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Glossar

Begriff Definition
Schock

Beim Schock handelt es sich um eine Verminderung der Mikrozirkulation mit Unterversorgung des Gewebes mit Sauerstoff und damit verbundenen Störungen des Gewebes. Der Schock kann durch mehrere Faktoren ausgelöst werden, weswegen man den Schock in mehrere Untergruppen einteilt.

  • Verminderung der zirkulierenden Blutmenge, sogenannter hypovolämischer Schock. Dies kann durch Blutverluste, Erbrechen und Durchfall bedingt sein.
  • Pumpversagen des Herzens, sogenannter kardiogener Schock
  • Septischer Schock
  • Anaphylaktischer Schock

Was passiert beim Schock genau? Zu Beginn besteht ein Blutdruckabfall, der zur Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin führt, welches Die Herzfrequenz erhöht und die Arteriolen enger gestellt. Damit wird versucht, den Kreislauf aufrechtzuerhalten, indem das Blut aus der Peripherie (Arme und Beine) zu zentralen Organen und dem Gehirn befördert wird. Durch  die verminderte Durchblutung in der Peripherie kommt es zu einer Ansammlung von Stoffwechselprodukten, die zu einem Verlust von intravasaler Flüssigkeit führt und damit den Volumenmangel verstärkt. Durch die Konstriktion kommt es ferner zu Mikrothromben in den Gefässen.

Beim Schock können auch andere Organe, wie Niere, Herz, Lunge betroffen sein, wo es zu schwerwiegenden Folgen kommen kann.

Symptome:

Hypovolämischer Schock:

  • Puls ist höher als Blutdruck
  • Haut zunächst blass und feucht-kühl, flache schnelle Atmung, Bewustseinsstörung mit weiten Pupillen, Oligurie bzw. Anurie

Kardiogener Schock:

  • Atemnot
  • Venenstauung; sieht man gut an den Halsvenen oder den Venen am Zungengrund

Anaphylaktischer Schock:

  • Allgemeinsymptome wie Schwindel, Kopfschmerz
  • Hautreaktionen wie Juckreiz, Urtikaria, Flush
  • Mit zunehmender Schwere kommt es zu einem Blutdruckabfall und Tachykardie(Pulsanstieg), oft begleitet von Übelkeit und Erbrechen
  • später kann es zu einem Krampf der Bronchien (Brochpospasmus) und ausgeprägtem Schock kommen. Es besteht Gefahr von Atem-und Kreislaufstillstand.

Septischer Schock:

  • Meist Fieber, verbunden mit Unruhe
  • Beschleunigte Atmung
  • Da der septische Schock meist bei einer Erkrankung gramnegativer Bakterien auftritt, beobachtet man eventuel auch Hautreaktionen, wie Pusteln , Blasen

Therapie: Als Allgemeinmassnahmen sind die Atemwege freizuhalten, die Person zudecken, ausser beim Kardiogenen Schock(hier sitzende Lagerung) Flachlagerung mit ev. Hochlagerung der Beine.
Ausser beim kardiogenen Schock wird beim Schock zusätzlich isotonische Kochsalzlösung zur Volumensubstitution gegeben.

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Schöllkraut (Chelidonium majus)

 
Lateinisch Chelidoni herba
Familie Papaveraceae/Mohngewächse
Wirkstoffgruppe Alkaloid Droge
Vorkommen Europa
Indikation krampfartige Beschwerden des Magen-Darm-Traktes
  Krampfartige Beschwerden der Galle
Wirkung spasmolytisch
  choleretisch
Inhaltsstoffe Chelidonin
Kontraindikation keine bekannt
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Schröpfen

Das Schröpfen war schon im alten Ägypten als Ausleitendes Verfahren bekannt. Man verwendet hierzu so genannte Schröpfköpfe, die meist aus Glas sind und behandelt damit Reflexpunkte, meistens am Rücken. Am Rücken sind spezielle Hautsegmente mit inneren Organen verbunden. Durch die Behandlung dieser kann auf das jeweilige Organ Einfluss genommen werden.
Man unterscheidet das blutige und unblutige Schröpfen. Beim blutigen Schröpfen soll eine Fülle, ein Zuviel, ein Überangebot behandelt werden, während das trockenen Schröpfen eher tonisierend und fördernd wirkt.

