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Glossar

Begriff Definition
Metabolische Alkalose

Bei der Alkalose kommt es zu einer Verschiebung des ph-Wertes auf über 7,44. Der Körper versucht ferner durch Verschiebung von Kalium in die Zellen, dem entgegenzuwirken. Hierdurch kommt  es zu einem Kaliummangel. Beim Kaliummangel wird vermehrt Wasserstoff ausgeschieden, was das Blut saurer macht.

Ursachen:

  • Erbrechen(Verlust von saurem Mageninhalt)
  • Diuretiktherapie mit Hypokaliämie
  • Zufuhr von Bikarbonat

Symptome:

  • verminderte flache Atmung
  • Tetanie durch Kaliummangel
  • Extrasystolen am Herzen
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Metabolische Azidose

Von Azidose spricht man, wenn der ph Wert des Körpers unter 7,36 fällt.

Ursachen können sein:

  • Endogene Säurebildung durch Alkoholismus, Hungerzustände, Coma diabeticum(Ketoazidose)
  • Exogene Säurezufuhr
  • Verminderte Säureausscheidung durch Niereninsuffizienz
  • Bikarbonatverlust durch Diarrhoe

Symptome: als Kompensation versucht der Körper verstärkt Sauerstoff einzuatmen. Dies führt zur sogenannten Kussmaulschen Atmung.

Die Azidose führt immer zu einer Hyperkaliämie, da Kalium aus den Zellen in den Extrazellulärraum verschoben wird.

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Methionin

Die Aminosäure Methionin, die zu den essentiellen AS gehört, hilft, die Einlagerung von Fett in der Leber und den Arterien zu verhindern. Es unterstützt den Blutfluss zu den Nieren, dem Herzen und dem Gehirn und schützt vor freien Radikalen. Mangelerscheinungen sind Haarverlust, schwacher Hauttonus, Leberprobleme und Arteriossklerose.

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MF59

MF59 ist ein Adjuvans, welches in der Arzneimittelherstellung als Aufnahmeverbesserer zur Wirkungssteigerung – z. B. bei Impfstoffen – eingesetzt wird. Es wurde in den 1990er Jahren von dem jetzt zum Novartis-Konzern gehörenden Pharmaunternehmen Ciba-Geigy entwickelt (Novartis MF59 Adjuvant Fact Sheet (Memento des Originals vom 12. Oktober 2013 im Internet Archive). Die Abkürzung MF leitet sich von „Mikrofluidisierung “ab.(Adjuvanzien: Booster für die Impfung. Pharmazeutische Zeitung, 29. März 2017, abgerufen am 22. Mai 2019.) MF59 ist eine Öl/Wasser-Emulsion, die als Bestandteile Squalen, oberflächenaktives Polysorbat 80 und Sorbitantrioleat (Span 85), Natriumcitrat und Citronensäure enthält.Nach Injektion wandern mehr und mehr immunkompetente Zellen an die Injektionsstelle. Diese nehmen dann die Antigene effizienter auf und werden dann verstärkt in den Lymphknoten präsentiert. Dadurch werden schließlich mehr T- und B-Zellen aktiviert und die Produktion entsprechender Antikörper wird gesteigert.

Momentan wird MF59 in den Grippeimpfstoffen wie z. B. Fluad eingesetzt.

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Minipille

Wirkmechanismus der Minipille:
• Hemmung der Spermienaszension durch Veränderung und Verminderung des Zervixschleims und Endometriums
• Abschwächung des mitzyklischen LH-Gipfels, Hemmung des Eisprunges in maximal 40 - 50%

Anwendung:
täglich Einnahme einer niedrigen Gestagendosis, keine Einnahmepause; die Dosis beträgt1/6 - 1/10 der Menge eines üblichen Ein-Phasen-Präparates.

Kontraindikationen:
Leberadenome, steroidabhängige Karzinome, Z.n. Chorionkarzinom, aktive Lebererkrankungen

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Mistel

Lateinisch Visci albi herba
Familie Loranthaceae/Mistelgewächse
Wirkstoffgruppe Alkaloid Droge
Vorkommen Europa
Indikation Bluthochdruck
  Immunschwäche
  nervöse Herzstörungen
Wirkung immunmodulierend
  harntreibend
  krampflösend
Inhaltsstoffe Viscotine, Flavonoide
Kontraindikation keine bekannt

 

Die Mistel wird schon sehr lange als Heilmittel bei uns eingesetzt. Den Einsatz bei Krebs hat es vor allem Rudolph Steiner zu verdanken, der den fermentierten Mistelsaft am Beginn des 20 Jahrhunderts einführte. Die Idee , warum die Mistel bei Krebs helfen kann, kommt aus der Sympathielehre. Die Mistel wächst ja in fremden Bäumen wie ein Krebsgeschwür und breitet sich dort auf, vergleichbar einem menschlichen Krebsgeschwür.

