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Schilddrüsenentzündung

Die Schilddrüsenentzündung kann sowohl akut als auch chronisch ablaufen. Man unterscheidet drei Formen:
 

1. Akute Threoiditis

Ursache sind meist Bakterien, Viren oder Traumen.

Symptome:

  • Fieber
  • Schmerz an der Schilddrüse
  • Schwellung der Lymphknoten

 

2. Subakute Thyreoiditis de Queervain

Ursache der Subakuten Th. ist unklar. Sie tritt häufig nach einem Infekt der oberen Luftwege auf. Auch eine genetische Prädisposition wird diskutiert. Frauen sind 5 mal häufiger betroffen.

Symptome:

  • Abgeschlagenheit mit Krankheitsgefühl und mit Fieber
  • Schilddrüse ist oft schmerzhaft bei Druck(nicht obligat)
  • BSG ist extrem erhöht
  • Schilddrüsenfunktion erhöht
     

3. Chronische lymphozytäre Thyreoiditis(Hashimoto)

Dies ist die häufigste Thyreoditisform. Es handelt sich um Entzündung durch Autoantikörper. Auch hier sind meist Frauen betroffen, bevorzugt im 4.-5. Lebensjahrzehnt.

Als Ursachen werden Hepatitis C, ionisierende Strahlen und eine familiäre Disposition diskutiert.

Symptome sind bei dier Form erst im Spätstadium zu bemerken, wenn die Thyreozyten der Schilddrüse bereits zerstört sind und typische Symptome einer Hypothyreose sichtbar werden

Schlaf-Apnoe

Es handelt sich um Atemstörungen, die während des Schlafes auftreten. Genauer treten Atempausen mit mehr als 10 Sekunden Dauer auf. Die Schlafapnoe ist  relativ häufig. So sind etwa 5% der über 40jährigen Männer betroffen. Gehäuft tritt die Apnoe bei Übergewicht und  Bluthochdruck auf.

Ursache ist meist eine Verlegung der oberen Atemwege. Es kommt zu einem Erschlaffen der Schlund- und  Rachenmuskulatur während des Schlafes und damit zur Behinderung der Atmung.

Symptome:

  • Personen mit Schlafapnoe sind während des Tages oft sehr müde und neigen zum Einschlafen (Pickwick-Syndrom)
  • Man hört ein unregelmässiges Schnarchen beim Schlafen
  • Es kommt zu mehreren Atemstillständen während des Schlafes (wird nicht selbst bemerkt, sondern vom Partner)
  • hinzu kommen häufig Leistungsschwäche, morgendliche Kopfschmerzen, Depressionsneigung und Potenzstörungen

Therapie: Zunächst ist ein bestehendes Übergewicht oder ein Bluthochdruck zu behandeln. Desweiteren sollte man schwere Mahlzeiten und anstrengende Tätigkeiten vor dem Schlafen meiden. Rückenlage fördert zudem die Schlafapnoe und sollte deshalb vermieden werden. Beruhigende Substanzen(wie Alkohol, Beruhigungsmittel und Schlafmittel) sollten unbedingt vermieden werden.

Schlaganfall

Schlaganfälle sind nach Herzinfarkt und bösartigen Tumoren die dritthäufigste Todesursache. Beim Schlaganfall handelt es sich um einen akuten Verschluss von Hirnarterien, die zu einem Absterben nachfolgender Hirnteile führt.

Ursachen:

  • Arteriossklerose mit arterieller Thrombose(meist bei Bluthochdruckpatienten)
  • Embolus aus dem linken Herzen bei Herzinfarkt, Vorhoffflimmern, Klappenfehlern
  • Embolus aus den Karotiden
  • Vaskulitiden(Gefässentzündungen)

Bei kleinen Verschlüssen kommt es nicht zu einem akuten Hirninfarkt, sondern es entwickelt sich über längere Zeit hinweg eine Demenz, wenn sich die kleinen Verschlüsse häufen.

Ansonsten sind die Symptome abhängig von der Lokalisation des Verschlusses. Meist in die A. carotitis interna betroffen.

