Glossar
| Begriff | Definition | ||||||||||||||||||||||||||
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| Formaldehyd | Formaldehyd ist ein farbloser, stechend riechender Stoff, der bei Zimmertemperatur gasförmig vorliegt. Da Formaldehyd wie alle Aldehyde ein starkes Reduktionsmittel ist, wurde er früher zur Keimabtötung verwendet (Formalintabletten). Formaldehyd kann bei unsachgemäßer Anwendung Allergien, Haut-, Atemwegs- oder Augenreizungen verursachen. Die meisten Vergiftungen treten dann auch nicht durch direkten Kontakt mit Formaldehyd auf, sondern durch das Trinken von Methanol in minderwertigen Alkoholgetränken. Dabei wandelt sich das Methanol im Körper zunächst durch Alkoholdehydrogenase in Formaldehyd, dann schnell durch Aldehyddehydrogenasen in Ameisensäure um. Diese wird nur sehr langsam metabolisiert und kann zur Azidose führen. Der Formaldehyd selbst denaturiert Netzhautproteine, was zur Erblindung führen kann. 2004 stufte die Weltgesundheitsorganisation WHO die Substanz Formaldehyd als „krebserregend für den Menschen“ (CMR-Gefahrstoff) ein. CMR-Stoffe (Carzinogene, Mutagene und Reproduktionstoxische Stoffe) zählen zu den besonders gefährlichen Stoffen und sollten durch weniger gefährliche Stoffe substituiert werden. Nach einer neuen Einschätzung des Berliner Bundesinstituts für Risikobewertung ist Formaldehyd „Krebsauslösend für den Menschen“. Artikel Formaldehyd. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 18. Juli 2007, 13:56 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Formaldehyd&oldid=34525099
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| fragiles X-Chromosom | Das Fragiles-X-Syndrom ist eine der häufigsten Ursachen erblicher Behinderung des Menschen. Ursache hierfür ist eine genetische Veränderung auf dem X-Chromosom. Unter entsprechenden Kulturbedingungen kann am X-Chromosom in einem Teil der Zellen eine Bruchstelle, der sogenannte fragile Bereich, nachgewiesen werden. Es können sowohl Männer als auch Frauen betroffen sein, wobei Männer meist schwerer betroffen sind. Leitsymptom ist eine unterschiedlich stark ausgeprägte Intelligenzminderung, deren Schwere von Lernproblemen bis hin zu schwergradiger geistiger Behinderung reichen kann. Bei Kindern sind bei etwa 12 % der Betroffenen autistisch , beinahe 20 % der Kinder bekommen Krampfbeschwerden und Epilepsie. Körperliche Symptome:Hodenvergrößerung (bei 80 % der betroffenen Männer), vorspringende Stirn, abstehende und große Ohren,hervorstehendes Kinn bei gleichzeitig bestehendem schmalen Gesicht. Im Schnitt beträgt die Häufigkeit 1:1.200 bei Männern und 1:2.500 bei Frauen. Damit stellt diese Besonderheit nach dem Down-Syndrom (Trisomie 21) die häufigste Form von genetisch bedingter geistiger Behinderung dar.
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| Fragiles-X-Syndrom | Das Fragiles-X-Syndrom ist eine der häufigsten Ursachen erblicher Behinderung des Menschen. Ursache hierfür ist eine genetische Veränderung auf dem X-Chromosom. Unter entsprechenden Kulturbedingungen kann am X-Chromosom in einem Teil der Zellen eine Bruchstelle, der sogenannte fragile Bereich, nachgewiesen werden. Es können sowohl Männer als auch Frauen betroffen sein, wobei Männer meist schwerer betroffen sind. Leitsymptom ist eine unterschiedlich stark ausgeprägte Intelligenzminderung, deren Schwere von Lernproblemen bis hin zu schwergradiger geistiger Behinderung reichen kann. Bei Kindern sind bei etwa 12 % der Betroffenen autistisch , beinahe 20 % der Kinder bekommen Krampfbeschwerden und Epilepsie. Körperliche Symptome:Hodenvergrößerung (bei 80 % der betroffenen Männer), vorspringende Stirn, abstehende und große Ohren,hervorstehendes Kinn bei gleichzeitig bestehendem schmalen Gesicht. Im Schnitt beträgt die Häufigkeit 1:1.200 bei Männern und 1:2.500 bei Frauen. Damit stellt diese Besonderheit nach dem Down-Syndrom (Trisomie 21) die häufigste Form von genetisch bedingter geistiger Behinderung dar.
