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Röteln-Impfung

Impfstoff

Rötelnviren für Impfstoffe werden in Kulturen humaner diploider MRC-5-Zellen gezüchtet. Für die Impfung werden die Viren abgeschwächt und Antibiotika zugegeben. Durch Reste von Humanalbumin besteht durch die Impfung auch ein allergisches Risiko. Der Impfstoff wird heute meist als MMR Impfung, d.h. zusätzlich gegen Masern und Mumps verabreicht.

Immunität

Durch die Einführung der Rötelnimpfung hat sich insbesonders die Situation für Ungeimpfte verschlechtert. Durch die Impfung ist die Wahrscheinlichkeit gesunken, an den Röteln zu erkranken bzw. einen erworbenen Schutz durch weitere Kontakte mit dem Virus aufzufrischen. Damit haben junge Frauen häufig keinen ausreichenden Schutz mehr vor Röteln. Kommt es zu einer Schwangerschaft, besteht  damit die grosse Gefahr einer Rötelnembryopathie.
Auch die WHO teilte mit, dass die Krankheit durch die Impfung vermehrt ins Erwachsenenalter verschoben wird und Rötelnembryopathien zunehmen, wenn nicht Impfraten von nahezu 100% erreicht werden. Dies ist jedoch unmöglich.

Vor Einführung der Impfung hatten mehr als 90% der Jugendlichen eine ausreichende Immunität gegen Röteln aufgebaut und dieser Schutz konnte auch immer wieder durch den Kontakt mit Wildviren aufgefrischt werden.

Die Immunität nach einer Impfung beträgt nach einer Untersuchung von Miller etwa 88%(Miller E, Waight P, Gay N, Ramsay M, Vurdien J, Morgan-Capner P, Hesketh L, Brown D, Tookey P, Peckham C. :The epidemiology of rubella in England and Wales before and after the 1994 measles and rubella vaccination campaign: fourth joint report from the PHLS and the National Congenital Rubella Surveillance Programme.Commun Dis Rep CDR Rev. 1997 Feb 7;7(2):R26-32.),was bedeutet, das bei jeder zehnten Frau eine Ansteckung während der Schwangerschaft möglich ist.  Aufgrund der geringen Ansteckungswahrscheinlichkeit im Kindesalter und zunehmender Wahrscheinlichkeit der Ansteckung  im Erwachsenenalter kommt es immer mehr zu Rötelnembryopathien bei Schwangeren.

Zum Zeitpunkt der Pupertät sollten junge Frauen auf Rötelnantikörpergetestet werden und bei zu niedrigem Titer ist eine Impfung zu empfehlen, damit es nicht zu einer Erkrankung während einer eventuellen Schwangerschaft kommt. Um die Impfung während einer vielleicht schon bestehenden Schwangerschaft auszuschliessen, sollte möglichst während der Menses geimpft werden.
 

In den USA kommt es immer wieder zu grösseren Röteln-Epidemien trotz hoher Durchimpfung mit MMR.(Control and prevention of rubella: evaluation and management of suspected outbreaks, rubella in pregnant women, and surveillance for congenital rubella syndrome.;MMWR Recomm Rep. 2001 Jul 13;50(RR-12):1-23.)

Nebenwirkungen, Impfkomplikationen und Impfschäden der Röteln Impfung

Neben örtlichen Reaktionen an der Einstichstelle, kann es zu Fieber und Kopfschmerzen kommen. Oft werden auch Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen  sowie Gelenkentzündungen beobachtet. Bekannt sind auch Thrombopenien. Selten Encephalitis, Meningitis und das  Guillan-Barré-Syndrom. Welcher Impfvirus letztlich zu den Komplikationen führt , kann nicht immer sicher gesagt werden.

Häufige Nebenwirkungen sind Arthritiden nach der Rötelnimpfung. Sie treten bei etwa 1 % der Kinder und bei mehr als 10% der Erwachsenen auf. Aus der akuten Arthritis kann sich eine chronische Arthritis entwickeln. Dieser Impfschaden wird in den USA offiziell als solcher anerkannt.

Auch hier besteht die Gefahr, wie bei den anderen Impfungen, dass durch die Impfung die Rötelnerkrankung ins Erwachsenenalter hineinverschoben wird und damit die Gefahr von Fruchtschädigungen zunimmt.

 

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