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Glossar

Begriff Definition
I 5
Nebenwirkungen  
  aPassagere Temperaturerhöhung
  bÜberempfindlichkeitsreaktionen (sehr selten)
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I 7 a
Gegenanzeigen aAkut Erkrankte
  bRekonvaleszente
  cInkubierte
  dChronische Infektionen
  ePrimäre u. sekundäre Immundefekte (z. B. Antikörpermangelsyndrom, Immunsuppression, Strahlentherapie, Leukämie)
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Ikterus

Beim Ikterus handelt es sich um eine Gelbfärbung der Haut und Schleimhäute durch Ablagerung von Bilirubin. Bilirubin ist ein Abbauprodukt der roten Blutkörperchen, welches normalerweise über die Gallenwege ausgeschieden wird. 80% des Bilirubins, welches im Darm zu Urobilinogen umgewandelt wird, wird ausgeschieden. Die restlichen 20% werden vom Körper wieder aufgenommen und gelangen wieder zur Leber und von dort in die Galle.

Der Ikterus wird durch verschieden Ursachen ausgelöst. Dies führt auch zu einer bestimmten Einteilung:

  • Hämolytischer Ikterus( durch übermässige Zerstörung roter Blutkörperchen)
  • Hepatozellulärer Ikterus; hier liegt die Ursache in der Leber( z.B. durch Hepatitis, toxische Vergiftung,Stauungsleber)
  • Cholestatischer Ikterus als Folge eines gestörten Galleabflusses.Neben der Gelbfärbung der Haut und der Konjunktiven findet man hier hellen( sogenannte acholischen) Stuhl, bierbraunen Urin und Juckreiz der Haut. Beim cholestatischen Ikterus unterscheidet man eine intrahepatische und eine extrahepatische Gallenstauung. Bei der intrahepatischen Gallestauung handelt sich um eine Gallesekretionsstörung in der Leber, bei der extrahepatischen Stauung handelt es sich um eine Abflussstörung der Galle.

Ursachen der intrahepatischen Cholestase können sein:
-Virushepatitis
-Leberzirrhose
-Alkohol-Fettleber
-Bakterielle Infektionen(Salmonellen, Leptospiren)
-Primär bilär Zirrhose

Seltene Ursachen eines Ikterus können auch angeborene Störungen sein:

  • Morbus Meulengracht; es handelt sich hier um eine Störung der Bilirubinaufnahme und Konjugation mit Glucoronsäure in der Leber
  • Crigler-Najjar Syndrom; hier fehlt die Glukoronyltransferase (diese koppelt das Bilirubin an die Glukoronsäure) völlig und das Bilirubin kann überhaupt nicht konjugiert werden
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Ikterus neonatorum

Die Neugeborenengelbsucht entsteht durch eine Erhöhung des indirekten Bilirubins, da die Aktivität der Glukuronyltransferase in der Leber noch nicht voll ausgereift ist (Glukuronidierung von unkonjugiertem zu konjugiertem Bilirubin nicht vollständig möglich, deshalb Ablagerung von indirektem Bilirubin in die Haut).

Mit Hilfe der Lichttherapie(Spektralbereich 410 - 530 nm) wird das abgelagerte Bilirubin schneller abgebaut.
Durch die Phototherapie kommt es durch die Bestrahlung großflächiger Körperareale zu einem erhöhtem Flüssigkeitsbedarfwehalb auf eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr zu achten ist.
Um Netzhautschäden durch das Licht zu meiden, müssen während der Bestrahlung die Augen abgedeckt sein.

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Immunität

Immunität ist die Unempfindlichkeit oder Unempfänglichkeit des Organismus gegenüber äußeren Angriffen(z.B. Bakterien, Viren) bzw. die Fähigkeit des Organismus, bestimmte Krankheitserreger ohne pathologische Erscheinungen zu eliminieren.

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Ingwer (Zingiber officinalis):

Niemand wirklich kennt die genauen Ursprünge des Ingwers. Wahrscheinlich wurde er zuerst in den Tropen von Südostasien entdeckt. Einige Botaniker behaupten, daß sein Sanskrit Name darauf hinweist, daß er aus Indien stammt. Diese Hypothese zu bestätigen ist jedoch unmöglich, da es geheimen Handel und weitverbreitete Kultivierung gab und es gibt keine Dokumente, über seinen Ursprung und seine Existenz in seiner wilden Form.

