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Glossar

Begriff Definition
Kolloidosmotischer Druck

Onkotischer Druck (Kolloidosmotischer Druck):

Der onkotische oder kolloidosmotische Druck herrscht an bestimmten Membranen im Körper, die für Eiweisse (Kolloide) undurchlässig, für Elektrolythe hingegen durchlässig sind. Diese Memrane findet man in den Blutkapillaren. Durch den Eiweissgehalt(vor allem Albumine) im Blut ist der Druck in den Kapillaren viel grösser als der ausserhalb der Kapillare. Damit wird verhindet, dass Flüssigkeit in das umliegende Gewebe austritt, was zu Ödemen führen würde.

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Kolonkarzinom

Das Kolonkarzinom ist nach Brustkrebs und Lungenkrebs die häufigste Karzinomform. Meist treten sie nach dem 50. Lebensjahr auf. Sie entwickeln sich oft aus Polypen/ Adenomen des Kolons.

Ursachen:

  • ballaststoffarme und fettreiche Ernährung
  • genetische Faktoren
  • andere Krankheiten, wie M. Crohn, Colitis ulcerosa

Symptome:

  • oft symptomlos, wenn Symptome auftreten ist das Karzinom in der Regel schon weit fortgeschritten
  • Blutbeimischung im Stuhl
  • plötzliche Änderung der Stuhlgewohnheit
  • Blähungen mit gleichzeitigem Stuhlabgang

zusätzlich können auftreten:

  • Müdigkeit, Leistungsminderung
  • Gewichtsverlust
  • Fieber
  • chronische Anämie durch Blutungen

Die Vorsorgeuntersuchung mit dem Hämoculttest (Blut im Stuhl) sind nicht 100% verlässlich, da Karzinome nicht unbedingt bluten müssen.

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Kolonpolypen

Bei Polypen des Colons handelt es sich um Schleimhautwucherungen in das Darmlumen des Kolons hinein. Jeder zehnte Erwachsene hat Polypen, jedoch in den allermeisten symptomlos. Bestimmte Formen der Polypen können entarten. (Siehe Kolonkarzinom)

Die Polypen werden in aller Regel erst dann entdeckt, wenn sie zu Blutungen oder einer Obstruktion geführt haben.

Die Untersuchung erfolgt über Koloskopie.

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Komplementsystem

Das Komplementsystem ist Bestandteil des Abwehrsystems (humorales Abwehrsystem) und besteht  aus Faktoren, die in der lage sind, das Abwehrsystem zu stimulieren. Vor allem Mikroorganismen werden vom Komplementsystem abgewehrt durch:

  • Förderung der Phagozythose
  • Zytolyse von mit Antikörpern beladenen "Feindzellen" durch das Endprodukt der Komplementaktivierungskette

Gibt es Störungen im Komplementsystem kommt es zu gehäuften bakteriellen Infekten.

Komplementfaktoren wirken auch bei der sogenannten Chemotaxis mit. Chemotaxis nennt man die  Anlockung von Granulozyten z.B. in ein Entzündungsgebiet. Die Spaltprodukte , die bei der Aktivierung der Komplementfaktoren entstehen können diese Chemotaxis bewirken.

Ursache können sein:
- eine verminderte Synthese in der Leber
- Ein erhöhter Verbrauch bei Autoimmunerkrankungen
-  bestimmte Infektionen

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Königskerze

 
Lateinische Droge Verbascii flos
Familie Scrophulariaceae/Braunwurzgefässe
Wirkstoffgruppe Saponin-Glycosid Droge/Schleimstoffdroge
Vorkommen Europa
Indikation Abszess, Furunkel
  Husten
  Asthma
Wirkung expectorierend
  erweichend
Inhaltsstoffe Schleimstoffe, Saponine
Kontraindikation keine bekannt
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Konjugierte Impfstoffe

Einige Bakterien verfügen über Polysaccharid-Außenhüllen, die nur schwache Immunantworten provozieren. Durch Verbindung dieser Außenhüllen mit Proteinen (wie Toxinen) kann das Immunsystem dazu gebracht werden, die Polysaccharide wie Proteinantigene zu erkennen. Zweck ist eine stärkere Immunantwort zu provozieren.

