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Glossar

Begriff Definition
Reizdarmsyndrom

50% aller Patienten mit Magen-Darmbeschwerden haben ein Reizdarmsyndrom. Ausserdem sind doppelt so viele Frauen wie Männer betroffen.
Bei der Krankheit handelt es sich typischerweise um eine psychosomatische Krankheit.

Symptome:

  • Verstopfung
  • Abdominelle Schmerzen
  • Druckgefühl im Unterbauch
  • Blähungen und hörbare Darmgeräusche
  • Völlegefühl

Nach Stuhlentleerung geht es den betroffenen Personen besser. Auch Blähungsabgang bessert die Symptome.

Therapie: Da es sich um eine psychosomatische Krankheit handelt, sind Medikamente unwirksam. Zu empfehlen ist eine klassisch homöopathische Behandlung

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Renin-Angiotensin-Aldosteron-System

Das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System, kurz auch RAAS genannt ist wichtig für die Aufrechterhaltung des Wasserhaushaltes und des Blutdruckes.

Bei einem Natriummangel, Hypovolämie oder einer verminderten Nierendurchblutung schütten spezielle Zellen in den Nieren das Hormon Renin aus. Dieses wandelt in der Leber das Hormon Angiotensinogen in  Angiotensin I um. Durch das Angiotensin convertin enzyme aus der Lunge wird wiederum Angiotensin I in Angiotensin II umgewandelt, was zum einen zu einer Konstriktion der Gefässe und damit einer Blutdrucksteigerung führt und zum anderen die Ausschüttung von Aldosteron bewirkt. Aldosteron kann in der Nieren, Natrium rückresorbieren, und da Natrium eine starke Bindungsfähigkeit mit Wasser hat, wird dadurch auch Wasser reteniert.

Durch Adosteron werden also die Auscheidungen weniger natriumhaltig und mehr kaliumhaltig.

Störungen im RAAS-Feedbackmechanismus:

  • primärer Aldostonerismus
  • sekundärer Aldostonerismus(renale Ischämie, Nierenarterienstenose)
  • Bartter-Syndrom
  • Herzinsufizienz
  • dekompensierte Leberzirrhose
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Respiratorische Alkalose

Von einer respiratorischen Alkalose spricht man bei einer Veränderung des ph-Wertes über 7,44, die durch eine verstärkte Atmung ausgelöst wurde.

Ursachen:

  • Psychogene Hyperventilation
  • durch  Sauerstoffmangel ausgelöste Hyperventilation
  • Störungen des ZNS

Symptome:

  • schnelle Atmung
  • Tetanien mit Muskelzittern und Parästhesien
  • eventuell Minderung der Gehirndurchblutung
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Respiratorische Azidose

Eine respiratorische Azidose wird verursacht durch eine respiratorische Insuffizienz, die zu einer mangelnden Sauerstoffversorgung der Alveolen führt.

Der Patient ist nicht in der Lage, tief zu atmen, und dadurch kommt es zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff im gesamten Körper.

Symptome: schwache Atmung (Hypoventilation) mit Schwäche, Desorientiertheit bis zum Koma

Die Azidose führt immer zu einer Hyperkaliämie, da Kalium aus den Zellen in den Extrazellulärraum verschoben wird.

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Rhesus System

Das Rhesus System ist das wichtigste Blutgruppensystem nach dem AB0 System. Es wurde 1940 von Landsteiner und Weiner entdeckt. Das Rhesussystem unterscheidet zwischen Rhesus positiv und Rhesus negativ. Rh+ bedeutet, dass auf den Blutzellen ein bestimmtes Antigen vorkommt, Personen, die dieses Antigen nicht besitzen sind demnach RH-.

