Autor Thema: Säugling impfen oder warten?!? Kann mich einfach nicht entscheiden :-(.  (Gelesen 17415 mal)

Offline Linny48

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Hallo,

ich bin neu hier und hoffe, dass mir hier jemand bei meiner Entscheidung helfen kann bzw. ich vielleicht durch den Austausch eine Entscheidung finde.

Ich habe zwei Kinder - einen älteren Sohn (geht bereits zur Schule) und meine Tochter ist 3 Monate alt. Mein Sohn wurde gegen alles geimpft, weil ich mir damals keinen Kopf gemacht habe irgendwie. Nun habe ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt und schwanke zwischen gar nicht impfen, mit einem Jahr impfen und sofort impfen (aber nicht alles).
 
Wir haben einen Kinderarzt, der immerhin unsere Entscheidung akzeptiert, aber er ist natürlich (wie so viele) dennoch fürs komplette Impfen.

Komischerweise bereiten mir vor allem Hib und die Pneumokokken Sorgen. Bei Tetanus, Diphterie und Polio habe ich das Gefühl, dass ich ruhig 1 Jahr abwarten kann, aber Hib und Pneumokokken machen mir Angst, da es ja so viele symptomlose Träger geben soll und es auch schlimm enden kann. Keuchhusten muss auch nicht sein, aber da sehe ich die Gefahr wirklich jetzt am Größten und die Impfungen wirken ja so schnell nicht. Mit der Hepatitis-Impfung würde ich ohnehin warten wollen.

Leider gehen in meinem Kopf die schlimmsten Gedanken rum - impfe ich jetzt, habe ich Angst, dass meine Kleine daran sterben könnte. Impfe ich nicht, habe ich Angst, dass sie an den Folgen von Hib oder den Pneumokokken stirbt. Impfe ich erst mit einem Jahr, habe ich auch Angst, v.a. vor tödlichen Folgen, aber ich glaube, länger könnte ich mit der Angst nicht umgehen (ist ja jetzt schon eine Katastrophe).

Habt ihr Erfahrungen, Tipps, Wissen etc. bezüglich Hib und Pneumokokken? Pneumokokken sind wohl ohnehin mehr umstritten, aber Hib? Wie hoch ist das Risiko wirklich? Habe gelesen, dass etwa 5% der Bevölkerung die Erreger in sich tragen, aber das ist ja schon viel und damit das Risiko hoch, dass sogar jemand in unserer Familie das Bakterium in sich trägt?!? Aber jetzt schon impfen? Und vielleicht nur mit dem Einzelimpfstoff, der aber weniger erprobt ist als die 5fach oder so?!? Hach, was soll ich nur machen :-(.

Achso und gestern habe ich gelesen, dass wohl mit einem Jahr mehr Kinder nach einer Mehrfachimpfung gestorben seien als im Säuglingsalter?!? Ist da was dran?!? Ich meine, man will ja die Impfung verschieben, um die Risiken zu minimieren...

Liebe Grüße :-)


Offline holzwuermle

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Hallo Linny48,

benutz doch einfach die Suchfunktion dieser Seite, da gibt es schon einige Informationen.
Auch bei AEGIS wirst du sicher fündig und beim Impfkritik sicher auch.

Stell dich doch bitte nochmal im Bereich "Neue Mietglieder" vor!

Gruß
Dummheit ist nicht wenig wissen, auch nicht wenig wissen wollen, Dummheit ist, glauben genug zu wissen.

Offline Linny48

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Beides habe ich schon getan (also Suchfunktion genutzt und entsprechende Seiten gelesen, Videos geschaut, etc.) - ich komme dennoch nicht weiter :-(. Besonders Hib ist für mich ein Rätsel...

Offline timmerich

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Hallo,

ich bin neu hier und hoffe, dass mir hier jemand bei meiner Entscheidung helfen kann bzw. ich vielleicht durch den Austausch eine Entscheidung finde.

Achso und gestern habe ich gelesen, dass wohl mit einem Jahr mehr Kinder nach einer Mehrfachimpfung gestorben seien als im Säuglingsalter?!? Ist da was dran?!? Ich meine, man will ja die Impfung verschieben, um die Risiken zu minimieren...

