Autor Thema: Alternativen zu Grippe Impfung  (Gelesen 8932 mal)

Offline Marie

  • Jr. Mitglied
  • **
  • Beiträge: 11
Alternativen zu Grippe Impfung
« am: 19. Oktober 2016, 17:43:08 »
Hallo zusammen,

da mein Mann in zwei Wochen in Heidelberg am Knie operiert wird, wollten wir unsere Kinder in der Zeit bei meinen Eltern lassen.
Nun sind beide Kinder (4 und 1,5 Jahre) allerdings gerade total verschleimt, haben Fieber und husten am laufenden Band. Laut Arzt hat die Ältere eine Erkältung, beim Kleinen besteht sogar Verdacht auf Grippe. Wir haben uns gegen eine Grippeimpfung entschieden, hadern jetzt allerdings damit, was wir machen sollen, weil meine Eltern nicht mehr die Jüngsten und Gesündesten sind.

Zumindest habe ich in einem Artikel gelesen, dass Menschen über 60 und Menschen mit chronischen Krankheiten sich besonders leicht anstecken können und das gefährlich enden kann: https://www.mycare.de/blog/jetzt-gegen-grippe-impfen-pro-und-contra 
Mein Vater hatte letztes Jahr einen Schlaganfall, meine Mutter Diabetes, dazu haben sich beide seit Jahren nicht mehr impfen lassen (und ich möchte sie auch nicht dazu zwingen). Leider kann auch kein anderer die Kinder in der Zeit nehmen.
 
Gibt es außer die Kinder gegen Grippe impfen zu lassen (habe gelesen das ginge über Nasenspray und nicht über Spritzen) oder die OP abzusagen/zu verschieben noch eine andere Möglichkeit, dass meine Eltern sich nicht anstecken? Hoffe natürlich, dass die Kids bis dahin wieder gesund sind, aber es scheint wirklich hartnäckig zu sein  :worry:

Meine üblichen Allheilmittel (Ingwertee, Wadenwickel, Vitamin C, Hühnersuppe, viel Schlaf und Kamillendampfbäder) haben bisher leider nur wenig Linderung verschafft...

Freue mich über Tipps und Erfahrungen,
Marie


Offline yanna

  • Jr. Mitglied
  • **
  • Beiträge: 56
Re: Alternativen zu Grippe Impfung
« Antwort #1 am: 20. Oktober 2016, 05:40:03 »
ohhhh....
verzwickte Situation und dann fürchte ich auch noch, dass "die Lösung" nicht so einfach sein wird, sorry.
Also zuerst mal: "die Grippe" gibt es nicht.
Da gibt es ganz viele verschiedene Virenstämme und so kann man sich auch nicht gegen "die Grippe" impfen lassen, sondern immer nur gegen einen speziellen Virenstamm.
Falls deine Kinder schon eine Grippe erwischt haben, kann man sie nicht mehr dagegen impfen. Das könnten nur die Großeltern.

Wieso zwar die Großeltern nicht zur Impfung "zwingen", aber die Kinder schon??
https://www.aurastube.at/  über Gesundheitsthemen und ähnliches ;-)

Offline Liesa

  • Mitglied
  • Vollwertiges Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1192
Re: Alternativen zu Grippe Impfung
« Antwort #2 am: 20. Oktober 2016, 09:00:41 »
Hallo Marie,

habe ich das richtig verstanden, dass die Kinder erst in ca. zwei Wochen zu Oma und Opa sollen? Bis dahin sind sie doch vermutlich wieder fit (oder jedenfalls nicht mehr ansteckend).

Es besteht doch auch nur der Verdacht auf Grippe ... oder hat sich in der Zwischenzeit etwas geändert?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Grippe nicht so hochansteckend sein muss, wie es immer wieder geschildert wird. Vor ziemlich genau 10 Jahren hat mich eine Grippe erwischt, eine meiner Töchter auch (das am meisten geimpfte Kind übrigens). Wir sind aber sechs Leute zu Hause ... die übrigen Vier hatten nichts, obwohl sie ja in derselben Wohnung lebten.

Und die Impfung wirkt - habe ich gerade wieder im Radio gehört - oft auch nur zu 50%. Da Impfungen das Immunsystem eher schwächen als stärken (auch meine Erfahrung bzw. Beobachtung), sollte sie denn doch wenigstens verlässlich wirken. Das ist aber gerade bei der Grippeimpfung mitnichten so.