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| Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) | |
| Lateinisch | Alchemilla herba, Alchemilla vulgaris |
| Familie | Rosaceae/ Rosengewächse |
| Wirkstoffgruppe | Gerbstoff-Droge |
| Vorkommen | Europa |
| Indikation | Dysmenorrhoe |
| leichter Durchfall | |
| Wirkung | adstringierend |
| Inhaltsstoffe | Gerbstoffe |
| Kontraindikation | keine bekannt |
| Schon der Name Alchemilla weißt auf eine Pflanze hin, die besonders in der Alchemie Verwendung fand. Vor allem die Tautropfen galten bei den Alchemisten als wichtige Ingredienz . Diese Tautropfen bilden sich sehr stark an den Blättern der Pflanze und lassen sie am Morgen im Sonnenlicht schillern und glänzen. Der Frauenmantel ist bei uns überall heimisch und kommt auch in Asien und Amerika vor. Geschichte: Im Mittelalter wurde die Pflanze hauptsächlich bei Frauenbeschwerden verwendet, wie der Name schon verrät. Aber auch bei Hauterkrankungen und Entzündungen kam sie zum Einsatz Wirkung und Anwendung: Die Gerbstoffe, die die Pflanze enthält, wirken stark zusammenziehend und werden vor allem bei starken Menstruationsblutungen verwendet |
Fruchtwasser dient dem Schutz der Feten. Die Bildung erfolgt in der Frühschwangerschaft hauptsächlich durch Durchtritt mütterlicher Plasmaanteile und Sekretion der Amnionzellen. Später ist auch der Fetus an seiner Bildung beteiligt.
Der pH-Wert liegt bei 7,0, das spezifische Gewicht beträgt 1,007. Im Fruchtwasser findet man Eiweiß, Glucose, Harnstoff, Bilirubin, Steroidhormone und Phospholipide.
Die Fruchtwassermenge steigt bis zur 36. Woche kontinuierlich an und beträgt dann 1000 - 1500 ml. Es unterliegt einem permanenten Flüssigkeitsaustausch. In den letzten Wochen der Schwangerschaft werden bis zu 50% des Fruchtwassers in einer Stunde erneuert. Ein kompletter Flüssigkeitsaustauch dauert also nur wenige Stunden.
Die fetale Lunge ist durch Bildung von Phospholipiden an der Fruchtwasserproduktion beteiligt. Dies macht man sich bei der Bestimmung der Lungenreife mittels Lecithin/ Sphingomyelin-Quotient zunutze.
Bei der angeborenen (autosomal rezessiv) Form der Fructoseintoleranz kommt es zu einer Erniedrigung der Aktivität zweier Enzyme ( Fructose-1-Phosphat-Aldolase und Fructose-1,6-Diphosphat-Aldolase). Man schätzt die Häufigkeit der Fructoseintoleranz auf 1:20.000 bis 1:50.000.
Symptome:Erbrechen, Hepatopathie und Hypoglykämie beim Verzehr fructosehaltiger Nahrung
Neben Fructose ist auch Sorbit, ein sechswertiger Alkohol und Saccharose (Rohrzucker), ein Disaccharid aus Glucose und Fructose problematisch, da diese in der Leber zu Fructose umgewandelt werden.
Diagnose:Nachweis des Enzymdefektes in der Leber oder der Dünndarmmukosa
Therapie: lebenslange fructosefreie Diät. Leider gibt es keine fructosefreien Gemüsesorten, weshalb man hier versucht, fructosearme Sorten mit einem Gehalt von weniger als 1g Saccharose oder Fructose per eßbaren Anteil zu verwenden. Außer Zitronen sind alle Früchte verboten.
Etwa 10 -15% der Bevölkerung hat Gallensteine. Bei den meisten sind diese jedoch völlig symptomlos.