Stadien:

  • TIA(transitorische ischämische Attacke). Hier handelt es sich um kurzfristige reversible neurologische Ausfälle, die sich aber in innerhalb eines Tages zurückbilden.
  • PRINT(Prolongiertes reversibles ischämisches neurologisches Defizit) Hier dauert die Rückbildung mehr als 24 Stunden
  • Hirninfarkt. Keine oder nur partielle Rückbildung

Symptome:

  • Halbseitenlähmung
  • später Spastik mit Reflexsteigerung
  • Sprach und Bewusstseinstörungen
  • Schwindel
  • Nystagmus(schnelles Bewegen der Augen)
  • Sehstörunen
  • Erbrechen

Die Symptome sind  abhängig von der Lokalisation des Verschlusses. Meist in die A. carotitis interna betroffen.

Diagnose: über CT(Computertomograhie) oder MRT(Magnetresonanztomographie)

Therapie: Krankenhauseinweisung: Thrombolyse notwendig

Schock

Beim Schock handelt es sich um eine Verminderung der Mikrozirkulation mit Unterversorgung des Gewebes mit Sauerstoff und damit verbundenen Störungen des Gewebes. Der Schock kann durch mehrere Faktoren ausgelöst werden, weswegen man den Schock in mehrere Untergruppen einteilt.

  • Verminderung der zirkulierenden Blutmenge, sogenannter hypovolämischer Schock. Dies kann durch Blutverluste, Erbrechen und Durchfall bedingt sein.
  • Pumpversagen des Herzens, sogenannter kardiogener Schock
  • Septischer Schock
  • Anaphylaktischer Schock

Was passiert beim Schock genau? Zu Beginn besteht ein Blutdruckabfall, der zur Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin führt, welches Die Herzfrequenz erhöht und die Arteriolen enger gestellt. Damit wird versucht, den Kreislauf aufrechtzuerhalten, indem das Blut aus der Peripherie (Arme und Beine) zu zentralen Organen und dem Gehirn befördert wird. Durch  die verminderte Durchblutung in der Peripherie kommt es zu einer Ansammlung von Stoffwechselprodukten, die zu einem Verlust von intravasaler Flüssigkeit führt und damit den Volumenmangel verstärkt. Durch die Konstriktion kommt es ferner zu Mikrothromben in den Gefässen.

Beim Schock können auch andere Organe, wie Niere, Herz, Lunge betroffen sein, wo es zu schwerwiegenden Folgen kommen kann.

Symptome:

Hypovolämischer Schock:

  • Puls ist höher als Blutdruck
  • Haut zunächst blass und feucht-kühl, flache schnelle Atmung, Bewustseinsstörung mit weiten Pupillen, Oligurie bzw. Anurie

Kardiogener Schock:

  • Atemnot
  • Venenstauung; sieht man gut an den Halsvenen oder den Venen am Zungengrund

Anaphylaktischer Schock:

  • Allgemeinsymptome wie Schwindel, Kopfschmerz
  • Hautreaktionen wie Juckreiz, Urtikaria, Flush
  • Mit zunehmender Schwere kommt es zu einem Blutdruckabfall und Tachykardie(Pulsanstieg), oft begleitet von Übelkeit und Erbrechen
  • später kann es zu einem Krampf der Bronchien (Brochpospasmus) und ausgeprägtem Schock kommen. Es besteht Gefahr von Atem-und Kreislaufstillstand.

Septischer Schock:

  • Meist Fieber, verbunden mit Unruhe
  • Beschleunigte Atmung
  • Da der septische Schock meist bei einer Erkrankung gramnegativer Bakterien auftritt, beobachtet man eventuel auch Hautreaktionen, wie Pusteln , Blasen

Therapie: Als Allgemeinmassnahmen sind die Atemwege freizuhalten, die Person zudecken, ausser beim Kardiogenen Schock(hier sitzende Lagerung) Flachlagerung mit ev. Hochlagerung der Beine.
Ausser beim kardiogenen Schock wird beim Schock zusätzlich isotonische Kochsalzlösung zur Volumensubstitution gegeben.

Schwartz-Barter-Syndrom

Es handelt sich beim Schwartz-Barter-Syndrom um eine erhöhte Produktion des Hormons ADH(Anti-Diuretisches Hormon), was zu einer verstärkten Wasserretention führt.

Ursache ist meist ein Tumor (häufig Bronchialkarzinom) oder Störungen in der Lunge oder am Zentralnervensystem.

Symptome:

  • Übelkeit, Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Appetitlosigkeit
  • Wasserintoxication mit Krämpfen bis hin zum Koma möglich

Durch die vermehrte Wassermenge im Körper , verändert sich die Osmolarität des Blutes und es kommt zu einer Hyponatriämie.

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