Das Rhesus System ist vor allem für Frauen in der Schwangerschaft bedeutsam. Wenn die Mutter Rh- ist und das heranwachsende Kind RH+, dann besteht eine Gefahr, dass während der Geburt oder der letzten Schwangerschaftswochen, Blut des Fötus in den Kreislauf der Mutter eindringt und dort eine Immunreaktion auslöst, welche für den Fötus lebensbedrohlich ist. Normalerweise ist das kindliche und mütterliche Blut durch die Plazenta getrennt, aber die Gefahr eines Übertritts ist immer gegeben. Was geschieht nun genau? Das Blut des Fötus gerät in den Kreislauf der Mutter und das Immunsystem sieht die Zellen als fremd an. Daraufhin werden von der Mutter Antikörper produziert, die sich gegen die Blutzellen des Kindes richten. Die Antikörper müssen also erst produziert werden und sind so klein, dass sie die Plazentaschranke überwinden können..

Hat die Mutter jedoch eine andere Blutgruppe als das Kind, werden die eventuell übertretenden Blutzellen von bereits existierenden Antikörpern zerstört, und diese Antikörper sind zu gross für die Plazentaschranke und können somit nicht in den Blutkreislauf des Kindes eindringen. Die Gefahr einer Reaktion wird mit jeder Schwangerschaft grösser, da die Menge der produzierten Antikörper immer höher wird. Haben die Eltern des Kindes verschiedene Blutgruppen , besteht übrigens keine Gefahr. Man kann die Reaktion (im Fachjargon auch Hämolyse genannt) verhindern, indem man der Mutter anti-RH Antikörper verabreicht, die eventuell übertretende Blutzellen sofort zerstören können, die aber keine Immunreaktion auslösen.

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Rheumatisches Fieber

Das rheumatische Fieber ist eine Systemerkrankung, die durch Streptokokken verursacht wird. Sie manifestiert sich an Herz, Gelenken, Zentralnervensystem und dem Unterhautgewebe.

Ursache ist eine autoimmonulogische Reaktion auf die Streptokokken, d.h. der Körper greift eigenes Gewebe an. Die auslösenden betahämolysierenden Streptokokken findet man bei 10% der gesunden Bevölkerung in der Mundhöhle. Ein Nachweis ist also nicht Beweis einer Infektion!

Symptome: Nach ca. 10-20 Tagen tritt nach einer Streptokokkeninfektion des oberen Respirationstraktes (Halsentzündung, Tonsillitis, Pharyngitis) das rheumatische Fieber als Zweiterkrankung auf.

  • Es kommt zu Fieber, Kopfschmerzen
  • akute Gelenkschmerzen, die von Gelenk zu Gelenk wandern. Es Handelt sich um eine akute Polyarthritis, die vor allem die grossen Gelenke betrifft. Neben Schmerzen sind die Gelenke rot und geschwollen.
  • Hauterscheinungen: Erythem mit rosaroten Flecken  vor allem um den Nabel und kleine Knötchen, die sich unter der Haut(subkutan) befinden
  • Es kommt zu einer Entzündung des ganzen Herzens mit Endo-, Myo- und Perikarditis. Problematisch ist vor allem die Endokraditis, da diese zu Klappenfehlern führen kann.
  • Nach Monaten kann es zu einer Chorea minor mit unkontrollierten Bewegungen der Hände. Kinder sind ungeschickt, lassen Gegenstände fallen etc..
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Rheumatoide Arthritis

Es handelt sich um eine chronisch-entzündliche Systemerkrankung, die durch Entzündung der Synovia zu einer Arthritis, Bursitis und Tendovaginitis führt.. Die Krankheit verläuft meist schubweise und kann in späten Stadien zu Gelenksdestruktionen führen.
Meist sind von der chronischen Polyarthritis, wie sie auch genannt wird, Frauen betroffen und sie tritt meist im 4. Lebensjahrzehnt auf.

Ursache der Erkrankung liegt in einer Autoimmunreaktion, bei der es zur Bildung von Autoantikörpern gegen die Synovia kommt. Ferner werden T-Helferlymphozyten. B-Lymphozyten und Plasmazellen gebildet, die alle zur Freisetzung von Entzündungsmediatoren und aggressiven Enzymen gegen die Synovia und Gelenkknorpel führen.