Offline Marie

  • Jr. Mitglied
  • **
  • Beiträge: 11
Re: Alternativen zu Grippe Impfung
« Antwort #3 am: 20. Oktober 2016, 09:30:59 »
Hallo nochmal und danke für eure Antworten!

Die Diagnose ist laut Arzt am Anfang nicht immer leicht, gerade bei Kindern. Er hat jetzt einen Nasen und Rachenabstrich bei unserem Sohn gemacht und Influenza-Erreger gefunden. Um eine eindeutige Diagnose zu bekommen, müssen wir aber noch auf die Ergebnisse des Bluttests warten.

Ich will weder meine Eltern noch meine Kinder impfen lassen, falls ich mich da missverständlich ausgedrückt habe. Suche daher dringend nach einer Alternative. Aber im Notfall hätte ich bei meinen Kindern natürlich mehr "Mitbestimmungsrecht" als bei meinen Eltern. Und wenigstens die Große könnten wir theoretisch noch impfen lassen (wie gesagt, möchte ich im Grunde vermeiden).

Das mit den Virenstämmen hat der Arzt auch gesagt und dass der Grippeimpfstoff sich deshalb auch jedes Jahr neu zusammensetzt. Das stelle ich mir doch recht belastend für den Körper vor, wenn die dann immer wieder aufgefrischt werden muss.
 
Der OP-Termin ist am 31. Oktober, es sind also noch nicht mal mehr zwei Wochen... Ich hoffe natürlich auch, dass sich das Thema bis dahin erledigt hat, aber der KA meinte, wir sollten uns lieber jetzt schon etwas überlegen. Er glaubt nämlich nicht, dass der Kleine bis dahin wieder fit ist. Aber es macht mir ja schon Hoffnung, dass es bei euch so glimpflich verlaufen ist, Liesa  :smile:


Offline holzwuermle

  • Mitglied
  • Vollwertiges Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 418
Re: Alternativen zu Grippe Impfung
« Antwort #4 am: 20. Oktober 2016, 10:03:53 »
wir hatten vor drei Jahren, bei fünf Leuten zwei mit angeblicher Grippe. Bei drei wurde ein Rachenabstrich gemacht.
Es ging uns alle nach gut 14 Tagen wieder besser.
Wir verließen die Praxis mit Tipps, aber, was ich gut fand, ohne Rezept für AB!
Wie Liesa schreibt sind die meisten Krankheiten garnicht so ansteckend wie oft behauptet wird.

Sorgt auch jetzt für eine gute Stimulierung des Immunsystems, das ist mit einigen Mittel oder Anwendungen möglich. Fragt mal in euer Apotheke oder den HA. Wenn ihr einen HP habt fragt da doch mal nach.
Das gleiche wäre auch für deine Eltern wichtig. Im Winter gehen die Abwehrkräfte schon mal in den Keller. Auch haben ältere Menschen eine etwas verzögerte Immunantwort.

Gute Besserung den Schnupfennasen und für die OP alles gute.
Dummheit ist nicht wenig wissen, auch nicht wenig wissen wollen, Dummheit ist, glauben genug zu wissen.

Offline yanna

  • Jr. Mitglied
  • **
  • Beiträge: 56
Re: Alternativen zu Grippe Impfung
« Antwort #5 am: 20. Oktober 2016, 10:31:30 »
Also angeblich kriegen wir deshalb im Winter mehr Erkältungen, weils Vitamin D fehlt. Da könnten die Eltern sicher drauf achten, dass sie vielleicht etwas einnehmen - ??
gute Besserung! :heart:
https://www.aurastube.at/  über Gesundheitsthemen und ähnliches ;-)

Offline ?!

  • Jr. Mitglied
  • **
  • Beiträge: 99
Re: Alternativen zu Grippe Impfung
« Antwort #6 am: 20. Oktober 2016, 18:07:38 »
Hallo Marie,

wenn Ihr Sohn erkrankt ist und tatsächlich Influenza Viren bei ihm nachgewiesen wurden ist die Diagnose einer Grippe gestellt. Welche zusätzliche Erkenntnis hier noch aus den "Bluttests" erwachsen soll, ist mir schleierhaft. Ein bereits infiziertes Kind zu impfen ist für den akuten Krankheitsfall sinnlos. Insofern stellt sich hier die Frage schon grundätzlich gar nicht.

