Hopfen (Humulus lupulus)

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Term Definition
Hopfen (Humulus lupulus)

 
Lateinisch Lupuli stroboli
Familie Cannabaceae/Hanfgewächse
Wirkstoffgruppe Bitterstoff-Droge
Vorkommen Europa, Nord- und Mittelasien
Indikation Verspannung, Unruhe, Nervosität
  nervöse Einschlafstörungen
  nervöse magenbeschwerden
Wirkung als Amarum aromaticum
  beruhigend(sedativum)
Inhaltsstoffe Lupulin, ätherische Öle, Cholin, Asparagin, Anthocyane, Flavonole
Kontraindikation keine bekannt

Hopfen ist heute bekannt als Zutat in Bier und wird schon seit dem 11 Jahrhundert zusammen mit anderen Pflanzen für das Bierbrauen eingesetzt. Hopfen wurde vor allem von deutschen und holländischen Brauern wegen seines konservierenden Effektes und seines bitteren Geschmackes verwendet, während das englische Ale kein Hopfen enthielt.  Nachteil des Hopfen war und ist jedoch, daß es eine ermüde Wirkung hat. In England verbot man sogar zeitweise den Einsatz von Hopfen aber mittlerweile wurde dieses Gesetz gelockert und man findet Hopfen heute auch in englischem Bier.

So lang es Bier gibt, solange wurde Hopfen auch medizinisch eingesetzt. Man verwendet dabei die weibliche Blüte. Hopfen enthält über 300 Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Humulon, Lumolon, Lupulin, Flavonoide wie Rutin und Quercetin und Phythoöstrogene. Die frischen Blüten haben die höchste Aktivität, während die Wirkung getrockneter Blüten aufgrund des nachlassenden Ölgehaltes abnimmt.

Traditionell wendet man Hopfen bei Nervosität, Schlafstörungen und zur Schmerzlinderung an. Es hat einen antibakteriellen Effekt und zeigt antientzündliche Wirkungen, weshalb es auch bei Arthritis und schmerzhaften Entzündungen angewendet wird.

Neueste Studien aus dem Jahre 2000 haben bewiesen, daß diese antientzündlichen Wirkungen durch einen COX-2 hemmenden Effekt von Humulon bewirkt wird. Neben der COX-2 Wirkung ist es auch in der Lage, den Abbau der Knochenmasse zu verlangsamen. Dies ist besonders für Frauen in den Wechseljahren interessant. Man kann Hopfen alleine oder zusammen mit anderen Kräutern verwenden.

Einen nervenberuhigenden Tee können Sie selbst aus Hopfenblüten bereiten. Man nehme dazu 2 Teelöffel frischer oder frisch getrockneter Hopfenblüten und übergiessen diese mit 250ml kochendem Wasser . Das ganze lassen Sie 5-10 Minuten stehen. Wegen seines beruhigen Effektes sollten Sie diesen nur am Abend vor dem Schlagen zu sich nehmen. Untertags hat er eine zu stark einschläfernde Wirkung.

Auch Kissen gefüllt mit Hopfenblüten zeigen einen guten Effekt bei Schlafstörungen. Die flüchtigen Öle haben eine direkte Wirkung über die Geruchsnerven auf das Gehirn. Nach einiger Zeit läßt die Wirkung jedoch nach und man sollte die Blüten gegen frische auswechseln.

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