There are 838 entries in this glossary.
Suche nach Begriffen

Glossar

Begriff Definition
Diabetes insipidus

Beim Diabetes insipidus handelt es sich um eine Störung der Nieren. Die Nieren sind nicht mehr in der lage , den Harn zu konzentrieren und es kommt zu einer sehr starken Polyurie.

Ursachen: Man unterscheidet zwei Formen des Diabetes insipidus: den zentralen und den renalen. Beim zentralen kommt es zu einem ADH (Anti-Diuretisches Hormon)-Mangel in der Hypophyse, der meist durch Tumore oder Trauem ausgelöst wird.Bei renalen Diabetes insipidus sprechen die Nieren nicht mehr auf das ADH an, was nach langjährigen Nierenerkrankungen mit Tubulusschäden hervorgerufen werden kann.

Symptome:

  • Polyurie(bis 25 Liter täglich)
  • Durch die Polyurie ausgelöster starker Durst(Polydipsie)
  • Astenurie(Harn ist wenig konzentriert)
  • Kleinkinder haben im Gegensatz zu Erwachsenen keine Polyurie, sondern Durchfall.


Therapie: Kausale Behandlung
Zugriffe - 3616
Diabetes mellitus

Diabetes ist eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels, die zu einem erhöhten Glukosewert führt. Die Zahl der Diabeteskranken nimmt bei uns immer mehr zu. In Deutschland ist die Zahl heute schon bei 4% der Bevölkerung.

Da die Ursachen des Diabetes vielfältig sind , unterscheidet man auch verschiedene Typen:

Primärer Diabetes:
Typ I: Insulinabhängiger, auch juveniler Diabetes
Typ II: Nicht-Insulinabhängiger, auch Erwachsenen Diabetes
MODY: Diabetes Typ II aber schon im Kindesalter manifest
Schwangerschaftsdiabetes

Sekundärer Diabetes:
Pankreaserkrankungen
Endokrine Erkrankungen mit Vermehrung der Gegenspieler des Insulins (M. Cushing, Akromegalie, Phäochromozythom)
durch Medikamente
Malnutritionsbedingter Diabetes( in Ländern der 3. Welt)
Pathologische Glukosetoleranz

Bei Typ I Diabetes kommt es zu einer Zerstörung der Langerhanschen Inseln im Pankreas durch eigene Autoimmunreaktion. Die Zerstörung der Zellen ist meist vollständig, was eine Insulinsubstitution notwendig macht. Viruserkrankungen oder auch Impfungen können hier der auslösende Faktor sein.

Im Gegensatz hierzu der Typ II Diabetes: Es handelt sich um eine herabgesetzte Insulinresistenz der Zellen. Dadurch wird vermehrt Insulin ausgeschüttet, das das Hungergefühl erhöht, zu Adipositas führt und die Entwicklung der Arteriosklerose fördert. Der hohe Insulinspiegel führt zu einer Verringerung der Insulinrezeptoren, das in Folge den Insulinspiegel noch weiter steigern lässt. Typ II Diabetes tritt häufig verbunden mit dem metabolischen Syndrom auf: Übergewicht, Hyperlipoproteinämien, Hyperurikämie und essentieller Hypertonie.

Während sich ein Diabetes Typ I relativ schnell entwickelt , kann ein Typ II über vile Jahre hinweg unbemerkt verlaufen und wird häufig nur per Zufall diagnostiziert.

Symptome:

  • Müdigkeit, Leistungsminderung
  • Hypoglykämie:Heisshunger, Schwitzen, Kopfschmerzen, Zittern,
  • Hyperglycämie: Polyurie(durch den verstärkten harnfluss versucht der Körper, überschüssigen Zucker auszuscheiden), Durst, Gewichtsabnahme, Polydipsie
  • durch Störungen im Wasser und Elektrolythaushaltes: Wadenkrämpfe, Sehstörungen
  • Hautjucken
  • Furunkel und Candida albicans
  • Potenzstörungen

 

Komplikationen:

