Autor Thema: Behandlung von Krankheiten, gegen die nicht geimpft wurde  (Gelesen 6056 mal)

Offline Krümel

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Behandlung von Krankheiten, gegen die nicht geimpft wurde
« am: 21. November 2014, 12:04:07 »
Ich habe die Theorie, dass die Art der Behandlung bei Ausbruch einer Krankheit, gegen die nicht geimpft wurde, entscheidet, ob es ein leichter oder schwerer Verlauf wird. Wenn man also an Masern, Mumps, Röteln, Windpocken ect. erkrankt, und das klassisch mit Fieber und Schmerzmittel angeht, ist die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf höher als wenn man z.B. mit Homöopathie arbeitet und Fieber nicht senkt.
Nur wüsste ich gern, ob ich da richtig liege und hoffe auf Eure Antworten / Erfahrungen.
Bei mir war es so, dass ich Trotz Impfung Mumps, Masern Röteln und Windpocken hatte, wobei nur bei Mumps mit Fiebersenkern gearbeitet wurde und ich 1 Tag später ins Krankenhaus musste, weil plötzlich Verdacht auf Kinderlähmung war, da ich meine Beine nicht mehr spürte und auch nicht bewegen konnte. Die Verdachtsdiagnose hatte sich nicht bestätigt und ich machte Mumps in einem schweren Verlauf durch.
Das war schon eine heftige Zeit. Und ich weiß noch wie entsetzt meine Mutter war, weil sie mich doch durchgeimpft hatte.
Also wer hat eine Krankheit schon mal durchmachen müssen und wie wurde sie behandelt (mit oder ohne Fiebersenkern) und mit welchem Verlauf? Vielleicht kann man ja auch diese Weise erste Rückschlüsse bekommen.
Wenn ich mich gegen das Impfen entscheide, sage ich doch automatisch auch JA zur Verantwortung wenn es zum Krankheitsausbruch kommt und ich finde es schräg, dann die Behandlung in genau deren Hände zu geben, die mich vorher bedrängt haben, doch zu Impfen. Die reiben sich dann die Hände und sagen siehste und therapieren mit ihren Mitteln drauf los, und ob die immer passend für die jeweilige Situation sind, naja ich weiß nicht. Schaut mir eher nach Einheitsbrei aus Fieber- und Schmerzsenkern aus sowie z. T. Antibiotikagaben. 


yanna

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Re: Behandlung von Krankheiten, gegen die nicht geimpft wurde
« Antwort #1 am: 22. November 2014, 10:00:54 »
hm, ich bin inzwischen schon über 40 - also so ganz ganz genau erinnere ich mich nicht mehr!
Ich habe (so sagte mir meine Mutter) "alle Kinderkrankheiten" durchgemacht außer Scharlach und Keuchhusten. Scharlach hab ich einfach nie bekommen, obwohl es das in meiner Umgebung öfters gab.

Was ich mich erinnern kann, waren diese Krankheiten immer eher angenehm - hihi, wohl vor allem, weil wir wenn wir krank im Bett lagen, sehr viel Hörspiele hören durften, was uns sonst nicht so erlaubt war. Schmerzen hatte ich dabei keine. Das Fieber wurde nie gesenkt, ich hab eigentlich nur Globuli bekommen und durfte während der Fieberphase kein Fleisch essen (fiel mir nicht schwer, ich mag das sowieso nicht soo gern). Es gab bei mir keine schädlichen Folgen, aber an diesen berühmt-berüchtigten "Entwicklungsschub" kann ich mich erinnern.
Die Röteln hab ich mit fast 15 erst bekommen und es war eine eigentlich durch und durch angenehme Erfahrung. Mir war damals (auch danach noch) so richtig warm.
Meine Schwester hatte nach einer durchgestandenen Kinderkrankheit immer ein "älteres" Gesicht, sie änderte sich eindeutig so, dass man es sah ("poah! Du bist groß geworen!").

Freundinnen und Schulkameraden haben ähnliche Erfahrungen gemacht - in unserem Bekanntenkreis gab es keine Komplikationen und es wurde bei den meisten nur homöopatisch behandelt.
Irgendwie glaube ich, damals wäre sowieso niemand auf die Idee gekommen, Kindern Schmerzmittel zu geben.


Meine Kinder hatten außer Windpocken noch nichts gehabt. Bei den Windpocken hab ich nichts getan.
Außer viel viel Zeit mit meinen Kindenr verbracht und darauf geachtet, dass sie im Bett blieben - zumindest sitzend, war nicht einfach, aber ich denke bei Fieber ist es wichtig, sich zu schonen.
Sie haben sich Gott sei Dank nicht wirklich arg gekratzt. Nur meine älteste hatte ein paar Jahre lang hellere Flecken auf der Haut (weil sie sich doch aufgekratzt hatte), aber die sind inzwischen weg.

Ich selber hab während der Schweinegrippewelle eine ziemlich arge Grippe bekommen, war schwanger und wollte zugleich einen job bekommen. Das war wohl ein bisschen zuviel, ich hab das Baby verloren (war noch eine ganz junge Schwangerschaft). Weiß nicht, ob mich eine Impfung hätte schützen können. Was mich sicher geschützt hätte wäre Bettruhe gewesen.

Ach ja - "Fieberkrämpfe"!
Ich hatte nie einen, meine Schwester aber schon, meine Mutter hat ihr dann Essigwickel gemacht. Komischerweise hatte jetzt die Tochter meiner Schwester auch schon zweimal Fieberkrämpfe - ist das erblich?
Meine Kinder fiebern öfters mal, ganz kurz und gleich ziemlich hoch. 39 Grad schrecken mich gar nicht mehr - bei drei Kindern hab ich das schon öfters gemessen und *poch poch poch* ist immer wieder ohne Komplikationen vorbeigegangen. Fieber gesenkt habe ich bei meinen Kindern noch nie, weil ich glaube, dass Fieber eine Aktion des Körpers ist, um die Krankheit loszuwerden. Ich achte nur darauf, dass meine Kinder genug trinken und im Bett bleiben. Ob sie sich warm in die Decke einkuscheln oder das Fenster aufreißen, das überlasse ich ihnen, weil ich denke, der Körper weiß, was er braucht.

Offline Krümel

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Re: Behandlung von Krankheiten, gegen die nicht geimpft wurde
« Antwort #2 am: 22. November 2014, 12:21:00 »
Hallo Yanna, ich danke Dir für Deine lange Antwort. Wenn ich das so lese, vielleicht hat es doch einen Zusammenhang zwischen Krankheitsverlauf und Fiebersenkern, wenns ohne gut zu ertragen ist.

 

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