| Roland |
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| Fleissiges Mitglied |
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Mitglied seit: 19-08-2010 11:10:55
Beiträge: 107
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Hallo liebe Forumsbesucher,
Hier Im Forum bin ich gelegentlich über Beiträge gestolpert, wo sich die Leser von Behauptungen verunsichert fühlen, dass Viren oder Bakterien möglicherweise gar nicht die Auslöser von Krankheiten sind oder überhaupt nicht existieren. Leute, die so etwas behaupten, stehen leicht im Verdacht, "nicht alle Tassen im Schrank" zu haben. Dementsprechend werden auch deren Äußerungen zu Impfungen und anderen gesundheitlichen Themen i.d.R. nicht ernst genommen.
Ich selbst beschäftige mich seit etwa sieben Jahren intensiver mit dem Themenkreis "Impfen und die Ursachen von Krankheiten". Und ich kann sagen, dass die Thematik komplexer und schwerer zu durchschauen ist, als vielleicht gemeinhin angenommen wird. Mit einfacher Polemik, wie sie von diversen Seiten gerne betrieben wird, ist sicher niemandem gedient.
Daher schlage ich vor, hier die Themen erst mal kurz anzureißen, und sie dann auf Wunsch weiter zu vertiefen. Fragen und andere Meinungen sind dabei jederzeit willkommen.
Zunächst mal ein paar grundsätzlichen Fragen, und welche Antworten ich darauf geben würde:
1. Frage: Gibt es Bakterien?
Antwort: Selbstverständlich, das bestreitet niemand
2. Frage: Gibt es Viren?
Antwort: Ein klares "Jain"
3. Frage: Kommen Bakterien und Viren als Krankheitsverursacher in Frage?
Antwort: So direkt wohl eher nicht
4. Frage: Können uns die sogenannten "Antikörper" vor Krankheiten schützen?
Antwort: Wohl kaum.
5. Frage: Gibt es so etwas wie Ansteckung?
Antwort: Wahrscheinlich schon, aber keiner weiß genau wie sie im Einzelfall funktioniert.
Hier will ich erst mal nur etwas ausführlicher auf die Frage der Virenexistenz (Frage 2) eingehen, vielleicht erledigen sich dann viele andere Fragen schon von selbst.
Was sind Viren?
Heute bezeichnet man als Viren kleinste Fragmente von Nukleinsäuren (DNA/RNA), die meist (aber nicht immer) von einer Hülle aus Proteinen (Eiweißmolekülen) umgeben sind. Diese Partikel können vielgestaltig sein, wofür verschiedene Subtypen definiert wurden. Unterschiede in der DNA sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.
Der Durchmesser von Viren liegt bei etwa 50 Nanometern, d.h. der zwanzigmillionste Teil eines Meters. Dies entspricht etwa einem Hundertstel eines durchschnittlichen Bakteriums und einem Tausendstel einer normalen menschlichen oder tierischen Zelle (Stellt man sich die Zelle in der Größe eines Elefanten vor, sind Viren im Verhältnis dazu nicht mal einen Zentimeter groß. Dementsprechend enthalten Zellen auch wesentlich mehr DNA als Viren).
Während Bakterien noch im Lichtmikroskop darstellbar sind, ist dies bei Viren in der Regel aufgrund der Wellenlänge des Lichts nicht mehr sinnvoll möglich. Nur im Elektronenmikroskop kann man sie sichtbar machen, dies erfordert jedoch immer eine statische Probe, d.h. man kann im Elektronenmikroskop keine lebendigen Prozesse beobachten oder filmen.
Nach dieser Definition sind Viren auch nicht lebendig. Sie sind Teil von lebenden Systemen, aber sie haben selbst keinen Organismus. Sie können deshalb auch keine Überlebensstrategien verfolgen, sich durch "Mutationen" weiterentwickeln oder Ähnliches. Sie sind einfach inert und dumm, ähnlich wie - Analogie aus der Computerwelt - eine Daten-CD inert und dumm ist.
Jedes je existierende "Virus" wurde von einer Zelle erzeugt (denkt mal darüber nach!). Die Zellen aber sind - analog den Computern, die Daten von CDs schreiben oder lesen - höchst komplex und zu einem gewissen Grad "intelligent".
Wie kam es historisch zur Virenhypothese?