Man unterscheidet grundsätzlich drei Arten:
- Cholesterinsteine und gemischte Steine (enthalten mehr als 70% Cholesterin) ca. 80 % der Bevölkerung
- Bilirubinsteine
Risikofaktoren, die eine Gallensteinbildung begünstigen:
- genetische Faktoren
- Alter
- Geschlecht(3 x so viel Frauen wie Männer)
- cholesterinreiche, ballaststoffarme Ernährung
- Übergewicht
- Diabetes
Im Medizinstudium gibt es folgende Merkregel: Die 5 "F's": female, fair(hellhäutig), fat, forty, fecund(fruchtbar)
Wie kommt es aber zur Gallensteinbildung? Normalerweise besteht die Gale zu 80% aus Wasser, der Rest ist Cholesterin(wasserunlöslich), welches durch Gallensäuren und Phospholipide in Lösung (in Form von Mizellen) gehalten wird. Zu Gallensteinen kommt es, wenn die Gallensäuren vermindert sind und sich das Cholesterin erhöht.
Symptome:
- in 80 % der Fälle ohne Symptome
- unspezifische Beschwerden, wie Druckgefühl, Meteorismus, Unverträglichkeit von Fett, Fleisch, Kaffee(diese Beschwerden finden sich aber bei einer Vielzahl von Erkrankungen im Magen-Darmbereich)
- Gallenkolik(hervorgerufen durch Steinpassage des Gallenblasen- oder Gallengang) mit krampfartigen Schmerzen, oft in Rücken und rechte Schulter ausstrahlend, manchmal begleitet von Übelkeit, Erbrechen, Aufstossen
- Murphy Zeichen: Es kommt zu einem plötzlichen Stopp wegen Schmerzen beim Einatmen, nachdem der Untersucher beim Ausatmen die Hand in die Gallenblasenregion gedrückt hat.
Durch den Steinabgang kann es zu Mikroverletzungen kommen, die bakterielle Infektionen der Galleblase oder der Gallenwege nach sich ziehen können. Erreger sind z.B. Klebsiellen, Streptococcus faecalis oder E.coli. bei einer Gallenblasenentzündung kommt es zu Fieber, Schmerzen im rechten Oberbauch und Ikterus.
Durch wiederkehrende Entzündungen kann sich eine sog. Porzellangallenblase entwickeln.
Es besteht ferner die Gefahr einer Steinperforation. Der Stein kann entweder in den Darm oder in die Bauchhöhle perforieren. bei Perforation in den Darm besteht die Gefahr einer Obstruktion mit Verlegung des Darmes(Ileus). Perforiert der Stein in die Bauchhöhle kommt es zu einer Peritonitis (Entzündung des Bauchfelles)
Differentialdiagnose: Gallensteine können oft mit anderen Krankheiten verwechselt werden, wie z.B.:
- Pankreatitis
- Appendizitis
- Nephrolithiasis(Nierensteine)
- Herzhinterwandinfarkt
- Primäre biliäre Zirrhoe
Therapie: Während einer Gallenkolik wird meist symptomatisch behandelt. bei rezidivierenden Beschwerden werden die Steine meist chirugisch entfert oder aufgelöst. Nebenwirkungen sind zu beachten.
Um Rezidive zu vermindern, sollte man eine homöopathische Behandlung beginnen.

| Lateinisch | Potentilla herba |
| Familie | Rosaceae/rosengewächse |
| Wirkstoffgruppe | Gerbstoff-Droge |
| Vorkommen | Europa |
| Indikation | Durchfall |
| Magen-Darmkrämpfe | |
| innerliche Blutungen | |
| Wirkung | adstringierend |
| Antidiarrhoikum | |
| spasmolytisch | |
| antiphlogistisch | |
| Inhaltsstoffe | Tannine |
| Kontraindikation | keine bekannt |
Die am Boden kriechende Pflanze mit ihren behaarten Blättern und gelben Blüten ist bekannt durch seine Heilwirkung bei schmerzhaften Menstruationsbeschwerden. Allgemein hilft das Gänsefingerkraut jedoch bei allen krampfartigen Beschwerden der Bauchorgane. Die wirksamen Bestandteile sind vor allem Gerbstoffe, Saponine und bestimmte Zuckerarten.
Bei Regelbeschwerden ist die Zubereitung als Tee zu empfehlen, man kann jedoch die Pflanze auch in Milch abkochen. Zur stärkeren Wirkung kann man noch Baldrian und Kamille zugeben.
Es handelt sich um eine das Hormon Gastrin produzierenden Tumor, der meist in der Bauchspeicheldrüse vorkommt. Gastrin wird normalerweise vom Magen produziert und fördert die Freisetzung von Salzsäure. Durch die übermässige Produktion des gastrins wird ständig Salzsäure produziert und führt zu folgenden Symptomen:
- Magengeschwüre im Magen und Dünndarm
- Durchfälle
- Steatorrhoen(Fettstühle), da die Salzsäue die fettspaltenden Enzyme(Lipasen) inaktiviert.
