Autor Thema: Tetanus: Schaden durch aktive Impfung nach passiver  (Gelesen 16572 mal)

Offline Juna

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Tetanus: Schaden durch aktive Impfung nach passiver
« am: 14. August 2009, 01:08:14 »
Hallo zusammen,

ich finde es toll, dass hier eine Plattform für so viele Gleichgesinnte oder -geschädigte existiert, und erhoffe mir, dass es vielleicht jemanden gibt, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat, eine medizinische Erklärung kennt oder mich weiterverweisen kann.

Worum geht es?

Ich melde mich wegen meiner Mama (49), ihrer Tetanus-Impfungen und ihrem heutigen Gesundheitszustand.
Mit etwa 6 Jahren - und bis dahin regulär geimpft - bekam meine Mama nach einem Sturz mit dem Fahrrad im Kiesbett eine passive Tetanus-Impfung vom Pferd. Alles verlief gut und sowohl die Verletzungen als auch die Impfung überstand sie komplikationslos. Allerdings machte ihr damaliger Kinderarzt meine Großeltern darauf aufmerksam, dass sie ausdrücklich NIE WIEDER in ihrem Leben Tetanus-geimpft werden dürfe, weshalb sie in den ersten Jahren auch einen extra Ausweis immer mit sich führte.
Die Jahre vergingen und alles war okay, bis mehr als 30 Jahre später ein Allgemeinarzt der ganz besonderen Sorte fast einen Herzinfarkt bekam: Wie meine Mama sich so etwas erlauben könnte und was das für Ammenmärchen mit \"lebenslangem Impfverbot\" sein sollten. So eingeschüchtert und ohne vorherige Messung des Antikörper-Bestandes wurde meine Mama also aktiv Tetanus-geimpft. Nach wenigen Stunden wurde ihr schwindelig (u. a. auch Tür verfehlt) und schlecht, sie bekam Fieber, Schweißausbrüche, Schwächeanfälle und hatte starke Herzrhythmusstörungen. Der Arzt zuckte mit den Schultern und schickte uns zurück nach Hause. Nach einer Woche klangen die Akutsymptome etwas ab, aber sie brauchte noch etliche Wochen, um wieder eingermaßen belastbar zu sein.

Heute ist meine Mama schon seit Jahren sehr krank und daher auch erwerbsunfähig. Sie leidet an verschiedensten Symptomen und Syndromen, die für mich beinahe allesamt auf eine Ursache hinweisen: Autoimmunreaktionen.
Im Einzelnen schimpfen es die Ärzte
- Hashimoto-Autoimmunthyreoiditis,
- Fibromyalgie,
- starke Kälte-Empfindlichkeit (\"steift\" quasi \"ein\", wenn sie bei 0 Grad Celsius auf dem Weihnachtsmarkt an einem Stand stehen bleibt, kann dann kaum noch losgehen),
- Sjögren-Syndrom,
- chronische \"leichte\" Entzündungen des Darmes (histologisch vielleicht \"leicht\", aber sie kann in manchen Phasen wochenlang nichts essen, ohne dass es postwendend zu Übelkeit und Durchfall kommt),
- wirklich extreme Medikamentensensibilität und -unverträglichkeit,
- ein chronisch erhöhter CA 19-9 (Tumormarker für Pankreas, kann auch auf eine leichte chronische Pankreatitis hinweisen und vermittelt neben dem damit verbundenen Hyperinsulinismus auch mental kein tolles Gefühl),
- manchmal Schwindel und Gleichgewichtsstörungen,
- Herzrhythmusstörungen
- extreme Ermüdbarkeit der Muskulatur (zwei Stockwerke Treppenlaufen bereits mit Brennen und Muskelkater),
- und im Gegenzug eine erhöhte Infektanfälligkeit und dementsprechend große Antibiotika-Zufuhr (weil das Immunsystem wohl mehr auf den Körper als auf Feinde von außen fixiert zu sein scheint).
Nur orale Cortisontherapie (aber Dexametason, nicht nur Prednisolon) bewirkte bislang zumindest für die Behandlungsdauer eine Linderung, allerdings hat die Wirksamkeit mittlerweile zu Gunsten der Nebenwirkungen auch immer mehr nachgelassen (kurze Stoßtherapie von ca. 14 Tagen, maximal einmal jährlich als letzter Notnagel).
 
