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Glossar

Begriff Definition
Rutin

Rutin ist ein Flavonoid, welches im „Weissen“ von Zitrusfrüchten, in Traubenschalen, Rotwein, Aprikosen, Kirschen vorkommt. Es stärkt die Blutgefäßwände, verhindert dadurch die Neigung zu blauen Flecken, schützt gegen die Auswirkungen von Strahlen, hilft bei Venenbeschwerden und ist auch in der Lage , den Blutdruck zu erniedrigen.

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Sägepalme (Sabal serrulata)
 
Lateinisch Sabal fructus
Familie Arecaceae/Palmengewächse
Wirkstoffgruppe  
Vorkommen Mittelmeergebiet
Indikation Erkrankungen der Harnwege
  Miktionsbeschwerden/Prostatahyperthrophie
  funktionelle, vegetative Störungen wie Prostatismus, Reizblase
  Nierengriess
Wirkung gegen Dysurie
  sedativ
  diuretisch
  tonisierend auf Harnwege
Inhaltsstoffe Phytosterine, ätherisches Öl, fettes Öl, Gerbstoffe,
Kontraindikation keine bekannt
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Salbei (Salvia officinalis)

Lateinisch Salviae folium
Familie Lamiaceae/ Lippenblütler
Wirkstoffgruppe Ätherische Öldroge
Vorkommen Mittelmeergebiet, Europa
Indikation Rachen-und Kehlkopfentzündungen
  Gingivitis
  Angina
  vegetative Dytonie im Klimakterium
  Weissfluss
Wirkung hemmt die Schweisssekretion
  adstringierend
  antiphlogistisch
  antiseptisch
  stoppt Milchsekretion
Inhaltsstoffe ätherische Öle,
Kontraindikation keine bekannt
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Salmonellose

Die Salmonellose wird von Salmonellen übertragen, vor allem S. enteritidis. Unter den Darminfektionen ist sie die häufigste. Die Infektion erfolgt meist in den Sommermonaten, wobei sich Kinder am häufigsten anstecken.

Die Übertragung erfolgt meist über infizierte tierische Nahrungsmittel, wie Eier, Geflügel, Muscheln, Fleisch etc.

Symptome:   ca. 12-48 Stunden nach dem Essen kommt es zu

  • Brechdurchfällen mit Krämpfen
  • Fieber, Kopfschmerzen

Komplikationen: Austrocknung mit Kreislaufkollaps, bei Immunschwäche kann es zur Sepsis kommen

Therapie: wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, besonders bei Kleinkindern, da bei ihnen eine die Exsikkosegefahr besonders gross ist.
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Saponine

Saponine sind sogenannte Bitterstoffe, die in Hülsenfrüchten, wie Bohnen, Erbsen, Kichererbsen und Sojabohnen sowie in Efeublättern, Primeln, Rosskastanien, Königskerze oder Stiefmütterchen vorkommen. Auch Zwiebeln und Knoblauch enthalten einen nicht unbeträchtlichen Teil Saponine. Sie können Komplexe mit Eiweissen und Fetten bilden, also z.B. mit Cholesterin und haben damit einen Cholesterinsenkenden Effekt. Ausserdem haben sie einen positiven Effekt auf das Abwehrsystem, wirken antimikrobiell und antikanzerogen.

Saponine bestehen aus einem fettlöslichen Anteil und einer wasserlöslichen Zuckerkette. Der fettlösliche Anteil, das Genin, bestimmt die Wirkung.
Saponine reizen lokal das Gewebe und führen dadurch reflektorisch zu einer Erhöhung der Auswurfmenge. Sie hemmen auch das Wachstum von Mikroorganismen und sind teilweise entzündungshemmend. sie werden deshalb gerne als auswurfförderndes Mittel bei Husten und Bronchitis angewendet.

