Autor Thema: Behandlung von Fieberkrämpfen  (Gelesen 19216 mal)

Offline Andreas Bachmair

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Behandlung von Fieberkrämpfen
« am: 20. Juni 2007, 14:52:10 »
Im Nachbarforum wurde die Behandlung bei  Fieberkrämpfen angesprochen. Hierzu kurz ein Kommentar.

Kinder , die kostitutionell homöopathisch behandelt werden, verlieren in aller Regel ihre Tendenz , Fieberkrämpfe zu produzieren.

Kinder , die noch nicht konstitutionell behandelt werden , kann man akut behandeln. Im Akutfall kommen mehrere Mittel in Betracht, die differentialdiagnostisch differenziert werden müssen:
z.B. kommen in Frage ,Cham, Cic., Bell, Stram., Verat,Cupr, Hyos, Nux-v usw.

Eine pauschale Verschreibung bei Fieberkrämpfen gibt es nicht, die individuelle Symptomatik ist wichtig, deshalb sollte man die Behandlung nicht selbst vornehmen.

Gruss
Andreas


Karlo

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Re:Behandlung von Fieberkrämpfen
« Antwort #1 am: 21. Juni 2007, 17:23:03 »
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Beitrag geändert von: Andreas Bachmair, am: 22.06.2007 09:42

Offline JimPansen

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Re:Behandlung von Fieberkrämpfen
« Antwort #2 am: 22. Juni 2007, 00:57:05 »
OK, das hab ich jetzt mal zum Anlass genommen mich auch im neuen Forum zu registrieren.
Nicht dass es den Dauernörglern hier zu wohl wird. :whistle:

Bei einem akuten Krampfanfall sehe ich ein, dass eine homöopathische Diagnose problematisch ist, einfach weils schnell gehen muss. Andererseits sind Krämpfe normalerweise auch schnell wieder vorbei (schneller als der Notarzt kommt) und - wie auch Karlo festgestellt hat - sowieso meist nur eine Phase bei der Entwicklung von Kindern (\"Es handelt sich um einen ganz natürlichen Vorgang. Genauso wie ein Kind Zähne bekommt oder wächst oder zu laufen lernt.\"). Na dann frage ich mich was der Aufstand soll?

Spätestens nach dem dritten Krampfanfall mit dem selben unproblematischen Verlauf werden die meisten Eltern den Notarzt nicht mehr rufen, weil der nämlich immer erst da ist wenn der Krampf vorbei ist. Eine sichere Ursache finden die Schulmediziner übrigens auch fast nie. Außer sie finden Hirnverletzungen - dann stellt man diese als Ursache hin, was aber nicht gerade handfest ist. Und tun kann man gegen alte Verletzungen auch nichts.

Aber man sollte bitte zweierlei nicht durcheinanderschmeißen: Einerseits die Behandlung des akuten Krampfanfalls und andererseits die langfristige Vorbeugung weitere Anfälle.

Eine Hirnhautentzündung wird auch der Schulmediziner nicht vor Ort ausschließen können, eine genaue Diagnose (EEG usw.) kann er auch nicht machen. Da gibt er halt Betäubungsmittel - kein Wunder hört der Krampf dann auf. Soweit will ich mich auch gar nicht beschweren. Denn wenn der Patient immer noch krampft wenn der Arzt kommt, dann ist der Anfall von der übelsten Sorte.
Aber was passiert danach? Ist der Patient damit gesund? Eher betäubt, oder?

Ist es da nicht legitim, die Neigung zu Krämpfen homöopathisch zu verringern?
Sie tun immer so als wäre Homöopathie wirkungslos. Gibts dafür auch Beweise?
Die Physiker graben den Nörglern übrigens langsam aber sicher das Wasser ab. Demnächst sollten die Schulmediziner mal aufwachen, wenn sie nicht von den Quantenphysikern aus dem Beruf verdrängt werden wollen!

\"Howling Mad\" Jim

Offline Liesa

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Re:Behandlung von Fieberkrämpfen
« Antwort #3 am: 28. September 2007, 14:28:43 »
Ich habe mal ein paar Fragen zum Thema Fieberkrampf:
Aus meiner Kindheit ist mir der Begriff nicht bekannt, daher würde ich gern wissen, ob

- es früher \"kein Thema\" war, weil Fieberkrämpfe nur ganz selten vorkamen

- man darüber früher nicht sprach (aus welchen Gründen auch immer - es waren ja ganz andere Zeiten)

- Fieberkrämpfe heute (auch?) selten sind, aber einfach in aller Munde

- sie tatsächlich häufiger geworden sind.