Liebe Grüße :-)

Einfach mal die knapp 1.300 Seiten in Ruhe anschauen und ich empfehle, nichts vorher zu essen...

http://autismoevaccini.files.wordpress.com/2012/12/vaccin-dc3a9cc3a8s.pdf


Offline (B)engelchen

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Hallo, ich empfehle als Einstieg das Buch von Martin Hirte "Impfen - Pro und Contra". Nach der Lektüre war klar, dass wir definitiv im ersten Jahr nicht impfen werden. Dann haben wir unter anderem noch folgende Bücher gelesen:
Impfen - Hilfen zur freien Entscheidung von Karl-Reinhard Kummer
Die Impfentscheidung von Friedrich P. Graf
Hilfe! Ich muss eine Impfentscheidung treffen

Unser Kind ist jetzt 3 und komplett ungeimpft und sind froh, so entschieden zu haben. Gerne kann ich dir persönlich noch mehr schreiben, falls Interesse besteht.

Viele Grüße
(B)engelchen

Offline (B)engelchen

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http://www.impf-info.de/die-impfungen/hib.html

HiB
Geschrieben von Dr. Steffen Rabe
 Zuletzt aktualisiert: 17. September 2014
Impfstrategien

Bei Impfbeginn im 1. Lebensjahr 2 Impfungen im Abstand von 4 - 8 Wochen, Auffrischung nach 1 Jahr

Bei Impfbeginn nach dem 12./15. Lebensmonat genügt eine einzige Impfung eines Einzelimpfstoffes wie z.B. Act-Hib®.

 Nebenwirkungen

Zuckerkrankheit/Diabetes mellitus Typ I: Die Frage, ob die HiB-Impfung für das Auslösen eines Diabetes mellitus verantwortlich gemacht werden kann wird nach wie vor hochkontrovers diskutiert.

Eine große (250.000 Kinder) finnische Studie hielt einen Kausalzusammenhang für unwahrscheinlich (Karvonen 1999), deren statistische Nachbefundung kommt zu widersprüchlichen Ergebnissen (arznei-telegramm 2000, Trampisch 1999).

In den letzten Jahren häufen sich allerdings die Untersuchungen, die einen Zusammenhang zwischen der HiB-Impfung und dem Entstehen des Diabetes mellitus für möglich bzw. sogar für wahrscheinlich halten (Classen 2002, Wahlberg 2003)

Neuere Untersuchungen lassen den Verdacht aufkommen, Konjugatimpfstoffe wie die HiB- (und auch die Meningokokken-) Impfung könnten über ihren tiefen Eingriff in die Entwicklung des kindlichen Immunsystems die Entwicklung autistischer Krankheitsbilder fördern (Richmand 2011).
 Epidemiologische Auswirkungen

Nach Einführen der Impfung für Kinder Anfang der 90er Jahre nahmen zur freudigen Überraschung der Epidemiologen auch die HiB-Erkrankungen bei Erwachsenen ab; man erklärte sich dies mit den durch die Impfung als Infektionsquelle ausfallenden Kindern. Seit Ende der 90er Jahre ist nun jedoch – bei gleich bleibender Impfaktivität - ein Wiederanstieg der erwachsenen HiB-Patienten zu beobachten, der bereits 2003 wieder das Niveau wie vor der Impfung erreichte. Parallel dazu ließ sich in Reihenblutuntersuchungen nachweisen, dass die Bevölkerungsimmunität gegenüber HiB – gemessen über Antikörperuntersuchungen – seit dieser Zeit kontinuierlich abnimmt (!). Das Zurückdrängen des Erregers durch die Impfung und der damit wegfallende Kontakt der Bevölkerung mit HiB-Bakterien scheint dafür unmittelbar verantwortlich zu sein. Die HiB-Massenimpfung der Kinder hat die Immunität der Erwachsenen HiB gegenüber langfristig also eindeutig verschlechtert, deren Anfälligkeit für die Erkrankung erhöht (McVernon 2004).
Es gibt keinen plausiblen medizinischen Grund davon auszugehen, dass dieses alarmierende Phänomen auf HiB begrenzt sein wird ... . Die Autoren der oben zitierten Studie folgern: „
Impfprogramme im Kindesalter können unvorhergesehene Auswirkungen auf die Epidemiologie von Erkrankungen im Erwachsenenalter haben, daher müssen Überwachungsstrategien immer die Gesamtbevölkerung betrachten.“. (McVernon 2004)

