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Glossar

Begriff Definition
Steyne-Stokes-Atmung

Bei der Steyne-Stokes-Atmung handelt es sich um eine schwere Störung des Atemzentrums. Es kommt zu einem Art wellenförmigen Verlauf der Atmung , bei der zunächst nach einer langen Atempause, eine kurze Atmung einsetzt, die sich dann in immer grösser werdende, sehr tiefe Atemzüge ändert.

Ursache liegt im Atemzentrum, das nur noch auf eine starke Änderung des CO2 Gehaltes des Blutes reagiert. Die Atmung wird also ausgelöst, wenn der Gehalt an CO2 eine bestimmte Höhe überschreitet und setzt dann bei erreichen des notwendigen Gehaltes wieder aus.

Ausgelöst werden kann die Cheyne-Stokes-Atmung durch Vergiftungen, aber auch durch schwere Herzinsuffizienz und  Gehirnleiden.

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Stiefmütterchenkraut (Viola Tricolor)

Lateinische Droge Viola herba
Familie Violaceae/Veilchengewächse
Wirkstoffgruppe Glycosid Droge
Vorkommen Europa
Indikation Hautflechten, Hauterkrankungen
  Milchschorf
  Akne
Wirkung blutreinigend
  narbenbildend
  antiexzematös
  expectorierend
Inhaltsstoffe Glycoside, Flavonoide, Salicylsäure
Kontraindikation keine bekannt
Den Name Stiefmütterchen hat diese Pflanze ihrer Blüte zu verdanken. Die beiden obersten Blütenblätter sind Stühle, welche von der Stiefmutter in Anspruch genommen werden. Die beiden seitlich, nächst liegend zu ihr sind für ihre eigenen Töchtern bestimmt, während der unterste den beiden Stieftöchter zugedacht ist.

Botanische Beschreibung:
Die gelbweißen, gelben, violetten oder dreifarbigen kurz gespornten Blüten sind typisch für die ein- bis mehrjährige Pflanze. Welche heimisch auf Wiesen und Äckern in Europa und Asien ist. Wirkung und Anwendung: Da die Inhaltsstoffe Salicylsäure , Schleime und Flavonoide sind, eignet sich die Pflanze bei verschiedensten Hautkrankheiten (Akne, Ekzeme, Milchschorf). Der Grund ist das sie äußerlich Ekzeme lindert und starke Verhornungen löst und dadurch Mitesser lockert. Die Pflanze ist aber nicht nur für eine schöne und gesunde Haut hervorragend geeignet, sondern wird auch häufig bei Rheuma, Gicht, Arteriosklerose und zur Förderung des Abhustens bei Katarrhen der Luftwege genutzt.
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STIKO
STIKO ist die Abkürzung für die ständige Impfkommision in Deutschland.
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Stridor

Krankhafte Atemgeräusche durch Verengung der Luftwege bezeichnet man als Stridor (lat., Plural Stridores, wörtlich „Zischen“, „Pfeifen“).

Nach dem Auftreten bei Ein- (Inspiration) bzw. Ausatmung (Exspiration) unterscheidet man:

  • Inspiratorischer Stridor: Atemgeräusch beim Einatmen, typisch für Verengung oder Verlegung der oberen Atemwege (Kehlkopf, Luftröhre, Hauptbronchien). Bsp. für Ursachen: Epiglottitis, Krupp, Pseudokrupp, Schilddrüsenvergrößerung (Struma), Fremdkörperaspiration, einseitige oder doppelseitige Stimmbandlähmung.

  • Exspiratorischer Stridor: Atemgeräusch beim Ausatmen, typisch für obstruktive Lungenerkrankungen, wie z. B. Asthma bronchiale 

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Süßholzwurzel (Glycyrrhiza glabra)
Lateinisch Liquiritiae radix
Familie fabaceae/Schmetterlingsblütler
Wirkstoffgruppe Saponinglycosid Droge
Vorkommen Süden Europas, Mitler und naher Osten
Indikation Bronchitis
  Krampfartige beschwerden im Magen-Darm-Trakt
  Ulkus
Wirkung expectorierend
  ulkuslösend
  Verbesserung der Blutzusammensetzung
Inhaltsstoffe Glycyrrhizin
Kontraindikation Cholestase, Leberzirrhose, Hypertonie, Hypokaliämie, Schwangerschaft

Schon bei den alten Ägyptern, Griechen und Römern wurde diese Pflanze bei Katarrh und Atemwegserkrankungen benutzt. Bei den Indern findet das Süßholz zudem auch noch als Liebeszauber Anwendung.