Indikation:
Blutiges Schröpfen: Bluthochdruck, Rheuma, Pleuritis, Lungenentzündung, Asthma, chronische Migräne, Ischialgien, Bronchitis
Trockenes Schröpfen: Hypotonie, Menstruationsbeschwerden, chronisch Schwächende Krankheiten, bei Organunterfunktion, Durchblutungsstörungen
 

Anwendung:
Je nach Indikation wird am Rücken geschröpft. Die zu schröpfenden Stellen sind oft gut tast- bzw. sichtbar und werden zudem nach der Indikation bestimmt.  Die Indikation bestimmt ferner , ob blutig oder trocken geschröpft werden soll.

Die Schröpfköpfe werden mittels Unterdruck auf die Hautareale gesetzt. Dieser Unterdruck zieht  die Haut stark in den Schröpfkopf hinein und führt damit zu einem Bluterguss (Trockenes Schröpfen) oder zu einer Blutansammlung (Blutiges Schröpfen) im Schröpfkopf. Nach etwa 15 min entfernt man die Schröpfköpfe und versorgt beim blutigen Schröpfen die verletzten Hautstellen.

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Schwartz-Barter-Syndrom

Es handelt sich beim Schwartz-Barter-Syndrom um eine erhöhte Produktion des Hormons ADH(Anti-Diuretisches Hormon), was zu einer verstärkten Wasserretention führt.

Ursache ist meist ein Tumor (häufig Bronchialkarzinom) oder Störungen in der Lunge oder am Zentralnervensystem.

Symptome:

  • Übelkeit, Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Appetitlosigkeit
  • Wasserintoxication mit Krämpfen bis hin zum Koma möglich

Durch die vermehrte Wassermenge im Körper , verändert sich die Osmolarität des Blutes und es kommt zu einer Hyponatriämie.

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Schwarzkümmel (Nigella sativa)

 Auffällig ist das Gewächs nicht : die Stiele mit den spitzen, stachelartigen Blättern ragen gerade mal kniehoch auf und tragen blaue Blüten. Jedoch: Nach dem Blütensegen thront schliesslich auf dem kargen Blätterkranz eine  Krone , die aufmerksam macht - eine seltsam wuchtige Hervorbringung, entfernt an die Kapseln des Mohns erinnernd (Balgkapsel ) genannt.

In mehreren Reihen, im Spalier angeordnet, wachsen, reifen, die kleinen (nur etwa 4mm langen und 1 mm dicken) drei oder vierkantigen Samen in der Kapsel. Zuerst sind sie grün und fleischig, schliesslich zur Erntezeit schwarz getönt (daher der Name). Wer die Kapssel sprengt, den Inhalt fürs Auge freilegt, erhascht einen Anflug von Bazar-Atmosphäre, eine Ahnung von den Düften des Orients, die so lange schon den ansonsten kühlen Verstand und die etwas behäbigeren Sinne der Nord- und Mitteleuropäer verzaubern : Von den Samen geht ein angenehmer, fein-süsser Duft aus, entfernt an Anis und Fenchel erinnernd; gleichzeitig entfaltet er aber auch ein leicht bitteres, scharf-würziges Aroma (deshalb auch oft im Orient und Fernen Osten als Pfeffer-Ersatz verwendet).

Doch das Geheimnis der Pflanze liegt nicht in der Farbe, nicht im Duft begründet. Man kommt ihm auf die Spur, wenn man tiefer in den Samen dingt, ihn mit modernsten Mitteln auf den Leib rückt. Sie enthalten ein sehr wertvolles Öl mit einem hohen Anteil an ungesättigten, essentiellen Fettsäuren .

Schwarzkümmelöl wird schon seit langem bei der Behandlung von Allergien, Asthma und chronischen Brochitiden eingesetzt.

Allergie ist eine Überempfindlichkeit des Organismus gegen Stoffe aus der Umwelt. Solche Stoffe nennt man Antigene oder Allergene. Jeder Allergiker entwickelt häufig "seine" spezifische Allergie. Allergische Reaktionen können auch mit dem Verzehr von Nahrungsmitteln entstehen. Hierbei können sowohl die Nahrungsmittel selbst, wie auch Zusatz- und Konservierungsstoffe allergisch wirken.