Studien an amerikanischen Ureinwohnern - die schon vor der HiB-Impfära von invasiven Haemophilus influenzae-Erkrankungen besonders häufig betroffen waren - zeigen, dass trotz intensiver Impfbemühungen die Rate an Hi-Erkrankungen hoch bleibt: hier lässt sich ein zunehmender Teil der entsprechenden Infektionen z.B. auf Haemophilus influenzae a zurückführen, ein Serotyp, der durch die Impfung nicht erfasst wird (Tsang 2014).

Literatur:

a-t 1999; Nr. 12: 126

a-t 2000; 31: 22

Classen JB. Autoimmunity. 2002 Jul;35(4):247-53.

Karvonen M. et al.: Brit. Med. J. 318 (1999), 1169

McVernon J. BMJ 2004, 329: 655-58

Richmand BJ. Med Hypotheses. 2011 Dec;77(6):940-7.

Trampisch HJ  Gutachten vom 25. Nov. 1999 - zitiert aus a-t 1999; Nr. 12: 126

Tsang RS. Epidemiol Infect. 2014 Jul;142(7):1344-54. doi: 10.1017/S0950268814000405. Epub 2014 Mar 5.

Wahlberg J. Ann N Y Acad Sci. 2003 Nov;1005:404-8.


HiB - Die Erkrankung(en)
Geschrieben von Dr. Steffen Rabe
 Zuletzt aktualisiert: 10. November 2013
Erreger

Haemophilus influenzae B, Bakterium (hat nichts mit der Influenza/Grippe zu tun!), tritt in einer bekapselten Form und in einer unbekapelten Form auf
Bei der bekapselten Variante unterscheidet man nochmals die Kapseltypen A bis F – die Impfung schützt nur gegen die bekapselte Form des Untertyps B.
Infektionsmodus

Tröpfcheninfektion
Epidemiologie

Vor der Einführung der HiB-Impfung wird (ohne gesichertes Datenmaterial) von ca. 1600 „invasiven Haemophilus influenzae-Infektionen“ (Erregernachweis in Blut oder Rückenmarksflüssigkeit) ausgegangen.
Nach der Einführung der flächendeckenden HiB-Impfung kam es in Deutschland - wie auch in anderen Ländern (Adams 1993, van Alphen 1997, Garpenholt 1996, Herceg 1997) - zu einem deutlichen Rückgang von invasiven HiB-Erkrankungen (Kalies 2008).
Seit 2006 wird jetzt in Deutschland ein kontinuierlicher Wiederanstieg der HiB-Infektionen beobachtet, ohne dass dafür bisher eine Erklärung gefunden worden wäre (RKI 2013) - es ist dies zur Zeit ein auf Deutschland begrenztes Phänomen, das jedoch so auch schon in anderen Teilen der Welt beobachtet wurde (Nascimento-Carvalho 2006, McVernon 2004); europaweit sind die Erkrankungszahlen seit 2007 relativ konstant (ECDC 2012).

In Großbritannien kam es nach der Einführung der HiB-Impfung zunächst zu einem deutlichen Abfall der HiB-Infektionen auch bei Erwachsenen ("Herdenimmunität"), 10 Jahre nach der Einführung jedoch - bei gleichbleibenden Impfquoten - zu einem deutlichen Wiederanstieg. Parallel konnte man in Blutproben eine Abnahme der HiB-Immunität in der erwachsenen Bevölkerung nachweisen - beides erklärte man sich über den fehlenden Erregerkontakt (durch die "erfolgreiche" Impfstrategie). Die Autoren der Untersuchung sprechen von unvorhergesehen Effekten von Impfprogrammen auf Bevölkerungsteile (Erwachsene), die primär an der Impfstrategie gar nicht beteiligt sind - denn zum Zeitpunkt der Studie waren HiB-Erkrankungen bei Erwachsenen häufiger, als vor Impfbeginn (McVernon 2004).

