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Tollwut-Impfung

Impfstoff

Der Impfstoff besteht aus inaktivierten Tollwutviren, die auf HDC (human diploid cells) bzw. Hühnereiern gezüchtet wurden. Hinzu kommen  je nach Impfstoff Humanalbumin, Phenolrot, Salze, Saccharose, Polygelin, in Spuren: Neomycin, Chlortetracyclin, Amphotericin B . Spuren von Hühnereiweiss sind möglich.

Problematisch ist die Impfstoffherstellung in vielen Ländern der dritten Welt. Aus Kostengründen werden hier zur Anzüchtung der Viren die Gehirne von Mäusen, Hamstern oder Schafen verwendet. In Indien bekommen jährlich etwa 700000 Menschen eine aktive Immunisierung gegen Tollwut, welche aus Schafhirnen  hergestellt wird. Eine von 3000-7000 Geimpften Personen entwickelt daraufhin eine schwere Erkrankung, die mir einer Entmarkung der peripheren oder zentralen Nerven einhergeht (ähnlich Multiple Sklerose). Die aktive Impfung wäre viel sicherer, da sie auf Zellkulturen gezüchtet wird, aber auch kostspieliger( John TJ.: An ethical dilemma in rabies immunisation.Vaccine. 1997 Spring;15 Suppl:S12-5.)
Hinzu kommt, dass diese Impfstoffe häufig eine nur ungenügende Schutzrate aufweisen( Zanetti CR, Chaves LB, Silva AC, Lee LM, Pereira OA. Studies on human anti-rabies immunization in Brazil. I--Evaluation of the 3 + 1 pre-exposure vaccination schedule under field conditions.Rev Inst Med Trop Sao Paulo. 1995 Jul-Aug;37(4):349-52.)

Aus diesem Grund hat die Firma Chiron mittlerweile ein joint venture und ein Impfstoffwerk in Indien erbaut, in dem der Impfstoff Rabipur produziert wird(nach westlichen Vorgaben). (DDr.Wolfgang Maurer). Damit soll auch in Indien gewährleistet werden, dass die geimpften Personen einen hochwertigen Impfstoff erhalten. Ob wirklich alle Personen in der dritten Welt hochwertige Impfstoffe erhalten, bleibt fraglich.

Die Tollwutimpfung ist eine Indikationsimpfung, und wird nur Risikogruppen, wie z.B. Jäger, Waldarbeiter empfohlen.

Immunität

Auf menschlichen Zellen gezüchteter Impfstoff ist wirksamer, als diejenigen, die auf Hamster, Ratten oder Schafhirnen gezüchtet werden. Die Schutzrate ist relativ hoch.

Nebenwirkungen, Impfkomplikationen und Impfschäden der Tollwutimpfung

Nebenwirkungen der Tollwutimpfungen sind neben örtlichen Reaktionen an der Einstichstelle, Fieber , Kopfschmerzen, Lymphknotenschwellungen, aufsteigenden Lähmungen, Entzündungen des Sehnerves. Es gibt bekannte Fälle von neurologischen Erkrankungen und Guillain-Barré-Syndrom nach Tollwutimpfung, vor denen auch im Beipackzettel gewarnt wird

In einer Studie unter Tiermedizinstudenten entwickelten 19 % der Geimpften meist milde Nebenwirkungen. Systemische allergische Reaktionen wurden hier nicht beobachtet( Kagawa KJ, Chomel BB, Lery L.: Rabies and brucellosis immunization status and adverse reactions to rabies vaccines in veterinary students. Comp Immunol Microbiol Infect Dis. 1992 Apr;15(2):79-87.)
 

Sreesen, Bernard und andere weisen darauf hin, dass es  nach Auffrischungsimpfungen zu Symptomen einer Immun-Komplex Krankheit kommen kann. Bei 10% der Geimpften kam es in dieser Studie zu einer Urticaria, fleckigen Hautausschlag und Angioödemen und Gelenkschmerzen.(Dreesen DW, Bernard KW, Parker RA, Deutsch AJ, Brown J. : Immune complex-like disease in 23 persons following a booster dose of rabies human diploid cell vaccine. Vaccine. 1986 Mar;4(1):45-9.)
 

Die Nebenwirkungen des Impfstoffes Rabipur® gemäss Beipackzettel:

Sehr häufig (= 10%): Schmerzen, Reaktionen und Verhärtungen an der Injektionsstelle;
häufig (= 1%-<10%); Erythem an der Injektionsstellestelle; Asthenie, Unwohlsein, Fieber, Ermüdung, grippeähnliche Erkrankungen, Lymphadenopathie, Kopfschmerzen, Ausschlag, Myalgie, Arthralgie, Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts;
selten (=0,1%->0,01%): Kreislaufreaktionen, Paraesthesie, Überempfindlichkeitsreaktionen;
sehr selten (<0,01%): Vertigo, Erkrankungen des Nervensystems.

Nebenwirkungen des Tollwutimpfstoffes HDC von Aventis Pasteur gemäss Beipackzettel:

Einzelne Fälle von vorübergehenden neurologischen Störungen, wie z. B. Muskelkrämpfe, Polyneuritiden, Sensibilitätsstörungen, Gangstörungen u. Guillain-Barré-Syndrom.

 

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