Symptome:

  • zu Beginn: Müdigkeit, Schweissneigung der handinnenflächen, ev. subfebrile Temperaturen, brüchige Nägel, Pigmentverschiebung im Bereich des Handrückens
  • Synovialitis an kleinen Gelenken, meist symetrisch, die zentripetal fortschreitet. Bewegungsschmerz und Schwellung der Fingergrund und proximalen Interphalangealgelenke(nicht die distalen Gelenke!). Händedruck ist schmerzhaft(Gaensslen-Zeichen)
  • Morgentliche Steifigkeit, Durchblutungsstörungen an den Fingern
  • Karpaltunnelsyndrom (Entzündung der Sehnenscheide unter Lig. carpi trans.) mit Parästhesien des Daumens ,Zeige- und Mittelfinger, Arophie des Daumenballens und nächliche Schmerzen
  • Baker Zyste (Hernie der Kniegelenkskapsel)
  • Rheumaknoten an Sehnen und subkutan an den Streckseiten  der Gelenke
  • extraartikuläre Manifestation (selten) an Herz, Lunge, Augen und Gefässe

Durch die Entzündung in den Fingern kann es zur ulnaren Deviation oder Schwanenhalsdeformität  kommen

Sonderform der rheumatoiden Arthritis ist das sekundäre Sjögren Syndrom mit zusätzlicher Keratokonjunktivitis, Versiegen der Speichel- und Schweissektetion

Differentialdiagnose: Die beschrieben Symptome können auch bei einer Reihe anderer Erkrankungen vorkommen:
Kollagenosen
Vasculitis
M. Bechterew
Rheumatisches Fieber
Borreliose

Bei 80% der Patienten sind die Autoantikörper(Rheumafaktoren) nachweisbar. Der Rheumafaktor kann aber auch bei Gesunden positiv sein!

Da die RA im Frühstadium oft schwierig zu diagnostizieren ist, hat das American College of  Rheumatology diagnostische Kriterien aufgestellt:

1. Morgensteifigkeit
2. Arthritis an mind. 3 Gelenken
3. Arthritis an Hand oder Fingergelenken
4.Symetrische Arthritis
5.Rheumaknoten
6.Rheumafaktoren im Serum
7.Röntgenveränderungen der Hände(gelenksnahe Osteoporose)

Gute Therapiemöglichkeiten sind Hydro-, Bewegungs-, Thermo- und Massagetherapie. Als besonders wirkungsvoll hat sich die klassische Homöopathie erwiesen.

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Rhinitis

Schnupfen, auch Rhinitis genannt ist eine Entzündung der Nasenschleimhaut, die zur Anschwellung und Absonderung eines serösen Exudates führt.
Man unterscheidet verschieden Schnupfenarten:

Rhinitis acuta
Bei der Rhinitis akuta spielen meist Viren eine Rolle, die durch Tröpfcheninfektion oder direkten Kontakt übertragen werden. Man kennt heute über 100 verschieden Schnupfenviren, die eine akute Rhinitis auslösen können. Sekundär kann es später zu einer bakteriellen Besiedelung der Nasenschleimhaut kommen mit Absonderung eines eitrigen Sekretes.

Rhinitis chronica
Ursachen eines chronischen Schnupfens können eine Abwehrschwäche, schädigende chemische oder Physikalische Reize oder Fremdkörper sein.. Die chronische Rhinitis führt oft zu einer trockenen Entzündung(Rhinitis sicca) mit starken Krustenbildungen an der Schleimhaut.

Rhinitis allergica
Schnupfen kann auch durch bestimmte Allergene in der Umgebung ausgelöst werden. Zugrunde liegt hier eine Störung des Abwehrsystems, das auf Allergene, wie z.B. Blütenpollen, Hausstaub, Milben, überschiessend reagiert.

Rhinitis  vasomotorica
Medikamente können auch eine  Rhinitis auslösen. Vor allem  die häufige Anwendung abschwellende Nasensprays kann eine Rhinitis vasomotorica verursachen.
 

