Autor Thema: Masern im Wandel der Zeit und SSPE- Spurensuche  (Gelesen 4544 mal)

Offline Heike66

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Masern im Wandel der Zeit und SSPE- Spurensuche
« am: 19. November 2016, 11:27:42 »
Hallo
Ich habe eine interessante Seite gefunden, historische Reise der Masernbeschreibung. Von einer typischen Winterkrankheit, die früher eher den ländlichen und isolierte Bevölkerung betraf.
Und einmalige Erkrankung kein Garant für eine lebenslange Immunität ist.
Da Masern früher viele schwere Folgeerkrankungen mit sich brachten, muss doch jemand das SSPE  aufgefallen sein.
Stutzig machte mich ,das die Zahlen, der wahrscheinlichen Erkrankungen von SSPE immer weiter nach unten korrigiert wurden. Ein Grund könnte die moderne Vernetzung sein, man seltene und unklare Fälle, schneller erfaßt
Im Netz findet man keinen Entdecker dieses Krankheitsbild, auf einer Seite fand ich den Hinweis, das SSPE erst Anfang 1980 im Pschyrembel erwähnt wird.
Wenn ich an meine Kinder denke, bei jeden kleine Infekt wurde  Antibiotika und fiebersenkenden Mittel verschrieben(80iger Jahre ehemalige DDR) Wie das in den alten Ländern war bzw. heute noch praktiziert wird , kann ich nicht beurteilen. Bevor sich das typische Bild der Masern zeigt, sieht es nach einen Infekt aus. Hat man mal darüber nachgedacht, in wie weit Medikamente bei SSPE eine Rolle spielen könnte?

Unter folgenden Link, kann man unter Masern- Komplikation /1892 von einen Dr. Friedrich August von Ammon mal nachlesen. Ziemlich zum Schluss beschreibt er Symptome die nach SSPE klingen.
Nur nach seinen Angaben ist keiner daran gestorben.
www.bergstermann.de/saeuglingspflege/masern/
Abgesehen davon eine interessante Seite, mit gesammelten Texten von Ärzten durch die  unterschiedlichen Epochen.
Viele Grüße Heike


Offline Franz

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Re: Masern im Wandel der Zeit und SSPE- Spurensuche
« Antwort #1 am: 08. März 2019, 09:42:44 »
Masern - das Schreckgespenst des Jahrzehntes...!

Ständig werden neue Panikartikel lanciert, wie gefährlich nicht Masern sein sollen.
Es wird dabei kaum darauf eingegangen, ob die Gafahr von der Masernerkrankung selbst oder den Folgeerkrankungen (Mittelohrentzündung, Lungenentzündung etc.) durch das gschwächte Immunsystem ausgeht.

Mich interessiert in dem Zusammenhang, welche Möglichkeiten ihr kennt,
a) die Masernerkrankung möglichst unkompliziert zu überstehen und
b) schwere Erkrankungsverläufe zu mildern
(die WHO empfiehlt z.B. in solchen Fällen die Gabe von hochdosiertem Vitamin A:  https://www.who.int/elena/titles/bbc/vitamina_pneumonia_children/en/
 die Cochrane-Library listet eine Untersuchung zur Milderung der Sterblichkeit:  https://www.cochranelibrary.com/cdsr/doi/10.1002/14651858.CD001479.pub3/full)

Offline wwwvobigde

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Re: Masern im Wandel der Zeit und SSPE- Spurensuche
« Antwort #2 am: 28. März 2019, 10:37:30 »
Bezüglich Masern mal ein paar ANDERE Zusammenhänge:

https://guidovobig.com/2017/04/06/text-16-masern-ein-roter-faden-aus-sicht-des-ganzen/

Und der erneute Hinweis darauf, dass - gerade, wo wieder eine Impfpflicht speziell gegen Masern im Gespräch ist - es nicht gelingen kann, die Masern auszurotten. Zum einen, weil das Virus in der Natur z. B. in Fledermäusen persistiert und zum anderen, weil 95% einer Bevölkerung zu impfen, nicht gleichbedeutend damit ist, dass diese zu 100% alle gleich und gleich lang durch die Impfung gegen Wildviren gefeit sind. Die Mär mit den 95% zum Aufbau einer Herdenimmunität ist reines Wunschdenken, weil nie alle Geimpften zugleich - wenn überhaupt - im gleichen Maße geschützt sein können.

 

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