Ingwer bekam seinen botanischen Namen, Zingiber officinalis, von dem berühmten schwedischen Botaniker aus dem 18 Jahrhundert, Linnaeus. Linnaeus leitete den Namen Zingiber aus dem Sanskrit Namen singabera ab, was soviel wie Horn bedeutet. Der bekannteste Teil der Ingwerpflanze, der kommerziell verwandt wird, ist der unregelmäßig geformte, unter der Erde wachsende Teil, der fälschlicherweise Wurzel genannt wird. Obwohl Ingwer wahrscheinlich immer mit dem Ausdruck Wurzel assoziiert werden wird, ist es jedoch botanisch gesehen keine Wurzel, sondern ein Rhizom. Nicht wie eine Wurzel, die normalerweise stirbt, wenn man sie auseinander schneidet, kann Ingwer immer neue Pflanzen bilden, wenn man das Rhizom zerschneidet. Aus diesen Knollen kultiviert man Ingwer seit Tausenden von Jahren.

Die zwei bekanntesten Gruppen dieser scharfen Bestandteile werden Gingerole und Shogaole genannt. Gingerole, die nur im frischen Ingwer vorhanden sind, verwandeln sich durch Hitze und Trocknung in die noch schärferen Shogaole. Dies chemische Verwandlung vom frischen zum getrockneten Zustand ist eines der wichtigsten Faktoren der therapeutischen Wirkung des Ingwers. Beinahe so einzigartig wie der Geschmack ist auch der Geruch des Ingwers. Dieses wunderbar süße, warme und zitronige Aroma ist hoch geschätzt und wird überall in der Parfum und Getränkeindustrie eingesetzt.

Der einzigartige Duft des Ingwers entsteht durch eines in der Natur komplexesten essentiellen Öles, welches zwischen 1-2,5 % des getrockneten Rhizoms ausmacht. Die Macro und Micronährstoffe des Ingwers beinhalten Proteine, Fette, Kohlenhydrate und all die bekannten Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Im Gegensatz zu anderen Heilpflanzen oder Gewürzen, wird frischer oder grüner Ingwer schon immer als Gemüse verzehrt und enthält große Mengen an Kalium, Phosphor, Vitamin C und Riboflavin(Abbildung 2) Die anderen Inhaltsstoffe, nennen wir sie Synergisten gehören natürlich dazu, nur wäre es zu umständlich, sie alle zu erwähnen. Obwohl die Elemente wie Gingerole oder Zingiberen die Hauptbestandteile sind, die für den Geschmack bzw. den Duft des Ingwers verantwortlich sind, spielen die hunderte anderer Stoffe(Synergisten) doch eine wesentliche Rolle für den ganzen Effekt und die Abbrundung des ganzen Bildes.

Nährwerte von frischen Ingwer

Nährwerte in %
Feuchtigkeit 80.9
Protein 2.3
Fett 0.9
Kohlenhydrate 12.3
Ballaststoffe 2.4
Mineralstoffe 1.2
Enzyme 2.3

Vitamine/Mineralstoffe (mg/100Gramm)
Kalzium 20.00
Phosphor 60.00
Eisen 2.6
B1 0.06
B2 0.03
B3 0.6
C 6

Frischer Ingwer beinhaltet eine Vielfalt an Nährstoffen. Die obige Tabelle ist nur ein Beispiel, da es starke Unterschiede bei den einzelnen Sorten gibt. Die Werte bei getrocknetem Ingwer hängen von seinem Feuchtegehalt ab. Ingwer enthält fast 500 Inhaltsstoffe, von denen eine ganze Reihe in der Lage ist, COX-2 zu hemmen. Ingwer greift ausgleichend auf den Stoffwechsel der Arachidonfettsäure ein. Mit diesen Fähigkeiten ist er in der Lage, eine zu starke Ausschüttung von Prostaglandinen des Typ 1, die Entzündungen hervorrufen zu hemmen während er das lebensnotwendige Prostaglandin 2 nur kaum beeinflußt und damit seine wichtige Rolle nicht beeinflußt.

Eine Studie zeigte, daß vier lnhaltstoffe des Ingwers stärkere Hemmer von Prostaglandinen waren, als ein synthetisches Arzneimittel Indomethacin, welches als eines der stärksten chemischen Eicosanoid Hemmer bekannt ist . Wenn man sich die Tatsache vor Augen führt, daß Indomethacin jährlich für etwa 100 Millionen Dollar verkauft wird, sieht man das Potential des Mitbewerbers Ingwer. Ingwer hat neben der COX-2 Hemmung auch einen hemmenden Effekt auf das Lipoxygenase Enzym, welches bei seinem Stoffwechsel den Stoff 5-HETE erzeugt, das bei der Bildung und dem Wachstum von Prostatakrebs eine Rolle spielt. Die Hemmung des Enzyms 5-Lipoxygenase im Arachidonstoffwechsel hat zur Folge, daß Prostata-Krebszellen, die auf Stoffwechselprodukte dieses Enzyms angewiesen sind, ihrer Nahrung entzogen werden und dadurch absterben können.

