Autor Thema: Tuberkulinum  (Gelesen 16562 mal)

Offline Tuberkulinum

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Tuberkulinum
« am: 25. September 2007, 10:22:55 »
Um das Forum ein wenig zu beleben, schliesse ich mich Beat mal an.
Ich heisse Peter und bin von Beruf Homöopath(wie der Webseiteninhaber). Deswegen auch die Beschäftigung mit dem Thema Impfungen. Als Homöopath bekommt man so allerlei Fälle mit gravierenden Impfreaktionen zu sehen und da wird man erstmal stutzig. Die Behandlung ist vielversprechend, wenngleich oft nicht einfach.

Vielleicht gibt es hier ja noch mehr Therapeuten? Ein Austausch wäre sicher sehr interessant.

LG
Tuberkel (so nannte mich mal ein absoluter Impfbefürworter im anderen Forum)


Offline Liesa

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Re:Tuberkulinum
« Antwort #1 am: 25. September 2007, 13:35:05 »
Ja, dann mache ich mal weiter! Ich bin allerdings keine Therapeutin.

Aufgewachsen in einer impfkritischen Familie, bin ich fast überhaupt nicht geimpft. So habe ich einige Jahre/ Jahrzehnte ohne Tetanus-Impfung \"überlebt\" (was evtl. für diejenigen interessant ist, die gerade wegen der Tetanus-Impfung unschlüssig sind). Meine Mutter war der Ansicht, bei größeren Verletzungen werde man eh gegen Tetanus geimpft, sie wollte keine \"Überimpfung\".
Wenn man bedenkt, dass wir früher erheblich \"wilder\" gespielt haben als es heute vielfach der Fall ist, kann die Tetanus-Gefahr nicht so riesig sein wie häufig dargestellt. Ich hatte eigentlich immer aufgeschlagene Knie und irgendwelche Kratzer. Die Wunden wurden versorgt - stets ohne Arzt (ich habe das Gefühl, Mütter waren früher erheblich versierter + gelassener). Allerdings will ich einschränkend bemerken, dass ich offenbar sehr gute Abwehrkräfte hatte, bei anfälligeren Kindern würde ich ganz sicher eine Tetanus-Impfung in Erwägung ziehen.
Daher habe ich später meine eigenen Kinder gegen Tetanus geimpft und ließ mich - sozusagen zum Selbsttest - \"mitimpfen\", ich wollte einfach mal wissen, wie das ist. Meine Tochter und ich vertrugen diese Impfung ohne jedes Problem, mein Sohn hingegen reagierte mit Muskelverkrampfungen und motorischer Rückentwicklung, während er 40° Fieber hatte und einen elefantenartig angeschwollenen Impfarm. Das war am Tag nach der Impfung. Der Kleine quälte sich sehr herum und wird noch heute, ca. 8 Jahre später, mit Krankengymnastik usw. therapiert. Da er sehr schnell ermüdet, v. a. beim Schreiben (auch Laufen, aber das ist nur im Sport relevant), konnte er trotz seiner deutlichen Intelligenz nicht aufs Gymnasium. Ob das noch zur Impfschädigung - die übrigens ärztlich, aber nicht amtlich bestätigt wurde - gehört, kann ich natürlich nicht sagen, ich nehme es aber an.