Auch in Deutschland steigen seit Jahren die Erkrankungszahlen älterer Erwachsener kontinuierlich an, etwa 70% der gemeldeten HiB-Infektionen betrafen 2012 Patienten über 60 Jahre (RKI 2013)

Da die Impfung "serotypenspezifisch" nur gegen einen Teil der Haemophilus influenzae-Bakterien schützt - nämlich gegen diejenigen mit einer Kapsel und dem Kapseltyp B - war eine entscheidende Frage in der Langzeitbeurteilung der Impfstrategie, inwieweit es durch die Massenimpfung zu einer Verschiebung hin zu durch die Impfung nicht erfassten Hi-Typen kommen würde. Auch wenn im Laufe der zurückliegenden 20 Jahre immer wieder vorübergehende, räumlich und zeitlich begrenzte entsprechende Beobachtungen gemacht wurden (Ribeiro 2007 und 2003), ist über den langen Zeitraum - anders als z.B. bei den Pneumokokken - kein nachhaltiges replacement durch andere Serotypen festzustellen (ECDC 2012, Berndsen 2012, Kalies 2009). Ein kleiner, wenn auch typischer Schönheitsfehler dieser Studien speziell für Deutschland war ihre Finanzierung durch die Hersteller des HiB-Impfstoffs... (Kalies 2009).
Der tatsächliche Schutzeffekt der Impfung ist unklar - eine Literaturübersicht der renommierten Cochrane Library kommt denn auch 2003 zu irritierenden Ergebnissen: der Schutzeffekt der HiB-Impfung vor HiB-Erkrankungen liegt wohl irgendwo zwischen 46 und 93% (!) – ein sicherer Schutz durch die Impfung vor tödlichen HiB-Verläufen oder ein Einfluss auf die Sterblichkeit überhaupt ließ sich nicht sicher nachweisen (Swingler 2003).

In Deutschland waren 2012 von den 35 HiB-Patienten unter 22 Jahren (Einführung der Impfung 1990) 15 geimpft (7 davon vollständig, 1 unvollständig) und 11 ungeimpft (RKI 2013).

50% aller invasiven HIB-Fälle betreffen Kinder aus „day-care-settings“, also Kinder in Kinderkrippen, Kindertagesstätten etc. (Cochi 1986)
Ca. 90% aller Erkrankungen treten vor dem 6. Geburtstag, ca. 75% vor dem 2. Geburtstag, ca. 50% vor dem 1. Geburtstag auf.
Bis zu 5% der (ungeimpften) Vorschul/Schulkinder sind gesunde Keimträger
Der Erkrankungsgipfel der Meningitis liegt im 2. Lebenshalbjahr, der der Epiglottitis ab dem 3. bis zum 6. Lebensjahr
Stillen verringert das Risiko einer schweren HiB-Infektion nachweisbar, der Effekt hält auch nach Ende des Stillens bis ins Schulkindesalter an (Silfverdal 1997)
 

Infektionsverlauf

Inkubationszeit einige Tage
verantwortlich für im wesentlichen 2 „invasive“ Erkrankungen
Eitrige Hirnhautentzündung (Meningitis) (früher Haupterreger - nicht einziger Erreger! im Kindesalter)
typischer Verlauf mit hohem Fieber, stark reduziertem Allgemeinzustand, Kopfschmerzen, neurologischen Symptomen
Eitrige Kehldeckelentzündung (Epiglottitis acutissima phlegmonosa)
akut einsetzende entzündliche Verschwellung des Kehldeckels mit starker Luftnot, Erstickungsgefahr, hohem Fieber
Therapie

für beide Erkrankungen intensivmedizinische Betreuung
antibiotische Therapie
Epiglottitis: i.d.R. Intubation und künstliche Beatmung
Meningitis: i.d.R. Cortison zum verhindern neurologischer Folgeschäden
Prognose

abhängig vom Zeitpunkt des Therapiebeginns
Meningitis: bleibende Innenohrschwerhörigkeit bei bis zu 6% der Patienten
Epiglottitis: lebensbedrohlich, bei rechtzeitigem Therapiebeginn/Intubation gute Prognose
 

Literatur

Adams WG. Jama 1993, 269:221-226.

van Alphen L. J Pediatr 1997, 131:869-873.

Berndsen MR. Clin Microbiol Infect. 2012 Sep;18(9):918-23. doi: 10.1111/j.1469-0691.2011.03700.x.