Makroangiopathie mit frühzeitiger Arteriossklerose:
-Koronare herzkrankheit
-Periphere arterielle Verschlusskrankheit
-Arterielle Verschlusskrankheit der Hirnarterien und Ischämischer Hirninfarkt
Mikroangiopathie
-Glomerulosklerose
-Retinopathie
-Neuropathien und neuropathischer diabetischer Fuss
Diabetische Glomerulosklerose
Diabetische Neuropathie
Diabetischer Fuss
Resistenzminderung
Hohe Triglyceridwerte
Fettleber
Coma diabeticum
Hypoglycämischer Schock

Diagnose:
- Blutzuckerbestimmung; Normalwert nüchtern 70-100mg/dl
- Glucose im Urin
- Oraler Glukosetoleranztest

Therapie:
Die Behandlung des Diabetes setzt sich aus einer Diät, körperlicher Aktivität und je nach Art des Diabetes medikamentöse Behandlung zusammen. Typ II Diabetiker können bei guter Behandlung auf Medikamente verzichten. Typ I benötigt tägliche Insulingaben.

Zugriffe - 4850
Divertikulose

Bei der Divertikulose handelt es sich Schleimhautausstülpungen in der Darmwand. Die Divertikel nehmen mit zunehmenden Alter zu. Menschen über 70 Jahre haben zu 2/3 Divertikel. Die Divertikel können sich entzünden, man spricht dann von einer Divertikulitis.

Ursachen sind meist in einer jahrelangbestehenden Obstipation zu suchen, die beim Pressen zu einem hohen Darminnendruck führt, was dann zu den Divertikeln führt. Ein im Alter zunehmend schwaches Bindegewebe verstärkt dies noch.

Symptome: Eine Divertikulose ist zu 90% symptomlos, erst eine Entzündung macht Beschwerden:

  • Schmerzen im linken Unterbauch
  • Obstipation und Blähungen
  • manchmal ist eine druckschmerzhafte Verhärtung tastbar
  • eventuell subfebrile Temperaturen
     
Gefahr besteht immer durch eine Perforation mit darauffolgender Peritonitis(Entzündung des Bauchfells). Ferner kann es zu einer Stenose (starke Verengung) des Darmes kommen. Auch Blutungen oder Fisteln kommen vor(aber selten) Bei Perforation oder Stenose muss unbedingt operiert werden.
Zugriffe - 3178
DMEM

DMEM steht für Dulbecco's Modified Eagle Medium. Es handelt sich dabei um ein standardisiertes Nährmedium für Zellkulturen mit breiter Verwendbarkeit für verschiedene tierische Zellen. Es beinhaltet eine Mischung aus verscheidenen Salzen, Glucose, Aminosäuren und Vitaminen

Zugriffe - 3677
DMEM
DMEM is a cell culture medium by Harry Eagle that can be used to maintain cells in tissue culture. It contains:amino acids, salts (calcium chloride, potassium chloride, magnesium sulfate, sodium chloride, and monosodium phosphate, glucose, vitamins (folic acid, nicotinamide, riboflavin, B-12, iron and phenol red. DMEM is suitable for most types of cells, including human, monkey, hamster, rat, mouse, chicken and fish cells.
Down-Syndrom

Beim Down-Syndrom (siehe auch Chromosomenanomalie) oder auch Trisomie 21 kommt es dann, wenn das 21. Chromosom in dreifacher Ausprägung vorhanden ist. Es eine der häufigsten Chromosomenstörungen und nimmt mit zunehmendem Schwangerschaftsalter zu. Neben dem charakteristischen äußeren Erscheinungsbild kommt es zu einer Verlangsamung der motorischen Entwicklung. Die Kinder haben meist eine mehr oder minder stark ausgeprägte Intelligenzminderung. Das Down-Syndrom führt daneben auch zu körperlichen Erscheinungen wie Herzfehler, Fehlbildungen im Magen-Darm-Trakt, und Seh- und Hörstörungen. Ferner ist das Immunsystem meist nur schwach ausgeprägt und die Betroffenen sind anfällig gegen akute Erkrankungen.

Das Down-Syndrom kann während einer Schwangerschaft mit Hilfe der Amniozentese diagnostiziert werden.

Zugriffe - 4277
Dreimonatskoliken

Bei den sog. Dreimonatskoliken handelt es sich um Schreiphasen eines kleinen Säuglings in den ersten drei Lebensmonaten. Im Intervall ist das Kind völlig unbeeinträchtigt.