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Konjunktivitis

Bei der Konjunktivitis handelt es sich um eine Entzündung der Augenbindehaut.

Formen:

  • Infektiöse K.: Es gibt eine ganze Reihe von Erreger, die an einer Konjunktivitis beteiligt sind. Häufig sind Staphylokokken.
  • Nichtinfektiöse K.: ausgelöst durch Staub, Wind, Fremdkörper, Chemikalien
  • Allergische K.: Oft zusammen mit einem Heuschnupfen auftretend. Es kommt zum Jucken und Brennen der Augen mit starker Tränenabsonderung.

Symptome:

  • Brennen, Jucken. Als ob etwas im Auge wäre.
  • Starke Absonderung mit oder ohne Eiter
  • Verklebung der Lidränder morgens bei eitriger Entzündung
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Kontagionsindex

Unter Kontagionsindex (von lat.: contagium (Ansteckung) und index (Anzeiger)) - versteht man in der Epidemiologie die Wahrscheinlichkeit an einer Erkrankung durch den Kontakt mit einen bestimmten Erreger zu erkranken. So gibt ein Kontagionsindex von 0,9 an, dass 90 % der mit dem Erreger in Kontakt gekommenen Personen erkranken.

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Kontagiosität

Als Kontagiosität bezeichnet man die Ansteckungsfähigkeit eines Erregers.

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Kreatin

Kreatin ist ein Zwischenprodukt des intermediären Stoffwechsels, liegt in der Muskulatur ab dem 4 Lebensjahr als Kreatinphosphat als energiereiche Verbindung vor, über die ATP(Adenosintriphosphat) regeneriert werden kann.

Kreatin wird in der Niere, der Leber und in der Bauchspeicheldrüse synthetisiert. Kreatinphosphat im Muskel verstärkt die blutzuckersenkende Insulinwirkung, da es die Aufnahmefähigkeit des Muskels für Zucker steigert.

Kreatin wird auch mit Fleischnahrung aufgenommen.

Ausgeschieden wird Kreatin als Kreatinin im Harn,

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Kreatinin

Kreatinin ist ein Stoffwechselprodukt, das aus der Säure Kreatin im Muskelgewebe entsteht. Es wird über den Harn ausgeschieden. 

Die Ausscheidung mit dem Harn erfolgt relativ konstant  und beträgt am Tag ca. 1,0 bis 1,5 g.

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Kuhmilchintoleranz

 Durch die Ernährung von Säuglingen mit Kuhmilch oder Milch auf Kuhmilchbasis kommt es zu einer Sensibilisierung gegenüber Kuhmilchproteinen über die Dünndarmmukosa, die in den ersten Lebensmonaten besonders durchlässig für Fremdeiweißmoleküle ist.
Pathomechanismus:Kuhmilchproteine werden als Antigene den Dünndarmmakrophagen und -lymphozyten  präsentiert und gelangen in die Blutbahn. Die sensibilisierten Lymphozyten ( B- und T) wandern wiederum in die Darmwand zurück und können beim nächsten Antigenkontakt reagieren und zu allergischen Gewebsreaktionen führen.

Symptome:

  • meist in den ersten Lebensmonaten 
  • akute Gastroenteritis mit Erbrechen
  • teilweise  blutige Durchfälle.
  • später Übergang in chronischen Durchfall, bis hin zur Malabsorption mit Gedeihstörungen

Diagnose: rein klinisch ( d.h. durch Zusammenhang zwischen Kuhmilchprotein und klinischer Symptomatik) Laborchemisch findet sich häufig eine Eisenmangelanämie, eine Leukozytose, eine Eosinophilie und erhöhte IgG-Antikörper gegen Kuhmilcheiweiß.

Therapie:Elimination der Kuhmilchproteins aus der Ernährung des Säuglings. Ersatz durch Sojymilch oder Mandelmilch.