ECDC. Annual epidemiological report 2012.

Garpenholt O. Scand J Infect Dis 1996, 28:165-169.

Herceg A. Commun Dis Intell 1997, 21:173-176.

Kalies H. Vaccine 2008, 26:2545-2552.

Kalies H. BMC Infectious Diseases 2009, 9:45 doi:10.1186/1471-2334-9-45

McVernon J. BMJ VOLUME 329 18 SEPTEMBER 2004

Nascimento-Carvalho CM. J Pediatr (Rio J). 2006 Jul;82(3 Suppl):S109-14.

Ribeiro GS. J Infect Dis. 2003 Jan 1;187(1):109-16. Epub 2002 Dec 13.

Ribeiro GS. Vaccine. 2007 May 30;25(22):4420-8. Epub 2007 Mar 30.

RKI. Infektionsepidemiologisches Jahrbuch 2012. Berlin, 2013.

Swingler G. The Cochrane Library, Issue 4, 2003.

Offline Linny48

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Danke für die Links und die kopierten Texte. (Leider) habe ich das aber schon alles gelesen und bin dennoch noch so unschlüssig. (außer den englischen Text - kann leider kaum Englisch :-(.

@(B)engelchen: Martin Hirte habe ich auch gelesen - sogar teilweise 3fach oder noch mehr :-(. Wie geht ihr denn mit der Angst vor HIb und Pneumokokken um? Habt ihr nicht manchmal das Gefühl, dass jeder das in sich tragen könnte, der mit eurem Kind in Kontakt kommt?

Offline Krümel

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Was erwartest Du hier eigentlich genau? Dass Dir jemand sagt impfe oder impfe es nicht? Das wird nicht passieren. Es ist alleine Deine Verantwortung mit der Entscheidung zu leben und die Folgen zu tragen. Also durch Impfen mit negativen Folgen leben zu müssen oder ohne Impfen mit negativen Folgen leben zu müssen.

Es scheint generell ein Generationsproblem zu sein, sich nicht allein entscheiden zu können. Kein Wunder, wird es einem doch ständig abgenommen.


Offline yanna

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Wenn man Kinder hat, muss man dauernd Entscheidungen fällen, obwohl man meistens nicht ganz sicher weiß, wie man richtig entscheidet. Abnehmen kann einem das niemand, es sei denn, man geht in eine Sekte  :bigwink:

wünsch dir, dass du eine Entscheidung findest, die zu euch passt!!

Ich persönlich wurde nie besonders über dieses Hib aufgeklärt, bei mir haben die Ärzte eher wegen Tetanus und FSME auf mich eingeredet....
Ich hab dann einfach die Wahrscheinlichkeit, dass eine Impfung vor einer Krankheit schützt, die sonst schlimm gewesen wäre, für zu gering gehalten.
Meine 4 Kinder sind gesund.
https://www.aurastube.at/  über Gesundheitsthemen und ähnliches ;-)

Offline Linny48

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Ja, Entscheidungen treffen ist bei mir generell ein Problem, aber hier geht es ja im schlimmsten Fall um Leben oder Tod und damit ist das die bisher schwierigste Entscheidung, die ich bisher zu treffen hatte, so habe ich das Gefühl...

Ich weiß nicht, warum mich Hib so verunsichert... Wahrscheinlich, weil mir die symptomlosen Träger nicht aus dem Kopf gehen... Bei Tetanus z.B. merkt man ja, wenn die Gefahr sich erhöht, aber Hib kann ja irgendwie überall lauern, wenn ich das richtig verstanden habe. Und Pneumokokken auch... Von Tetanus, Diphterie, Polio etc. kann ich mir eher ein Bild machen bzw. habe da ein gutes Gefühl, mit den Impfungen zu warten, bei Hib und Pneumokokken nicht. Auch bei Martin Hirte oder auch im Internet liest man bei Hib und Pneumokokken weniger Eindeutiges finde ich... Also was das Risiko der Erkrankung betrifft... Ich kann das irgendwie gar nicht einschätzen bzw. schätze es bei 5% der Bevölkerung als sehr hoch ein, aber auf der anderen Seite gibt es ja viele ungeimpfte Kinder, die sich nicht anstecken... Oder liegt das daran, dass sie vielleicht mit Hib in Kontakt kommen, es aber abwehren können? Irgendwie will ich nicht impfen, finde aber noch nicht genug Argumente, die mir die Angst vor den Erkrankungen nehmen :-(.