Zwar wird es heute keiner mehr beweisen können, aber wenn wir Mamas Krankengeschichte und Odyssee zu Fachärzten und auch Alternativtherapie-Anbietern so rückblickend durchspielen, begann das alles eindeutig schleichend nach der ominösen Tetanus-Impfung.

Hat jemand Ähnliches erlebt oder Bekannte mit einer ähnlichen Krankheitsgeschichte?
Und weiß insbesondere jemand von diesen Tetanus-Passivimpfungen, denen keine aktiven mehr folgen dürfen (leider kann ich den Handelsnamen nicht mehr wiedergeben und habe bisher nur Unwissen bei Ärzten und in Literatur aufgefunden)?
Auch über Behandlungstipps oder den Verweis an einen empfehlenswerten Spezialisten würde ich mich freuen!

Im Voraus schon vielen Dank!


Offline Juna

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Aw: Tetanus: Schaden durch aktive Impfung nach passiver
« Antwort #1 am: 14. August 2009, 01:17:11 »
Ich sehe jetzt erst, wie lang mein \"Aufsatz\" - und das in aller Prägnanz - geworden ist. Ich denke nur, dass möglichst viele Informationen in einem doch eher speziellen Fall wichtig sind.
Ich hoffe, mein Thema wird trotzdem gelesen und möglicherweise auch beantwortet... =)

Offline kat

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Aw: Tetanus: Schaden durch aktive Impfung nach passiver
« Antwort #2 am: 14. August 2009, 10:27:55 »
Hallo Juna,

das klingt alles gar nicht gut.
Kannst Du Deine Mutti bewegen, einen Heilpraktiker oder naturheilk. Arzt bzw. Homöopathen aufzusuchen.
Schulmediziner haben keine Ahnung von Impfschäden und die bekamen das beim Studium eingetrichtert, daß es so gut wie keine Impfschäden gibt.
Die werden Dir nie etwas anderes erzählen als das das auf gar keinen Fall was mit der Impfung zu tun hat.

...HP\'s oder Ärzte der Naturmed. können das herausfinden bzw. testen...und dann auch ausleiten und homöop. unterstützen.

Du kannst Dich ja mal hier unsehen...z.B. erinnere ich mich an den Vortrag von Dr. Rolf Kron (ein homöop. Arzt)...er sprach über die Impfschäden und deren Behandlung:
http://www.libertas-sanitas.de/main/modules/mydownloads/viewcat.php?cid=15
Dr. Hartmann ist der Fachmann für Impfschäden, macht Gutachten in seiner privatärztl. Praxis in Wiesbaden  (war mal selbst Mitarbeiter beim PEI...die haben ihn rausgehaun, weil er die Frechheit besaß und eine Arbeit, die der Pharma nicht passte (und dem PEI somit auch nicht), die also nicht so pro Impfung ausfiel, zu veröffentlichen......an den kann man sich auch wenden...ich hatte zu ihm kurz Kontakt wegen des Impfschadens meines Sohnes...ein Gutachten von ihm wäre notwendig vor Gericht, so sagte es mir der Anwalt!

ich wollte Dir den Link schicken von seiner Seite...aber momentan gibts den nicht mehr...? keine Ahnung.
Wenn Du willst, kann ich seine Adresse aus meinen Unterlagen suchen und Dir per PN geben...gib einfach Bescheid, ob Du sie brauchst oder google notfalls mal später danach.

Mit der Anerkennung ist eh so ne Sache. Du brauchst viel , viel Geld, Ausdauer, Zeit und Nerven und nicht vergessen: einen hervorragenden Anwalt, der sich mit derart. Anerkennungsverfahren auskennt und Erfahrung hat...und eben einen Gutachter, der nicht von der Pharma gekauft wurde (der Dr. Hartmann soll wohl i.O. sein) ...mind. 85% der Anträge werden abgelehnt.

...kannst ja mal die Präsent. von Dr. Hartmann ansehen...siehe Link von oben.