Ursachen: vermutlich eine erschwerte Darmpassage, v.a. von Luft. Pathologische Veränderungen sind nicht nachweisbar, lediglich ein luftgefülltes Abdomen kann festgestellt werden.

Therapie: Gabe von blähungswidrigen Tees oder homöopathische Therapie.
Zugriffe - 3195
Durchfall

Von Durchfall spricht man, wenn der Patient folgende 3 Symptome hat:

  • Mehr als 3 Darmentleerungen am Tag

  • Das Stuhlvolumen ist erhöht

  • der Stuhl ist ungeformt und breiartig


Die Ursachen können sein:

  • Bakterien(Salmonellen, Shigellen)

  • Viren

  • Parasiten(Amöben)

  • Medikamente, hier vor allem Antibiotika


Bei längerandauerndem Durchfall:

  • chronische Darmerkrankung(Morbus Crohn, Reizdarm, Colitis ulcerosa)

  • Allergien (z.B. Gluten)


Dauert der Durchfall länger als 3 Tage(bei Kleinkindern und Säuglingenbereits früher) , sollte man unbedingt einen Arzt oder Heilpraktiker aufsuchen. Bei Kleinkindern und Säuglingen

Zugriffe - 4665
EEG
Die Elektroenzephalografie (EEG) ist eine Methode der medizinischen Diagnostik zur Messung der summierten elektrischen Aktivität des Gehirns durch Aufzeichnung der Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche. Das Elektroenzephalogramm (ebenfalls EEG abgekürzt) ist die graphische Darstellung dieser Schwankungen.
Zugriffe - 4091
EEG
Electroencephalography (EEG) is the recording of electrical activity along the scalp produced by the firing of neurons within the brain. In clinical contexts, EEG refers to the recording of the brain's spontaneous electrical activity over a short period of time, usually 20–40 minutes, as recorded from multiple electrodes placed on the scalp. In neurology, the main diagnostic application of EEG is in the case of epilepsy, as epileptic activity can create clear abnormalities on a standard EEG study.
Efeu (Hedera helix)

Lateinisch Hederae helicis folium, Hedera helix
Familie Araliaceae/Efeugewächse
Wirkstoffgruppe Glycosid-Droge
Vorkommen Europa/Südostasien
Indikation Katarrhe der Luftwege
  Krampfhusten
  Pertussis
  Asthma
Wirkung expectorierend
  spasmolytisch auf Bronchialmuskulatur
  gallensteinlösend
Inhaltsstoffe Saponine
Kontraindikation keine bekannt
Zugriffe - 2474
Eibisch (Althaea officinalis)

 
Lateinisch Althaeae radix
Familie Malvaceae/ Malvengewächse
Wirkstoffgruppe Schleim-Droge
Vorkommen Europa , östliches Mittelmeergebiet
Indikation chronische Bronchitis und Katarrh
  Entzündung von Luftröhre, Kehlkopf und Hals
  Infektionen der Magen- und Darmschleimhaut
Wirkung reizmildernd
  entzündungshemmend
  stuhlverdickung
  Muzilaginosum
Inhaltsstoffe Schleimstoffe, Stärke, Spuren von ätherischem Öl, Gerbstoffe
Kontraindikation nicht bekannt
Zugriffe - 2531
Eid des Hippokrates

Hippokrates (460-ca. 370 v. Chr.):

Ich schwöre bei Apollon dem Arzt und bei Asklepios, Hygieia und Panakeia sowie unter Anrufung aller Götter und Göttinnen als Zeugen, daß ich nach Kräften und gemäß meinem Urteil diesen Eid und diesen Vertrag erfüllen werde:

Denjenigen, der mich diese Kunst gelehrt hat, werde ich meinen Eltern gleichstellen und das Leben mit ihm teilen; falls es nötig ist, werde ich ihn mitversorgen. Seine männlichen Nachkommen werde ich wie meine Brüder achten und sie ohne Honorar und ohne Vertrag diese Kunst lehren, wenn sie sie erlernen wollen. Mit Unterricht, Vorlesungen und allen übrigen Aspekten der Ausbildung werde ich meine eigenen Söhne, die Söhne meines Lehrers und diejenigen Schüler versorgen, die nach ärztlichem Brauch den Vertrag unterschrieben und den Eid abgelegt haben, aber sonst niemanden.