Botanische Beschreibung: Beheimatet ist sie vor allem im Mittelmeergebiet, Kleinasien, Persien und Südwestasien. Sie ist eine bis zu 2 m hohe Staude mit ausgedehntem, verholztem Wurzelsystem und unpaarig gefiederten Blättern. Ihre Blüte ist hell-lila und schmetterlingsförmig.

Wirkung und Anwendung: Süssholz wird zum einen bei Husten und Bronchitis wegen seiner schleimlösenden, auswurffördernden, entzündungshemmenden so wie krampflösenden Wirkung gerne genutzt, zum anderen aber auch bei Magenschleimhautentzündungen, und zur Vorbeugung und Abheilung von Magengeschwüren. Süßholz ist nicht nur als Heilmittel gerne genutzt, sondern findet auch in der Lebensmittelindustrie seine Platz, z.B. Lakritze oder im englischen Porterbier und im Ale.

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Synkope

Eien Synkope (umgangssprachlich auch als Kreislaufkollaps bezeichnet) eine plötzlich einsetzende, kurz andauernde Bewusstlosigkeit, die mit einem Verlust der Haltungskontrolle einhergeht und ohne besondere Behandlung spontan wieder aufhört. Sie ist durch eine vorübergehende Minderdurchblutung des Gehirns charakterisiert und wird nach ihrer Ursache in neural vermittelte (vasovagal), kreislaufbedingte (orthostatische), vom Herzen ausgehende (kardiogene) oder durch Hirndurchblutungsstörungen bedingte (cerebro-vaskuläre) Synkopen eingeteilt.

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T-Lymphozyten

T-Lymphozyten sind sogenannte tymusabhängige Lymphozyten, die im Thymus während der Kindheit geprägt werden. Nach ihrer Prägung siedeln sich die T-Lymphos in sekundären lymphatischen Organen, wie der Milz und den Lymphknoten an. Dort sind sie Träger der zellvermittelten Immunität.

Man kennt mehrere Untergruppen:
- Zytotoxische T-Lymphozyten , auch Killerzellen
- T-Gedächtniszellen
- T-Suppressorzellen
- T-Helferzellen

Die Aktivierung der T-Lymphozyten erfolgt durch den Kontakt mit Antigenen oder Antigenpräsentierenden Zellen bzw. durch körpereigene Interleukine.

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Tabes dorsalis
Beim Tabes dorsalis handelt es sich um die sogenannte Rückenmarksschwindsucht. Diese ist das dritte Stadium einer nicht ausgeheilten Syphilis, die oft nach 15 Jahren nach einem Primärinfekt auftritt.

Symptome:

  • Reflexabschwächungen
  • Pipillenstörunegen(Argyll Robertson Pupille= entrundete Pupille)
  • Muskelschwäche
  • Schwerhörigkeit
  • Nervenleitungsstörung mit Blasen und Mastdarmstörung
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Tachykardie

 Mit Tachykardie bezeichnet man eine Erhöhung der Herzfrequenz auf über 100 Schläge/min. Die Tachykardie kann von verschiedenen Reizleitungssystemen im Herz ausgehen.

Demnach teilt man die Tachykardie in verschiedene Formen ein:

  • Sinustachykardie;
  • Supraventrikuläre T.
  • Vorhoftachykardie
  • Kammertachykardie

Eine Tachykardie muss immer genau abgeklärt werden. Neben physiologischen Tachykardien bei Kindern können  nämlich schwerwiegende Herzfehler und Herzkrankheiten die Ursache sein.  Aber auch Schildrüsenüberfunktion kann eine Tachykardie auslösen.

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Tachypnoe
Tachypnoe bezeichnet die Erhöhung der Atemfrequenz. Diese kann in schweren Fällen bis zu 100 Atemzüge pro Minute betragen. Ursachen sind entweder ein erhöhter Sauerstoffbedarf bzw. ein niedriges Sauerstoffangebot. Ein erhöhter Bedarf kommt z.B. bei Fieber vor. Bei Lungen und Herzerkrankungen ist eine Tachypnoe auch häufig zu beobachten.
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Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus)

Wird auch russischer Ginseng oder Sibirischer Ginseng genannt und gehört zur Familie der Efeugewächsen. Die Pflanze wird erst seit Mitte diesen Jahrhunderts arzneilich genutzt. Der Grund liegt hierbei, daß die Wurzel erst bei einer systematischen Suche nach einem Ersatz für das sehr teure Ginseng gefunden wurde.

