Autor Thema: 37-jährige Essenerin stirbt an Masern  (Gelesen 5667 mal)

Offline timmerich

  • Mitglied
  • Vollwertiges Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 472
37-jährige Essenerin stirbt an Masern
« am: 23. Mai 2017, 12:07:34 »
http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/essen-todesfall-nachrichten-masern-100.html

Oh, das ist ja Öl ins Feuer zur Debatte einer Impfpflicht....wie passend, wie passend.....ein Schelm, wer böses dabei denkt.


Offline Liesa

  • Mitglied
  • Vollwertiges Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1192
Re: 37-jährige Essenerin stirbt an Masern
« Antwort #1 am: 23. Mai 2017, 14:30:19 »
Sie war aber einmal geimpft, diese Impfempfehlung gab es ja zeitweise, vermutlich fiel sie genau in die Kindheit dieser Frau.

Dann hieß es, die zweite Masern-Impfung solle nur die (ganz wenigen, natürlich ...) Impfversager auffangen.

Jetzt sagt man also "unvollständig geimpft" dazu, was eine ungute Tendenz zum "Selbstschuld" beinhaltet.


Spricht nicht gerade für die jeweiligen Impfempfehlungen, denn selbst wer meint, korrekt geimpft zu sein, kriegt hernach was auf die Mütze. Also ich meine jetzt: voller Vorwurf von Ärzten und Gesundheitsämtern. Das Schicksal ist natürlich tragisch.


Offline Liesa

  • Mitglied
  • Vollwertiges Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1192
Re: 37-jährige Essenerin stirbt an Masern
« Antwort #2 am: 24. Mai 2017, 12:26:27 »
Eine andere Region, aber durchaus interessant: http://eichsfeld.thueringer-allgemeine.de/web/eichsfeld/startseite/detail/-/specific/Masern-Impfung-versagte-1905678480

(Es kommt sicher irgendwann, wie es kommen muss: Drei- oder viermal gegen Masern impfen ...)

Offline wwwvobigde

  • Mitglied
  • Vollwertiges Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 218
Re: 37-jährige Essenerin stirbt an Masern
« Antwort #3 am: 24. Mai 2017, 20:33:22 »
Was auch hier leider zählt ist die Schlagzeile: junge Frau, Masern, Tod, drei Kinder. Ausrufezeichen. Was mal wieder fehlt ist Kontext. Was wir erfahren ist: Die junge Frau hatte Masern und ist daran gestorben. Aber können nicht andere Gründe zum Tod geführt haben?

1) Mit einer Impfung damals kann auch heute noch der Titer so hoch liegen, dass er laut Schulmedizin ausreichend für einen Schutz ist. Welchen Titer hatte die Patientin?
2) Ist in ihrem direkten Umfeld kürzlich gegen Masern geimpft worden? Wer mit Lebendimpfstoffen geimpft wird, kann zum Impfvirenausscheider werden, siehe http://www.nvic.org/CMSTemplates/NVIC/pdf/Live-Virus-Vaccines-and-Vaccine-Shedding.pdf .
3) Ist das Fieber der Patientin medikamentös gesenkt worden? Fiebersenkung bei Masern verschlechtert die Prognose.
4) In welchem Allgemeinzustand befand sich die Frau vor der Aufnahme ins Krankenhaus?
5) Welche Medikamente erhielt sie zwecks der Behandlung? Auf einer Intensivstation wird man sie nicht einfach nur beobachtet haben, sondern vor allem auch behandelt haben.

Fünf Fragen, keine Antworten. Die einzige Antwort, die geliefert wird, ist die, die erwartet wird: Die Masern waren es, sonst nichts. Punkt.


Offline Liesa

  • Mitglied
  • Vollwertiges Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1192
Re: 37-jährige Essenerin stirbt an Masern
« Antwort #4 am: 25. Mai 2017, 15:33:46 »
Bei efi (facebook-Seite) habe ich Folgendes gefunden, ich zitiere:


"Eine 37 Jahre alte Mutter von drei Kindern stirbt in Essen an Masern, weil sie in ihrer Kindheit nur ein Mal gegen Masern geimpft war. Dieser traurige Fall macht derzeit in den Medien begleitet von der üblichen Propaganda die Runde.
Bei näherem Hinsehen und mit den mittlerweile aus anderen Quellen verfügbaren Zusatzinformationen sieht der Fall jedoch anders aus.
- Das Unterlassen der notwendigen intensiven medizinischen Unterstützung durch die Veweigerung der Krankenhausaufnahme und der Fehlbehandlung durch den Arzt ist als schwerer Behandlungsfehler zu bewerten.
- Die Aussage, dass eine zweite Impfung das Leben der Mutter gerettet hätte, ist reine Propaganda, da selbst mit zwei Impfungen bis zu jeder 13. trotzdem erkrankt.
- Soll durch die Impfpropaganda von einem schweren tödlichen Behandlungsfehler abgelenkt werden?
Laut mehreren übereinstimmenden Aussagen von Verwandten und Freunden [1] war die Mutter bereits zwei Wochen vor Ihrem Tod krank. Es ging ihr von Tag zu Tag schlechter. Ihr Hausarzt hielt das hohe Fieber und den Husten für eine Grippe und verschrieb gleich zu Beginn auf Verdacht ein Antibiotikum. Als sich der Zustand der Frau weiter verschlechterte und auch noch ein weißlicher Ausschlag im Mundraum hinzukam, vermutete der Hausarzt einen Pilzbefall im Mund, setzte das Antibiotikum ab und verordnete ein weiteres Medikament gegen den Pilz.
In den zwei Wochen vor Ihrem Tod versuchte die Mutter mindestens zwei Mal im örtlichen Krankenhaus aufgenommen zu werden, weil es ihr so schlecht ging. Das wurde vom Krankenhaus mit dem Hinweis verweigert, dass man kein freies Bett habe. Die Bundesgesundheitsbehörde Robert-Koch-Institut empfiehlt ausdrücklich die Bettruhe bei einer Masernerkrankung [8]. Bei einer dreifachen Mutter wäre alleine aus diesem Grund die frühzeitige Einweisung ins Krankenhaus dringend angezeigt gewesen.
Als wenige Tage vor ihrem Tod ein Hautausschlag auftrat, wurde ein Bluttest gemacht und die Maserndiagnose gestellt. Daraufhin wurde die Mutter endlich in das Uniklinikum Essen eingewiesen. Es ging ihr da schon extrem schlecht, so dass sie dort einen Tag später verstarb.
Mittlerweile wurde bei der Polizei eine Anzeige wegen diesen unfassbaren Versäumnissen erstattet. [2] Sobald uns hier nähere Informationen vorliegen, werden wir diese Informationen ergänzen.
In Nordrhein-Westfalen gibt es seit Januar einen Masernausbruch, bei dem vor allem die Städte Duisburg, Essen, Oberhausen und Dortmund betoffen sind. Bis einschließlich der 19. Kalenderwoche sind in NRW insgesamt 381 Masernfälle gemeldet worden. [3] Die behandelnden Ärzte und Krankenhäuser hätten also viel früher einen Masernverdacht aussprechen und einen Labortest durchführen lassen müssen.
Mit der Einführung der Massenimpfungen gegen Masern wurde die Krankheit ins Säuglings- und Erwachsenenalter verschoben. In beiden Altersgruppen besteht ein erhöhtes Risiko für Komplikationen. [4]
Aufgrund der aktuell vorliegenden Informationen liegt bei dem tragischen Maserntodesfall in erster Linie ein schwerer Behandlungsfehler durch das Unterlassen eines zeitigen Labortests, durch die anfängliche Fehlbehandlung und durch die Nichtaufnahme ins Krankenhaus mit rechtzeitiger intensivmedizinischer Behandlung vor. Todesfälle durch Behandlungsfehler sind nicht ungewöhnlich. Laut dem AOK Krankenhausreport sterben jedes Jahr rund 19.000 Patienten durch Behandlungsfehler. [5]
Die WHO empfiehlt Antibiotika bei den Masern erst dann einzusetzen, wenn bakterielle Zweiterkrankungen, wie z.B. Lungenentzündung auftreten. Masernfälle sollten eine intensive medizinische Unterstützung erhalten, um u.a. eine Austrockung des Patienten zu verhindern. Laut Schilderung einer Freundin resultierte der schlechte Allgemeinzustand der Mutter bei der viel zu späten Einlieferung ins Krankenhaus auch aus der völligen Austrockung.
Außerdem sollten alle akuten Fälle unverzüglich nach Diagnosestellung zwei Mal im Abstand von einem Tag hochdosiertes Vitamin A erhalten. [6] Das wurde laut den bisher vorliegenden Informationen bei der Mutter unterlassen. In der Fachliteratur sind Fallbeispiele wohl dokumentiert, in denen selbst schwere Verläufe bei den Masern durch hochdosiertes Vitamin A und andere begleitende Maßnahmen erfolgreich behandelt wurden. [7]
Die Verweigerung der notwendigen unterstützenden Maßnahmen während der zunehmenden Verschlechterung des Allgemeinzustands in den zwei Wochen vor dem Tod muss als schwerer Behandlungsfehler bewertet werden.
Die Verstorbene war als Kind 1 Mal gegen Masern geimpft worden. Das entsprach damals den staatlichen Impfempfehlungen. Als jedoch immer mehr Geimpfte erkrankten, wurde von den Behörden eine 2. Masernimpfung eingeführt, um die sog. Impfversager der 1. Impfung zu reduzieren. Nach zwei Impfungen sind laut Aussage der Gesundheitsbehörden zwischen 92% und 99% vor einer Erkrankung geschützt. [8] Die bedeutet jedoch im Klartext, dass selbst nach zwei Impfungen bis zu jeder 13. (!!) trotzdem nach einem Masernkontakt erkrankt. Die Behauptung, dass die Frau durch eine zweite Impfung sicher gerettet gewesen wäre, ist reine Propaganda.
Unsere Gedanken gelten der Familie und den Freunden der Verstorbenen. Wir drücken ihnen unser herzliches Beleid aus und haben die volle Unterstützung bei der rechtlichen Aufarbeitung zugesagt.
Euer EFI-Team www.efi-online.de
#Masern #Panikmache #Todesfall #Impfschutz
QUELLEN:
[1] Persönliche Notizen und Korrespondenz mit Angehörigen und Freunden in den sozialen Medien
[2] https://www.waz.de/…/maserntodesfall-in-essen-anzeige-gegen…, abgerufen am 25.05.2017
[3] https://www.lzg.nrw.de/…/meld…/infektionsberichte/index.html, abgerufen am 25.05.2017
[4] https://www.rki.de/…/Inf…/M/Masern/BGBL_09_2013_Hotspot.pdf…, abgerufen am 25.05.2017
[5] http://www.focus.de/…/aok-krankenhaus-report-opfer-patiente…, abgerufen am 25.05.2017
[6] http://apps.who.int/ir…/bitstream/10665/255149/1/WER9217.pdf, aktuelle WHO Empfehlungen vom 28.04.2017, , abgerufen am 25.05.2017
[7] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25619709, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11766383, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8486065
[8] http://www.rki.de/…/EpidB…/Merkblaetter/Ratgeber_Masern.html, abgerufen am 25.05.2017"