Die Misteltherapie gilt auch heute noch in der Naturheilkunde, und zunehmend auch in der Schulmedizin als vielversprechende und ergänzende Zusatzbehandlung bei Krebs. Damit allein lässt sich jedoch kein Krebs heilen. Dies verlangt vom Betroffenen eine Lebensumstellung auf vielen Ebenen.

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Molybdän

 Beeinflussteflusste Körperfunktionen: Leberfunktion, Nierenfunktion, Blut, Kupfer- und Eisen-Stoffwechsel, möglicher Einfluß auf Fluorspeicherung

Mögliche Mangelerscheinungen: Unbekannt

Senkung der Molybdän-Konzentrationen im Körper durch: Kupfersulfat, Zink, Blei, Methionin (Aminosäure), Vitamin B12

Erhöhung der Molybdän-Konzentrationen im Körper durch: Zufuhr von Diätprodukten, Ümwelteinflüsse

Molybdänreiche Nahrungsmittel: Vollkorn, Samen, Blattgemüse1 Getreide, Gemüse, Hülsenfrüchte, Weizenkeime, Hühnerei, Innereien (Leber)

Aufmahmefördernde Ernährungsbestandteile: Unbekannt Ergänzende Zufuhr zu erwägen bei: Kupfermangel, Gicht

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Mönchspfeffer (Agnus castus)

Lateinisch Agni castis fructus
Familie Verbenaceae/eisenkrautgewächse
Wirkstoffgruppe Flavonglycosid Droge
Vorkommen Mittelmeergebiet, Zentralasien
Indikation Milz und Lebererkrankungen
  Menstruationsbeschwerden
Wirkung hormonähnliche Wirkung
  gestagenkompensierend
  antiaphrodiastisch
Inhaltsstoffe Viticin, Castin, Flavonoide
Kontraindikation keine bekannt
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Monokaliumphosphat

Monokaliumphosphat oder Kaliumdihydrogenphosphat findet Verwendung zur Herstellung von Pufferlösungen. Es reagiert mit Wasser sauer.

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Monoterpene

Monoterpene kommen besonders reichlich in verschiedenen Obstarten vor. Für den Menschen besitzen sie eine besondere Bedeutung als Aromastoffe. So zählen beispielsweise das Menthol aus der Pfefferminze, das Carvon aus dem Kümmelöl und Limonen aus dem Zitrusöl zu dieser Stoffgruppe. Sie haben eine vielversprechende Wirkung bei der Verhinderung von Magen, Brust und Lungenkrebs.

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Morbidität
Unter Morbidität (von lat. morbidus - krank) versteht man eine Krankheitshäufigkeit bezogen auf eine bestimmte Population (vergleiche Inzidenz, Prävalenz, Mortalität).
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Morbus Addison

Beim M. Addison handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung mit Bildung von Autoantikörpern gegen die Nebennierenrinde(NNR).Der Körper versucht durch eine vermehrte Produktion von ACTH in der Hypophyse die Kortisolbildung anzuregen, weshalb bei diesen Patienten der ACTH Spiegel stark erhöht ist.

Eine Nebennierenrindeninsuffizienz kann auch akut ausgelöst werden, z.B. durch Einblutung in die NNR bei Meningokokkensepsis(Waterhouse-Friedrichsen-Syndrom).

Symptome: diese treten in aller Regel erst sehr spät auf, meist erst dann, wenn 90% der NNR schon zerstört sind. Unter normalen Bedingungen merkt der Patient höchstens eine gewisse Müdigkeit und Lustlosigkeit. Bei einem manifesten M.Addison findet man:

  • Schwäche und rasche Ermüdbarkeit
  • Pigmentierung der Haut und der Schleimhäute(auch der Handinnenflächen)
  • Gewichtsverlust
  • Niedriger Blutdruck
  • Dehydration
  • Abdominelle Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen, Durchfälle oder Obstipation)

Symptome der Addison Krise(bei totalem Ausfall der NNR):

  • Exikkose
  • Blutdruckabfall
  • Schock
  • Erbrechen, Durchfälle
  • Hypoglycämie
  • Koma
  • Pseudoperitonitis

Therapie: Patienten mit Addison Krise müssen  sofort in die Klinik eingewiesen werden. Hier wird wie beim M. Addison auch Kortisol gegeben. Eine zusätzliche homöopathische Behandlung ist zu empfehlen.