Symptome:

  • Niesen
  • Absonderung aus der Nase, anfangs oft klar, später eitrig(durch Bakterien)
  • Nasenatmung behindert
  • häufig auch Halsentzündung
Therapie: Fussbäder(ansteigende), Wechselfussbäder, Trockenbürstungen, Inhalieren mit Salzwasser
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Ringelblume (Calendula officinalis)


 
Lateinisch Calendulae flos
Familie Asteraceae/Krobblütler
Wirkstoffgruppe Ätherische Öldroge
Vorkommen Mittel-und Südeuropa
Indikation schlecht heilende Wunden
  Entzündung der Haut und Schleimhaut
  Furunkel
Wirkung antiphlogistisch
  granulationsfördernd
Inhaltsstoffe ätherische Öle, Flavonoide
Kontraindikation keine bekannt
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Ringelröteln

Die Ringelröteln sind eine in den meisten Fällen harmlos verlaufende Kinderkrankheit, die meist im Frühjahr auftritt und vor allem Kinder im Schulalter betrifft. Die Übertragung erfolgt über Tröpfcheninfektion, meist im eigenen Haushalt.

Symptome:

  • meist asymptotisch
  • Makulopapulöses Exanthem (girlandenförmig), als livide Wangenverfärbung beginnend; das Exanthem  verschwindet und entsteht periodisch für die Dauer von 10 Tagen
  • Muskelschmerzen, Lymphknotenschwellung
  • Fieber und grippale Symptome

Komplikationen:
Da der Parvovirus die erythropoetischen Zellen im Knochenmark befällt, kann es bei Personen, die an einer chronischen, hämolytischen Anämie leiden zu einer aplastischen Krise (zu wenig rote Blutkörperchen im Blut) kommen.
Bei Erkrankung während der Schwangerschaft kann es zu Fehlgeburten kommen. Deshalb sollte man Schwangere von Erkrankten fernhalten.

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RKI

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist das Bundesinstitut für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten in Berlin und eine zentrale Überwachungs- und Forschungseinrichtung der Bundesrepublik Deutschland, die direkt dem Bundesministerium für Gesundheit unterstellt ist.

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Rolando-Epilepsie

Die Rolando-Epilepsie ist die häufigste Epilepsie im Kindesalter. Sie tritt meist im Alter zwischen 2 und 12 Jahren auf.

 Symptome: Typischerweise treten sensomotorische Herdanfälle auf mit sensiblen Störungen des Gesichts und tonisch-klonischen Krämpfen der Gesichts-, Kau- und Schlundmuskulatur.
Die Anfälle sind unterschiedlich stark, bis hin zum Grand-mal-Anfall. Auftreten der Anfälle meist im Schlaf. Meist ist keine hirnorganische Schädigung bei den betroffenen Kindern bekannt. Gelegentlich findet man bei den Kindern zusätzlich eine Teilleistungsschwäche wie z. B. eine Legasthenie.

In der Pubertät können die Anfälle bis zur völligen Symptomenfreiheit nachlassen.

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Rosmarin (Rosmarinus officinalis)

Lateinisch Rosmarini folium
Familie Lamiaceae/Lippenblütler
Wirkstoffgruppe Ätherische Öldroge
Vorkommen Mittelmeerraum
Indikation dyspeptische Beschwerden
  äusserlich bei Muskel und Gelenkrheuma
Wirkung antiseptisch
  hyperämisierend
  kreislaufanregend, tonisierend
  diuretisch
  carminativ
Inhaltsstoffe ätherisches Öl
Kontraindikation keine bekannt

Rosmarin dürfte den meisten nur als Gewürz bekannt sein. Sein aromatischer Duft verwandelt viele Speisen in einzigartige Köstlichkeiten. Aber Rosmarin ist nicht nur ein besonderes Gewürz , sondern es wird schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze eingesetzt. Heimisch ist der Rosmarin, ein immergrüner Strauch mit dicken fleischigen Blättern im Mittelmeerraum .Der frostempfindliche Strauch wird gelegentlich in Mitteleuropa und Nordamerika als Zierpflanze in Töpfen gezogen.


Im klassischen Altertum war der Rosmarin der griechischen Göttin Aphrodite geweiht. Bei uns wurde er erst im Mittelalter als Haus- und Heilpflanze geschätzt. Die Mönche brachten ihn aus dem Süden über die Alpen in unsere Gegenden.


