Autor Thema: Kinderlähmung  (Gelesen 1965 mal)

Offline yanna

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Kinderlähmung
« am: 24. Januar 2018, 16:51:55 »
weiß jetzt nicht so recht, wohin damit, ist eigentlich nur eine Anekdote aus dem Leben meiner Mutter, aber eigentlich auch irgendwie bemerkenswert....
Meine Mutter ist Impfgegnerin. Sie selber ist auch ungeimpft. Inzwischen über 70. 
hat sie mir heute so beiläufig, als wäre es nichts besonderes, erzählt, dass sie als Kind Kinderlähmung gehabt hatte!!

Da ist ein Alternativarzt im Rahmen einer Untersuchung draufgekommen und dass der das bemerkt hat, war eigentlich das, was meine Mutter mir erzählen wollte.

Aber für mich war die Beiläufigkeit, mit der sie es erzählte, das interessante.
Sie ist absolut gesund!

und ich dachte, Kinderlähmung führt immer zu bleibenden Schäden.

Ob es da bei mehreren Krankheiten so "vergessenes Wissen" gibt um die Chancen, wieder ganz gesund zu werden??
Ich suche immer nach Statistiken, die die tatsächliche Gefährlichkeit der Infektionskrankheiten (bei ansonsten ausreichender Hygiene, Ernährung und gute Wohnverhältnisse) wirklich beweisen....


Offline Fahrradkerze

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Re: Kinderlähmung
« Antwort #1 am: 24. Januar 2018, 19:31:54 »
Hallo,
hier eine Erzählung meiner Mutter.
Nach dem Krieg lebten sämtliche Familienmitglieder (Onkel, Tanten, Cousins usw.) auf engstem Raum zusammen. Ein Cousin bekam Kinderlähmung trotz oder gerade wg. vorheriger Schluckimpfung, leider auch mit bleibender Lähmung. Das erstaunliche ist nur, dass die vielen anderen Kinder sich nicht ansteckten.
Bzgl. Kinderlähmung habe ich mal gelesen, dass ein sehr hoher Prozentsatz die Kinderlähmung nur als kleinen Infekt wahrnimmt, ein paar wenige haben Lähmungen, die wieder verschwinden und ein ganz geringer Prozentsatz hat leider bleibende Lähmungen behalten.

Offline Roland

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Re: Kinderlähmung
« Antwort #2 am: 01. Februar 2018, 11:59:28 »
Laut herrschender Meinung machen weit über 90% der Menschen eine Polio-Infektion ohne nennenswerte Symptome durch, nur ein kleiner Teil entwickelt Lähmungen, und davon nur ein kleiner Teil dauerhafte Lähmungen.

Warum ist das so? Es ist eine Frage der Krankheitsdefinition, wie bei allen Krankheiten. Vereinfacht gesagt entsteht so eine Krankheitsdefiniton aus einer Korrelation zwischen einem  bestimmten Symptombild und einem bestimmten serologischen Befund, also einem Labortest z.B. des Blutserums. Eine wirklich kausale Relation bzw. die tatsächliche Existenz von krankheitserregenden Agenten kann in den wenigsten Fällen bewiesen werden. Ich halte dieses Vorgehen daher generell für ziemlich fragwürdig, und auf der Bullshit-Skala liegt Polio da für mich gaaaanz weit oben. Warum?

Es gibt eben sehr viele mögliche Gründe, warum ein Mensch Lähmungen entwickelt. Darunter fallen und fielen vor allem zu Zeiten der Polio-Epidemien auch Impfungen und der sorglose Umgang mit Nervengiften, vor allem in der Landwirtschaft (DDT). Aber nicht jeder, der eine Lähmung entwickelt, wird mit Polio diagnostiziert (vor allem heute nicht mehr) und nicht jeder der einen zu Polio passenden serologischen Befund hat bekommt auch Lähmungen (daher die oben erwähnte herrschende Meinung mit den über 90% "symptomlosen" Polio-Fällen). Nur wenn bei einer Lähmung ein entsprechender Verdacht besteht und dann ein entsprechender Test auch gemacht wird (!), kommt die Diagnose Polio heute in Betracht. Früher war aber fast jede Lähmung auch ohne Test fast automatisch Polio.

Also ich jedenfalls konnte bisher keinerlei Hinweis, geschweige denn Beweis, dafür finden, dass es es so etwas wie Polio als wirklich eigenständige und klar abgrenzbare Krankheit, die durch "Viren" ausgelöst wird, überhaupt gibt. Es wurde auch während der Epidemien von vielen Ärzten berichtet, dass es keinen Hinweis auf Ansteckung gab.

Offline wwwvobigde

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Re: Kinderlähmung
« Antwort #3 am: 01. Februar 2018, 19:44:49 »
Polio hat eine interessante Geschichte, denn vor Jahrzehnten lautete die Definition nach anders und mittlerweile heißen all jene Fälle, die vor Jahrzehnten noch als Polio in die Statistik eingingen, anders, nämlich AFP ( akute schlaffe Lähmung ). Oder anders ausgedrückt: Weltweit gibt es, nach alter Definition, sehr viele Polio-Fälle, die, nach neuer Definition, obendrein auch noch einen anderen Namen haben - AFP - und somit nicht mehr als Polio-Fall in die Statistik eingehen.

