Autor Thema: Impfungen Südostasien ( detailliert)  (Gelesen 386 mal)

Offline al_bundy

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Impfungen Südostasien ( detailliert)
« am: 16. September 2020, 12:50:14 »
Ich fliege nächstes Jahr für ca 10-12 Wochen nach Südostasien und bin weder Impfbeführworter noch Impfkritiker. Wobei wenn, dann eher der Kritiker.
Aufgrund meiner (so denke ich) besonderen Situation muss ich mal etwas genauer nachfragen und habe jetzt eine Anfrage an das Tropeninstitut Berlin, Paul Ehrlich institut sowie an das RKI gerichtet.
Ich hoffe das es hier Leute gibt die Erfahrungen berichten können speziell was das Impfen gegen Meningokokken, Japanische Enzaphalitis sowie Typhus betrifft.

Ich quote den Brief einfach mal hier rein. Die Zahlen aus den Philippinen kommen direkt vom Department of Health und sind einigermaßen authentisch.

Ich bedanke mich im Voraus und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Marc

Zitat
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich plane eine Auslandsreise nach Südostasien.
6 Wochen Philippinen, 2 Wochen Vietnam, 2 Wochen Indonesien.
Ich möchte dort die Natur erkunden und bin nur im engeren Kontakt mit meiner philippinischen Freundin. Wir steigen in der Regel in günstigen Hotels ab ( keine Hostels oder Barakken). Ich habe Interesse das authentische philippinische Essen zu genießen ( Streetfood). Die Reiseroute für die Philis ist fertig. Nord Palawan, Bohol, Siquijors, Cebuisland kurzer Stop in Manila. Reiseroute für Vietnam und Indonesien wird im November gemacht. Geflogen werden soll von ende Februar bis mitte Mai sofern es Corona zulässt.

Ich habe Fragen zu Impfstoffen.
Masern, Diphterie, Tetanus und Polioimpfungen habe ich über mich ergehen lassen und bin dahingehend durchgeimpft. Hep B wurde vor 18 Jahren geimpft. Titerbestimmung folgt. Hep A niemals.

Meinen Recherchen zur Folge ist es wahrscheinlicher schwere Nebenwirkungen einer Hep A Impfung zu bekommen als einen schweren Verlauf einer Hep A zu entwickeln.

Empfohlen wird allgemein auch eine Impfung gegen Cholera die jedoch nach WHO nicht empfohlen wird wegen des geringen Schutzes. Die Behandlung von Cholera ist recht einfach. Wasser, Elektrolyte und Antibiotika. Ich sehe hier kein dringendes Erfordernis einer Impfung wegen die Gefahr von Leib und Leben.

Gelbfieber selbst kommt auf den Philippinen, Indonesien, Vietnam eher nicht vor und Bedarf nur eine Impfung wenn man aus einen Gelbfiebergebiet aus den Drittland einreist (Transit).
Das wird nicht der Fall sein.

Japanische Enzephalitis:
90% der Infektionen verlaufen unbemerkt. Wenn es zu einen schweren Verlauf kommt sieht es düster aus. 30% Sterberate. Und die die überleben haben bis zu 50% bleibende Schäden. Die Fallzahlen auf den Philippinen belaufen sich auf 4000 im Jahr 2018. Aufgrund des doch hohen Risikos bleibender Schäden oder daran zu sterben denke ich dass eine Impfung sinnvoll ist. Als Impfstoff gibt es der Zeit aber nur Ixiaro in Europa. Diese Impfung sei im Vergleich zu den meisten Impfungen aber stark Nebenwirkung behaftet. Eine gezielte Therapie existiert nicht. Wie ist hier die Verträglichkeit zu bewerten? (ich meine die reale Verträglichkeit und nicht den Einheitsbrei den man von Impfbeführwörtern hört). Wie hoch ist die Anfrage auf Impfkomplikation prozentual einzuordnen?