Was nun das Geschwisterkind und die Großeltern angeht, so besteht für diese dann eine Ansteckungsgefahr, so lange das nachweislich infizierte Kind noch vermehrungsfähige Viren ausscheidet. Das ist bei der Grippe nach Beginn der Symptomatik in aller Regel für 5 bis 6 Tage lang der Fall. Danach ist der Erkrankte zwar oft noch nicht wieder unbedingt vollständig belastbar, aber er stellt für seine Umwelt kein Erregerreservoir mehr dar. Für die Großeltern ist es daher vielleicht etwas anstrengender, weil sie ein etwas möglicherweise nöligeres Enkelkind beaufsichtigen müssen, aber infektiologisch sollte die Kuh bis zum Monatsende vom Eis sein.

Aus meiner Sicht können die Kinder daher bedenkenlos in die Obhut von Oma und Opa gegeben werden, sofern sich das Geschwisterkind nicht bereits mit Influenza angesteckt hat. Das kann man ja durch einen weiteren Abstrich klären.

Beste Grüße
?!

p.s.
Die Übertragung von Erkältungsviren in den Wintermonaten wird auch durch die Anhäufung von Menschen in geschlossenen Räumen begünstigt (Straßenbahnen, Busse, ...). Ich empfehle daher, solche Bereiche zu meiden, wann immer das möglich ist, um das Risiko zu minimieren. Außerdem hat es sich zur Infektionprävention bewährt, sich regelmäßig gründlich die Hände zu waschen und nicht zu häufig in das eigene Gesicht zu fassen (das machen viele Menschen sehr häufig und oft ganz unbewusst).

p.p.s.
Sollten sich die Großeltern doch noch zu einer Impfung gegen Grippe entscheiden, achten Sie darauf den 4-fach (= tetravalenten) Impfstoff zu erhalten. Oft wird aus Kostengründen nur der 3-fach (= trivalente) Impfstoff angeboten. Die darin fehlende Komponente ist aber derzeit epidemiologisch auch in Deutschland ziemlich relevant.

Offline holzwuermle

  • Mitglied
  • Vollwertiges Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 418
Re: Alternativen zu Grippe Impfung
« Antwort #7 am: 21. Oktober 2016, 09:05:19 »
Hallo Marie,

zur Info einige andere Info über die Grippeimpfung.
http://naturheilt.com/blog/grippeimpfung-wirksamkeit-2014/
http://naturheilt.com/blog/grippeimpfung-ein-marketingwitz-2013/

@yanna
http://www.vitamindelta.de/
oder
https://www.vitamindservice.de/
kennst du bestimmt schon.

Allen Schnupfennasen gute Besserung!

Dummheit ist nicht wenig wissen, auch nicht wenig wissen wollen, Dummheit ist, glauben genug zu wissen.


Offline Friedrich

  • Jr. Mitglied
  • **
  • Beiträge: 4
Re: Alternativen zu Grippe Impfung
« Antwort #8 am: 23. Oktober 2016, 18:39:13 »
Hallo Marie!
Eine einfache wirksame Maßnahme, um die Erkältung deiner Kinder schnell zu überwinden und einer echten Grippe vorzubeugen, ist, vorübergehend Milch und alle Milchprodukte wegzulassen. Milch wirkt verschleimend und fördert alle möglichen Erkrankungen im Mund- und Rachenraum. Milchfette (Butter, Sahne) können dagegen weiterhin konsumiert werden.

Offline Marie

  • Jr. Mitglied
  • **
  • Beiträge: 11
Re: Alternativen zu Grippe Impfung
« Antwort #9 am: 23. Oktober 2016, 20:23:57 »
Hallo Marie,

wenn Ihr Sohn erkrankt ist und tatsächlich Influenza Viren bei ihm nachgewiesen wurden ist die Diagnose einer Grippe gestellt. Welche zusätzliche Erkenntnis hier noch aus den "Bluttests" erwachsen soll, ist mir schleierhaft. Ein bereits infiziertes Kind zu impfen ist für den akuten Krankheitsfall sinnlos. Insofern stellt sich hier die Frage schon grundätzlich gar nicht.

