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| Langfristige Auswirkungen einer Informationssuche auf impfkritischen Internetseiten |
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| Dienstag, den 17. Januar 2012 um 08:48 Uhr |
Langfristige Auswirkungen einer Informationssuche auf impfkritischen InternetseitenDie Uni Erfurt führte Ihre Untersuchung (wir berichteten) weiter und kam nun zu einem leicht abgewandelten Ergebnis. Während bei der ersten Studie noch geraten wurde, mit abschreckenden Foto-Plakaten und entsprechenden Texten auf die Gefahren des Nicht-Impfens hinzuweisen, macht man nun eine 180 Grad Wendung und rät davon ab, mit solchen emotionalen Bildern zu arbeiten (peinliche Angelegenheit)
"Es ist zu betonen, dass alle Effekte trotz ausgiebig erfolgtem Debriefingbei der ursprünglichen Studie aufgetreten sind. Die Probanden wurden über den Hintergrund der Studie aufgeklärt und auf neutrale und WHO zertifizierte Internetseiten verwiesen. Dies könnte die generell geringere Risikowahrnehmung nach 5 Monaten (Abb. 2) erklären. Alle anderen Langzeiteffekte sind in ihrer Ausprägung eher als konservativ zu betrachten. Impfkritische Internetseiten scheinen eine eher indirekte Wirkung auf das Impfverhalten zu haben; sie erhöhen zwar langfristig nicht die Risikowahrnehmung, ein kurzfristig als erhöht wahrgenommenes Risiko führt jedoch zu verändertem Informationssucheverhalten und langfristig zu einer veränderten Wahrnehmung des Impfens und des Impfverhaltens.
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