Also die Eltern, die ihre Kinder nicht gegen Hib und Pneumokken impfen gelassen haben: Wie geht ihr mit dem Risiko um bzw. was sagt ihr euch selbst, dass ihr da beruhigter sein könnt?!?

Offline (B)engelchen

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Ich bin der Meinung, dass ein gesundes Immunsystem sich gegen viele Erreger gut zur Wehr setzen kann. Das zeigt zumindest unsere Erfahrung. Unser Kind ist seit 2 Jahren in der Kita und hat sich noch nie was gefangen, kein Scharlach, keine Rotaviren, nix.
Was die Angst betrifft: Ich kann auch Angst haben, dass mein Kind vom Auto überfahren wird oder sonst was. Es gibt so viele Erkrankungen, die potentiell tödlich verlaufen können und gegen die es keine Impfung gibt. Und die Hib-Impfung deckt auch nicht alle Erreger ab, d.h. du kannst trotz Impfung erkranken, weil dich entweder der falsche Stamm erwischt hat oder du sogar Impfversager bist.
 

Offline timmerich

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Also die Eltern, die ihre Kinder nicht gegen Hib und Pneumokken impfen gelassen haben: Wie geht ihr mit dem Risiko um bzw. was sagt ihr euch selbst, dass ihr da beruhigter sein könnt?!?

Unsere Kinder sind gänzlich ungeimpft und wie gehen wir mit dem Risiko um? Nun, das Risiko, dass sich irgendwo ein Dachziegel löst und mir auf den Kopf fällt ist wahrscheinlich genau so hoch, als dass meine Kinder oder ich an HiB erkranken, dennoch rennen wir nicht mit dem Schutzhelm herum, der wie die Impfung wohl nur bedingten Schutz bieten würde.
Ich mache mir da ganz andere Gedanken in unserem Land, die eine ernst zu nehmende Bedrohung darstellen und das sind sicher nicht die Krankheiten, gegen die es eine "Schutz" impfung gibt.
Die Gefahr, dass meine Mädels irgendwo im Bus/Zug/Straße sexuell belästigt oder gar vergewaltigt werden ist für mich deutlich höher als der oben beschriebene Dachziegel und dafür habe ich noch keinen Lösung. Dennoch muss ich auch hier Entscheidungen treffen und kann den Kopf nicht in den Sand stecken.

Also mein Tipp, calm down und wenn ich permanent nur mit Angst durch das Leben laufe und keine Entscheidungen treffe, dann kann ich mich auch nicht des Lebens erfreuen und das sollten wir tun.

Offline Linny48

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Mh, da habt ihr irgendwie recht - letztendlich kann man sich nicht zuhause einschließen (und selbst da lauern Gefahren). Aber bei der Impfung kommt es mir mehr so vor, dass ich dann "schuld" wäre, wenn ich nicht impfe. Gut, wenn ein Dachziegel auf den Kopf fällt und ich meine Kinder gerade in dem Moment rausgeschickt habe, dann mache ich mir wahrscheinlich auch Vorwürfe... Mh... Wahrscheinlich ist es so, weil die meisten Impfen und das derzeit noch als "normal" gilt...
Auf der anderen Seite: Ist das Risiko, an Hib zu erkranken wirklich so gering, wie das Risiko, dass ein Dachziegel auf den Kopf fällt oder man einen Autounfall hat? Das würde mich sogar beruhigen (auch wenn es genug Autounfälle gibt)... Ich habe nur immer wieder das Gefühl, dass das Risiko höher ist?!? Aber gut, vielleicht sollte ich auf die Immunabwehr meiner Tochter vertrauen?!? Puh...

Offline holzwuermle

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Hallo,

es kann dir niemand die Entscheidung abnehmen.
Sprich doch nochmal mit dem Ki-Arzt eures Vertrauens über eure Ängste.
Lasst nicht locker und fordert  Beratung!

Eine sehr gute Zusammenfassung über HIB gibt es auch in dem Buch "Bedrohte Kindheit" von Norbert Enders.
Dummheit ist nicht wenig wissen, auch nicht wenig wissen wollen, Dummheit ist, glauben genug zu wissen.