Er erlangte Berühmtheit als "Aqua Reginae Hungariae"- Ungarischer Königinnengeist - ein Destillat aus frischen Rosmarinblüten. Dieses Mittel soll die 72jährige gelähmte Königin Isabella von Ungarn so verjüngt haben, daß der König von Polen um sie warb. 1675 erschien von einem unbekannten Autor ein "Rosmarinbüchlein" mit 200 Rezepten für "Curen un Arzeneyen". Rosmarin kommt als Trockenblume bei Shakespeare zweimal vor, in "Romeo und Julia" und in "Hamlet". In England ist heute noch vielfach der Rosmarin ein "Eheanzeiger": wo er gut gedeiht, soll die Frau ein strenges Regiment im Hause führen. Es soll daher vorkommen, daß Ehemänner dem Rosmarinstock nachts heimlich die Wurzeln abschneiden.


Im mittleren Osten, Griechenland und Italien setzte und setzt man Rosmarin traditionell zur Verbesserung des Gedächtnisses und der Gehirnfuktion ein und es ist auch bei Kopfschmerzen hilfreich. In Südamerika wird die Heilpflanze bei Atemwegsentzündungen, Verdauungsbeschwerden und arthritischen Schmerzen eingesetzt.


Aufgrund seiner antioxidativen Wirkung wurde es auch zur Haltbarmachung von schnell verderblichen Lebensmitteln verwendet. Rosmarin enthält mehrere COX-2 hemmende Stoffe. Hervorzuheben ist hier vor allem das Apigenin, die Ursolsäure und Carnosol.

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Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)

 
Lateinisch Hippocastani semen
Familie Hippocastanaceae/Rosskastaniengewächse
Wirkstoffgruppe Glycosid Droge
Vorkommen Europa
Indikation venöse Beschwerden
  Ödeme
  Hämorrhoiden
  Wadenkrämpfe
Wirkung venentonisierend
  antiexudativ
Inhaltsstoffe Aescin 
Kontraindikation keine bekannt
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RSV

Respiratory-Syncitial-Virus-Infektion (RSV bzw. RS Infektion)

Die Erkrankung tritt vor allem im Winter auf . Sie kann bei Kindern bei Kindern zwischen 6 Monaten und 2 Jahren manchmal schwer verlaufen. In 3/4 der Fälle kommt es zu einer Bronchiolitis, eine Infektion kann sich aber auch als
Pneumonie oder Krupp-Syndrom manifestieren.

In den letzten Jahren kam es zu einer starken Zunahme der RSV Infektionen im Säuglingsalter. Ursache ist sehr wahrscheinlich der fehlende Nestschutz von Müttern, die gegen Masern geimpft wurden. Die Annahme wird gestützt durch die Tatsache, daß sowohl das Masern-Virus als auch das RS-Virus zur selben Familie der Paramyxoviren gehören. In Ländern mit geringen Masern-Impfraten ist die Anfälligkeit für schwere kindliche Atemwegsinfektionen, die eine Klinikeinweisung erforderlich machen, geringer.
 

Übertragung:
Das Virus ist hoch ansteckend, die Übertragung erfolgt als Kontaktinfektion


Inkubationszeit: 3-5 Tage

  • Symptome:
    Keuchender Husten
  • Leichtes Fieber, Tachykardie
  • Atembeschwerden (Dyspnoe (Nasenflügelatmen,) und Tachypnoe)
  • Zyanose
  • Bei Früh- und Neugeborenen: Apnoen, Trinkverweigerung, Lethargie


Diagnose:

  • im Röntgen-Thorax sieht man eine Überblähung der Lunge und Infiltrate
  • RSV-Antigen Nachweis.
  • Kultur, PCR und serologischer Antikörpernachweis


Schulmedizinische Therapie:

  • O2, Flüssigkeitsersatz
  • Beta-Sympathomimetika,  evtl. Inhalation mit Adrenalin, Kortikosteroide
     

Falls nötig Aufnahme auf Intensivstation, dort erfolgt evtl. Intubation und Beatmung

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