Die diätetischen Maßnahmen werde ich nach Kräften und gemäß meinem Urteil zum Nutzen der Kranken einsetzen, Schädigung und Unrecht aber ausschließen.

Ich werde niemandem, nicht einmal auf ausdrückliches Verlangen, ein tödliches Medikament geben, und ich werde auch keinen entsprechenden Rat erteilen; ebenso werde ich keiner Frau ein Abtreibungsmittel aushändigen.

Lauter und gewissenhaft werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren.

Auf keinen Fall werde ich Blasensteinkranke operieren, sondern ich werde hier den Handwerkschirurgen Platz machen, die darin erfahren sind.

In wieviele Häuser ich auch kommen werde, zum Nutzen der Kranken will ich eintreten und mich von jedem vorsätzlichen Unrecht und jeder anderen Sittenlosigkeit fernhalten, auch von sexuellen Handlungen mit Frauen und Männern, sowohl Freien als auch Sklaven.

Über alles, was ich während oder außerhalb der Behandlung im Leben der Menschen sehe oder höre und das man nicht nach draußen tragen darf, werde ich schweigen und es geheimhalten.

Wenn ich diesen meinen Eid erfülle und ihn nicht antaste, so möge ich mein Leben und meine Kunst genießen, gerühmt bei allen Menschen für alle Zeiten; wenn ich ihn aber übertrete und meineidig werde, dann soll das Gegenteil davon geschehen.

Zugriffe - 3324
Eisen

Eisen ist Bestandteil verschiedenster Enzyme, welche benötigt werden um Energie in den körpereigenen Zellen zu produzieren.

Beeinflusste Körperfunktionen: Hämoglobin-Produktion, Streß- und Krankheitswiderstand, Wachstum bei Kindern, Sauerstoffversorgung, Energiestoff-wechsel, Zellschutz

Mögliche Mangelerscheinungen (Symptome): Atmungsschwierigkeiten, brüchige Fingernägel, Eisenmangelanämie (blasse, rauhe Haut, Müdigkeit), Verstop-fung, entzündete 9der wunde Zunge, lnfektanfälligkeit, Kopfschmerzen, Wetterfühligkeit, Reizbarkeit, Nervosität

Senkung der Eisen-Konzentrationen im Körper durch: Tee, Kaffee (übermäßig), Zink oder Kupfer (übermäßig einge-nommen), Mangan, Eisenablagerung in der Leber bei Alkoholismus, Infektionen, Phytinsäure, zu wenig Magensäure, Oxalsäure (Spinat, Rhabarber), Dickungsmittel

Erhöhung der Eisen-Konzentrationen im Körper durch: Eisenkonzentration in der Wasserversorgung, übermäßige Zufuhr von Eisen mit der Nahrung, Umwelteinflüsse, Wein (rot), orale Verhütungsmittel

Eisenreiche Nahrungsmittel: Backwaren, Eier, Weizenkeime, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Fisch, Organfleisch, Geflügel;Leber, Niere, Herz, Rinderleber Aufnahmefördernde Nahrungsbestandteile: Vitamin B12, Folsäure, Calcium, Kobalt, Kupfer, Phosphor, Vitamin C, Fruchtzucker, Citronensäure

Ergänzende Zufuhr zu erwägen bei: Alkoholismus, Eisenmangelanämie, Dickdarmkatarrh, menstruellen Problemen, gestörter Nahrungsverwertung, Blutverlust, Schwangerschaft, Jugendlichen, Leistungssportlern.

Zugriffe - 3816
Eisenkraut (Verbena officinalis)

Eisenkraut kommt auf trockenen Wiesen, Wegrändern und lichten Wäldern vor und man erkennt es am besten am typisch vierkantigen Stengel mit scharf gesägten Blättern.
Durch seinen Gehalt an Bitterstoffen wirkt Eisenkraut vor allem anregend auf die Verdauungsdrüsen. Dazu verwendet man am besten den Teeaufguss oder man das Eisenkraut in Wein ab. Auch bei rheumatischen Erkrankungen hat es sich bewährt. Es fördert die Harnsekretion und ist schweisstreibend.

Zugriffe - 2477
Unterstützen Sie impfschaden.info

 Über impfschaden.info   ¦    Über mich   ¦  Glossar   ¦ Newsletter  ¦  Kontakt   ¦   Impressum