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Rainfarn (Tanacetum vulgare)

Der Rainfarn gilt schon seit Alters her als wirksames Mittel gegen Wurmbefall, weswegen er auch den Namen Wurmfarn bekam. Die Pflanze riecht stark aromatisch, wird bis zu einem Meter hoch und hat einen grossen, goldgelben Blütenstand.

Neben seiner Wirkung gegen Würmer, wird er als Tee auch gerne bei Magen und Darmkoliken eingesetzt.  Da er sehr scharf ist, sollte man ihn nicht zu viel trinken.

Bei Furunkeln und Rissen in den Händen  oder Füssen verwendete man früher gerne Umschläge mit zerstossenen Rainfarnblättern.

Man kann auch eine Tinktur bereiten, indem man frische Rainfarnblätter in Alkohol für etwa 5 Tage einlegt. Diese kann man dann auf die Furunkel auftragen oder auch bei rheumatischen Schmerzen zeigt sie eine gute Wirkung.

Raute (Ruta graveolens)

 
Lateinisch Ruta herba
Familie Rutaceae/Rautengewächse
Wirkstoffgruppe Ätherische Öldroge
Vorkommen Europa
Indikation Venenleiden
  Schutz der Gefässe
Wirkung carminativ
  verdauungsfördernd
  cholagog
Inhaltsstoffe Rutin
Kontraindikation Schwangerschaft
Ringelblume (Calendula officinalis)


 
Lateinisch Calendulae flos
Familie Asteraceae/Krobblütler
Wirkstoffgruppe Ätherische Öldroge
Vorkommen Mittel-und Südeuropa
Indikation schlecht heilende Wunden
  Entzündung der Haut und Schleimhaut
  Furunkel
Wirkung antiphlogistisch
  granulationsfördernd
Inhaltsstoffe ätherische Öle, Flavonoide
Kontraindikation keine bekannt
Rosmarin (Rosmarinus officinalis)

Lateinisch Rosmarini folium
Familie Lamiaceae/Lippenblütler
Wirkstoffgruppe Ätherische Öldroge
Vorkommen Mittelmeerraum
Indikation dyspeptische Beschwerden
  äusserlich bei Muskel und Gelenkrheuma
Wirkung antiseptisch
  hyperämisierend
  kreislaufanregend, tonisierend
  diuretisch
  carminativ
Inhaltsstoffe ätherisches Öl
Kontraindikation keine bekannt

Rosmarin dürfte den meisten nur als Gewürz bekannt sein. Sein aromatischer Duft verwandelt viele Speisen in einzigartige Köstlichkeiten. Aber Rosmarin ist nicht nur ein besonderes Gewürz , sondern es wird schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze eingesetzt. Heimisch ist der Rosmarin, ein immergrüner Strauch mit dicken fleischigen Blättern im Mittelmeerraum .Der frostempfindliche Strauch wird gelegentlich in Mitteleuropa und Nordamerika als Zierpflanze in Töpfen gezogen.


Im klassischen Altertum war der Rosmarin der griechischen Göttin Aphrodite geweiht. Bei uns wurde er erst im Mittelalter als Haus- und Heilpflanze geschätzt. Die Mönche brachten ihn aus dem Süden über die Alpen in unsere Gegenden.


Er erlangte Berühmtheit als "Aqua Reginae Hungariae"- Ungarischer Königinnengeist - ein Destillat aus frischen Rosmarinblüten. Dieses Mittel soll die 72jährige gelähmte Königin Isabella von Ungarn so verjüngt haben, daß der König von Polen um sie warb. 1675 erschien von einem unbekannten Autor ein "Rosmarinbüchlein" mit 200 Rezepten für "Curen un Arzeneyen". Rosmarin kommt als Trockenblume bei Shakespeare zweimal vor, in "Romeo und Julia" und in "Hamlet". In England ist heute noch vielfach der Rosmarin ein "Eheanzeiger": wo er gut gedeiht, soll die Frau ein strenges Regiment im Hause führen. Es soll daher vorkommen, daß Ehemänner dem Rosmarinstock nachts heimlich die Wurzeln abschneiden.


Im mittleren Osten, Griechenland und Italien setzte und setzt man Rosmarin traditionell zur Verbesserung des Gedächtnisses und der Gehirnfuktion ein und es ist auch bei Kopfschmerzen hilfreich. In Südamerika wird die Heilpflanze bei Atemwegsentzündungen, Verdauungsbeschwerden und arthritischen Schmerzen eingesetzt.


Aufgrund seiner antioxidativen Wirkung wurde es auch zur Haltbarmachung von schnell verderblichen Lebensmitteln verwendet. Rosmarin enthält mehrere COX-2 hemmende Stoffe. Hervorzuheben ist hier vor allem das Apigenin, die Ursolsäure und Carnosol.

Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)

 
Lateinisch Hippocastani semen
Familie Hippocastanaceae/Rosskastaniengewächse
Wirkstoffgruppe Glycosid Droge
Vorkommen Europa
Indikation venöse Beschwerden
  Ödeme
  Hämorrhoiden
  Wadenkrämpfe
Wirkung venentonisierend
  antiexudativ
Inhaltsstoffe Aescin 
Kontraindikation keine bekannt

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