Ich kenne zwei Kinder mit Fieberkrämpfen. Das eine bekam darauf hin eine jährliche Grippeimpfung verordnet; beim anderen weiß ich, dass es trotz einer Infektion \"seine\" Impfungen bekommen hatte. Oma war erst sehr erleichtert, dass das Baby \"trotzdem\" geimpft werden \"durfte\" - und schließlich umso panischer, weil sie dann, nach der Impfung, mehrere Fieberkrämpfe erlebt hat und sich schließlich nicht mehr traute, allein auf das Kind aufzupassen.


Offline cherrymuffin

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Re:Behandlung von Fieberkrämpfen
« Antwort #4 am: 10. Oktober 2007, 23:44:23 »
Ich finde es nicht in Ordnung, Fieberkrämpfe derart zu verharmlosen. Mein Neffe leidet seit seinem 2.Lj. daran! Aufgetreten nach der Tuberkuloseimpfe! Bei jedem Krampfanfall kommt der Rettungswagen, da die Anfälle in ihrer Intensität zunehmen. Meiner Schwester wurde ebenso gesagt, dass es ja etwas ganz normales sei und zur Entwicklung dazugehört.
(ich frage mich seid wann dies der Fall sein soll? Denn sowie Lisa auch schon sagte, scheint es eine Krankheit der Moderne zu sein!)
Die Ärzte vertrösteten meine Schwester, in dem sie sagten, dass es ab dem 6.Lj. vorbei wär mit den Fieberkräpfen. Nun ist er acht und leidet immer noch!
Meine Frage wäre, wie diese Krämpfe überhaupt entstehen? So weit ich weiß ist Fieber ein Zeichen dafür, dass der Körper gegen Irngendetwas kämpf?! Also muß doch rauszufinden sein, wogegen er ankämpft?
Ich weiß nicht wie es bei anderen Kindern verläuft, mein Neffe erfreut sich vollster Gesundheit, fährt Fahrrad oder spielt, plötzlich wird sein Blick star und hat urplötzlich 40,0 Grad Fieber und fällt in einen Krampf.
Das dies ein normaler Zustand sein soll, ist nur schwer vorstellbar!

Offline Tuberkulinum

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Re:Behandlung von Fieberkrämpfen
« Antwort #5 am: 12. Oktober 2007, 11:51:57 »
Habe etwas Interessantes zu Fieberkrämpfen beim Arzneitelegramm gefunden:

FAZIT: Fieberkrämpfe kommen im Kindesalter häufig
vor und sind nicht bedrohlich. Neben stabiler Seitenlage
wird als Sofortmaßnahme – sofern vorhanden – die rektale
Anwendung von Diazepam-Lösung (STESOLID RECTAL
u.a.) empfohlen. Trotz häufiger Rückfälle ist in der
Regel keine medikamentöse Vorbeugung angezeigt. Studien,
die eine Beeinflussung des gering erhöhten Epilepsierisikos
nachweisen, gibt es ohnehin nicht. Wichtig erscheint
das Gespräch mit den Eltern, um ihnen Ängste zu
nehmen und zu helfen, bei weiteren Fieberkrämpfen richtig
zu reagieren. Kinder, die einen Fieberkrampf hatten,
sollen bis zu einem Alter von fünf bis sechs Jahren nicht
unbeaufsichtigt allein zu Hause gelassen werden.
Die vorbeugende Einnahme von Antipyretika bei Fieberepisoden
beeinflusst nicht die Häufigkeit von Fieberkrampfrezidiven.
Der Nutzen der prophylaktischen intermittierenden
Anwendung von Diazepam bei Fieber ist
zweifelhaft. Ein Versuch kann bei häufigen und/oder
schweren Fieberkrämpfen angezeigt sein. Die früher übliche
Dauertherapie mit Phenobarbital (LUMINAL u.a.)
oder Valproat (ERGENYL u.a.) ist wegen des fraglichen
Nutzens und häufiger Störwirkungen heute verlassen.

Da steht auch noch einiges mehr drin:
http://www.arznei-telegramm.de/register/0005043.pdf
http://www.arznei-telegramm.de/register/0005044.pdf
http://www.arznei-telegramm.de/register/0005045.pdf

Peter

 

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