Glossar
| Begriff | Definition |
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| Serumkrankheit | Es handelt sich um eine akute Immunkomplexkrankheit, die durch eine Überempfindlichkeitsreaktion vom Arthus-Typ (Typ III der Allergie) v. a. gegenüber artfremden (Serum-)Proteinen, Arzneimitteln, Impfungen u. a. antigenen Stoffen verursacht wird. Die Serumkrankheit tritt meist zwischen dem 6. und 12. Tag nach erstmaliger oder auch wiederholter parenteraler Zufuhr insbesonders hoher Antigendosen auf. Symptome: Fieber, Lymphknotenschwellung, Rötung, Ödem, Juckreiz u. evtl. Arthus-Reaktion, Vaskulitis, Arthritis, Glomerulonephritis, Polyserositis, durch Histaminfreisetzung aus Mastzellen generalisierte Urtikaria
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| Sheehan-Syndrom | Ursache ist eine postpartale, ischämische Nekrose des Hypophysenvorderlappens infolge von starken Blutverlusten während der Geburt. Dabei kann es zum Ausfall der im Hypophysenvorderlappen gebildeten Hormone (FSH, LH, TSH, ACTH, STH, Prolaktin) Symptome sind: Agalaktie, Amenorrhoe, Libidoverlust, Reduktion der sekundären Körperbehaarung, Pigmentverlust, Hypothermie, Hypoglykämie, Antriebsarmut.
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| Shigellose | Erreger der Shigellenruhr sind Shigella dysenteria, S. boydii, S. flexneri und S. sonnei. In Europa tritt die Erkrankung nur sehr selten auf. Es handelt sich vielmehr um eine Erkrankung , die in Not- und Kriegszeiten vermehrt auftritt, in denen es zu mangelhafter Hygiene und Resistenzminderung der Menschen kommt. Symptome:
Therapie: Wasser und Elektrolytzufuhr, besonders bei Kindern, da bei diesen besonders schnell eine Austrocknungsgefahr besteht.
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| Shiitake |
Shiitake, auch Kastanienpilz genannt, stammt ursprünglich aus Japan und wird dort und in anderen asiatischen Ländern schon seit über 2000 Jahren als Speisepilz kultiviert. Seit der Zeit der Ming-Dynastie gilt er in China als wahres Lebenselexier und ist heute aus der täglichen Nahrung nicht mehr wegzudenken. In der traditionellen chinesische Volksmedizin galt und gilt Shiitake vor allem als Stärkungsmittel nach überstandenen Krankheiten und wird dort auch zur Stärkung des Abwehrsystems eingesetzt. Gerade durch Viren verursachte Krankheiten, wie z.B. Grippe oder Herpes simplex werden hier erfolgreich behandelt. Seit einiger Zeit werden nun in der Krebsforschung Untersuchungen durchgeführt, da sich gezeigt hat, daß bestimmte Inhaltsstoffe des Shiitake-Pilzes, allen voran das sogenannte Lentinan, stark krebshemmende Eigenschaften besitzt. Das Tumorwachstum wird zum einen direkt gehemmt, zum anderen kommt es zu einer starken Stimulierung des Immunsystems und zur Bildung von Interferon. So zeigte sich, daß Lentinan das Eindringen von Metastasen in die Lunge verhindern konnte, eine Tatsache, die besondere Beachtung verdient, da die Metastasierung eine wirksame Therapie häufig unmöglich macht. Die durch konventionelle Therapie mit Chemotherapeutika zerstörte Immunsystems kann mit Hilfe von Shiitake wieder auf ihr ursprüngliches Aktivitätsniveau gehoben werden und auch in höheren Dosierungen ist Shiitake, im Gegensatz zur Chemotherapie, ungiftig.
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| Sichelzellanämie | Es handelt sich um eine angeborene Veränderung des Hämoglobins(roter Blutfarbstoff), die im tropischen Africa, sowie bei der schwarzen Bevölkerung Amerikas recht häufig anzutreffen ist. Man unterscheidet zwei Typen heterozygote und homozygote Anlageträger. Beide haben das fehlerhafte Gen, jedoch nur bei den Homozygoten kommt es zum Ausbruch der Krankheit. Symptome: Schon im Säuglingsalter kommt es zu einer hämolytischen Anämie mit vasookklusiven Krisen, da die Erythrozythen eine Sichelform annehmen, nicht mehr verformbar sind und damit kleine Kapillargefässe verstopfen. Hierbei kann es auch zu Infarkten von Organen, wie Milz, Niere und Gehirn kommen. Durch viele kleine Milzinfarkte kann die Milz nicht mehr optimal funktionieren und es kommt zu einer Neigung zu bakteriellen Infekten. Interessant ist, dass Personen, bei den die Krankheit nicht zum Ausbruch kommt (sog. Heterozygote) resistenter gegen Malaria sind, als die normale Bevölkerung.
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| Siderose | Bei der Eisenspeicherkrankheit steigt der Eisengehalt des Körpers starkan. Bei einer Erhöhung um das 5 Fache kommt es zu Oraganmanifestationen. Ursachen:
Symptome:
Ganz typisch für die Siderosen sind die 3 Hauptsymptome: Lebererkrankung, Diabetes und Hautpigmentierung. Diese drei Symptome zusammen sind immer verdächtig. Im Blut ist der Eisenspiegel(Serumeisen) und das Transferrin(Transporteisen) erhöht. Therapie bei der genetisch bedingten Form sind Aderlässe
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| SIDS | SIDS ist die Abkürzung für Sudden Infant Death Syndrom, den plötzlichen Kindstod. In Deutschland liegt die Rate bei etwa 2:1000 Lebendgeborenen, oder anders 1000-1500 Fälle jedes Jahr. SIDS tritt vor allem im ersten Lebenshalbjahr auf.