Nachdem man im 19. Jahrhundert bei bestimmten Krankheitsprozessen Bakterien gefunden hatte, die man im Lichtmikroskop beobachten konnte und diese nach einigem Hin und Her als die Verursacher von Krankheiten erkannt haben wollte, stellte man jedoch fest, dass es auch Krankheitsprozesse gibt, für die man keine Bakterien verantwortlich machen konnte oder wollte.
Man hatte aber die Infektionshypothese aus verschiedenen Gründen lieb gewonnen und mutmaßte daher, dass es noch kleinere krankmachende Partikel, eine Art "Gift" (lat. "virus") geben müsse, und dass insbesondere auch kranke Personen dieses "Gift" absondern, so dass sie andere Personen "anstecken" können.
Leider gab es aber noch keine Mikroskope, die Strukturen, die wesentlich kleiner waren als Bakterien, erkennen konnten. Wohl aber gab es feine Filter, die in der Lage waren, die meisten Bakterien aus einer Probe zu entfernen und nur kleinere Partikel darin zu belassen. Mit diesen führte man diverse Versuche durch, mit unterschiedlichem, meist aber eher mäßigem Erfolg.
Als man dann in den 1930er Jahren das Elektronenmikroskop entwickelte, hoffte man natürlich, in den Filtraten diese "Minibakterien" oder "Viren" zu finden. Man wusste dabei nicht so genau wonach man sucht, Hauptsache klein sollte es sein. Auch hier waren die Ergebnisse aber erst mal eher enttäuschend. Man konnte zwar diverse Partikel erkennen, aber aufgrund der statischen Arbeitsweise des Elektronenmikroskos konnte man keine Prozesse beobachten. Eine Aussage darüber, welche Rolle diese Partikel im Organismus spielen, war praktisch unmöglich.
Die Stimmung hellte sich etwas auf, als man in Dünnschnitten von Gewebe kleine Partikel entdeckte, die in die Zellen eindringen und von ihnen wieder abgegeben werden. Im Laufe der Zeit wuchs der wissenschaftliche Konsens, dass es sich bei derartigen Partikeln wohl um die gesuchten Viren handeln müsse. Bis dies aber als Definition festgelegt wurde, gab es eine gewisse Grauzone in Bezug auf das, was man als Virus bezeichnen konnte und was nicht, es wurden damals auch oft sehr kleine Bakterienarten, die man z.B. in Dunkelfeld- oder Phasenkontrastmikroskopen beobachten konnte, "Viren" genannt.
Seitdem beschäftigt sich die Virologie mit der Sisyphusaufgabe, diese "virusartigen" Partikel zu klassifizieren, wobei das Elektronenmikroskop im Laufe der Zeit immer weniger zur Anwendung kam.
Wo liegt nun das Problem?
Das Problem liegt darin, dass die "wissenschaftliche" Theorie besagt, dass ganz bestimmte, gleichartige Viren ursächlich für bestimmte Krankheiten verantwortlich sind. Die logische Konsequenz aus dieser Annahme müsste sein, dass eben diese ganz bestimmten, (annähernd) gleichförmigen Partikel mit (annähernd) gleichartiger DNA/RNA massenhaft im Körper eines Kranken anzutreffen sind und andere Partikel nur in vergleichsweise sehr geringer Zahl. Man müsste diese Partikel aus dem Kranken isolieren, sie evtl. in Zellkulturen kultivieren, und sie dann (unter dem Nachweis der weiterhin vorhandenen Gleichförmigkeit) in gesunde Organismen einbringen können um genau dieselben Krankheitssymptome auszulösen.
Und genau das ist der "Wissenschaft" nicht mal ansatzweise gelungen. Mit andern Worten: Man kann zwar beobachten, dass bestimmte Zellen unter gewissen Bedingungen bestimmte "virusartige" Partikel produzieren, es ist aber nicht gelungen, zu beweisen, dass das Einbringen eines ganz bestimmten "virusartigen" Partikels in eine Zelle ganz genau dazu führt, dass diese Zelle massenweise genau dieselben Partikel produziert bis sie stirbt.
Das scheitert nämlich meistens schon genau am ersten Schritt, der Isolation und Charakterisierung dieser Partikel mit Nachweis ihrer Gleichartigkeit im Elektronenmikroskop und mittels Gel-Elektrophorese.