Saponine wirken auch in hoher Verdünnung hämolytisch und dürfen deshalb nicht bei Verletzungen der Haut und Schleimhaut oder bei Entzündungen der Verdauungsorgane eingesetzt werden
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Sarkoidose

Es handelt sich um eine granulomatöse Systemerkrankung, die aber in 90 % der Fälle die Lungen befällt. Es entwickeln sich Granulome mit einem Lymphozytenwall. Diese Granulome sind jedoch nicht unbedingt sarkoidosespezifisch, man findet sie z.B.auch bei Tuberkulose.

Die Sarkoidose kann akut oder chronisch auftreten. Bei der aktuten Sarkoidose kommt es zu:

- Arthritis der Sprunggelenke
- Erythema nodosum(schmerzhafte, blau-rote Flecken am Schienbein)
- Bihiläre Adenopathie
- Fieber, Husten

Die chronische Verlaufsform ist oft symptomlos am Anfang. Später kann es zu Reizhusten, Atemnot bei Belastung kommen. Die Diagnose ist oft ein Zufallsbefund.

Befällt die Sarkoidose nicht die Lunge, kann es zu Manifestationen in der Haut(Erythema nodosum), in den Augen, in der Ohrspeicheldrüse, den Knochen oder dem Nervensystem  kommen. Es kann jedoch praktisch jedes Organ im Körper betroffen sein!

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Sarsaparille (Sarsaparilla radix)
Lateinisch Sarsaparillae radix
Familie Liliaceae/Liliengewächse
Wirkstoffgruppe Glycosid Droge
Vorkommen Mittelamerika
Indikation Essunlust
  Hautleiden
  Schuppenflechte
  Rheuma
  hoher Harnstoffspiegel
Wirkung harntreibend
  antiekzematös
  antirheumatisch
Inhaltsstoffe Sarsasaponine,
Kontraindikation keine bekannt

 

Dieser hohe, kletternde Strauch zählt zu den Liliengewächsen Liliaceae. Sarsaparille(wurzel) oder sarsaparillae radix (früher radix sarsaparillae) lautet die Drogenbezeichnung. Die Wurzel wird als Medikament genutzt. Beheimatet ist die Sarsaparille in den zentralamerikanischen Staaten Guatemala, Honduras und San Salvador.

Zur Herstellung einer Arznei werden die Wurzeln ausgegraben und vom knorrigen Wurzelstock entfernt. Nachdem sie in etwa 50 cm große Stücke zerschnitten wurden, läßt man sie an der Luft trocknen. Die Sarsaparillewurzeln enthalten Saponine, Glycoside, Sitosterin und andere Wirkstoffe. Vor allem gegen die Syphilis wurde diese Droge früher erfolgreich eingesetzt, ebenso als bewährtes Mittel zur Blutreinigung; aufgrund dieser Wirkung gilt sie auch heute noch als gesundheitserhaltende Arznei.

Als Spezifikum bei Schuppenflechte = Psoriasis hat sich die Sarsaparille einen Namen gemacht, wenngleich die Beurteilung der Wirkung sehr unterschiedlich ist. Doch zumindest unterstützend zu anderen Therapien kann ein Sarsaparille-Tee empfohlen werden.
Nebenwirkungen: aufgrund ihres hohen Anteils an Saponinen darf Sarsaparille (wie auch andere Drogen) nicht überdosiert werden, da sonst mit einer Reizung des Verdauungstraktes und mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall zu rechnen ist. 

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Schallempfindungsstörung

Hier besteht die Schwerhörigkeit im Innenohr, dem VIII. Hirnnerv oder sogar in der Hörrinde im Gehirn. Der Schall wird richtig aufgenommen und weitertransportiert, kann aber nicht mehr richtig interpretiert werden.
Ursachen können Tumore sein, die die Hörrinde des Gehirn oder den VIII. Hirnnerven in Mitleidenschaft ziehen. Aber auch Drogen und nicht zuletzt die Altersschwerhörigkeit sind als Ursachen zu nennen.

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Schallleitungsstörung

Es handelt sich um eine Schwerhörigkeit, die durch eine Störung im äusseren Ohr, Trommelfell oder im Mittelohr bedingt sind. D.h. der Schall wird zwar noch über die Knochen weitergeleitet, aber es kommt nur ein Teil der Schallwellen an.