 Schwarzkümmelöl wirkte bereits bei den alten Ägyptern! Die hochentwickelte Kultur der alten Ägypter war auch in medizinischer Hinsicht ihrer Zeit weit voraus. Als wirksames Heilmittel wurde Schwarzkümmel gegen viele Leiden eingesetzt. Symbolisch wurde es auch als Grabgabe für " ewig junges Leben" den Pharaonen mitgegeben.

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Sekundäre Pflanzenstoffe

Als sekundäre (bioaktive) Pflanzenstoffe werden zahlreiche Substanzen in Obst, Gemüse, Nährmitteln, wie Kartoffeln, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten, sowie in fermentierten Lebensmitteln bezeichnet. Bis vor wenigen Jahren galten sie noch meist als gesundheitsschädlich. Heute werden jedoch vielen SPS, die früher als schädlich galten, gesundheitsfördernde Wirkungen zugesprochen. Zum Beispiel diene sie den Pflanzen als Abwehrstoff gegen Fressfeinde. Der bittere Geschmack des Rosenkohls stammt etwa von dem SPS Sinigrin, das Schädlinge den Appetit verdirbt. Viele SPS schützen die Pflanzen auch vor den schädlichen Auswirkungen der Sonnenbestrahlung. Auch als Farbstoffe kommen sie zum Einsatz oder regen als eine Art Duftstoff, Tiere zum Fressen der Pflanzen an.

Im Vergleich zu den primären Pflanzenstoffen wie Kohlenhydraten, Eiweißen , Fetten, Vitaminen und Mineralstoffen haben SPS keine Nährstoffeigenschaften für den Menschen. Sie üben jedoch pharmakologische Wirkung aus. Die wohl bedeutendste Eigenschaft der SPS ist ihre Fähigkeit, den Menschen vor Krebs zu schützen.

So sind z.B. Flavonoide in der Lage die Entstehung von Krebs in verschiedenen Stadien zu verhindern. Sie können z.B. in der Leber die Umwandlung von inaktiven zu aktiven Kanzerogenen blockieren. Das Krebswachstum nimmt ja mit einer entarteten Zelle ihren Anfang. Und auch hier greifen SPS ein. Sie können verhindern, daß eine Zelle mit einer DNA-Schädigung (d.h. einer Schädigung ihrer Erbsubstanz) ungebremst zu wachsen anfängt.

Flavonoide kommen vor allem in den Randschichten von Obst und Gemüse vor. Man sollte deshalb auf das Schälen verzichten und statt dessen lieber gründlich waschen. Ein bekannter SPS ist das Beta-Carotin, das neben der Funktion als Provitamin A die Funktion als Antioxidans hat. Es ist in der Lage , hochreaktive Sauerstoffverbindungen, die ständig im Körper entstehen zu neutralisieren. Besonders im Zusammenhang mit Lungen und Hautkrebs wird dem Betakarotin eine besondere Wirkung zugeschrieben. Diese Wirkung hat aber nur natürliches Betakarotin, bei künstlichem gibt es in der Wissenschaft widersprüchliche Aussagen, manche gehen sogar von einem negativen Effekt aus.

Mit einer gemischten Kost nimmt man täglich etwa 1,5 g SPS zu sich. Bei rein vegetarischer Ernährung ist Aufnahme um ein vielfaches höher. SPS lassen sich aufgrund ihrer chemischen Struktur in neun Hauptgruppen einteilen: Carotinoide, Saponine, Glucosinolate, Polyphenole, Protease-Inhibitoren, Terpene, Phytosterine, Phytoöstrogene und Sulfide

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Selen

 Beeinflußte Körperfunktionen: Membranerhaltung, Bauchspeicheldrüsenfunktion, möglicher erhöhter Krebswiderstand, Zellschutz Mögliche Mangelerscheinungen (Symptome): Quecksilber u. Kadmium-Belastung, Vergiftung durch Herzmittel, Oxidation von Fetten, ungenügende Leistung der Bauchspeicheldrüse, reduzierte Abwehrkraft, Anfälligkeit für Umweltnoxen.