Offline Krümel

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Mir reicht schon die Tatsache, dass Impfungen aus wirtschaftlichem Interesse heraus nicht mehr neutral bewertet werden. Nehmen wir nur mal die HPV-Impfung, von der es nachweislich schon einige Todesfälle gegeben hat. Andere Länder sind deshalb zurückhaltender mit der Werbung um die Impfung geworden, eben aufgrund der gemachten Erfahrungen. Nicht so Deutschland. Hier wirbt man nun intensiv, dass auch Jungen sich gegen HPV impfen lassen sollen. Ich begreife nicht, wie ein Staat das mit sich machen lassen kann. Er hat doch auch eine Pflicht seine Bürger zu schützen. Hier werden nur wirtschaftliche Interessen geschützt, nicht aber die Gesundheit der Bürger. Würde ich etwas verkaufen, was einem anderen das Leben kostet, würde ich es doch sofort einstellen und nicht noch mehr davon verkaufen. Das ist es auch, was ich an der Glyphosat-Diskussion nicht verstehe. Wenn es auch nur den Verdacht gibt, dass eine Substanz gesundheitsschädlich wirkt, sollte man dann nicht im Zweifel für die Sicherheit der Bevölkerung denken und entscheiden anstatt für wirtschaftliche Interessen? Hier gehts es um die Nachweispflicht. Nichts anderes ist es bei den Impfungen auch. Weise mal nach, dass Du durch die Impfung ein Schaden bekommen hast. Das ist fast unmöglich. Dann verschwinden plötzlich Patientenakten, Ärzte, die Dir vorher gesagt haben, dass sie den Verdacht schon sehr gegeben sehen, dass es sich um eine Impfschädigung hält, sind plötzlich abweisend, wenn Du das schriftlich haben willst. Dann lies mal im Internet wie es betroffenen von Impfschäden geht mit ihren Prozessen gegen die Ärzte / Pharma ect. Schau Dir die Prozesse mal genauer an, dann stellst Du fest, dass sie nicht gerade selten über Jahrzehnte gehen! In der Hoffnung, dass der impfgeschädigte Patient in der Zwischenzeit verstirbt. Ich find das ne Sauerei wie mit Geschädigten umgegangen wird. Mit all dem Wissen wird es Dir auch klar werden, dass die Statistik zur Nutzen-Risiko Analyse bei Impfungen nicht ganz stimmen kann. Allgemein bekannt ist ja, dass man keiner Statistik glauben soll, die man nicht selbst gefälscht hat. Ich bin daher sehr vorsichtig geworden mit dem was angeblich nachgewiesen wurde. Ich glaube eher an die Realität vor meinen Füßen. Sehe, wie man unter dem Impfschaden leidet, wie der Staat eben nicht problemlos bei Impfschäden ein Schadenersatz leistet sondern die Betroffenem im Regen stehen läßt und wenn ich mich jetzt noch frage, wieso man Menschen zu etwas Zwingen muß, was gut für sie ist, ( Impfpflicht)  dann stimmt da doch was nicht. Wenn mir jemand einfach so 100 € schenken würde, weil er meint, das wäre gut für mich, würde mir nicht schaden, ohne Gegenleistung, einfach zur Freude. Müsste er mich dann dazu zwingen es anzunehmen? Wohl kaum. Wüsste ich aber, dass andere, die solche 100€ schon angenommen haben, danach für den Rest ihres Lebens gesundheitlich einen Schaden davon getragen haben, sehe es anders aus. Und so ist es. Es sind keine Gerüchte von Impfschäden. Es gibt sie und zwar mehr als es die Statistiken her geben, eben weil die Geschädigten 1. keine Unterstützung von den Ärzten erhalten 2. Weil Prozesse auf Jahre hinaus gezögert werden, die überwiegende Anzahl der Schäden von Ärzten erst gar nicht gemeldet werden, obwohl sie dazu verpflichtet sind aber das nimmt man wohl genau so wenig ernst wie die Schadenszahlungen an Impfgeschädigte seitens des Staates.
Will ich so einen korrupten Stiel unterstützen, indem ich deren Produkte in mich hinein spritzen lasse?

 

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