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Scharfgarbe (Achillea millefoilium)

 
Lateinisch Millefolii flos
Familie Asteraceae/Krobblütler
Wirkstoffgruppe Ätherische Öldroge
Vorkommen Mitteleuropa, Asien, Nordamerika
Indikation Appetitlosigkeit
  chron. Magenleiden
  bei starken Blutungen bei Frauenleiden
  Darmblutungen
Wirkung antiphlogistisch
  spasmolytisch
  leicht zusammenziehend
  Karminativ
Inhaltsstoffe ätherische Öle, Gerbstoffe, Flavone, Bitterstoffe 
Kontraindikation keine bekannt
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Scharlach

Der Scharlach ist eine akute Infektionskrankheit, die vor allem im Kindesalter auftritt. Im Gegensatz zu vielen anderen „Kinderkrankheiten“ kann man mehrfach an Scharlach erkranken.

Scharlach hat seinen Erkrankungsgipfel im Kindesalter. Säuglinge können jedoch nicht erkranken, wenn sie von der Mutter gestillt werden.

Scharlach wird durch β-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A ausgelöst (v.a. Streptococcus pyogenes). Diese müssen einen Bakteriophagen besitzen, der für die Produktion des Scharlach-Toxins verantwortlich ist. Ansonsten kommt es nur zu einer banalen eitrigen Mandelentzündung. Die Übertragung erfolgt über Tröpfcheninfektion oder durch kontaminierte Gegenstände. Die Kinder stecken sich sehr häufig im Kindergarten an.

Symptome:

  • Heftiger Beginn mit hohem Fieber, Halsschmerzen, Kopf und Gliederschmerzen, Husten und Erbrechen
  • Es kommt anschliessend zu einer starken Halsentzündung und Entzündung der Mandeln.(Pharyngitis, Angina tonsillaris) .
  • Die Zunge ist am Beginn belegt, ab dem 4. Tag sieht man die typische Himbeerzunge.
  • Am 2-3 Tag tritt das Scharlachexanthem auf, das in den leisten, Achseln beginnt und sich dann in Richtung Hals aufsteigt. Typisch ist die Aussparung des Mund-Kinn-Dreieckes.
  • Nach 2-4 Wochen löst sich die Haut unte feiner Abschuppung ab. Die Handinnenflächen und Fusssohlen lösen sich grossflächig ab.

In seltenen Fällen kann es zu Komplikationen wie Sepsis oder rheumatischen Fieber, Chorea minor oder Glomerulonephritis kommen. Kleinkinder habe sehr oft eine begleitende Mittelohrentzündung.

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Schilddrüsenentzündung

Die Schilddrüsenentzündung kann sowohl akut als auch chronisch ablaufen. Man unterscheidet drei Formen:
 

1. Akute Threoiditis

Ursache sind meist Bakterien, Viren oder Traumen.

Symptome:

  • Fieber
  • Schmerz an der Schilddrüse
  • Schwellung der Lymphknoten

 

2. Subakute Thyreoiditis de Queervain

Ursache der Subakuten Th. ist unklar. Sie tritt häufig nach einem Infekt der oberen Luftwege auf. Auch eine genetische Prädisposition wird diskutiert. Frauen sind 5 mal häufiger betroffen.

Symptome:

  • Abgeschlagenheit mit Krankheitsgefühl und mit Fieber
  • Schilddrüse ist oft schmerzhaft bei Druck(nicht obligat)
  • BSG ist extrem erhöht
  • Schilddrüsenfunktion erhöht
     

3. Chronische lymphozytäre Thyreoiditis(Hashimoto)

Dies ist die häufigste Thyreoditisform. Es handelt sich um Entzündung durch Autoantikörper. Auch hier sind meist Frauen betroffen, bevorzugt im 4.-5. Lebensjahrzehnt.

Als Ursachen werden Hepatitis C, ionisierende Strahlen und eine familiäre Disposition diskutiert.