Erstaunlicherweise ist die Wirkung trotz unterschiedlicher Inhaltsstoffe mit der des Ginsengs vergleichbar. Botanische Beschreibung: Hierbei handelt es sich um einen 2-3 m hohen Strauch mit kleinen in Dolden stehenden Blüten und schwarzen Beeren. Die Blätter sind handförmig (fünfzählig) mit stacheligen Stengeln. Die Pflanze ist in Sibirien, Korea und China heimisch und wächst dort vor allem in Laub-Zedern- und Laub- Tannenwäldern in einer Höhe von bis zu 500m.

Wirkung und Anwendung: Inhaltsstoffe wie Sterole, Phenylpropane und Polysaccharide helfen bei Müdigkeits- und Schwächegefühlen, nachlassender Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, bei körperlicher Anstrengung oder bei einer beginnenden Erkältung. Die Taigawurzel steigert somit die körpereigenen Abwehrkräfte sowie die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Sie hilft dem Körper zudem auch besser mit Stressfaktoren, wie z.B. Hitze/Kälte, Lärm oder Leistungsdruck, umzugehen.

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Tannine

Tannine kommen in den Schalen und Kernen von roten Trauben, und auch im Rotwein vor. Sie sind als starke Antioxidantien bekannt und zeigen eine antivirale Fähigkeit. Trinkt man Rotwein, kann man die Tannine oft an ihrem stumpfen , rauhen Gefühl bemerken, die es an den Zähnen hinterlässt.

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Tarsaltunnelsyndrom

Es handelt sich um eine Irritation bzw. Kompression des N. tibialis unter dem Innenknöchel durch ein einmaliges oder chronisches Ereignis. Es kann sich hier um ein Trauma, eine Schwellung bei Überlastung oder rheumatischer Erkrankung oder den sogenannten Jogger's foot handeln.

Symptome :

  • An Fußsohle und Zehen nächtliche Schmerzen und Hypästhesien nach Belastung,

  • Druck- und Klopfschmerz hinter dem Innenknöchel

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Taubnessel, weisse (Lamium album)

Familie: Labiatae(Lippenblütler)
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Gerbstoffe, Glycoside, Saponin, Schleimstoffe

Medizinische Eigenschaften: adstringierend, auswurfördernd, blutreinigend, entzündungshemmend, wundheilend

Die Taubnessel ähnelt stark der Brennnessel, gehört aber zu einer andern Familie. Sie besitzt keine Nesselhaare und kann deshalb gefahrlos angefasst werden.

Man findet sie an nährstoffreichen Stellen, Wegrändern, Mauern und Hecken, oft zusammen mit der der rot blühenden gefleckten Taubnessel(Lamium maculatum). Sie wächst in ganz Europa, mit Ausnahme des Mittelmeerraumes. Die Pflanze wurde früher viel als wundheilendenes Mittel bei Verletzungen verwendet. Auch festsitzender Husten kann mit der Taubnessel gelöst werden.

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Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea
Lateinische Droge Centaurii herba
Familie Gentianaceae/Enziangewächse
Wirkstoffgruppe Bitterstoff Droge
Vorkommen Europa, Nordafrika
Indikation akute Magenerkrankungen
  Leber- und Gallemittel
  Appetitlosigkeit
Wirkung Förderung der Speichel und Magensaftproduktion
  zirkulationsfördernd
  Karminativ
  cholagog
  verdauungsfördernd
Inhaltsstoffe Bitterstoffglycoside 
Kontraindikation keine bekannt

 

Der griechischen Sage nach wurde die Pflanze zur Heilung der Wunden von Herkules benutzt.

Botanische Beschreibung: Die Pflanze mit grundständiger Blattrosette, verzweigtem Blütenstiel und einer reichblütigen Trugdolde mit kleinen, rosaroten Blüten wird ein bis zwei Jahre alt und zirka 30 cm hoch. Die Pflanze ist von Europa bis Mittelasien sowie Nordamerika anzutreffen. Sie bevorzugt vor allem mäßig sauren Boden an Waldrändern.

Wirkung und Anwendung: Durch seine Bitterstoffe steigert es die Ausschüttung von Magensaft, Speichel und Galle. Dies wiederum bewirkt das der Appetit angeregt, Magensaft gebildet sowie Völlegefühl bekämpft wird.

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