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Morbus Bechterew

Beim Morbus Bechterew handelt es sich um eine Entzündung der kleinen Wirbelgelenke, die im fortgeschrittenen Stadium zu einer Versteifung der Wirbelsäule führt. 90% der Patienten haben einen positiven Rheumafaktor im Blut(HLA-B27)

Symptome:

  • nächtliche und morgendliche Kreuz-und Gesässschmerzen, die bis in die Oberschenkel ausstrahlen können
  • Klopfschmerz und Verschiebeschmerz der Iliosakralgelenke(Stuhlsteigeversuch, Mennell Zeichen)
  • Spondylitis mit schmerzen zwischen Lumbalen und thorakalen Bereich der Wirbelsäule
  • Bewegungseinschränkung der Wirbelsäule
  • Thoraxumfangdifferenz nimmt ab
  • Schober-Mass:  Eine 10cm lange Strecke aufwärts gemessen vom 5. Lendenwirbel muss sich beim  nach vorne Beugen um mind. 4 cm vergrössern. Bei M. Bechterew ist diese Strecke viel kleiner.
  • Ott-Mass: Die 30 cm Distanz vom 7 Halswirbel nach unten gemessen, muss sich bei Rumpfbeugung um mind. 2 zentimeter vergrössern.
  • Arthritis peripherer Gelenke
  • Brustschmerzen duch Entzündung der Synchondrosen von Sternum und Rippen)
  • Entzündung der Sehnenansätze(vor allem Achillessehne)
  • Entzündung der Iris

Diagnose:
-HLA-B27 Nachweiss(kann aber auch bei Gesunden positiv sein),
-Röntgen: an den Gelenken sieht man Sklerosierungen und Ersionen, Syndesmophyten(Bildung von sogenannten Knochenspangen, die benachbarte Wirbel überbrücken Verkalkungen der Wirbelkörperbänder

Therapie: eine kausale schulmedizinische Therapie ist nicht bekannt. Hilfreich ist die Bechterew-Gymnastik . Erfolgreich hat sich hier die klassische Homöopathie erwiesen.

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Morbus Crohn

Es handelt sich um eine chronische Krankheit, die den Dickdarm und Endteile des Dünndarms betrifft. Es kommt hierbei zu einer Entzündung des Darmes mit krampfartigen Bauchschmerzen, Durchfällen, die teils, jedoch selten mit Blut vermischt sind und leichten Fieberschüben. Die Krankheit verläuft in Schüben, daszwischen können oft Monate ohne Symptome liegen. Oft wird fälschlicherweise eine Appendicitis diagnostiziert.

Mit zunehmender Erkrankung ist der ganze Darm betroffen und es können sich Fisteln ausbilden, die eitriges Sekret absondern. Der Darm vernarbt und es kann zu starken Verengungen führen. Die Fisteln sind oft das erste Symptom eines M. Crohn.
Bei der Abtastung des Bauches spürt man oft eine Resistenz im rechten Unterbauch.(DD Appendicitis!!)
Durch die Vernarbung des Darmes kommt es mit zunehmender Krankheit zu einem Malabsorptionssysndrom.

Die Ursache ist unbekannt. Man diskutiert eine Autoimmunkrankheit oder eine Störung der Immunregulation. Der Morbus Crohn wird wie die Colitis ulcerosa zu den psychosomatischen Krankheiten gezählt. Therapeutisch ist deshalb eine klassisch homöopathische Behandlung zu empfehlen.

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Morbus hämorrhagicus neonatorum

Bei der Frühform kommt es zwischen dem 2. und 5. Lebenstag bei ansonsten gesunden Neugeborenen zu Blutungen. Diese betreffen vor allem den Magen-Darm-Trakt oder das zentrale Nervensystem. Bei mütterlichen Risikofaktoren (Medikamente wie Cumarin, Diphenylhydantoin, Primidon, Phenobarbital, Antibiotika oder Laxanzien) kann es jedoch schon am ersten Lebenstag zu Blutungssymptomen kommen

Die Spätform der Vitamin-K-Mangel-Blutungen tritt zumeist nach der 2. - 6. Lebenswoche auf. Zumeist handelt es sich um vollgestillte, männliche Säuglinge.
Wegen des geringen Vitamin-K-Gehalts der Muttermilch kann sich bei gestillten Kindern der physiologische Vitamin-K-Mangel noch verstärken und somit Blutungen auslösen.

Diagnose: PTT, PTZ und Blutungszeit sind verlängert, die Faktoren II, VII, IX und X sind erniedrigt.

Therapie: Als Prophylaxe wird schulmedizinisch Vitamin K s.c. oder p.o. am 1., 5. und 28. Lebenstag nach der Geburt verabreicht.

 Risikofaktoren:Früh- und Mangelgeburt, Geburtskomplikationen, Fütterungsbeginn nach 12 Stunden, längerdauernde parenterale Ernährung, Malabsorption, Cholestase, Enteritis.

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