Symptome sind bei dier Form erst im Spätstadium zu bemerken, wenn die Thyreozyten der Schilddrüse bereits zerstört sind und typische Symptome einer Hypothyreose sichtbar werden

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Schlaf-Apnoe

Es handelt sich um Atemstörungen, die während des Schlafes auftreten. Genauer treten Atempausen mit mehr als 10 Sekunden Dauer auf. Die Schlafapnoe ist  relativ häufig. So sind etwa 5% der über 40jährigen Männer betroffen. Gehäuft tritt die Apnoe bei Übergewicht und  Bluthochdruck auf.

Ursache ist meist eine Verlegung der oberen Atemwege. Es kommt zu einem Erschlaffen der Schlund- und  Rachenmuskulatur während des Schlafes und damit zur Behinderung der Atmung.

Symptome:

  • Personen mit Schlafapnoe sind während des Tages oft sehr müde und neigen zum Einschlafen (Pickwick-Syndrom)
  • Man hört ein unregelmässiges Schnarchen beim Schlafen
  • Es kommt zu mehreren Atemstillständen während des Schlafes (wird nicht selbst bemerkt, sondern vom Partner)
  • hinzu kommen häufig Leistungsschwäche, morgendliche Kopfschmerzen, Depressionsneigung und Potenzstörungen

Therapie: Zunächst ist ein bestehendes Übergewicht oder ein Bluthochdruck zu behandeln. Desweiteren sollte man schwere Mahlzeiten und anstrengende Tätigkeiten vor dem Schlafen meiden. Rückenlage fördert zudem die Schlafapnoe und sollte deshalb vermieden werden. Beruhigende Substanzen(wie Alkohol, Beruhigungsmittel und Schlafmittel) sollten unbedingt vermieden werden.

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Schlaganfall

Schlaganfälle sind nach Herzinfarkt und bösartigen Tumoren die dritthäufigste Todesursache. Beim Schlaganfall handelt es sich um einen akuten Verschluss von Hirnarterien, die zu einem Absterben nachfolgender Hirnteile führt.

Ursachen:

  • Arteriossklerose mit arterieller Thrombose(meist bei Bluthochdruckpatienten)
  • Embolus aus dem linken Herzen bei Herzinfarkt, Vorhoffflimmern, Klappenfehlern
  • Embolus aus den Karotiden
  • Vaskulitiden(Gefässentzündungen)

Bei kleinen Verschlüssen kommt es nicht zu einem akuten Hirninfarkt, sondern es entwickelt sich über längere Zeit hinweg eine Demenz, wenn sich die kleinen Verschlüsse häufen.

Ansonsten sind die Symptome abhängig von der Lokalisation des Verschlusses. Meist in die A. carotitis interna betroffen.

Stadien:

  • TIA(transitorische ischämische Attacke). Hier handelt es sich um kurzfristige reversible neurologische Ausfälle, die sich aber in innerhalb eines Tages zurückbilden.
  • PRINT(Prolongiertes reversibles ischämisches neurologisches Defizit) Hier dauert die Rückbildung mehr als 24 Stunden
  • Hirninfarkt. Keine oder nur partielle Rückbildung

Symptome:

  • Halbseitenlähmung
  • später Spastik mit Reflexsteigerung
  • Sprach und Bewusstseinstörungen
  • Schwindel
  • Nystagmus(schnelles Bewegen der Augen)
  • Sehstörunen
  • Erbrechen

Die Symptome sind  abhängig von der Lokalisation des Verschlusses. Meist in die A. carotitis interna betroffen.

Diagnose: über CT(Computertomograhie) oder MRT(Magnetresonanztomographie)

Therapie: Krankenhauseinweisung: Thrombolyse notwendig

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Schlüsselblume (Primula veris)

 
Lateinisch Primulae radix
Familie Primulaceae/Primelgewächse
Wirkstoffgruppe Saponinglykosid Droge
Vorkommen Europa
Indikation Bronchialkatarrh mit zähem Schleim
Wirkung expectorierend
  sekretolytisch
Inhaltsstoffe Saponine, Phenolglycosid
Kontraindikation keine bekannt
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