Meine ältere Tochter ist noch gegen Polio geimpft. Ich wollte die Impfungen, die ich für sinnvoll hielt, Stück für Stück \"erledigen\", allerdings einzeln und nicht nach Kalender. Die Impfreaktion meines Sohnes war aber so gravierend, dass wir mit weiteren Impfungen erst einmal aussetzten, und so sind die nächsten beiden Kinder gar nicht geimpft. Ich behalte mir allerdings vor, die Situation zu beobachten und vielleicht noch die Impfungen vorzunehmen, die mir notwendig erscheinen.
Deshalb bin ich hier \"gelandet\". Es liegt mir viel daran, Erfahrungen zu \"hören\"/ zu lesen, die meinen Standpunkt eventuell, sozusagen, verfeinern oder eben auch verändern. Weder möchte ich 1:1 dasselbe tun wie einst meine Familie (obwohl die Erfahrungen bestens waren), noch möchte ich Mehrfachimpfungen nach Impfkalender. So empfinde ich es eben doch als einen großen Unterschied, ob man damals, während der großen Epidemien, massenweise gegen Polio geimpft hat - was gab es schon großartig für Alternativen - oder ob man heute eine Angst gegen Windpocken aufbaut, die ich als völlig ungerechtfertigt ansehe (bzw. ehrlich gesagt als lächerlich).
Meine Kinder haben alle Neurodermitis, genetisch bedingt, sofern man das so sagen kann. Meine geimpften Kinder hatten die Neurodermitis länger als die nicht geimpften, dafür weniger heftig. Einen Zusammenhang zu irgendwelchen Impfungen kann ich nicht entdecken, es gab keine Schübe nach Impfungen oder so was. Allerdings gehöre ich selbst zur wahrscheinlich beneidenswerten Gruppe derjenigen Menschen, die gegen nichts allergisch sind, nie im Leben Heuschnupfen, allergisches Ekzem oder Asthma hatten.

Meine Kinder sind bisher, bis auf eine Ausnahme (Infektion im Krankenhaus direkt nach Geburt) nie antibiotisch behandelt worden. Mit homöopathischen Therapien bzw. Naturheilmitteln sind wir immer prima hingekommen. 3 Kinder hatten die Windpocken, bei allen war die Krankheit \"ein Witz\". Jede Erkältung war lästiger. Schlimm war für die Kinder einzig und allein, dass sie so lange \"eingesperrt\" waren.

Für heute herzliche Grüße - Liesa


Offline Aury

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Re:Tuberkulinum
« Antwort #2 am: 20. Oktober 2007, 19:44:23 »
Ich bin Aury und auch besorgte Mutter. Bei mir kommt auch die Reise nach Asien in Frage, unser Kind ist halb maledivisch. Reisen nach Südindien nicht ausgeschlossen (wir wollen später dahin ziehen).

Ich selbst bin als Kind geimpft worden mit allen gängigen Impfungen. Ich hatte Asthma, Allergien (endogenes Ekzem, Heuschnupfen, Tierhaarallergie), Depressionen - ob das nun mit der Impfung zusammenhängt weiss ich natürlich nicht.

Mein Kind ist jetzt 4 Monate alt und noch nicht geimpft. Ich überlege auch was ich tun soll. War erst auch von Revaxis überzeugt, aber nachdem ich gelesen habe, dass keine Immunität gegeben ist in vielen Fällen der Impfstoff auch erst ab 6 Jahren zugelassen ist (komischerweise wurde das wohl verändert von 3 auf 6 Jahre), bin ich eher davon wieder abgekommen.
Irgendwie hab ich auch Angst vor Keuchhusten. Auch wenn das Risiko, dass das Baby stirbt nach 6 Monaten vorbei ist und ich eh erst den vollen Impfschutz nach 3 Impfungen habe. Aber die Krankheit ist wirklich kein Spaziergang.

Desweiteren hab ich die Beiträge auf ZDF gelesen und auch mit einem Immunologen vom Paul-Ehrlich-Institut gesprochen. Sowie Auskunft vom Tropeninstitut bekommen. Nun warte ich noch auf die Erfahrungsberichte einer befreundeten Kinderärztin (Mutter eines Freundes, seit letztem Jahr in Rente) und des Cousins der beim Gesundheitsministerium auf den Malediven gearbeitet hat.

