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Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus)

Wird auch russischer Ginseng oder Sibirischer Ginseng genannt und gehört zur Familie der Efeugewächsen. Die Pflanze wird erst seit Mitte diesen Jahrhunderts arzneilich genutzt. Der Grund liegt hierbei, daß die Wurzel erst bei einer systematischen Suche nach einem Ersatz für das sehr teure Ginseng gefunden wurde.

Erstaunlicherweise ist die Wirkung trotz unterschiedlicher Inhaltsstoffe mit der des Ginsengs vergleichbar. Botanische Beschreibung: Hierbei handelt es sich um einen 2-3 m hohen Strauch mit kleinen in Dolden stehenden Blüten und schwarzen Beeren. Die Blätter sind handförmig (fünfzählig) mit stacheligen Stengeln. Die Pflanze ist in Sibirien, Korea und China heimisch und wächst dort vor allem in Laub-Zedern- und Laub- Tannenwäldern in einer Höhe von bis zu 500m.

Wirkung und Anwendung: Inhaltsstoffe wie Sterole, Phenylpropane und Polysaccharide helfen bei Müdigkeits- und Schwächegefühlen, nachlassender Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, bei körperlicher Anstrengung oder bei einer beginnenden Erkältung. Die Taigawurzel steigert somit die körpereigenen Abwehrkräfte sowie die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Sie hilft dem Körper zudem auch besser mit Stressfaktoren, wie z.B. Hitze/Kälte, Lärm oder Leistungsdruck, umzugehen.

Taubnessel, weisse (Lamium album)

Familie: Labiatae(Lippenblütler)
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Gerbstoffe, Glycoside, Saponin, Schleimstoffe

Medizinische Eigenschaften: adstringierend, auswurfördernd, blutreinigend, entzündungshemmend, wundheilend

Die Taubnessel ähnelt stark der Brennnessel, gehört aber zu einer andern Familie. Sie besitzt keine Nesselhaare und kann deshalb gefahrlos angefasst werden.

Man findet sie an nährstoffreichen Stellen, Wegrändern, Mauern und Hecken, oft zusammen mit der der rot blühenden gefleckten Taubnessel(Lamium maculatum). Sie wächst in ganz Europa, mit Ausnahme des Mittelmeerraumes. Die Pflanze wurde früher viel als wundheilendenes Mittel bei Verletzungen verwendet. Auch festsitzender Husten kann mit der Taubnessel gelöst werden.

Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea)
Lateinische Droge Centaurii herba
Familie Gentianaceae/Enziangewächse
Wirkstoffgruppe Bitterstoff Droge
Vorkommen Europa, Nordafrika
Indikation akute Magenerkrankungen
  Leber- und Gallemittel
  Appetitlosigkeit
Wirkung Förderung der Speichel und Magensaftproduktion
  zirkulationsfördernd
  Karminativ
  cholagog
  verdauungsfördernd
Inhaltsstoffe Bitterstoffglycoside 
Kontraindikation keine bekannt

 

Der griechischen Sage nach wurde die Pflanze zur Heilung der Wunden von Herkules benutzt.

Botanische Beschreibung: Die Pflanze mit grundständiger Blattrosette, verzweigtem Blütenstiel und einer reichblütigen Trugdolde mit kleinen, rosaroten Blüten wird ein bis zwei Jahre alt und zirka 30 cm hoch. Die Pflanze ist von Europa bis Mittelasien sowie Nordamerika anzutreffen. Sie bevorzugt vor allem mäßig sauren Boden an Waldrändern.

Wirkung und Anwendung: Durch seine Bitterstoffe steigert es die Ausschüttung von Magensaft, Speichel und Galle. Dies wiederum bewirkt das der Appetit angeregt, Magensaft gebildet sowie Völlegefühl bekämpft wird.

Teufelskralle (Harpagophytum procumbens)
Lateinische Droge Harpagophyti radix
Familie Pedaliaceae/sesamgewächse
Wirkstoffgruppe Glycosid Droge
Vorkommen Europa, Nordafrika
Indikation Arthritis
  Rheuma
  Appetitlosigkeit
Wirkung antiphlogistisch
  analgetisch
  choleretisch
Inhaltsstoffe Harpagosid, Bitterstoffe
Kontraindikation Magen-und Zwölffingerdarmgeschwüre

In der afrikanischen Volksmedizin wird es schon lange bei Erkrankung von Leber, Galle, Niere, Pankreas, und des Magens angewendet.

Botanische Beschreibung: Teufelskralle ist ein bis zu 2 m langes, auf dem Erdboden liegendes Gewächs. Seine Blätter sind fleischig, gelappt und die Blüten sind rotviotlett und werden bis zu 6 cm lang. Von der Pfahlwurzel gehen bis in die Tiefe von 2m weitere Wurzeln an welchen sich knollig Speicherwurzeln bilden. Die Pflanze ist in den Steppengebieten von Süd- und Südwestafrika Zuhause.

Wirkung und Anwendung: Durch seine Schmerz- und Entzündungshemmende Wirkung wird es gerne bei Rheumatischen Erkrankungen angewendet. Es findet jedoch auch Anwendung bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Stoffwechselerkrankungen, Arthritis und Allergien.

Thymian (Thymus vulgaris)

Lateinische Droge Thymi herba
Familie Lamiaceae/Lippenblütler
Wirkstoffgruppe Ätherische Öldroge
Vorkommen Europa, Mittelasien
Indikation Krampfhusten
  Chronische Brochitis
  Keuchhusten
  Asthma
Wirkung desinfizierend
  antibakteriell
  antitussiv
Inhaltsstoffe ätherisches Öle, Thymol, Carvacrol
Kontraindikation keine bekannt

Im frühen Mittelalter brachten Benediktiner diese Arznei- und Gewürzpflanzen aus dem Mittelmeerraum (Spanien und Südfrankreich) über die Alpen nach Mitteleuropa. Bereits in den Verwaltungsvorschriften Karls des Großen wird Thymian als heilkräftiges Kraut erwähnt. Schon damals bestanden deshalb Anweisungen, Thymian in Klostergärten anzubauen, zur Behandlung der Bevölkerung.

Botanische Beschreibung: Thymian ist eine Halbstrauch von 20-40 cm Höhe, Die kleinen schmal-linealen, teils elliptischen Blättchen sind Unterseits filzig behaart, am Rande oft eingerollt und sitzen gegenständig an kurzen Stielen, die kleine Nebenblättchen tragen. Der Blütenstand ist köpfchenförmig oder unterbrochen und vielblütig. Die Blütenkrone ist zweilippig und hat eine Farbe die von blauviolett bis rosa reicht. Aus der zwittrigen größeren Blüten ragen Staubgefaässe; die weiblichen Blüten sind kleiner. Die ganze Pflanze riecht angenehm aromatisch.

Wirkung und Anwendung: Wie aus den Aufzeichnungen alter griechischer und römischer Schriftsteller hervorgeht, ist Thymian von Alters her ein geschätztes Kraut. Das ätherische Öl, insbesondere das Thymol und Cavacrol üben fördernden Einfluß auf das Abhusten de Schleims. Die auswurfbeschleuigende Wirkung und die antibakterillen Eigenschaften des Thymians begründen seine Anwendung als Hustenmittel, vor allem bei Keuchhusten, bei trockenem Husten und bei Bronchitis. Ebenso wirkt es entzüngshemmend in Mund-  und Rachenraum

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