zwei Formen der Leukämie, die akute lymphatische Leukämie(ALL) und die akute myeloische Leukämie(AML). Die AML tritt vorwiegend im Erwachsenenalter auf, während die ALL meist bei Kindern vorkommt. Es kommt in beiden Fällen zu einer Vermehrung von unreifen Leukozyten, die nicht funktionstüchtig sind. Ursachen: - Knochenmarksschädigung durch chemische Substanzen(Benzol, Zytosstatika) oder isonisierende Strahlen
- Genetisch bedingt
- Viren( verursachen die Erwachsenen T-Zell Leukämie)
Symptome: Neben Allgemeinsymptomen wie Abgeschlagenheit, Leistungsminderung, Fieber und Nachtschweiss kommt es häufig zu bakteriellen Infekten durch die Verminderten Granulozyten im Blut. Man findet hier häufig Entzündungen an Haut-Schleimhautübergängen und Pilzinfektionen(Candida, Soor). Durch verminderte Thrombozytenzahlen kommt es zu Blutungen und durch die Erythrozytopenie kommt es zu einer Anämie mit Blässe, Müdigkeit und Atemschwierigkeiten. Weitere Symptome sind Lymphknotenschwellungen, Milzvergrösserung, manchmal auch Lebervergrösserung. Therapie:Schulmedizinisch wird Chemotherapie und Knochenmarkstransplantation eingesetzt, zunehmend auch Stammzelltransplantationen. - Lichen ruber
Es handelt sich um eine chronisch rezidivierende, entzündliche Erkrankung der Haut und der Schleimhäute. Sie ist nicht ansteckend und nicht erblich. Ursache ist unbekannt. Möglicherweise handelt es sich um eine virusbedingte Autoimmunreaktion. Häufigste Form: Lichen ruber planus Symptome: - 3-6 Lebensjahrzehnt
- Papel (gerötet, flach oder zentral eingedellt), oft in Gruppen, können zu Plaques konfluieren oder zu netzförmigen Feldern
- Treten schubweise akut mit starkem Juckreiz auf
- Beugestellen – Handgelenk – Handflächen – Fußsohlen, auch Mundschleimhaut
Schulmedizinische Therapie Lokaltherapie mit Steroiden. - Liquor
Mit dem Begriff Liquor ( lateinisch Flüssigkeit) bezeichnet man in der Medizin meist die Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit ( Liquor cerebrospinalis) - Lungenabszess
Beim Lungenabszess handelt es sich um einen nekrotisierten Bereich in der Lunge, der Eiter enthält. Ursache ist meist eine Lungenentzündung. In seltenen Fällen auch durch Aspiration von Fremdkörpern, Bronchialkrebs, Verletzungen. Symptome: - schweres Krankheitsgefühl mit Fieber über 39°C
- Schweissausbrüche
- Husten mit eitrigem Sputum, häufig blutig (wenn Abszess in einen Bronchus einbricht)
anfangs ähneln die Symptome einer Pneumonie. Komplikationen: Pleuraempyem, Fistelbildung Diagnose:Röntgen, Bronchgraphie (Verschattung mit Höhlenbildung und Flüssigkeit) - Lungenembolie
Bei der Lungenembolie handelt es sich um einen Verschluss einer Lungenarterie. Der Verschluss wird meist durch einen Thrombus aus den tiefen Bein- oder Beckenvenen verursacht. Symptome machen erst Verschlüsse grösserer Arterien, kleine Verschlüsse verlaufen oft stumm. Der Thrombus führt zu einer Einengung des Gefässquerschnittes mit nachfolgender Druckerhöhung und Rückstau im rechten Herzen und Unterversorgung des linken Herzens. Die Bildung von Thromben wird besonders nach Operationen, bei Herzinsuffizienz, Varikose, Blutgerinnungsstörungen und Immobilität gefördert. Weitere Risikofaktoren sind Entbindungen, Schwangerschaft, Einnahme der Pille,Rauchen, oder auch langes Sitzen (Economy class syndrom). Symptome: - Bei Verlegung grosser Lungenarterien: Atemnot, Schnelle Atmung, Tachycardie, Brustschmerzen(atemabhängig), Zyanose, Husten, Schweissausbruch und Angst. Es entwickelt sich ein Schock. Tod kann durch akutes Rechtsherzversagen auftreten.
- Bei Verlegung kleiner Gefässe: Nur vorübergehende Atemnot, Tachycardie, Schwindel. Patient fühlt sich unwohl. Oft auch keine Symptome. Bei wiederholten kleinen Embolien besteht die Gefahr einer grossen Embolie
Komplikationen: bei grossen Embolien besteht die Gefahr eines Lungeninfarktes mit Absterben ganzer Lungenteile Therapie: Sofortige Krankenhauseinweisung notwendig.
<< Anfang < Vorherige 1 2 3 4 5 6 Nächste > Ende >> RD Glossary by Run Digital |
|
|
|
|