Autor Thema: Tetanusimpfung?  (Gelesen 11053 mal)

Offline senftube

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Tetanusimpfung?
« am: 27. Juli 2009, 11:37:33 »
Hallo,

das hier ist mein erster Beitrag in diesem Forum und darum erst mal ein \"Hallo\"

Mein Sohn ist jetzt 10 Monate alt und bisher ungeimpft. Er ist jetzt im Garten sehr aktiv und haut sich ständig an, schlägt sich das Knie auf oder holt sich sonstige Verletzungen.....nun überlege ich, ob es nicht evtl. sinnvoll wäre ihn gegen Tetanus impfen zu lassen?

Die nächste U ist Ende Augsust und da wird der KiArzt mich sicher darauf ansprechen. Auf der einen Seite denke ich, ist vielleicht Tetanus schon wichtig. Anders habe ich das Gefühl ihm etwas ganz Wichtiges zu nehmen.
Ist aber nur so ein Gefühl, was ich jetzt nicht genaus beschreiben kann.

Wie habt ihr es mit der Tetanus Impfung gemacht. Was anderes wollte ich jetzt nicht impfen. Nur das.

Vielen Dank für Ratschläge,

Gruß


Offline Baumidd

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Aw: Tetanusimpfung?
« Antwort #1 am: 27. Juli 2009, 11:59:49 »
Hallo Senftube :) ,

auch erstmal ein Hallo an dich..

Also, ich kann dir folgendes sagen.. Mein Sohn,er ist jetzt 15 Monate, ist auch nicht gegen Tetanus geimpft. Er ist auch viel im Garten, Sand usw. spielen.
Ich habe die Impfung noch nicht in Erwägung gezogen, da ich nen guten Arzt erwischt habe, der mir mal erklärt hat, wie Tetanus sich eigentlich bildet. Der Erreger schüttet unter Sauerstoffabschluß dieses Toxin aus, was dann ins Nervensystem eindringt und dort die Schäden verursacht. Meistens ist betrifft das schlecht durchblutete Stellen und wohl auch erst die Altersgruppe ab 60. :silly:

Wichtig ist eine saubere Wundbehandlung mit Wasser oder die Wunde zum bluten bringen, damit die Erreger \"rausgespült\" werden...

Die Entscheidung, ob du impfst oder nicht, trägst letztendlich du alleine. Das kann dir keiner abnehmen! ;)

LG Baumidd

Offline Liesa

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Aw: Tetanusimpfung?
« Antwort #2 am: 27. Juli 2009, 12:49:18 »
Ich weiß von

- Tetanus-Fällen trotz Impfung (allerdings in einer Kriegssituation)

- einem Tetanus-Fall bei einem Kind ohne Impfung

- einem Leben ohne Tetanus und ohne Impfung, trotz zahlreicher Bagatellverletzungen und OPs

- einem Impfschaden nach der 3. Tetanus-Impfung


Entscheiden muss letztlich jeder selbst - es gibt eben keine 100%ige Sicherheit, egal, wie man\'s angeht.

Offline EasyLine

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Aw: Tetanusimpfung?
« Antwort #3 am: 27. Juli 2009, 12:54:06 »
Hallo senftube.

Willkommen.

Mein Sohn ist 12 Monate alt und komplett ungeimpft. Auch (oder gerade Tetanus) kommt nicht in Frage.
Baumidds Erklärungen gelten auch für mich (Wundversorgung, gut bluten lassen).

Es gibt nur ca. 16 Fälle von Tetanus pro Jahr in Deutschland. Letalitsrate ist sehr hoch: 25%

Also gibt es ca. 4 Todesfälle aufgrund Tetanus in Deutschland.
Meistens oder ausschließlich über 40 jährige (tetanus \"gedeiht\" am besten in altem, nicht gut durchblutendem Gewebe) Kinder unter 16 sind meines Wissens nach nicht betroffen.

Doch eine erstaunlich geringe Zahl - wobei es Millionen ungeimpfte geben muss, weil die Impfrate nach der 1.Durchimpfung der Säuglinge schlagartig abnimmt! Nur ca. 45% der Erwachsenen haben einen ausreichenden Tetanus-Schutz.

Alles noch abgesehen von der \"komischen\" Seite: Eine echte durchgemachte Tetanuserkrankung immunisiert den Körper nicht - aber eine Impfung kann das ?!?

Hier im Forum:
http://www.impfschaden.info/component/option,com_fireboard/Itemid,201/func,view/id,6143/catid,7/limit,6/limitstart,0/

Gruß
Klaus


Offline sophie

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Aw: Tetanusimpfung?
« Antwort #4 am: 29. September 2009, 23:01:50 »
einen wundstarrkrampf bekommen ( in hungers und kriegsgebieten) auch neugeborene mit inneren verletzungen. der wsk hat nichts mit erregern oder schmutz zu tun, sondern findet allein durch eine reaktion des körpers an gequetschten körperteilen statt.

die impfung macht weder immun gegen den wsk, noch ist es wahrscheinlich, dass ein gut genährtes (gut durchblutetes) kind einen schaden davon trägt. die todesfälle beziehen sich im grunde nur auf ältere (schlecht durchblutete) menschen. (ausser eben in kriegs und hungergebieten. denn auch dort kann auch ein kind durch mangelerscheinungen an schlechter durchblutung leiden und der wsk schäden verursachen).

Offline kat

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Aw: Tetanusimpfung?
« Antwort #5 am: 30. September 2009, 09:23:26 »
Genau! Buchwald schrieb u.a. auch, daß es in den Industriestaaten keinen Todesfall wegen T. bei Menschen unter 40 Jahren gibt...

Offline presonic

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Aw: Tetanusimpfung?
« Antwort #6 am: 30. September 2009, 11:08:12 »
ich hab auch mal gelesen (ich glaub eh hier irgendwo), dass man neugeborenen in vielen entwicklungsländern erde auf die offene nabelschnur gibt (weil dies angeblich schneller heilt- so ähnlich wie bei uns auch heilerde verwendet wird). die erde dort ist aber oft stark verunreinigt und so sterben die kinder schlicht und ergreifend an blutvergiftung, man behauptet aber, es sei tetanus. (wobei ich mir schon vorstellen kann, dass im abgestorbenen nabelschnurgewebe tetanusbakterien sein könnten, wenn man genügend dreckige erde drauf gibt)
das könnte mit ein grund für die erhöhte todesrate.

ein interessanter fall bleibt für mich immer der staat guinea. als hier nach dem bürgerkrieg das krankensystem völlig zusammenbrach, gab es auf einmal WENIGER tote als davor, als es noch genügend ärzte gab.

 

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