Anders gesagt: Es ist höchstwahrscheinlich völlig normal, dass Zellen "virusartige" Partikel produzieren, die von anderen Zellen wieder aufgenommen werden. Das ist nichts Krankhaftes, sondern eines von vielen Mitteln der Kommunikation zwischen Zellen. Selbst wenn so etwas im Rahmen eines Krankheitsgeschehens verstärkt oder in bestimmter Form auftritt, sagt dies nichts über die eigentliche Ursache der Krankheit aus. Die "Wissenschaft" hat dieses Phänomen einfach jahrelang fehlinterpretiert und quasi den Bock für den Gärtner gehalten.
Wie werden Viren heute nachgewiesen?
Im Prinzip kommen hier drei Mechanismen in Frage
1. Zellkulturen, bei denen krankhafte Veränderungen beobachtet werden
2. Antikörpertests
3. PCR-Tests
Meiner Meinung nach sind diese Tests alle relativ nutzlos, sie können bestenfalls Korrelationen wiedergeben.
Zu 1. (Zellkulturen) ist zu sagen, dass hier nie mit echten Isolaten gearbeitet wird und die Beobachtungen meist im Sinne des gewünschten Ergebnisses interpretiert werden, von kruden und aberwitzigen Methoden ganz zu schweigen. Mehr dazu auf Englisch bei: http://www.fearoftheinvisible.com/how-they-find-the-measles-virus
Zu 2. gerne ein andermal mehr (siehe auch Frage 4 oben)
Zu 3. Die PCR-Methode dient dazu, kleinste Fragmente von Nukleinsäuren (DNA/RNA) aufzuspüren. Dabei wird nach genau einer bestimmten, kurzen Sequenz gesucht. Wird nach Viren gesucht, so ist die gesuchte Sequenz immer nur ein verschwindend geringer Bruchteil der DNA eines (vermuteten) Virus. Es ist aber NIE sichergestellt, dass die Sequenz absolut spezifisch für ein bestimmtes Virus ist. Außerdem ist meist nicht klar, wie viel von dieser DNA tatsächlich vorhanden ist, denn die PCR-Methode vermehrt bereits winzigste Mengen dieser DNA, kann quasi aus einer Mücke einen Elefanten machen. In meinen Augen ist ein solcher Test für die Diagnose einer Krankheit oder das Vorhandensein eines bestimmten Virus vollkommen wertlos. Dies hält die Mediziner in der Praxis aber nicht davon ab, massenhaft Gebrauch davon zu machen (z.B. Schweinegrippe-Test) und damit praktisch eine de-facto-Korrelation zu schaffen. D.h. der Test, der nicht wesentlich besser ist als ein Kaffeesatz, bestimmt darüber, ob jemand angeblich mit einem bestimmten Virus infiziert ist oder nicht. Würde man einen solchen Test (z.B. Schweinegrippe) querschnittlich über die gesamte Bevölkerung anwenden, so wären wahrscheinlich rund ein Drittel positiv, wobei echt Kranke häufiger positiv wären, weil in ihren Blutserum mehr DNA aus entzündlichen Prozessen/abgestorbenen Zellen vorhanden ist und damit die Wahrscheinlichkeit einer positiven Diagnose statistisch steigt. Ich würde fast mein Haus dafür verwetten, dass derselbe Schweinegrippetest bei Blutproben, die vor zehn Jahren genommen wurden, ähnlich häufig positiv ausfiele wie bei aktuellen Blutproben. Soviel zum Thema "neue Grippe".
Und soviel erst mal zur Frage der Viren.
Wer sich selbst ein genaueres Bild machen will, kommt wohl um die Lektüre von weiterführender orthodoxer und unorthodoxer Literatur nicht herum. Und dabei immer den eigenen Verstand einschalten und nichts ungefragt konsumieren!
Sehr viel habe ich aus dem Buch "Fear of the Invisible" von Janine Roberts gelernt (hallo Guido "wwwvobigde" ), und ich nehme es immer wieder gerne zur Hand, um weitere Details zu ergründen. Es ist eine wahre Schatzkiste, gute Englischkenntnisse und eine gewisse Vorkenntnis sind dafür leider Voraussetzung. Hoffentlich gibt es mal eine deutsche Übersetzung. Es ist zwar nicht perfekt und manche Kapitel könnte man auch ersatzlos streichen, in anderen Bereichen bietet es jedoch Einblicke, die ich so sonst noch nirgendwo gefunden habe.
Wie gesagt, wenn es weitere Fragen, Meinungen oder Korrekturen zu dem Gesagten gibt, nur immer zu. Auch ich will immer mehr dazulernen.
Gruß,
Roland |
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