...deswegen denke ich: ne Heilung bringt Dir was...die Anerkennung wird ein oft aussichtsloser Kampf gegen eine korrupte Verbrecherbande.
Such Dir für Dein Geld also lieber einen guten,naturh. pharmaunabh. Arzt/HP. Eine andere Chance haben Impfopfer nicht...da bist Du nämlich sehr einsam.

Viel Glück!
LG Kat
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von 160 »

Offline Heidemarie

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Aw: Tetanus: Schaden durch aktive Impfung nach passiver
« Antwort #3 am: 14. August 2009, 13:33:04 »
Meinem Mann gehts nach einer Zeckenimpung vor 20 Jahren auch ähnlich wie deiner Mutter.
Wir wusstengleich das es ein Impfschaden ist aber das war den Ärzten sowas von egal. Deine Mutter soll auf jeden Fall zu einem Homäopathen gehen der sich mit Impfschäden auskennt.
Informationen bekommst du beim Verein AEGIS- Impkritiker.Die können dir auch Ärzte und Literatur empfehlen.


Offline Juna

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Aw: Tetanus: Schaden durch aktive Impfung nach passiver
« Antwort #4 am: 14. August 2009, 21:32:29 »
Vielen Dank für so umgehende Antwort!

Nein, klagen möchten wir auch nicht. Trost kann selbst ein Sieg auf voller Linie nicht sein, wenn einem das Leben gesundheitlich verpfuscht ist.

Mich interessieren vor allem ähnliche Schicksale und auch möglichst wissenschaftliche Informationen im Zusammenhang mit einer vorausgegangenen Passivimpfung gegen Tetanus. Impfschäden sind den Ärzten durchaus bekannt, aber unter dieser speziellen Voraussetzung einer Passivimpfung eben überhaupt nicht, wie es scheint (ich bin überzeugt, dass die aktive Impfung allein nicht so weit geführt hätte).