Momentan schwanke ich zwischen gar nicht impfen, 5 fach und DPT + Polio sowie Hepatitis B einzeln. Von der 6 fach bin ich nicht begeistert ich habe gelesen dass die damit testen und mein Kind opfere ich sicher nicht der Wissenschaft.
Ich habe aber auch viele Sachen die im Internet stehen, widerlegt bekommen, das mit diesem Symposium in Rom da hab ich nix dazu gefunden, ausserdem wurde danach nicht mit DT weitergeimpft sondern normal und die Info auf impf-info.de ist falsch. Also ich versuche schon alles sehr differenziert zu sehen.

Was ich auch für wichtig halte, dass Baby darf keine Infektion haben bei der Impfung was nicht immer sicherzustellen ist wie in dem Fall aus Phorum 5 wo das Baby starb.
Und ich werde auf jeden Fall ein Gehirn-Ultraschall machen lassen, weil der bei mir im KH nicht gemacht wurde!!! Damit stellt man sicher, dass keine Fehlbildungen vorliegen die man sonst nicht ohne weiteres mitkriegt (wie in dem Fall wo den Eltern das Kind nach der Impfung weggenommen wurde).

Huch das war ein langer Text. Naja.

Offline Gaston

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Re:Tuberkulinum
« Antwort #3 am: 30. Oktober 2007, 11:56:52 »
Liesa schrieb:
Zitat
Allerdings will ich einschränkend bemerken, dass ich offenbar sehr gute Abwehrkräfte hatte, bei anfälligeren Kindern würde ich ganz sicher eine Tetanus-Impfung in Erwägung ziehen.
Daher habe ich später meine eigenen Kinder gegen Tetanus geimpft und ließ mich - sozusagen zum Selbsttest - \"mitimpfen\", ich wollte einfach mal wissen, wie das ist.


Was sind für dich \"anfälligere\" Kinder?
Was bewog dich zu der Meinung, daß deine Kinder für Tetanus \"anfälliger\" sind?
Ich hab die Vermutung, daß es eher Angst war, die dich getrieben hat, bin aber gespannt auf deine Antwort.

PS:
Existiert irgendwo eine wissenschaftliche Publikation bzw. irgendwas in der medizinischen Literatur, in der gezeigt wird, daß bestimmte Gruppen von Kinder (z.B. immungeschwächte) anfälliger für Wundstarrkrampf sind? Irgendwo muss diese oftmals gehörte Ansicht vieler Eltern ja herkommen.

Hab mal bisschen gestöbert, siehe Unicef:
http://www.unicef.ch/de/information/pressebereich/archiv_2005/index.cfm?uNewsID=156
Zitat
Nach wie vor sterben jährlich 257\'000 Kinder und 30\'000 Frauen an dieser Krankheit. Tetanus wird als „silent killer“ bezeichnet, da der Tod oft unmittelbar nach der Geburt eintritt und die Ursache deshalb häufig nicht diagnostiziert wird.


Das Problem ist hier eindeutig der Nabelschnur-Tetanus in vermutlich ländlichen zurückentwickelten Regionen, wo Babys unter katastrophalen Bedingungen im Schmutz auf die Welt kommen, bzw. wo im Umgang mit der Nabelschnur nicht korrekt verfahren wird, und wo die Nabelstur dann vermutlich absterbendes (nekrotisches) Gewebe darstellt, was toxisch ist für den Organismus, es bilden sozusagen Leichengifte, welche vermutlich im Zusammenspiel mit der clostriduum tetani-Bakterien Verstoffwechselung Abbauprodukte produzieren, welche dann diese Krämpfe auslösen können.
(Nicht umsonst müssen beispielweise bei Abtreibungen die Föten relativ schnell \"heraus\", weil es sonst lebensgefährlich wird für die Mutter)

Dieses Entbindungsproblem bei Geburten dürfte ja kaum in Europa und überhaupt in der entwickelten Welt auftreten! Daher vermute ich einfach, daß den Eltern hier einfach Angst gemacht wird.

Das Entscheidende ist vielleicht auch, daß der Organismus gesunder Menschen diese toxischen Abbauprodukte problemlos \"entsorgt\", aber bei den unterernährten und vertrockneten Bewohnern (Frauen) der dritten Welt dürfte das schon ein Problem sein, die meisten dritte-Welt Bewohner kann man daher sowieso getrost als immungeschwächt bezeichnen.

