Glossar
| Begriff | Definition | ||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Alant, echter | |
| Lateinisch | Inula helenium |
| Familie: | Compositae(Korbblütler) |
| Inhaltsstoffe: | Inulin, Pektin , Harze, Eisen |
| Medizinische Eigenschaften: | Fördert die Gallensekretion, hustenlindernd, krampflösend, sedativ |
Ursprung des Alant ist vermutlich Zentralasien und kam von dort aus nach Mitteleuropa.Schon im Altertum war der Alant eine beliebte Heilpflanze. Schon Plinius, Dioscurides und Theophrastus beschrieben diese Pflanze. Die Pflanze enthält in ihren Wurzeln grosse Mengen an Inulin und ätherischen Ölen. Diese Öl wurde früher bei Wurmbefall eingesetzt. Auch bereitete man im Mittelalter einealkoholisches Getränk aus den Wurzel zu, welches bei Magenschwäche eingesetzt wurde.
Besonders Alfalfasprossen, die man selbst sehr gut ziehen kann , enthalten diese Vitalstoffe in sehr hoher Konzentration. Alfalfa verbessert die Aufnahme von Nährstoffen und die Verdauung, erhöht die Vitalität, hilft bei Prostataentzündungen und rheumatischen Beschwerden. Es gibt sogar Anzeichen, daß Alfalfa bei Krebspatienten eine gute Wirkung hat.
Der Gebrauch von Algen ist schon seit über 2600 Jahren bekannt. Damals wurden Algen besonders hochstehenden Persönlichkeiten und Gästen angeboten.
Algen sind keine Pflanzen, sondern sie gehören in die Gruppe der Protoczoen. Man teilt sie in vier Hauptgruppen ein:
- Grünalgen
- Braunalgen
- Rotalgen
- Blau-Grüne Algen(wenn man genau ist, gehört diese Gruppe eigentlich zu den Bakterien. Bekannt sind Spirulina und Chlorella)
In Asienläden trifft man oft auf Hijki, Kombu, Wakame und Arame, die alle zu den Braunalgen zählen. Zu den roten Algen gehören Nori, Agar und Dulse. Sushi zum Bespiel wird in Nori-Algen eingewickelt.
In der Volksheilkunde wurden Algen schon immer bei Fieber, Ekzemen, Wunden, Gallensteinen, Leberbeschwerden, Gicht, Menstruationsproblemen, Nierenerkrankungen und Krebs eingesetzt. Zur Prävention und Behandlung des Kropfes werden Algen wegen ihres hohen Jodgehaltes auf der ganzen Welt eingesetzt. Rotalgen sind besonders beliebt bei der Behandlung von Würmern.
Die Algen enthalten sehr interessante Stoffe, die für die Zukunft von grosser Bedeutung sein werden:
Alginate:
Es handelt sich um Polysaccharide, die aus braunenalgen oder Kelp gewonnen werden. In der Medizin verwendet man sie in einigen Antacida zur Behandlung von Sodbrennen. Auch bei der Behandlung von Wundheilungsstörungen wurden Alginate erfolfgreich eingesetzt.
Alginate können Schwermetalle, wie Barium, Strontium, Cadmium und Radium an sich binden und sie dann aus dem Körper auszuscheiden
Carragene:
Diese kommen in roten Algen vor und sind in der Lage Herpes simplex Viren vom Typ 1 und 2 im Labor zu hemmen. Auch andere Viren können durch Carragene gehemmt werden.
Fucoidin:
Bei Fucoidin handelt es sich auch um ein Polysaccharid. Man fand in Versuchen raus, dass es Krebszellenwachstum verlangsamen oder gar stoppen konnte. Auf diesem Gebiet sind aber sicher noch weitere Versuche notwendig.
Alkaloide sind Wirkstoffe, die basisch reagieren und stickstoffhaltig sind.Bekannte Alkaloide sind Atropin, Coffein, Morphin und Colchicin. Alkaloide kommen in Nachtschattengewächsen, Mohngewächsen und Rauhblattgewächsen.