Offline tina01

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Aw: Tetanus: Schaden durch aktive Impfung nach passiver
« Antwort #5 am: 01. Oktober 2009, 12:43:39 »
Hallo an Dich, Deine Mama und alle anderen hier
Ich bin sprachlos über das gesamt Gelesene, bleibe es aber nicht. Arzt sein ist nicht einfach, Patient sein schon gar nicht.
Meine Erfahrung mit der DTP Impfung:
Ich bin Gärtnerin und hatte im Sommer mehrfach starke Entzündungen bin angehenden Blutvergiftungen (Ader färbte sich und wanderte aus der Entzündungsstelle, so dass ich meine Tetanusimpfung selbst wollte. Der Arzt riet es mir an und bat mich, die Abstände genau einzuhalten:
geimmpft wurde Diphterie, Polio und Tetanus. Nach vier Wochen die zweite Impfung DTP.
Ich wollte und bekam die 2. Spritze vom Arzt in den Po, da ich uneingeschränkt arbeiten wollte.
Im Po hatte ich nach einem Tag Schmerzen für 6 Wochen. Ich vermutete den Ischiasnerv. Die dritte DPT bekam ich 2 Monate später in den linken Arm. Eine Arzthelferin hat sie gesetzt. Drei Tage hatte ich den typischen Blutergussdruck an der Impfstelle.Ich war schon froh, das ich nicht mehr spürte. Dann ging es richtig los:
1. Woche Muskelschmerzen vom Einstichpunkt in die Schulter strahlend anschliessend auch in die Finger wandernd. Vom Gefühl wie eine heftige Muskelverspannung.
Der HA riet nach einer Woche \"gut an der Einstichstelle kühlen und Paracetamol dann ist es nach einer Woche weg. Sie reagieren vielleicht auf die Impfung- allerdings passiert das selten.\" Ich scherzte noch, ich sei \"Selten\".
2 Woche keine Linderung- der Arm verkrampft von der Schulter bis zu den Fingern für ca. 15 sec. und dies alle paar Minuten. Ich rufe den HA an und bitte um Kontrolle. Er hat keine Zeit. Einen Tag später bekomme ich auch keinen Termin, dann kam das WE.
3.Woche der Arm verkrampft, ein Kribbeln ist ständig da und dazu ein Taubheitsgefühl in den Fingern. Finger werden blau und kalt.
Gestern: Ich bin mit meinem Sohn bei der Kinderärztin und bat sie um Ratfür mich.
Sie sagte, alles deutet auf einen Impfschaden hin- der gemeldet werden muss- das muss sofort beim Neurologen abgeklärt werden. Der HA sollte mir sofort eine Überweisung ausstellen. Ich rief den HA daraufhin an. Ich wurde wieder vertröstet. Sein Kollege hat mich am nächsten Tag untersucht und wollte mir Cortison spritzen. Da erzählte ich ihm von Empfehlöung der Kinderärztin und das ich eine vorherige Abklärung bevorzuge. Er willigte ein, eine Überweisung mit entsprechendem Vermerk und gleichzeitiger Abklärung der HWS zu schreiben und die Überweisung auch als Notfall zu deklarieren.
Wegen Quartalsabrechnung komnnte ich erst am Folgetag die Überweisung abholen...wenn sie da gelegen hätte. Ich mussste 1,5 warten und bekam eine Überweisung zum Neurologen mit dem Vermerk:
\"Schmerzen im li. Arm. Beschwerden am ehesten von der HWS, Arm und Schulter\"
Ich fragte die Arzthelferin (meine Situation war bekannt) ob ich so zielgerecht untersucht werde. Ich habe Taubheitsgefühle und wir scprachen schon von einer eher seltenen Impfreaktion und die HWS sollte nur mitabgeklärt werden- angeblich soll die Überweisung auch mit Notfall vermerkt werden. Die Arzthelferin schrieb mit einem Kuli \"Notfall\" in die Vermerkzeile.
Ich fühlte mich verarscht und verunsichert. Langsam stieg in mir ein Gefühl auf, das etwas richtig falsch gelaufen ist. Das Vertrauen ist zum HA gebrochen. Ich hoffe nur auf baldige Genesung, da ich selbstständig bin. Ich habe noch nicht einmal klare Anweisungen, ob ich den Arm schonen oder bewegen soll. Das Kühlen habe ich schon eigenmächtig unterlassen.
Die Unsicherheit, ob ich jetzt zielgerecht untersucht werde ließ mich bei der Krankenkasse anrufen.
Als ich beim Neurologen anrief und unabhängig der Uberweisung meine Symptome schilderte, bekam ich noch für heute einen Termin.
Ich hoffe gute Nachrichten zu bekommen. Im Moment bin ich sehr nervös und verstehe das Verhalten von meinem HA überhaupt nicht.
LG,
Tina01

Offline sophie

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Aw: Tetanus: Schaden durch aktive Impfung nach passiver
« Antwort #6 am: 11. Oktober 2009, 11:34:16 »
es gibt doch mittlerweile homöopathen, die mit impfsonoden arbeiten um soz. den impfstoff auszuleiten. das sind mit dem impfstoff hergestellte homoöopatische mittel, die man einnimmt, und mit der man anscheinend in vielen fällen eine linderung der impfschäden bewirken kann.

Offline kadejott

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Aw:Tetanus: Schaden durch aktive Impfung nach passiver
« Antwort #7 am: 11. Februar 2011, 13:07:43 »
Hallo Juna,

Habe 1990 zwei Tetanusimpfungen bekommen, die erste zusammen mit Immunglobulin.
Leide seitdem an einer immer weiter fortschreitenden Polyneuropathie und weiteren "unerklärlichen" Symptomen, bin frühberentet und schwerbehindert.
Impfschaden wird wahrscheinlich nicht anerkannt (derzeit in der 2. Instanz beim LSG).

Ich kann Dir aber auf Anfrage an kadejott@web.de einen Arzt nennen, der die gesundheitlichen Probleme Deiner Mutter aus vielen anderen Fällen kennt und ziemlich sicher weiterhelfen kann. Ist allerdings Privatarzt. Muß man alles selber bezahlen. Erstuntersuchung ca. 650,00 Euro, Medikamente (nur Vitamine und Mineralien ohne Nebenwirkungen) ca. 100,00 Euro pro Monat.

Gruß
kadejott


 

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