Senkung der Selen-Konzentrationen im Körper durch: Quecksilber, Cadmium, Silber, Arsen, Salze der Schwefelsäure

Erhöhung der Selen-Konzentrationen im Körper durch: Umwelteinflüsse, selenreiche Nahrungsmittel

Selenreiche Nahrungsmittel: Naturreis, Vollkorngetreide, Weizenkleie, SeIen-Hefe, Soja, Fisch, Fleisch

Aufnahmefördernde Ernährungsbestandteile: Vitamin E, A und C, ß-Carotin

Ergänzende Zufuhr zu erwägen: zur Krebsvorbeugung, als Antioxidans, als Zellschutz ,,Arteriosklerose" und zu Schutz vor Umweltgiften

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Sennes (Cassia senna)
Lateinisch Droge Sennae folium
Familie Caesalpinaceae
Wirkstoffgruppe Anthraglycosid Droge
Vorkommen Vorderindien, Africa
Indikation Verstopfung
Wirkung fördert die Peristaltik
  verhindert die Wasserresorption
Inhaltsstoffe Sennoside, Harz, Schleim
Kontraindikation Ileus, Schwangerschaft, Stillzeit

 

Sennes wurde bereits im alten Ägypten als Abführmittel benutzt und gehört heute zu den häufig gebrauchten pflanzlichen Abführmitteln.

Botanische Beschreibung: Cassia senna ist in Nord- und Nordostafrika heimisch, die Cassia angustifolia ist hingegen in Arabien beheimatet. Es handelt sich um einen 1,5 m hohen Strauch welcher paarig gefiederte Blätter und zahlreiche gelbe etwa 3 cm große, traubenförmige Blütenstände besitzt.

Wirkung und Anwendung: Die Anthrachinoide und Schleime bewirken, daß der Darminhalt weich wird, der Füllungsdruck im Darm verstärkt wird und somit der Darminhalt schneller vorwärts bewegt wird. Somit ist es ein wirksames Mittel bei Verstopfung.

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Seroconversion
Seroconversion is the development of detectable specific antibodies to microorganisms in the blood serum as a result of infection or immunization.
Serokonversion

Serokonversion ist der medizinische Fachausdruck für das Entwickeln von Antikörpern gegen Antigene eines Fremdkörpers. Es handelt sich dabei um die serologische Antwort des Immunsystems.

Nach der Serokonversion ist ein zuvor negativer Nachweistest für Antikörper positiv. Antigene des Fremdkörpers sind hingegen nicht mehr nachweisbar.

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Serokonversionsrate

Serokonversion ist der medizinische Fachausdruck für das Entwickeln von Antikörpern gegen Antigene eines Fremdkörpers. Es handelt sich dabei um die serologische Antwort des Immunsystems.

Nach der Serokonversion ist ein zuvor negativer Nachweistest für Antikörper positiv. Antigene des Fremdkörpers sind hingegen nicht mehr nachweisbar.

Zugriffe - 3589
seronegativ

Als seronegativ werden Personen bezeichnet, bei denen keine Antikörper gegen ein bestimmtes Antigen gefunden werden konnten.

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seropositiv

Als seropositiv werden Personen bezeichnet, bei denen Antikörper gegen ein bestimmtes Antigen gefunden werden konnten.

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Serotyp

Mit Serotyp bezeichnet man unterscheidbare Variationen innerhalb einer Unterart von Bakterien oder Viren. Die Unterschiede ergeben sich durch verschiedene Strukturen auf ihrer Außenseite (Antigen).

Das Immunsystem behandelt jeden Serotyp eines Krankheitserregers so, als würde es sich um völlig unterschiedliche Organismen handeln, das heißt, jeder Serotyp führt zu einer typspezifischen Immunität.

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Serotypen

Mit Serotyp bezeichnet man unterscheidbare Variationen innerhalb einer Unterart von Bakterien oder Viren. Die Unterschiede ergeben sich durch verschiedene Strukturen auf ihrer Außenseite (Antigen).

Das Immunsystem behandelt jeden Serotyp eines Krankheitserregers  so, als würde es sich um völlig unterschiedliche Organismen handeln, das heißt, jeder Serotyp führt zu einer typspezifischen Immunität.

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