Die Ironie an der Sache ist, daß aufgrund dieser immer noch ungeklärten Dingen, aufgrund dieser Verwirrungen nicht mal klar ist, ob es hier um exogene oder endogene (körpereigene) clostriduum tetani geht! Denn zu info, die medizinische literatur berichtet auch von Tetanus ohne äussere Wunde...
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von 153 »


Offline kat

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Re:Tuberkulinum
« Antwort #4 am: 06. November 2007, 13:20:30 »
Hallo, ich bin Rita und hier gelandet, weil mein kleiner Sohn Joel (20 Monate)...hier Impfschadensmeldung unter 2007 ;geb. 18.02.2006 meiner Meinung nach einen Impfschaden (schwerste atopische Dermatitis, Entwicklungsstillstand, Gewichtsabnahme) nach erfolgter 6-fach (Infanrix hexa) und Prevenar erlitten hat.
Ich bin nun mit ihm bei einer Kinderärztin, die homöopathisch arbeitet und sehr viel naturheilkundlich macht (auch Darmaufbau mit Symbioflor). Auch sie hält einen Zusammenhang mit den Impfungen möglich und hat auch eher Infanrix in Verdacht. Da ich das alles privat zahlen muss, machte sie mir auf meinen Wunsch (Impfnosodenbehandlung) hin den Vorschlag, eine leere Infanrix Ampulle zu verkleppern und ihm das zu geben. Das war einfach und ich habe es getan. Generell geht es ihm schon besser...ganz langsam...wir machen aber auch noch homoöp. Konst. therapie...anfänglich mit Sulfur in C1000 und dann weiter mit Psorinum von C30...steigernd bis C1000 in den enspr. Abständen. Ich habe nun die Frage, ob diese Behandlung mit der Impfnosode nicht zu einfach war. In dem Buch von Tinus Smiths habe ich gelesen, daß man da Reihen gibt (...also C6...C30...C200). Außerdem hat die Ärztin die Prevenar Impfung nicht einbezogen, nur eben die Infanrix Ampulle ausgespült in H2O und einmal gegeben.
Was kann man noch tun, um Impfungen unschädlich zu machen und geht das überhaupt? Mein Kleiner hat so viel durch und wir dachten, er wird sterben...er nahm immer mehr ab und war wie apathisch...mit 8,5 Monaten 5kg schwer (mit 11 Wochen vor der Impfung 6kg schwer und super drauf)....dann nur noch geschrien und gejuckt...offene Haut, superinfiziert. Nun ist alles schon viel besser...er lernte stehen, sitzen, krabbeln und wagt nun endlich seine ersten Schritte. Er hat schon viel aufgeholt...Haut heilt ja zum Schluß so die regel nach Hering. Die Haut ist eigentlich kaum noch offen, aber Unterarme und der untere Teil des Gesichtes (unter dem Kinn) ist noch schlimm und es juckt auch noch. Wir sind noch nicht am Ende mit der Behandlung. Ich vermute, daß die Ärztin weiter homöopathisch machen wird...ist auch ok, denk ich...aber was kann man noch wegen der Impferei tun ???

Wäre auch für superkurze Minitips sehr dankbar.
Viele Grüße
Kat

PS: ach so und er war dann dauernd krank...Krampfhusten, obstruktive Bronchitis...fast schon chronisch...frühkindl. Asthma. Auch das ist schon besser geworden. Er war seit Sommer jetzt lange stabil...ganz selten mal etwas Husten.

Offline Krümel

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Re: Tuberkulinum
« Antwort #5 am: 21. November 2014, 02:12:17 »
Hallo Tuberculinum,
hast Du Impfschäden schon mal mit Aluminium hydroxydatum oder mit Thiomersalum behandelt? Falls ja, wie waren Deine Erfahrungen? Viele Grüße

 

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