Was nun das Geschwisterkind und die Großeltern angeht, so besteht für diese dann eine Ansteckungsgefahr, so lange das nachweislich infizierte Kind noch vermehrungsfähige Viren ausscheidet. Das ist bei der Grippe nach Beginn der Symptomatik in aller Regel für 5 bis 6 Tage lang der Fall. Danach ist der Erkrankte zwar oft noch nicht wieder unbedingt vollständig belastbar, aber er stellt für seine Umwelt kein Erregerreservoir mehr dar. Für die Großeltern ist es daher vielleicht etwas anstrengender, weil sie ein etwas möglicherweise nöligeres Enkelkind beaufsichtigen müssen, aber infektiologisch sollte die Kuh bis zum Monatsende vom Eis sein.

Aus meiner Sicht können die Kinder daher bedenkenlos in die Obhut von Oma und Opa gegeben werden, sofern sich das Geschwisterkind nicht bereits mit Influenza angesteckt hat. Das kann man ja durch einen weiteren Abstrich klären.

Beste Grüße
?!

p.s.
Die Übertragung von Erkältungsviren in den Wintermonaten wird auch durch die Anhäufung von Menschen in geschlossenen Räumen begünstigt (Straßenbahnen, Busse, ...). Ich empfehle daher, solche Bereiche zu meiden, wann immer das möglich ist, um das Risiko zu minimieren. Außerdem hat es sich zur Infektionprävention bewährt, sich regelmäßig gründlich die Hände zu waschen und nicht zu häufig in das eigene Gesicht zu fassen (das machen viele Menschen sehr häufig und oft ganz unbewusst).

Danke erstmal für die lieben Gute-Besserungswünsche  :heart:

Dass der Kleine bis dahin keine vermehrungsfähige Viren ausscheiden müsste, beruhigt mich ja schonmal. Sie davon abzuhalten, sich ins Gesicht zu fassen, ist bei Kindern leider nicht so einfach, gerade wenn sie mal wieder rumtollen  :wink: Noch hat sich die Große aber zum Glück nicht angesteckt, wenn man dem Abstrich glauben kann.

Das mit den Milchprodukten ist mir neu, Friedrich. Danke für den Tipp, das werde ich die nächsten Tage auf jeden Fall ausprobieren!
Momentan versuchen wir mit viel Tee, Sanddornbeeren, Hagebutten, Nüssen und Gemüse dagegen anzukämpfen und die Nasen mit Inhalieren von Kamillentee wieder frei zu bekommen. Nachts bekommen sie leider trotzdem kaum Luft und dadurch auch kein Auge zu.

Aber wir geben die Hoffnung nicht auf, dem auf natürlichem Wege Herr zu werden und die OP meines Mannes allesamt gesund zu überzustehen.

Einen schönen und gesunden Sonntag Abend allerseits  :smile:

Offline holzwuermle

  • Mitglied
  • Vollwertiges Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 418
Re: Alternativen zu Grippe Impfung
« Antwort #10 am: 25. Oktober 2016, 09:46:13 »
Frage:
Warum geht dein Mann zur OP nach Heidelberg wenn ihr doch in Potsdam wohnt?

Wie geht es deinem Sohn inzwischen?
« Letzte Änderung: 25. Oktober 2016, 09:50:53 von holzwuermle »
Dummheit ist nicht wenig wissen, auch nicht wenig wissen wollen, Dummheit ist, glauben genug zu wissen.

Offline Marie

  • Jr. Mitglied
  • **
  • Beiträge: 11
Re: Alternativen zu Grippe Impfung
« Antwort #11 am: 26. Oktober 2016, 16:26:15 »
Hallo Holzwuermle!

Zu deiner ersten Frage: Weil die Klinik in Heidelberg einen sehr guten und international anerkannten Spezialisten hat, der ihm von seinem Orthopäden hier empfohlen wurde. Mein Mann bekommt einen Kniegelenkersatz und will daher sicher sein, dass nichts schief geht.

Meinem Sohn geht es schon besser, der Husten und die Tropfnase halten sich zwar leider noch hartnäckig, aber zum Glück ist das Fieber weg. Hoffe wir haben das Schlimmste überstanden :smile: :impfung:

LG Marie

 

Seite erstellt in 0.015 Sekunden mit 38 Abfragen.