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| Silikose | Die Silikose wird durch das Einatmen von quarzhaltigem Staub verursacht. Betroffen sind häufig Arbeiter in Metallhütten und Walzwerken, oder auch Steinbrüchen und in der Glas und Keramikindustrie.
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| Silizium | Silizium wird zur Aktivierung verschiedenster Enzyme benötigt. Enzyme welche in der Synthese von Knochen und Knorpel eine große Rolle spielen. Beeinflußte Körperfunktionen: Knochenbildung (Verkalkungsprozeß), Bildung von Bindegewebe und Knorpeln Mögliche Mangelerscheinungen (Symptome): Arteriosklerotische Beschwerden, Alterungsprozesse von Arterien, Gelenke und Bindegewebe Senkung der Silicium-Konzentrationen im Körper: diverse lndustrie-Nahrungsmittel Erhöhung der Silicium-Konzentrationen im Körper: Umwelteinflüsse Siliciumreiche Nahrungsmittel. Kartoffeln, Hafer, Hirse, Gerste, Roggen, Vollkornbrot, Petersilie, Mineralwasser, Kleie Aufnahmefördernde Nahrungsbestandteile: Ballaststoffreiche Nahrungsmittel Ergänzende Zufuhr zu erwägen bei: Mineralsilikate für Umschläge und Kosmetika, innerlich Darmreinigung
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| Sinusitis | Bei der Sinusitis handelt es sich um eine Entzündung der Schleimhaut der Nasennebenhöhlen. Häufig bildet sich eine Sinusitis nach einem Schnupfen aus. Durch die Anschwellung der Schleimhäute in der Nase , kommt es zu einer Verlegung der Nasennebenhöhlengänge mit Entstehung eines Unterdruckes, der Schmerzen verursacht. Die Schleimhaut in den Höhlen schwillt an, es kommt zu Absonderung von Sekreten und zur starken Vermehrung von Bakterien und jetzt zu einem Anstieg des Druckes in den Nasennebenhöhlen und starken Schmerzen. Symptome: je nach Lokalisation der Entzündung unterscheidet man verschiedene Schmerzlokalisationen
Komplikationen: Die Sinusitis kann eine Meningitis, Osteomyelitis oder Sinusthrombose als Komplikation nach sich ziehen. Therapie: Hier hat sich die klassische Homöopathie sehr bewährt. Wichtig ist auch eine Anregung der Schleimabsonderung mit Salzwasserinhalation. Ferner sollte man auf Milcheiweiss verzichten, da dieses bei vielen Personen zu einer verstärkten Schleimbildung führt.
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| Sinusthrombose | Mit Sinusthrombose bezeichnet man die Thrombose eines Hirnsinus. Ursache können Sinusitis, Verletzungen, Furunkel oder ähnl. im Gesicht, oberhalb der Mundspalte sein. Dadurch können Bakterien in den Hirnsinus einwandern. Andere Ursachen können Thrombophlebitis, starke Koagulabilität des Blutes oder Erkrankungen am Schädel sein. Symptome:
Therapie: je nach Ursache
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| Sipple-Syndrom | Es handelt sich um multiple endokrine Neoplasien, die vermutlich autosomal-dominant vererbt werden. Es kommt zum gleichzeitigen Auftreten von Phäochromozytom und medulärem Schilddrüsenkarzinom. Hinzu können Nebenschilddrüsenadenome, Diabetes mellitus oder M. Cushing oder andere Adenome kommen.
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| Sjögren-Syndrom | Eine den Kollagenosen zugeordnete Systemerkrankung.Nach der rheumatoiden Arthritis handelt es sich um die zweithäufigste rheumatische Erkrankung. Wie auch bei den anderen Kollagenosen, sind Frauen weit häufiger betroffen. Sie tritt oft in Zusammenhang mit rheumatoider Arthritis oder anderen Kollagenosen auf. Symptome:
Komplikationen: bei der Keratokonjunktivitis besteht die Gefahr einer Hornhautulceration. Ferner können innere Organe mitbefallen werden. Therapie: Wie bei den andern Kollagenosen gibt es keine bekannte schulmedizinische Therapie. Eine homöopathische Behandlung kann hier sicher hilfreich sein.
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| Skleritis |
Mit Skleritis bezeichnet man die Entzündung der Lederhaut des Auges, die selten isoliert, sondern gemeinsam mit anderen Erkrankungen wie Kollageneosen, rheumatischer Arthritis, Sarkoidose, Gicht oder Infektionskrankheiten auftreten kann.
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| Sklerodermie | Die zu der Gruppe der Kollagenosen gehörende Erkrankung betrifft vor allem die Haut und innere Organe, in dessen Bindegewebe es zu einer Kollagenanhäufung und Fibrosierung kommt. Ferner sind die Innenwandschichten der Gefässe betroffen, die zu Haut und Organinfarkten führen können. Die Erkrankung betrifft vorwiegend Frauen im 3.-5. Lebensjahrzehnt Symptome:
Diagnose: wie bei den anderen Kollagenosen findet man hier positive ANA (antinukleäre Antikörper) im Blut. Auch andere Autoantikörper lassen sich nachweisen Therapie: Eine kausale Therapie ist nicht bekannt. Die Naturheilkunde kann auf diesem Gebiet jedoch einiges leisten. Vor allem eine homöopathische Konstitutionsbehandlung kann Hilfe bringen.
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