Sie wirken meist auf das Zentralnervensystem und werden in der Regel als isolierte Reinstoffe eingesetzt und rezeptpflichtig. Manche Pflanzen enhalten Pyrilizidin-Alkaloide, die leberzellschädigend sind.
Es handelt sich um eine körperliche, psychische oder soziale Schädigung durch Alkohol. Es besteht ein psychische Abhängigkeit.
In Deutschland sind 3 % der Bevölkerung alkoholkrank. Oft spielen psychische und soziale Faktoren eine wesentliche Rolle bei der Entstehung der Alkoholkrankheit.
Der Alkohol kann zu einer Reihe von Schädigungen führen:
- Fettleber
- Alkoholhepatitis
- Leberzirrhose
- Pankreatitis
- Ösophagitis
- Gastritis
- Kardiomyopathie
- Kleinhirnrindenatrophie
- Wernicke-Enzephalopathie
- hirnorganische Krampfanfälle
Einteilung der Alkoholkrankheit nach Jellinek:
- Alpha Trinker: Alkoholkonsum ohne Kontrollverlust, meist als Problembewältigung
- Beta Trinker: Hier kommt es schon zu einer Gewöhnung
- Gamma Trinker: Alkoholkonsum mit Kontrollverlust, Abhängigkeit und körperlichen, sozialen Probleme
- Delta Trinker: Alkoholkrankheit mit Abhängigkeit und Abstinenzunfähigkeit
- Epsilon Krankheit: Exzessiver Alkholkonsum
Als eine Allergie wird eine überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet, die sich in typischen, durch entzündliche Prozesse ausgelösten Symptomen äußert.
Man unterscheidet grundsätzlich vier verschieden Typen:
Typ I:Soforttyp:Unter Vermittlung von IgE Antikörpern kommt es innerhalb von Sekunden oder Minuten(eventuell nach 4-6 Stunden Zweitreaktion) zu allergischem Asthma, allerg. Konjunktivitis, Rhinitis, Urtikaria, Angioödem oder anaphylaktischem Schock
Typ II: Zytotoxischer Typ:Es kommt zur Bildung von Immunkomplexen mit IgG oder IgM Antikörpern mit Zytolyse eigener Körperzellen durchaktiviertes Komplement, die innerhalb von 6-12 Stunden zu allerg. bedingte hämolytischer Anämie, Thrombopenien oder Agranulozytose führen können. Typisch hierfür sind Transfusionszwischenfälle
Typ III: Immunkomplextyp: Es kommt zur Bildung von Immunkomplexen mit IgM und IgG und Antigenen, die über die Aktivierung des Komplementsystems zur Phagozytose der Immunkomplexe durch Granulozyten unter Freisetzung gewebsschädigender Enzyme führt. Die Reaktion, die nach 6-12 Stunden erfolgt äussert sich z.B. als Serumkrankheit, allergische Vaskulitis oder als exogen-allergische Alveolitis
TypIV: Spättyp: Durch Freisetzung von Lymphokinen aus sensibilisierten T-Lymphozyten kommt es zur Aktivierung von Makrophagen und mononukleären Zellen, die dann zum Ort der Antigenbelastung hinwandern. Nach 12-72 Stunden kommt es dann z.B. zum allerg. Kontaktekzem, ArzneimittelexanthemTransplantationsabstossung.
