- Rachitis
Es handelt sich um eine gestörte Mineralisierung der Knochen und zusätzlich eine Desorganisation der Wachstumsfuge. Hinzu kommt bei Kindern eine mangelnde Mineralisierung des Knochens (Spongiosa und Kompakta). Bei Erwachsenen nennt man das Krankheitsbild Osteomalazie.
Ursachen:
- Vitamin D Mangel, meist durch Malassimilation bedingt
- Störung des Vitamin D Stoffwechsels in Leber oder Niere
Symptome:
- Schmerzen in den Knochen
- Knochenverbiegungen(z.B. O-Beine)
- Gehstörungen
- "Rachitis-Rosenkranz": Schwellung der Rippenenden an der Knorpel-Knochengrenze
Therapie: Vitamin D Gabe und Behandlung der kausalen Krankheit
- Refluxkrankheit
Bei der Refluxkrankheit kommt es zu einem Rückfluss des Mageninhaltes in die Speiseröhre. Kommt es häufig zu einem Reflux, kann sich die Speiseröhre entzünden. Diese Erkrankung wird Refluxösophagitis genannt.
Es kommt zu einem gestörten Verschlussmechanismus. In der Hälfte der Fälle ist die Ursache hierfür unbekannt. Ansonsten sind die Ursachen z.B. Schwangerschaft, eine Magenausgangsstenose etc.
Symptome:
- Sodbrennen, besonders im Liegen und nach Mahlzeiten. Auch Schmerz hinter dem unteren Brustbein
- Luftausstossen
- Schluckbeschwerden
- Aufstossen von Nahrungsresten
- Brennende Schmerzen im Magen(Epigastrium)
Komplikationen können Ulcerationen, Stenosen und eventuell nächtliche Einatmung von Mageninhalt sein.
Therapie: Man sollte zunächst auslösende Noxen meiden, wie Wein , fettreiche Mahlzeiten, Zucker, Alkohol, Nikotin, auch Medikamente. Auch Mahlzeiten am spätem Abend sollten gemieden werden. Ein bestehendes Übergewicht sollte normalisiert werden.
Besonders hilfreich hat sich eine klassisch homöopathische Behandlung erwiesen.
- Reiter-Syndrom
Es handelt sich hier um eine entzündliche Gelenkerkrankung, die als Zweiterkrankung nach einem bakteriellen Infekt der Harnwege oder des Darmes auftritt. Personen, die HLA-B27 positiv sind sind hierfür anfälliger
Der auslösende Infekt ist meist eine Gonorrhoe oder eine nichtgonorrhoische Urethritis durch Clamydia trachomatis oder Ureaplasma urealyticum. Im Gastrointestinaltrakt handelt es sich vor allem um Infektionen mit Salmonellen, Shigellen, Yersinien, Campylobacter jejuni.
Symptome:
- Arthritis(oft asymetrisch und wandernd)
- Urethritis
- Konjunktivitis oder Iritis
- Reiter Dermatose
Die ersten 3 Symptome gehören zur Reiter-Trias. Treten weniger Symptome auf, spricht man nur von einer reaktiven Arthritis.
- als Nebensymptome können noch auftreten: Fieber, Sakroiliitis, Entzündung der Sehnenansätze, manchmal Beteiligung der inneren Organe
Die meisten Fälle heilen nach 6 Monaten aus.
- Reizdarmsyndrom
50% aller Patienten mit Magen-Darmbeschwerden haben ein Reizdarmsyndrom. Ausserdem sind doppelt so viele Frauen wie Männer betroffen.
Bei der Krankheit handelt es sich typischerweise um eine psychosomatische Krankheit.
Symptome:
- Verstopfung
- Abdominelle Schmerzen
- Druckgefühl im Unterbauch
- Blähungen und hörbare Darmgeräusche
- Völlegefühl
Nach Stuhlentleerung geht es den betroffenen Personen besser. Auch Blähungsabgang bessert die Symptome.
Therapie: Da es sich um eine psychosomatische Krankheit handelt, sind Medikamente unwirksam. Zu empfehlen ist eine klassisch homöopathische Behandlung
- Renin-Angiotensin-Aldosteron-System
Das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System, kurz auch RAAS genannt ist wichtig für die Aufrechterhaltung des Wasserhaushaltes und des Blutdruckes.
Bei einem Natriummangel, Hypovolämie oder einer verminderten Nierendurchblutung schütten spezielle Zellen in den Nieren das Hormon Renin aus. Dieses wandelt in der Leber das Hormon Angiotensinogen in Angiotensin I um. Durch das Angiotensin convertin enzyme aus der Lunge wird wiederum Angiotensin I in Angiotensin II umgewandelt, was zum einen zu einer Konstriktion der Gefässe und damit einer Blutdrucksteigerung führt und zum anderen die Ausschüttung von Aldosteron bewirkt. Aldosteron kann in der Nieren, Natrium rückresorbieren, und da Natrium eine starke Bindungsfähigkeit mit Wasser hat, wird dadurch auch Wasser reteniert.
Durch Adosteron werden also die Auscheidungen weniger natriumhaltig und mehr kaliumhaltig.
Störungen im RAAS-Feedbackmechanismus:
- primärer Aldostonerismus
- sekundärer Aldostonerismus(renale Ischämie, Nierenarterienstenose)
- Bartter-Syndrom
- Herzinsufizienz
- dekompensierte Leberzirrhose