Zur Prävention von Prostatakrebs sollte man deshalb Ingwer auf jeden Fall in Betracht ziehen. Ferner ist Ingwer in der Lage, daß Blut flüssig zu halten, da es die Bildung von Thromboxanen hemmt, die zur Verklumpung der Blutplättchen führen. Ingwer jedoch hemmt nicht nur COX-2 , sondern es gleicht parallel die COX-1 Aktivität aus und schützt somit vor Magenblutungen und Geschwüren und hält eine gesunde Funktion der Nieren aufrecht.

Im Ayurveda wird Ingwer schon seit Tausenden von Jahren als universelle Medizin bei Arthritis, Arthrose, Rheuma und anderen Erkrankungen mit Erfolg eingesetzt.

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Inhalieren

Ein altbewährtes Hausmittel ist das Inhalieren von Wasserdampf mit und ohne Zusätzen. Vor allem bei Entzündungen der oberen Luftwege und Nasennebenhöhlenentzündung ist die Inhalation sehr hilfreich.

Salzwasserinhalation:
Vor allem bei Stockschnupfen und Nasennebenhöhlenentzündung sehr nützlich. Die Salzdämpfe führen zur starken Schleimabsonderung und Abschwellung und die Nase wird dadurch wieder frei. Auf ein Liter Wasser nehme man zwei Esslöffel Meersalz und bringt es zum Kochen. Dann nimmt man den Topf, stellt ihn an einen Tisch und beugt den Kopf darüber. Über den Kopf und die Schultern sollte ein grosses Handtuch gelegt werden, damit der Dampf nicht entweichen kann. Dauer ca. 10 min.
Zusätzlich bei Nasennebenhöhlenentzündung kann man eine Mischung aus 2 EL Kamillenblüten, 1L Thymiankraut und 1 EL Salbeiblätter inhalieren. Auch diuese aufkochen und dann 10 min. inhalieren.

Kamillenblüteninhalation:
vor allem bei Kindern und Babys mit zähem Schnupfen. Anwendung: 3 Esslöffel Kamillenblüten auf 1Liter Wasser. Anwendung wie oben beschrieben

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Inositol

Ein Mitglied der B- Vitamin Gruppe. Wirkt zusammen mit Biotin und Cholin gegen männlichen Haarverlust, Hochdruck, und Arteriossklerose. Es hilft, den Cholesterinspiegel zu senken, indem es Blutfette verstoffwechselt und die Fettablagerungen in der Leber abbaut. Es senkt das Risiko, an Brust und Eierstockkrebs zu erkranken und gleicht Östrogenbedingte prämenstruelle Beschwerden aus.

Bei Diabetes kann es die Begleiterkrankungen, die mit der Krankheit einhergehen lindern. Für Sportler dürfte interessant sein, daß Inositol den Sauerstofftransport zu den Muskeln erhöht und damit eine höhere Leistungsfähigkeit schafft.

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Insulinom

Es handelt sich um einen Tumor in der Bauchspeicheldrüse, der zusätzlich zu dem bereits produzierten Insulin Insulin produziert. Die Tumore sind meist gutartig. 

Symptome:

  • typisch sind spontane Unterzuckerungen mit Heisshunger, Unruhe, Schwitzen, Tachykardie, Tremor
  • u.U. auch Bewusstseinstörungen durch starke Hypoglykämie

Therapie: Entfernung des Tumors durch Operation

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Invagination

Unter Invagination versteht die Einstülpung von Darmabschnitten. Betroffen sind v.a. Säuglinge zwischen dem 6. und 9. Lebensmonat.

Ursache: meist unklar.
Gehäuft wird sie beim Meckelschen Divertikel, Polyposis, Purpura-Schoenlein-Henoch, sowie Störungen der Darmperistaltik (Infektionen oder Abführmaßnahmen) beobachtet.

Komplikationen: Ileus, Perforation, Peritonitits

Therapie: Versuch mit Kolonkontrasteinlauf. Rezidivgefahr, daher stationäre Nachbeobachtung. Operation bei fehlgeschlagenem Kolonkontrasteinlauf u. Perforationszeichen.