Allergien können sich auf oder in fast jedem Körperteil zutragen(weshalb eine Diagnose auch oft sehr schwierig ist). Durch Allergietest lassen sich die auslösenden Stoffe(Allergene) identifizieren. Man muss sich jedoch im klaren sein, dass sich die Allergene im Laufe der Jahre verändern können und man plötzlich auf andere Stoffe reagiert.
| Lateinisch | Aloe capensis, ferox |
| Familie | Liliaceae/Liliengewächse |
| Wirkstoffgruppe | Glycosid Droge |
| Vorkommen | Südafrika |
| Indikation | Verstopfung |
| Wirkung | starkes Abführmittel(Dickdarm) |
| Inhaltsstoffe | Antrachinonderivate, Harze |
| Kontraindikation | Hämorrhiden |
| Ileus | |
| Schwangerschaft, Stillzeit | |
| Menstruation |
Erhöhte AFP- Werte finden sich bei Neuralrohrdefekten, Omphalozele, Meningomyelozele, Anenzephalus, aber auch bei Mehrlingsgravidität oder falscher Tragzeitberechnung. Sie bedürfen immer einer weiteren Abklärung.
Aluminiumhydroxid wird als Hilfsstoff bei Toxoid-Impfstoffen zur Wirkungsverstärkung angewendet. Auch bei Dialysepatienten wird als Phosphatbinder eingesetzt. Dabei zeigte sich bei längerem Einsatz eine cerebrale Toxizität (Demenz), ebenso eine Knochentoxizität, weshalb ein Einsatz von höchstens vier Wochen empfohlen wird.
Aluminiumverbindungen in Impfstoffen können zur sogenannten makrophagischen Myofaszitis führen, einer Muskelerkrankung. Hierbei kommt es zu Entzündungen des Muskels an der Einstichstelle.
Als Hilfsstoff bei Toxoid-Impfstoffen wird Aluminiumhydroxid zur Wirkungsverstärkung eingesetzt.
Aluminiumverbindungen in Impfstoffen können zur sogenannten makrophagischen Myofaszitis führen, einer Muskelerkrankung. Hierbei kommt es zu Entzündungen des Muskels an der Einstichstelle.
Aluminiumphosphat ist wie Aliuminiumhydroxit ein Aluminiumsalz, welches als Immunstimulanz in Impfstoffen eingesetzt wird.
Es handelt sich um eine Entzündung der Alveolen und des angrenzenden Interstitiums. Ursachen können verschiedene Noxen sein oder sie wird durch Systemerkrankungen ausgelöst.
Es kommt zur Einwanderung von Phagozyten in die Alveolen, setzen dort Mediatoren frei und zerstören dadurch Parenchymzellen und interstitielle Kollagene. Bei längerer Dauer kann die Alveolitis in eine Lungenfibrose übergehen
Symptome:
- trockener Husten
- Fieber
- Belastungsdyspnoe
- Trommelschlegelfinger und Hypoxämie in späteren Stadien
Exogen-Allergische Alveolitis:
Die Alveolen reagieren bei dieser Form auf die Inhalation organischer Stäube. Meist handelt es sich um Pilzsporen oder tierische Eiweisse. Man kennt heute eine Reihe von exogen-allergischen A., wie z.B. Vogelzüchterlunge, Pilzarbeiterlunge, Befeuchterlunge oder Farmerlunge.
Symptome:
- 3-12 Stunden nach Allergenexposition kommt es zu Husten, Fieber, Schüttelfrost und Atemnot
- bei chronischem Verlauf Übergang in Lungenfibrose möglich
Unter Alzheimer versteht man eine progrediente Hirnatrophie, die meist zwischen dem 40. und 90. Lebensjahr auftritt.
Es kommt im Gehirn zur Ablagerung von senilen Plaques, die sich vermutlich entzünden und damit zu einer Hirnatrophie führen, insbesonders in der frontal-temporalen und parietal-okzipetalen Hirnrinde. Warum es zu einer Entzündung kommt, ist noch ungeklärt.
Symptome:
- Gedächtnisstörungen
- Unruhe
- Orientierungsstörungen
- Agnosie
- Depression
Man findet in den Gehirnen von Alzheimer Patienten hohe Mengen an COX-2 Enzymen. Diese Enzyme sind wesentlich bei der Entstehung von Entzündungen beteiligt. Zur Zeit laufen an vielen Universitäten Forschungen in diese Richtung, ob man mit COX-2 Hemmern, unter Umständen Alzheimer aufhalten kann.

