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Es ist alles Statistik. Irgendjemand sagte mal, es gibt Lügen, verdammte Lügen und Statistiken.
Statistisch gab es früher mehr jährliche Masernfälle als heute. Interessant ist, dass die Sterblichkeitsquote (Sterbefälle pro Masernfall) in den letzten Jahren also eher gestiegen ist. Aber auch das ist nur Statistik.
Zunächst mal wäre die Frage zu stellen, wie sich die Diagnostik von Masern in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. War früher noch eine symptomatische Diagnose ausreichend, wird heute oft zusätzlich ein Laborbefund eingeholt. Es ist gut dokumentiert, dass dies zur Folge hat, dass Fälle, die früher Masern genannt worden wären heute eine andere Diagnose bekommen. Masern sind also nicht gleich Masern. Ich bin ja sogar der Meinung, dass JEDE derartige Krankheitsdiagnose eine unzulässige Schubladisierung darstellt. Schaut man übrigens mal auf die eigentliche medizinische Diagnose, die vom Arzt schriftlich ausgestellt wird, so ist diese oft wesentlich differenzierter und präziser als das, was er vielleicht mündlich kommuniziert. Ich habe es zum Beispiel mal erlebt, dass Keuchhusten mal als "mögliche Diagnose" kommuniziert wurde, das war dem Attest aber nicht zu entnehmen.
Zu den Todesfällen:
Bei der Aufarbeitung der Coburger Masernepidemie (von 200?) kam heraus, dass von den ca. 800 Erkrankten keiner gestorben ist und auch keiner ersthafte Komplikationen hatte. Die meisten wurden rein naturheilkundlich behandelt.
Die erste Frage die man also stellen sollte: Wie wurde der (vermutete) Masern(todes)fall behandelt? Wie war der genaue Verlauf? So ist z.B. bekannt, dass sich fiebersenkende Medikamente ungünstig auf den Verlauf auswirken können.
Die zweite Frage: Wie war der Zustand des Patienten vor der Erkrankung? Lagen Vorerkrankungen vor? Waren diese vielleicht entscheidend für die fatale Entwicklung? Wurde der Fall nur aus statischen Gründen den Masern in die Schuhe geschoben? In fast allen Fällen lässt sich etwas derartiges finden.
Ich warte immer noch darauf, davon zu hören, dass ein vorher einigermaßen gesundes, gut ernährtes Kind ohne Vorerkrankungen bei einer vernünftigen, naturheilkundlichen (Nicht-)Behandlung einen Masernverlauf mit schlimmen Komplikationen erfährt. So etwas ist mir nicht bekannt.
Die SSPE ist übrigens ein ähnliches Kunstkonstrukt der medizinischen "Wissenschaft", das offenbar dazu dienen soll, Angst vor Masern zu schüren. Es wird der Eindruck erweckt, dass nur Menschen, die eine Masernerkrankung (mit "Wildviren") durchgemacht haben, SSPE bekommen können. Das liegt aber offenbar daran, dass der (dubiose) Test auf "Masern-Wildviren" Teil der Diagnose ist. Dabei muss der Patient sich gar nicht an eine Masernerkrankung erinnern. Fällt der Test negativ aus, gibt es eben eine andere Diagnose. Die Symptome sind aber die gleichen wie bei SSPE.
Das ist natürlich bequem. So kann man die Durchimpfungsraten mit Angst steigern und muss gleichzeitig nicht nach den wahren Ursachen der Krankheit suchen. |
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