Prognose: Rückgang meist um das das 2. Lebensjahr von selbst. Bei schwereren Verläufen stationären Aufenthalten einschließlich langer parenteraler Ernährung.

 

Abzutrennen von der Kuhmilchproteinintoleranz ist die Kuhmilchallergie, die als IgE-vermittelte Allergie vom Soforttyp auftritt und mit Urticaria, Rhinokonjunktivitis, Asthma/Bronchitis oder atopischer Dermatitis einhergeht. Der Gastrointestinaltrakt reagiert hier ebenfalls mit akutem Durchfall. Hier können im RAST-Test erhöhte Werte auf Kuhmilch vorliegen und das Gesamt IgE erhöht sein.

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Kümmel (Carum carvi)

Lateinisch Carvi fructus
Familie Apiaceae(Umfelliferae)/Doldengewächse
Wirkstoffgruppe Ätherische Öldroge
Vorkommen Mitteleuropa, Asien
Indikation Blähungen
  Meteorismus
  Gärungsdyspepsie
Wirkung blähungswidrig
  Anregung der Milchdrüsen
  magenstärkend
  Spasmolyticum
Inhaltsstoffe ätherisches Öl: Carvon, Gerbstoffe, Cumarin
Kontraindikation keine bekannt
 

Der lateinische Name carum kommt aus dem Griechischen kar= Laus, wahrscheinlich die Ähnlichkeit der Kümmelfrucht mit einer speziellen Lausart. Der bis 1 m hohe Kümmel wächst überall wild auf Wiesen und ist in Europa und Zentralasien verbreitet. Geschichte: Die Pflanze sollte wegen ihres starken Geruches Geistern unangenehm sein und schon Plinius behauptete, dass man bei der aussat der Körner, fluchen sollte, damit die Pflanze besser gedeiht. Der aromatische Geruch der Pflanze wird durch aromatische Öle hervorgerufen Wirkung und Anwendung: Kümmel wirkt krampflösend, blähungswidrig und regt die Verdauungsdrüsen an. Wird gerne bei Blähungskoliken der Säuglinge angewendet, auch bei Appetitlosigkeit und Völlegefühl. Man sagt dem Kümmel auch eine Förderung des Milchflusses nach.

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Kupfer

Beeinflußte Körperfunktionen: Knochenbildung, Haar- und Hautfarbe, Bildung der roten Blutkörper, Denkprozesse und gefühlsmäßige Zustände, Enzymreaktionen

Mögliche Mangelerscheinungen (Symptome): Allgemeine Schwäche, beeinträchtigte Atmung, Hautentzündun-gen, Wunden, Durchfall bei Kleinkindern, Appetitlosigkeit, Haut-und Haarprobleme

Senkung der Kupfer-Konzentrationen im Körper durch: Zink (hohe Einnahmen), Molybdän, Eisen, Mangan, Calcium

Erhöhung der Kupfer-Konzentrationen im Körper durch: Kupfer-Wasserleitungen, übermäßige Zufuhr von Kupfer mit der Nahrung, geringe Zinkmengen, orale Verhütungsmittel, Erbkrankheit (Morbus Wilson)

Kupferreiche Nahrungsmittel: Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkornprodukte, Meeresfrüchte (beson-ders Austern), Rosinen, Melasse, Avocados, Paranüsse, Sojaboh-nen, Eier, Organfleisch, Leber

Aufnahmefördernde Nahrungsbestandteile: Kobalt, Eisen Ergänzende Zufuhr zu erwägen bei: Anämie, Ergrauen des Haares, Haarprobleme.

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Kussmaulatmung

Bei der Kussmaulatmung handelt es sich um eine sehr vertiefte Atmung, die durch eine Azidose ausgelöst wird. Die Azidose reizt das Atemzentrum, welches durch die Veranlassung einer vertieften Atmung versucht, Säuren in Form von Kohlendioxid über die Lunge abzuatmen.. Typisch ist die Kussmaul-Atmung beim Koma diabeticum, da hier verstärkt Säureequivalente im Blut gebildet werden.

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