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Invagination
A condition in which one part of a structure telescopes into another, as the intestine during peristalsis. If the invagination is extensive or involves a tumor or polyp, it may cause an intestinal obstruction, necessitating surgery.
Inzidenz

Mit Inzidenz bezeichnet man die Anzahl der Neuerkrankungen in einer Population an einer bestimmten Krankheit während einer bestimmten Zeit.

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Ischiassyndrom

Ischiassyndrom ist eine recht häufige Erkrankung. Der Nerv kann in seinem gesamten Verlauf geschädigt werden, wobei meist jedoch eine verschobene Bandscheibe die Ursache ist.

Mögliche Ursachen:

  • Bandscheibenvorfall bei L4/L5/S1. Dabei verlagert sich der Gallertkern der Bandscheibe durch den Faserring hindurch nach aussen und drückt auf die Nervenwurzel bzw. -faser.
  • Erkältung
  • Trauma, wie Verrenkung der Wirbelsäule und/oder der Beckengelenke
  • Infektionskrankheiten
  • Noxen, wie Alkohol, Tabak, Blei,...

Symptome:

  • Schmerzen im Verlauf des Ischiasnerven, einseitig
  • Parästesien, Kälte und Schlaffheit der Wadenmuskulatur
  • kein Achillessehnenreflex
  • sensible und motorische Ausfallserscheinungen

Diagnose:

  • das gestreckte Bein kann im Liegen nicht angehoben werden (Lasègue Zeichen)
  • bei Bandscheibenvorfall L5 kein Fersenstand möglich
  • bei Bandscheibenvorfall S1 kein Zehenstand möglich
  • Achillessehnenreflex
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Isoflavone

und Isoflavone. Das Besondere an den Isoflavonen ist, daß man sie nur in der Sojabohne findet. In der Sojabohne kommen zwei Isoflavone vor, das Eine große Klasse der sekundären Pflanzenstoffe sind die Flavonoide. Man kennt heute mehr als 5000 verschiedene Arten, die man in verschiedene Klassen, wie z.B. Catechine, Flavonole, AnthocyanidineGenistin und das Daidzin. Hierbei handelt es sich um Vorstufen, die im Darm noch von der lebenden Bakterienflora in Genistein und Daidzein umgewandelt werden müssen, damit der Körper sie aufnehmen kann.
Eine gesunde Darmflora ist also Voraussetzung für eine genügende Aufnahme von Isoflavonen. Viele Studien aus den letzten Jahren belegen, daß Personen, deren Speiseplan viel Sojaprodukte aufweist, einen höheren Schutz vor Krebs aufweisen, als Menschen, die kein Soja essen. Die Isoflavone reichern sich im Blut und Gewebe dieser Menschen an und wirken über verschiedene Mechanismen, wie wir später noch sehen werden als präventives Schutzschild.

Isoflavone zeigen eine ganze Reihe unterschiedlicher Wirkungen. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge haben sie folgende Wirkungen als:
Östrogen
Antiöstrogen
Hemmer von Krebsenzymen
Antioxidans
Immunstimulanz

Wirkung als Östrogen : gut bei Wechseljahrebeschwerden und zur Osteoporose-Prävention
Isoflavone zählen auch zu den sogenannten Phytohormonen. In ihrer Struktur gleichen sie dem menschlichen Östrogenen und können ihre Wirkung imitieren. Eine der Wirkung ist die Stimulierung des Knochenstoffwechsels. Die Einnahme von Sojakonzentrat fördert die Einlagerung von Calcium in die Knochen und erhöht dadurch die Knochendichte, was die Osteoporosegefahr stark minimiert. Diese Einlagerung läßt sich zusätzlich noch dadurch erhöhen, indem man viel Sport treibt. Bei einer relativen Abwesenheit von körpereigenen Östrogen können Sojaisoflavone auch als Ersatz wirken. Sie können z.B. nach einer Hysterektomie(Gebärmutter und Eierstockentfernung) als gute Ergänzung eingesetzt werden. Als östrogenähnliche Wirkung reduzieren sie auch die so unangenehmen Hitzewallungen. Der Vorteil von Isoflavonen liegt darin, daß sie nicht so stark wie menschliche Östrogene wirken, jedoch durch Erhöhung der Zufuhr (ca. 40-50mg Isoflavone /Tag) trotzdem der erwünschte Effekt erzielt werden kann.