Um eine Vorstellung von der Verbreitung der AFP zu bekommen: 89999 Fälle weltweit im Jahr 2009. Von 1996 bis zum Jahr 2009 zählt die WHO 608832 Fälle von AFP. Im gleichen Zeitraum kommt es zu 39131 Fällen, die als Polio ausgewiesen wurden.
Interessant auch das vermehrte Auftreten von AFP-Fällen, immer wenn irgendwo das Poliovirus nachgewiesen wird, wobei die AFP-Fälle in der Regel höher liegen. Sagt man dem Poliovirus nicht enorme Infektiösität nach ? Woher kommen dann all die anderen Lähmungen in den Gegenden, in denen das Poliovirus sein Unwesen treibt ?

Diesbezüglich ein kurzer Blick auf ein paar Daten aus dem Archiv der WHO: Seit 1996 sinken laut WHO die Zahlen der Poliofälle in Indien, nachdem dort im Jahr 1995 die WHO das POLIO-AUSROTTUNGS-PROGRAMM gestartet hat. Seitdem steigen aber die AFP-Fälle rasant an.

Es folgen die Zahlen aus der WHO-Datenbank von 1996 bis August 2010, wobei 1996 noch alle AFP-Fälle als Poliofälle angesehen wurden ... bevor die Kluft zwischen beiden von da an immer größer wurde. Diese Daten beziehen sich, wie erwähnt, auf Indien.

Jahr    AFP     Poliofälle
1996     01005     1005
1997     03047     2275
1998     09465     4322
1999     09587     2817
2000     08103     0265
2001     07470     0268
2002     09705     1600
2003     08508     0225
2004     13274     0134
2005     27049     0066
2006     32194     0676
2007     41524     0874
2008     45582     0559
2009     50405     0756
2010     55785     0044
2011     60540     0001
2012     60922     0000
2013     54632     0000
2014     53933     0000
2015     43025     0000     Stand Dez. 2015

Im Jahr 2000 fiel die Zahl der Poliofälle stark ab, AFP blieb vorerst stabil. Das Jahr 2000 war das Zieldatum der WHO Polio auszurotten, weltweit.

Was aber unterscheidet die AFP-Fälle von den Polio-Fällen ? Einzig der Nachweis des Polioviruses in zwei verschiedenen Stuhlproben, die innerhalb der ersten 14 Tage nach Lähmungsbeginn abgenommen werden. Ist kein Virusnachweis erfolgt, handelt es sich um einen AFP-Fall und nicht um Poliomyelitis ... oder aber das Virus wäre später als 14 Tage im Stuhl nachweisbar und somit eigentlich ein Polio-Fall, der aber als AFP-Fall gezählt wird.
In den Jahren vor der Einführung des POLIO-AUSROTTUNG-PROGRAMMS wurde jeder AFP-Fall, dessen Lähmung über 60 Tage hinausging als Polio-Fall deklariert ... ohne jeglichen Virusnachweis.

Und ja, in der impfstofffreien Zeit vor Jahrzehnten war der Einsatz von DDT flächendeckend sehr verbreitet. Da wurden Tapeten in Kinderzimmern damit getränkt, Schulklassen eingenebelt, Felder vom Flugzeug aus besprüht, ... und DDT hat als Nebenwirkungen jene, die der AFP zugerechnet werden können, wobei die Nebenwirkungen sich verstärken, wenn eine Unterzuckerung (z.B. durch Anstrengung) vorliegt.




Offline kruemel

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Re: Kinderlähmung
« Antwort #4 am: 26. Juli 2018, 14:42:16 »
Mein Kleiner, jetzt 4, ist gegen alles geeimpft, was die Stiko empfiehlt, weil ich mir den Schuh nicht anziehen möchte, wenn er sich mit einer Krankheit ansteckt und Folgeschäden davonträgt, die ich hätte verhindern können. Klar, es gibt Impfschäden oder die Impfung schlägt nicht an, aber dieses Risiko geh ich dann ein.
Wehe wehe wenn ich an das Ende sehe

Offline Zeitgeist

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Re: Kinderlähmung
« Antwort #5 am: 26. Dezember 2018, 21:25:39 »
Hab am Weihnachtsmarkt in Laufenburg einen Stand von "Rotary" (einem über hundertjährigen Club, der viel Einfluss in der Welt hat und Beziehungen zu Freimaurerlogen) gesehen, der Spenden für Impfungen gegen Polio sammelte. Sie hatten auch ein grosses Drehrad, um Familien anzulocken.

Auf ihrer Seite EndPolio steht, dass die Bill & Melinda Gates Foundation jede Spende verdreifacht. Bill und Melinda Gates wollen ja sowieso möglichst viele Leute in den ärmeren Ländern impfen. Ich weiss auch nicht wer diese Leute legitimiert die Impfungen als das non plus ultra zu verkaufen. Als wäre die Impfung die Antwort auf alle Probleme in diesen Ländern.
Diese Leute haben so viel Geld und Einfluss, da spielt unsere kleine Spende eigentlich keine Rolle. Wenn die wollten könnten die schon was bewirken aber die Impfungen kommen scheinbar vor allem den Pharmaunternehmen zugute. Die Impfbefürworter meinen ja auch die arme Pharma verdient praktisch nichts mit den Impfungen. Dass hier so ein Spendenaufruf stattfindet, spricht aber eine andere Sprache.

Alle die meinen, diese Impfung hält was sie verspricht können jetzt doch zur Weihnachtszeit auf diese Seite gehen und ihr sauer verdientes Geld dort, für einen ungewissen Zweck, liegen lassen.

 

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