Therapie: meist wird eine Operation durchgeführt, auch Säureblocker kommen zur Anwendung. Eine homöopathische Behandlung ist anzuraten.
Akute Gastritis
Bei der akuten Gastritis handelt es sich um eine akute Entzündung der Magenschleimhaut. Verursacht wird sie durch:
- Stress. Hier ist auch körperlicher Stress gemeint, wie Trauma, Verbrennungen, Schockzustände, nach Operationen
- Infektionen der Magenschleimhaut durch Helicobacter pylori
- Exogene Gifte: Alkohol, Azethylsalizylsäure, Nicht-steroidale Antirheumatica, Cortison, Lebensmittelvergiftung durch Salmonellen, Staphylokokken
Symptome der akuten Gastritis:
- Appetitlosigkeit
- Übelkeit und Erbrechen
- Druckgefühl im Bereich des Magens und Schmerz beim Druck auf den Magen
- Aufstossen
Werden die auslösenden Ursachen vermieden, lässt die Gastritis nach einiger Zeit von alleine nach. Eine homöopathische Behandlung beschleunigt den Heilungsverlauf.
Chronische Gastritis
Bei 85% aller Patienten mit chronischer Gastritis findet man im Magen das Bakterium Helicobakter pylori. Je älter die Person, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dieses Bakterium zu finden.
Durch die Besiedelung des Magens, nimmt die Zahl der Belegzellen ab, und es wird weniger Salzsäure produziert. Dadurch entwickelt sich eine Achlorhydrie.
Manche chronische Gastritiden sind durch Auto-Antikörper gegen Belegzellen des Magen bedingt. Dabei ist auch der Intrinsic Faktor betroffen, der wichtig für die Aufnahme des Vitamin B12 ist.
Die Symptome der chronischen Gastritis sind in den meisten Fällen recht uncharakteristisch. Bei der Helicobakter-Gastritis kann es zu Völlegefühl nach dem Essen, Schmerzen, Blähungen kommen.
Zur Diagnostik einer HP-Gastritis muss eine Endoskopie gemacht werden.
Der Gebärmutterkrebs kann entweder in der Gebärmutter oder am Hals der Gebärmutter auftreten. Das Gebärmutterhalskarzinom (Zervixkarzinom) tritt zudem sehr viel häufiger auf.
Symptome:
- das präcanzeröse Stadium macht häufig keine Symptome
- Blutungen(vor allem bei Frauen über dem 40 Lebensjahr und nach dem Klimakterium)
- Blutungen ausserhalb der Regel
- Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr
- blutiger Ausfluss(nach Geschlechtsverkehr und Stuhlgang)
- weitere Symptome an den Nachbarorganen im Spätstadium wenn es zu Kompressionsbeschwerden durch den Tumor kommt
Jede Blutung, auch wenn sie gering ist, ausserhalb der Regel sollte deshalb unbedingt abgeklärt werden.
Eine regelmässige Vorsorgeuntersuchung, vor allem bei Frauen über 40, ist unbedingt anzuraten
Beim Gebärmuttermyom handelt es sich um eine gutartige Muskelgeschwulst an der Gebärmutter. Stimuliert werden diese Geschwulste durch die Östrogenproduktion. Demnach kommt es auch in den Wechseljahren zu einer langsamen Rückbildung
Symptome:
- verlängerte und verstärkte Regelblutung
- manchmal Dauerblutung
- Miktionsbeschwerden (durch Druck des Myoms)
- Obstipation(durch Druck des Myoms)
- Kreuzbeinschmerzen(durch Druck des Myoms)
Therapie: Myome sprechen sehr gut auf homöopathische Behandlungen an. Eine Hormontherapie sollte sehr gut überlegt werden wegen u.U. starker Nebenwirkungen.
Bei der Gebärmuttersenkung kommt es zu einem Absinken des Uterus und der Scheide. Häufig durch Bindegewebsschwäche und nach Geburten.. Tritt ein Teil der Gebärmutter und Scheide vor die Vulva, spricht man von einem Gebärmuttervorfall.
Die Senkung kann homöopathisch sehr gut behandelt werden. Beim Prolaps ist u.U. Operation notwendig.