Wirkung als Antiöstrogen

Die Östrogenwirkung der Isoflavone beträgt zwar nur 0,1 % von steroidalen Östrogenen, dafür zeigen sie aber eine starke Antiöstrogenwirkung. D.h. sie besetzten die Rezeptoren auf bestimmten Zellen, an die normalerweise Östrogene "andocken" und beeinflussen dadurch den Hormonstoffwechsel. Die scheinbar schwache Wirkung der Isoflavone wird jedoch auch dadurch ausgeglichen, daß bei hohem Sojaverzehr der Isoflavonspiegel um den Faktor 10000 höher sein kann als der Östrogenspiegel. Eine Wirkung der Östrogene ist die Stimulation von Zellwachstum und deshalb ist nicht auszuschließen, daß Östrogene auch Krebs hervorrufen können. Wenn die Rezeptoren jedoch durch Isoflavone besetzt sind, können die Zellen nicht zu unkontrolliertem Wachstum angeregt werden. Die Fähigkeit an Rezeptoren anzudocken, schützt den Körper auch vor künstlichen Hormonen, die man zunehmend in der Nahrung findet. Diese Hormone - auch Xenoöstrogene genannt - stimulieren das Brustzellwachstum und stimulieren auch die Zellvermehrung. Ferner führen sie zur Ausschüttung von Tumor-Wachstumsfaktoren und erhöhen die Zahl der Östrogen-Rezeptoren, und machen dadurch empfindlicher.

In Asien sind bestimmte Krebsarten bei Frauen, wie z.B Brustkrebs viel seltener anzutreffen, wie in westlichen Ländern. Man führt dies unter anderem auf die Wirkung der Isoflavone als Antiöstrogene zurück. Im Vergleich konsumieren asiatische Frauen 25-50 mal so viel Isoflavone wie in Europa. Auch leiden asiatische Frauen in der Regel auch nicht an Wechseljahresbeschwerden - in China gibt es dafür noch nicht einmal einen Ausdruck dafür.

Wirkung als Hemmer von Krebsenzymen

Isoflavone minimieren das Krebsrisiko, da sie die Aktivität der Thyrosinkinase hemmen, ein Enzym, welches Krebszellen zum Wachstum anregt. Ferner hemmt das Genistein die Bildung von neuen Blutgefäßen, die Tumore für ihre Blutversorgung benötigen. Die Tumoren können dadurch nicht ungehindert weiterwachsen, weil ihnen nicht genügend Nähstoffe zur Verfügung stehen. Die Krebszelle benötigt vor allem Glucose (Zucker) für Ihren Stoffwechsel, der im Gegensatz zu einer gesunden Zelle, nicht mit Sauerstoff "verbrannt", sondern vergoren wird.

Wirkung als Antioxidans

Antioxidantien sind Stoffe, die reaktionsfreudige Sauerstoffmoleküle (sog. Freie Radikale) inaktivieren können. Freie Radikale werden ständig im Körper gebildet, werden aber durch das Abwehrsystem in Balance gehalten und können so keinen Schaden anrichten. Durch ultraviolette Bestrahlung, Zigarettenrauch, Luftverschmutzung und Streß erhöht sich jedoch die Belastung im Körper und die Zellen verlangen mehr Antioxidantien. Wie kann man sich so ein freies Radikal vorstellen? Es handelt sich um ein Molekül, dem ein Elektron in seiner Hülle fehlt. Diesen Mangel versucht es nun, wieder auszugleichen, indem mit jeder beliebigen Molekül in Verbindung tritt und diesem das Elektron entreißt. Dieses ist nun wiederum instabil und sucht sich ein anderes Elektron zum Ausgleich und "das Spiel geht weiter". Wir kennen heute viele Antioxidantien, wie etwa das bekannte Vitamin C oder E. Besten Schutz haben wir jedoch, wenn wir verschiedene Antioxidantien zu uns nehmen. Und hier kommen die Isoflavone wieder ins Spiel. Besonders das Genistein wirkt als extrem starkes Antioxidanz, indem es auch den Enzymspiegel anderer Antioxidantien erhöht.

 Wirkung als Immunstimulanz

Daidzein aktiviert körpereigene Abwehrzellen. Es stimuliert vor allem Makrophagen(Freßzellen) und Lymphozythen, deren Funktion für ein optimales Immunsystem unabdingbar ist. Häufig sind Abwehrzellen nämlich nicht in der Lage, effektiv gegen "Eindringlinge", wie Viren oder Bakterien oder auch entartete Zellen vorzugehen und es kommt deshalb zu häufigen Krankheiten. Isoflavone, und hier vor allem das Daidzein, können hier helfen, die Abwehrzellen zu erhöhter Aktivität anzuregen.

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Isoleucin

Isoleucin, eine Aminosäure hilft bei einer schnellen Wundheilung, vor allem bei Verbrennnungen Mangelanzeichen sind Blutzuckerprobleme und Müdigkeit

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