Meningokokken:
Ähnlich wie bei JE. Die Letalität liegt in Deutschland bei 1%, eine Sepsis bei 13%. Komplikationen gibt es bei 10-20%. 257Fälle wurden in Deutschland registriert.
Auf den Philippinen liegt die Sterblichkeit bei ca. 50% mit 130 Fälle im Jahr 2018 sowie 113 Fälle im Jahr 2017. Das Risiko einer Hirnschädigung ist durchaus vorhanden sodass ich schon ernsthaft über eine Impfung nachdenke. Als Impfstoff hätte ich Nimenrix gewählt. Wie ist hier die Verträglichkeit zu bewerten? (ich meine die reale Verträglichkeit und nicht den Einheitsbrei den man von Impfbeführwörtern hört). Wie hoch ist die Anfrage auf Impfkomplikation prozentual einzuordnen? Würden Sie einen anderen Impfstoff empfehlen? Als Therapie kann man wenigstens Antibiotika geben.

Tollwut:
Ich sehe von einen Impfstoff ab. Geimpft kann auch noch innerhalb von 24h werden wenn mich ein Tier beißen sollte.

Typhus:
Es gab 27000 Fälle auf den Philippinen und eine Todesrate von 0.14% auf den Philippinen im Jahr 2016. Als Therapie kann man Antibiotika geben sowie viel Trinken und Elektrolyte was in der Regel gut in den Griff zu bekommen ist. Aufgrund eines möglichen schweren Verlaufs da bis zu 20-40l Flüssigkeit pro Tag ausgeschieden werden ziehe ich auch hier eine Impfung in Betracht. Als Impfstoff stehen Typhim VI ( Todimpfstoff mit Adjuvants) für eine „Immunität von 3 Jahre sowie Typhoral L ( Lebendimpfstoff ohne Adjuvants) für eine Immunität von ca. 1-2 Jahre zur Verfügung.
Ich bevorzuge die Schluckimpfung mit Typhoral L da es keine Adjuvantient gibt. Leider liegt die Immunität bei nur ca. 60%.  Typhim VI bei immerhin ca. 74%. Wie ist hier die Verträglichkeit von Typhoral L zu bewerten? (ich meine die reale Verträglichkeit und nicht den Einheitsbrei den man von Impfbeführwörtern hört). Wie hoch ist die Anfrage auf Impfkomplikation prozentual einzuordnen? Würden Sie trotz allem dennoch zu Typhim VI raten?

Hintergrund:
Ich habe eine chronische Schwermetallvergiftung mit Quecksilber, Aluminium, Thallium, Zirkonium, Wismut, Nickel, Blei, Wolfram und Strontium. Ich bin Allergiker gegen 8 Stoffe oder mehr allerdings mit einen milden Verlauf. Mein Gesundheitszustand ist durchwachsen. Diverse unerklärliche Vitlstoffmängel ( Vitamin B6, Vitamin B12, Vitamin D3, Selenmangel, zu hohes Cortisol am Morgen, heftiger Adrenalin und Noradrenalin Mangel Q10 Mangel, Vitamin C Mangel), Reizdarmsyndrom, starke Müdigkeit, heftige Muskelverspannungen, erhöhter Muskeltonus, neurologische Sehstörung,  Testikuläre Unterfunktion, gelegentliche Muskelschmerzen, Konzentrationsstörung nach geistiger Belastung.

Aufgrund meines relativ schlechten Gesundheitszustandes gilt es genau abzuwägen ob, oder ob nicht geimpft wird. Und wenn ja welcher Impfstoff. Da spiele ich auf Adjuvantien an die Immunschädigend sein können sowie schwerste neurologische Symptome verursachen können die nicht reversibel sein können. Das ist auch ein Grund warum ich Typhoral L dem Typhim vorziehe. Mir ist bewusst das ich eine echte Thypusinfektion nach dem Impfstoff durchmachen werde was auch die relativ schlechte Verträglichkeit erklärt. Aber besser Scheißerei als neurologische Impfkomplikationen.

Leider gibt es für Meningokokken und Japanische Enzephalitis nur Impfstoffe mit Adjuvantien. Welche Impfungen, insbesondere welche Impfstoffe würden Sie mir in meinen Fall empfehlen? Mir ist klar dass ich auch aufpassen muss das ich nicht infiziert werde. Peel it, cook it or forget it, Getränke nur aus Flaschen, sowie umfangreiches eincremen der Haut und besprühen der Kleidung mit Antiinsektenspray.



 

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