Offline wwwvobigde

  • Mitglied
  • Vollwertiges Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 218
Re: 37-jährige Essenerin stirbt an Masern
« Antwort #5 am: 26. Mai 2017, 14:40:39 »
Im Grunde ist es ganz einfach:

Wenn die junge Frau auch mit nur einer Impfung einen ausreichenden Titer hatte, der laut RKI Hinweis für einen ausreichenden Schutz ist, dann ist die Anzahl der Impfungen egal. Was zählt ist der Titer. Punkt. Hatte die Frau einen entsprechen hohen Titer, dann wäre die ganze mediale Schlagzeilenschlacht völlig nichtig und der Grund für den Tod auf alle Fälle anderswo zu suchen.

Stichwort Herdenimmunität: Eine Population zu 95 Prozent zu impfen, bedeutet nicht , dass diese 95 Prozent zu 100 Prozent gleich und gleich lang auf die Impfung reagieren !!! Warum begreift das niemand !!!

https://guidovobig.wordpress.com/2017/04/06/text-18-impfen-ein-thema-kosmologischen-ausmasses-2/

Der Begriff der Herdenimmunität entstand übrigens vor Jahrzehnten und bezog sich auf den Erwerb der natürlichen Immunität in damals ungeimpften Populationen !!! Moderne Populationen mit Millionen Menschen in Großstädten und im Rahmen von Globalisierung ist keine Herde, im eigentlichen Sinne der Herdenimmunität.

« Letzte Änderung: 26. Mai 2017, 15:10:38 von wwwvobigde »

Offline Taira

  • Mitglied
  • Vollwertiges Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 284
Re: 37-jährige Essenerin stirbt an Masern
« Antwort #6 am: 26. Mai 2017, 19:37:17 »
Danke Liesa für die speziellen Hintergrundiformationen.
Da efi die Familie begleitet, wird es wohl noch weitere Details zum Fortgang geben. Liebe Grüße Taira

Offline timmerich

  • Mitglied
  • Vollwertiges Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 472
Re: 37-jährige Essenerin stirbt an Masern
« Antwort #7 am: 31. Mai 2017, 07:02:10 »


 

Seite erstellt in 0.019 Sekunden mit 38 Abfragen.